Topschwein
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Schweine: Reaktionen auf den Preis vom 20.06.08

Hallo,

nach dem der Preis heute um 5 cent runter ging, hört man aus dem Hause Rheda Wiedenbrück, das man dort Dienstag und Mittwoch nicht schlachten wolle ?. Das am morgigen Samstag in Sögel nicht geschlachtet wird, soll aber wegen "Baumaßnahmen" sein. Was hören die anderen Teilnehmer?

Gruß
Topschwein

Geschrieben von Topschwein am
Topschwein
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

ich habe heute Nachmittag erfahren bzw. gehört, das Tönnies, Vion und auch D & S Fleisch nur 1,63 € bezahlen sollen. Von der Westfleisch habe ich noch nichts gehört. Wer weiß noch was ?
M f G
Topschwein

PorkyPig
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Zum Glück gibt es ja noch mehr Schlachthöfe als die 3.
Händler die Lieferverträge haben, werden auch wohl weiterhin an diese Schlachthöfe liefern müssen. Alle anderen werden nächste Woche Ihre Züge wohl umschleusen, an die, die den angemessenen ZMP Preis zahlen.

Wenn Tönnies, Vion & Co Hauspreise machen wollen, dann sollen sie dieses tun. Aber dann bitte nicht wundern, wenn diese Ihre Verträge mit dem LEH nicht einhalten können, weil die entsprechenden Stückzahlen nicht auf dem Hof stehen!

MfG

Gast

ISN Notierung bleibt bei 1,70 euro stehen ist das etwa eine Kampfansage oder wissen die schon mehr wie nächtste Woche läuft.

Gruss
REMBRAND

Gast

Der ISN-Preis liegt wie ZMP-Preis bei 1,65 €.Regt euch bitte nicht über den Schlachtschweinepreis auf. Die Zeche für die gesamte Preispolitik zahlen sowieso wir Ferkelerzeuger.

MFG
rOTHE

Mona Lisa
Mitglied seit
12 Jahre 5 Monate

Durch sonniges Wetter und den Start der Grillsaison wurde die Schweinefleischnachfrage im Mai angefacht.

Laut GfK-Haushaltspanel kauften die Privathaushalte 10 % mehr Schweinefleisch als im April, so die ZMP. Damit lag das Einkaufsniveau erstmals über dem des Vorjahres (8 %). Ganz anders die Situation für Rindfleisch. Die hohen Temperaturen dämpften die Kauflaune der Verbraucher. Im Vergleich zum Vorjahr gingen knapp 7 % weniger Rind- und Kalbfleisch über die Ladentheke. Die gesamte Fleischnachfrage blieb in den ersten Monaten des Jahres etwas hinter der des Vorjahres zurück. Wurst- und Fleischwaren konnten dagegen ein leichtes Absatzplus verbuchen.
(Quelle: Top Agrar Online)

...

ina
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ PorkyPig [#3]
Heute morgen wechseln aber immer mehr Schlachter an jeder Haltestelle dem Zug von 1,65 auf den Zug von 1,63.
Wenn Tönnies, Vion & Co Hauspreise machen wollen, dann sollen sie dieses tun. Aber dann bitte nicht wundern, wenn diese Ihre Verträge mit dem LEH nicht einhalten können, weil die entsprechenden Stückzahlen nicht auf dem Hof stehen!
Wenn Schlachtbetriebe diese Woche ZMP zahlen wollen, dann sollen sie das tun, aber bitte dann nicht wundern, wenn es diese Schlachtbetriebe in baldiger Zeit dann nicht mehr gibt.
Unse Chef sagt heute morgen , alle die Basis ZMP zahlen, (sind fast alle nur noch die kleineren, die zu schwach sind sich zu wehren )die müsst ihr jetzt mit Schweinen zufahren, weil die können gar nicht genug Geld verlieren.

Schönes Wochenende

Bauer Leo
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Ich habe noch gar nichts von dem "Sommermärchen" EM gelesen.
Letzten Donnerstag roch zumindest das ganze Rheinland nach Grillfleisch und Würstchen. Und das wird Mittwoch und nächstes Wochenende nicht anders sein.

Essen die jetzt alle Pute oder war die Ware noch für kleines Geld eingefroren?

Dorf 1963
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Wer bekommt denn mehr als 1,63 Basispreis? Mir ist kein größerer Schlachthof bekannt.

ina
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Dorf 1963 [#9]
Anscheinend heute auch keiner mehr. Die haben gestern alle erst ihren Schock überwinden müssen, und heute ist der Verstand wieder da.
1,60-1,61 wäre Markt gewesen. 1,63 ist absolutes Ultimo.
1,65 ist totaler Quatsch.
Oh liebe EZG-Vertreter dieses Spiel habt Ihr diese aber Woche verloren. Dann haut mal euer Sparschwein kaputt.
Die hälfte von NRW macht nächste Woche die Kühlschränke leer, habe ich heute im Verkauf schon feststellen müssen.

So, Feierabend und Schluss
Schn.. voll
Schönes Wochenende

p.
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ ina

Warum bezeichnest du eine Rückgang von 10 cent beim Schweinepreis in einer Situation als marktgerecht in der am Lebendmarkt kein einziges Schwein geschoben werden muss und Schweine zügig nachgefragt werden.

Es besteht zurzeit in keinster Weise Druck bei der Vermarktung von Schlachtschweinen!

Wenn ich mich an deine Worte erinnnere ist ein Rückgang des Schweinepreises nur dann zu rechtfertigen, wenn das Angebot an Schlachtschweinen die Nachfrage nach Schlachtschweinen überschreitet.

Um diese Situation zu erzeugen wurden von den Schlachthöfen die Schlachtungen am Di und Mi zurückgefahren doch der gewünschte Effekt stellte sich nicht ein!!
Die Argumente blieben aus ein Preisrückgang Richtung 1,60 wurde trotz dessen gefordert!

Lebendschweine sind und bleiben gesucht, von daher sehe ich das Spiel noch nicht als verloren an zumal viele Schlachthöfe hinter vorgehaltener Hand auf den sogenannten Schlachthofpreis Aufschläge von 4 cent und mehr zahlen wo wir wieder bei 1,67 wären.

Also das Spiel geht kommende Woche in die nächste Runde!

ina
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ p. [#11]
Die 1,60 wären der Marktgerechte Preis, für den Fleischbedarf zu Zeit.
Für die volle Auslastung der Bänder wäre vielleicht 1,80 oder1,90 oder 2 € der Marktgerechte Preis. Keine Ahnung.
Es zeigt sich aber, das das erst genannte Priorität hat, sonst hätten sich nicht so viele Schlachter angeschlossen.
Die genannten Zuschläge sind klar, nur das die auf Basis 1,63 berechnet werden , und nicht auf 1,65, und das ist für uns entscheidend.
Und wenn EZG und Viehhändler mit den Landwirten Vereinbarungen ZMP + X haben,
dann kostet uns das kein Geld, sondern denen.
Nächste Woche geht es weiter, logisch. Aber die Stärke der EZG hat diese Woche einen Dämpfer erfahren, und das hat auch immer Einfluss auf weitere Verhandlungen.

Schönes Wochenende

Hanna
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ ina

Ergänzung:
Und der gerechte Preis für die Nachfrage nach Schweinen ohne volle Auslastung wäre 1,70.

Schönes Wochenende

p.
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ ina

Ihre Argumente können mich nicht überzeugen und widersprechen Ihren eigenen Aussagen!

Ich möchte Sie nochmals an Ihre Worte erinnern!

Zitat: "Das sehe ich etwas anders. Wir haben ja kein Angebotsproblem, wir haben ein Nachfrageproblem. Und wenn die Schlachtung nicht der Nachfrage angepasst wird, warum sollen die Schweine dann fallen ? Da haben unsere grünen Kameraden ja Recht.
Abbestellen ist das einzige was hilft. Das Angebot dem Bedarf anpassen, nicht umgekehrt."

Beim Fleischbedarf mag der marktgerechte Preis ja bei 1,60 liegen, bei der Ermittlung des Schweinepreises der sich aus Ihrer Sicht aus dem Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage nach Schlachtschweinen finden sollte muß der Preis allerdings deutlich höher ausfallen.
Schlachtschweine werden zügig nachgefragt ein Angebotsüberhang ist nicht in Sicht, demnach hätte die Notierung laut Ihrer Argumentation am letzen Freitag unverändert lauten müssen.

Ich bleibe bei meiner Meinung das die EZG richtig gehandelt haben und nun in der kommenden Woche Rückhalt für diese Entscheidung bei den Schweineproduzenten finden sollten, um gestärkt in die nächste Runde der Preisfindung zu gehen!

Ich bin gespannt auf den Verlauf der kommenden Woche, und denke das Schweineproduzenten und EZG gemeinschaftlich in der jetzigen Marktsituation einen positiven Einfluss auf den Verlauf der Schweinepreise nehmen werden.

Mona Lisa
Mitglied seit
12 Jahre 5 Monate

@ ina [#12]

Es handelt sich hier doch um den gewöhnlichen Anpassungsprozeß im Preiszyklus! Aufgrund der rapide gestiegenen Herstellungskosten bei gleichzeitigem Überangebot müssen seit über einem Jahr die Erzeuger massive Verluste ertragen.

Nun greift aufgrund der unrentablen Produktion die Mengenanpassung auf der Erzeuegerstufe, da die "schlechten" aus der Produktion ausscheiden.

Das Wort "marktgerecht", wie Sie es beschreiben, betrachtet jedes Mitglied der Kette immer zu seinem Vorteil. Sie führen diesen Begriff aus Sicht der Nachfrage, die Erzeuger aus Sicht des Angebots ins Feld!

Es ist völlig egal, wie schlecht die Nachfrage ist, solange das Angebot niedriger ist. Der entstehende Druck aufgrund des schwindenen Angebots wird nun von Ihnen an die letzten in der Kette, dem LEH, weitergegeben. In der Anpassungsphase, in der sich dies noch nicht durchsetzen lässt, müssen Sie Ihrerseits Federn lassen, bevor (endlich) eine Preisanpassung beim Endkunden stattfindet.

Es ist ein sehr gutes Zeichen, dass mittlerweile die nächste Stufe in der Kette (Sie) diesen Druck spürt. Die Erzeuger spüren Ihn seit einem Jahr, Sie vermutlich deutlich weniger lange, der LEH gar nicht. Von Ihnen werden dabei auch nur die "schlechten" auf der Strecke bleiben, denen anscheinend ja auch Ihre Kritik galt. Es sind nicht die Erzeuger, die derzeit für Ihre Marge auf 10 Cent verzichten müssen, es sind die Schlachter, die trotz negativer Marge, Schweine kaufen! Schlachten Sie einfach soviel weniger, bis das Angebot wieder drückender wird, dann kommt der Rest von selbst....das können Sie nicht? Dann müssen Sie eben auf Marge verzichten...

Es wird somit im zweiten Halbjahr 2008 deutlich besser werden! ..und Sie tragen Ihren Teil dazu bei.

pigtrader
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Mona Lisa

treffender und sachlicher kann die aktuelle Situation nicht geschildert werden.
Dem ist nichts hinzuzufügen.

Schönes Wochenende für den Rest.
pigtrader

PorkyPig
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Mona Lisa

Vorzüglicher Beitrag! So sieht die Situation aus!
Die Rote Seite muss der Wahrheit nun mal ins Auge blicken.

MfG

ina
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ p. [#14]
Meine Agumente müssen Sie auch gar nicht überzeugen.
Wo sich etws widerspricht kann ich aber nicht erkennen.
Wir haben zuviel Schlachthaken in Deutschland.
Das heisst jeder rennt hinter das letzte Schwein her, kann es aber nicht sinnvoll verkaufen, weil das Fleisch ( zumindest für diese Preise) nicht abzusetzen ist . Dann kommt doch irgendwann der Punkt, wo weniger mehr ist, oder ?
Besser weniger schlachten, mit besserer Spanne, als mehr schlachten und nur Geld verlieren.
Das man in der Landwirtschaft immer wieder versucht, Marktgesetze auf den Kopf zu stellen,(sehen wir ja gerade bei der Milch ) ist ja nicht neu. Nach dem Motto, nicht der eine Ware kauft bestimmt wann er was , wieviel kauft, sondern der die Ware verkauft. das klappt aber leider selten.
Im übrigen würde Ihre " Politik" nur dazu führen ( und das wird dann auch so kommen), das die Zahl der Schlachtbetriebe weiterhin rapide abnimmt, und sie dann eines Tages nur noch einem Schlachtkartell gegenüber stehen.
Stellen sie sich mal vor, VW würde unendlich Golf produzieren, und die Verkäufer müssten jeden Golf mit enormen Rabatten verkaufen. Glauben sie das VW dann hingeht und sagt " Die verdammten Verbraucher die wollen doch einfach nicht unsere (überproduzierten) Golf zum Listenpreis kaufen !(Das denkt man aber teilweise in der Landwirtschaft )
Nein, VW wird relativ schnell reagieren und die Produktion drosseln, damit die Rabbatte wieder zurückgefahren werden können.
Asserdem ist das doch o.k, Sie haben Ihre Meinung, und ich meine.
Und wer letzendlich Recht haben wird, werden wir in den nächste Jahren sehen.

Schönen Abend

Speedy
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ ina [#18]

Ach und Sie vergleichen jetzt die Schweine mit den überproduzierten VW Golf?
Muss mich täuschen, denn ich dachte die letzten zwei Wochen wären Sie es gewesen, die mehr als einmal deutlich gesagt hat, dass Schweine knapp sind.
Also alles wieder die üblichen Lippenbekenntnisse, von wegen "unsere Rohstofflieferanten sichern".
Im übrigen regulieren Sie, bzw. schaden durch die immer mehr in Mode kommende Hauspreispolitik nicht den Landwirten sondern den EZGs. Die Landwirte erhalten zumeist den aktuellen Nordwestpreis und nicht Ihre internen Preise. Regulieren Sie doch endlich EHRLICH (ich weiß, dass Ihnen dieses Wort bei Ihrem marktverhalten unbekannt ist) den Markt, indem Sie weniger schlachten. Wenn Sie Ihre Aussagen ehrlich meinen würden, dass Ihnen die Marge fehlt, würden Sie auch mal Schlachthaken leer lassen. Aber nein, Sie hauen hier mit sowas von leicht zu durchschauenden Parolen um sich und setzen hauspreise fest, damit Sie im deutschlandweiten Verdrängungswettbewerb der Schlachtereien nicht auf die Schnauze fallen. Statt ehrlichem, marktwirtschaftlichem Verhalten eine einzigartige Verarschung der hier anwesenden Produzenten. Reine Provokation, was Sie, zumindest in diesem Thread, veröffentlichen. Ich schätze Ihre Meinung und Marktbeurteilung ansonsten sehr (bevor sSie sich wieder auf den Schlips getreten fühlen), aber Ihr Verhalten bezüglich dieser Preisrunde ist absolut rückgratlos.
Wie soll ein Produzent verstehen, dass Schweine im "Überangebot" vorliegen, wenn Sie hinter jedem Ringelschwanz hinterherbetteln?

MfG
Speedy

Mona Lisa
Mitglied seit
12 Jahre 5 Monate

@ ina [#18]

...sie sollten sich die Beiträge auch durchlesen, bevor Sie antworten.

.."Besser weniger schlachten, mit besserer Spanne, als mehr schlachten und nur Geld verlieren.
Das man in der Landwirtschaft immer wieder versucht, Marktgesetze auf den Kopf zu stellen,(sehen wir ja gerade bei der Milch ) ist ja nicht neu. Nach dem Motto, nicht der eine Ware kauft bestimmt wann er was , wieviel kauft, sondern der die Ware verkauft. das klappt aber leider selten."

Hier ist niemand, der Marktgesetze auf den Kopf stellt außer Ihre werten Kollegen. Es sind die größten Schlachtbetriebe in Deutschland, die Ihre Haken massiv ausgebaut haben! Sie sagen es, aber handeln nicht, welche Prinzipien haben Sie denn nun? Sie bestimmen, wie stark die Nachfrage nach Schweinen ist, sonst niemand!

Es ist schon erschreckend, wie man die Dinge rund um das Wort "Markt" verdrehen kann. In Wirklichkeit enthalten Ihre Argumente genau die Inhalte, die Sie kritisieren!

Der Käufer einer Ware bestimmt letztendlich immer den Preis, den er bereit ist zu zahlen und steuert somit auch das Angebot! Geht dies zurück, wird er mehr bezahlen, um die Ware zu erhalten. Und zwar soviel mehr, bis ihm die Ware zur Befriedigung seiner Bedürfnisse zu teuer erscheint und er ausweicht auf andere Waren! Diese Situation haben wir noch lange nicht erreicht! Der Griller entscheidet also über die Anzahl Ihrer Schlachthaken! Sie können zwar mehr bauen, genauso wie die Erzeuger ihre Ställe, aber bezahlt bekommen Sie letztendlich nur genau das, was im Gleichgewicht des Marktes benötigt wird.

Deshalb wird die Anzahl der Schlachtbetriebe auch rapide abnehmen, weil die Erzeuger dieser Branche auch nicht den Fehler der Milchbranche wiederholen, ein ineffizientes Verarbeitungsgewerbe durchzufüttern. Trotzdem brauch vor dem Schlachtmonopol niemand Angst haben, ein Blick nach Dk genügt. Soweit wird die Konzentration in DE nicht gehen!

ina
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Mona Lisa [#20]
ich verstehe das ganze nicht, will aber gerne noch deutlicher werden:
Sie bestimmen, und nur SIE sonst keiner :
... ob sie Schweine mästen...
... wieviel Schweine sie mästen..
....an wen sie ihre Schweine zu welchem Preis bereit sind verkaufen...
Wir bestimmen, und nur WIR sonst keiner:
.... ob wir Schweine schlachten...
.... wieviel Schweine wir schlachten...
.... zu welchem Preis wir bereit sind die Schweine zu kaufen ...
.... ob wir ganze Schlachttage streichen, weil das Geschäft nicht läuft...
Könnten wir uns vielleicht darauf mal einigen ?
Sie schreiben ja hier auch den selben Käse, haben Sie bei Wirtschaftslehre in der Schule gefehlt ?
Werde Sie morgen GEZWUNGEN in den ALDI zu gehen, und schreibt Ihnen dann der Verkäufer vor, was und wieviel sie dort kaufen MÜSSEN ? ich glaube nicht.

Meine Kollegen haben nichts anderes als den Verkauf beschrieben. Soll den Bauer aber nicht interessieren, das sehe ich ja ein. Nur jetzt ziehen wir die Notbremse, und die ganzen Bauernemutionen laufen wieder an.
Da läuft mir doch irgendwann die Galle über !
Glauben Sie , das bei VW ein Kunde sagt: Das ist alles böse Politik die wollen nur unsere Rabatte kürzen. Hab ich noch nicht gehört !! Solche Disskusionen führen sie NUR in der Landwirtschaft sonst nirgens.
Irgendwann kann ich es aber wirklich nicht mehr haben, was wollen Sie mir den überhaupt mitteilen ? Das wir daran Schuld sind, das mehr Fleisch im Markt ist als gebraucht wird ?

Schönen Abend

P.S. Sollte es ein Gesetz geben, das uns verpflichtet eine bestimmte Menge Schweine zu schlachten, dann habe ich etwas verpasst, und nehme das hier geschriebene natürlich zurück.

ina
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Speedy [#19]
kann ich nicht ganz nach vollziehen. Jetzt lassen wir Schlachthaken leer, ist auch nicht Richtig ? Wir haben wochenlang das 1,70 Spiel mitgemacht, immer in der Hoffnung das das Geschäft irgenwann mal anspringt. Aber statt besser wurde es Woche für Woche immer schlechter. So irgendwann ging es nicht mehr, dann muss der Einkauf runter.
Eine permanente Anlehnung an ZMP ? Dann könnten wir uns sofort einen Strick nehmen und selber aufhängen ! Das wäre das selbe. Das spiegelt doch auch mal den Markt, dann soll doch auch der Landwirt seine Schweine da hin verkaufen, wo er glaubt den besten Preis zu erzielen, das ist doch sein gutes Recht.
Wenig Schweine-Kein Absatz das ist ein Pendel, da soll jeder Schlachthof für sich entscheiden wo er glaubt wo es hinschlägt.

Gute Nacht

fritz44
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ina
Aus deinen Beiträgen kann ich entnehmen,das wir Schweinemäster nur alles falsch machen können.Es währe daher für uns sinnvoll, nur noch Schweine auf Bestellung zu mästen.Lieferzeit ca.3 Monate.Bei Bestellung könnten wir uns in aller Ruhe
über den Preis einigen.Die Rote Seite hätte dann immer Schweine in der gewünschten Menge zur Verfügung.

Gruß fritz

Speedy
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ ina [#22]

Habe ich bestritten, dass Ihr Fleischverkauf bescheiden ist? Nein!
Ich fordere lediglich, dass Sie sich marktgerecht verhalten. Das geschieht nicht über den Einkaufspreis, sondern die Menge!
Ihr Vergleich mit Aldi ist sehr schön, nur leider waren Sie in letzter Zeit wenig einkaufen. Denn bei Aldi können Sie nur entscheiden, wieviel Sie kaufen, und nicht zu welchem Preis.
Ganz schlauer Kommentar, der Landwirt solle seine Schweine dahin verkaufen wo er am meisten kriegt. Sogar ein Herr Tönnies traut sich doch nicht alleine unter Notierung zu zahlen. Nein, die Herren schliessen sich bei fallenden Preisen brav zusammen und setzen die Hauspreise fest.
Im übrigen lassen Sie keine Haken leer, Sie notieren unter ZMP und schlachten auf volle Auslastung.

MfG
Speedy

Mona Lisa
Mitglied seit
12 Jahre 5 Monate

@ ina [#21]

Sie verstehen es einfach nicht. Bitte beziehen Sie sich auf konkrete Inhalte meiner Beiträge, wenn Sie mich ansprechen. Ich fühle mich von Ihrer Antwort jedenfalls nicht angesprochen. Bitte zitieren Sie den "Käse" und entkräften Ihn sachlich, ich möchte nicht für Ihre Galle verantwortlich sein...

..des Weiteren möchte ich hoffen, dass Sie nicht in verantwortlicher Position bei einem Fleischverarbeiter tätig sind. Ich kann nur den Eindruck gewinnen, dass Sie nicht nur bezüglich des Instruments der Warenterminbörse völlige "Unkenntnis" inne haben (s. Beitrag Ebert..), sondern auch die zitierte "Wirtschaftslehre" etwas falsch interpretieren!

Wo sind WIR beide denn nun unterschiedlicher Meinung? Bitte schreiben Sie an mich nur konstruktive Beiträge, für den Rest fehlt mir die Zeit! Vielleicht lesen Sie meine Beiträge ja nochmal, wenn es dann noch Verständnisfragen gibt, stehe ich für Rückfragen gern zur Verfügung!

Gruß M.L.

Glücksritter
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@Speedy und Co

So langsam muß ich selbst als Mäster mal Ina unterstützen in dieser teilweise unsachlichen Diskussion.
Es wird doch immer deutlicher, daß Mäster und Schlachtereieinkäufer total gegensätzliche Interessen verfolgen. Der Eine will supergünstig einkaufen und der Andere superteuer verkaufen.Ich verstehe nur nicht warum dieses Verhalten einer ganz normal funktionierenden Marktwirtschaft immer als so unmoralisch angeprangert wird. Es funktioniert doch alles.
Vor Wochen forderten die Schlachtereien, es sollten doch Stallplätze einfach nicht belegt werden. Anstatt immer nur zu jammern, solle jeder Mäster frei entscheiden, weiterhin Minus zu machen oder die Produktion zu drosseln.
Als Mäster kann ich diese Forderungen und Argumente jetzt nur umkehren. Also liebe Schlachterein: Dann schlachtet doch einfach weniger, wenn ihr könnt!? Und das Ihr das erst einmal zu umgehen versucht durch ein Kaputtreden des Marktes und anschließendem Drücken des Preises ist Euer gutes Recht. Der Markt wird es zeigen.
Zwei Sachen an diesem Geschehen ärgern mich jedoch immens.
Viele meiner Berufskollegen reagieren auf dieses Verhalten nicht, indem sie Schweine z.B. einfach mal nicht oder anders vermarkten.
Und dann sind da diese Hauspreise, die immer sehr publikumswirksam verkündet, meistens jedoch nicht umgesetzt werden können. Warum erfinden unsere NW-Preisfinder nicht auch einen Hauspreis für die knappen Zeiten? Das mit den Hauspreisen ist doch eh alles Blödsinn und dient nur dem Anheizen des Marktes.

Speedy
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Glücksritter [#26]

Ich antworte mal, weil ich persönlich angesprochen wurde.
Verstehe nicht, warum Ina irgendwelcher Unterstützung bedarf? Ich weiß, dass das Geschäft der roten Seite momentan ruinös ist.
Ich bezeichne auch das Verhalten der roten Seite nicht als unmoralisch, sondern als unehrlich. Ein ehrliches Verhalten würde bedeuten, man akzeptiert den gültigen Preis und reagiert auf diesen mit einer Mengenanpassung.
Nebenbei finde ich es höchstens verwerflich, dass es sich hier um die verderbliche Ware Schwein handelt mit der "gespielt" wird. Bei verderblichen Waren sind dann die Marktgesetze doch etwas anders.
Ich sehe es genauso wie Sie, dass die Mäster mit ihrer Einstallmenge bzw. Produktionsintensität auf den Markt ragieren sollten.
Und ich weiß auch nicht wo diese Diskussion unsachlich sein soll, bis auf die Beiträge der ansonsten fachlich geschätzten Ina.

MfG
Speedy

ina
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Mona Lisa [#25]
Ich kann hier Ihre Befürchtungen teilweise bestätigen, teilweise auch nicht.
Ich habe lediglich einen Hauptschulabschluss, dann anschliessend eine Fleischerlehre abgeschlossen, und bin seit 1981 ununterbrochen ungekündigt beim selben Unternehmen in der Fleischvermarktung tätig.
Mein Kundenstamm sind LEH, C+C Märkte und Wurstfabriken im Inland.
Leider hat es mein Arbeitgeber in mittlerweile 27 Jahren nicht geschafft, meine erschreckenden Unfähigkeit festzustellen. Was sie ja Gott sei Dank schon in Kurzer Zeit festgestellt haben.
Wo ich Sie nochmal loben müsste, ist ,das Sie mir Rhetorisch in der Formuliereung um Längen überlegen sind. Wenn ich Sie unvoreingenommen beurteilen müsste, würde ich sagen sie haben irgend eine Beratertätigkeit an der RMX oder so, die sich viel mit Statistiken, Auswertungen, Hochrechnungen und theoretischen Zahlen beschäftigt. ( Die aber meiner Meinung nach, oftmals nur den Heitzwerte des Papieres wert sind.)
Sicherlich macht es Ihnen doch auch nichts aus, Ihre Referenzen mir mal kurz mitzuteilen.
So jetzt zu meiner Frage:
Würden Sie mir bitte mitteilen wie Marktwirtschaft funktioniert ?
Würden Sie mir ausserdem bitte noch mitteilen, wie explizit Marktwirtschft bei der Fleischvermarktung funktioniert ?

Ich bedanke mich im Voraus, und bitte etwaige Rechtschreibfehler aufgrund meiner mangelhaften Schulbildung zu entschuldigen.

Alles Gute

ina
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Speedy [#24]
Ihr Vergleich mit Aldi ist sehr schön, nur leider waren Sie in letzter Zeit wenig einkaufen. Denn bei Aldi können Sie nur entscheiden, wieviel Sie kaufen, und nicht zu welchem Preis.
Huu, Vorsicht, mit der Denke würden Sie jedes Unternehmen in die Pleite jagen.
Sicher wird Aldi da irgend einen Preis dran schreiben. Es wird auch kein Kunde anfangen zu handeln. Nur wenn der Preis im Wettbewerb zu hoch ist, verkauft ALDI den Artikel nicht mehr. Das kommt automatisch. Der muss sich auch nach dem Markt richten. Auch wenn es optisch nicht so aussieht.
Jeder Autohändler kann an seine Autos Preise schreiben wie er will, entscheidend ist was ein Kunde bereit ist für den Wagen zu zahlen. Und nicht was er daran schreibt.

Alles Gute

Glücksritter
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Speedy
....Ich bezeichne auch das Verhalten der roten Seite nicht als unmoralisch, sondern als unehrlich. Ein ehrliches Verhalten würde bedeuten, man akzeptiert den gültigen Preis und reagiert auf diesen mit einer Mengenanpassung.
Wenn mir überteuerte Ferkel angeboten werden, biete ich ersteinmal einen für mich akzeptablen Preis, dann hole ich weitere Angebote ein und als allerletztes würde ich vorhandene Kapazitäten ungenutzt leerstehenlassen. Ebenso verhalte ich mich beim Futtereinkauf und allen anderen Bedarfsartikeln.
Ist das auch unehrlich???

Brontosaurus
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ ina [#28]
Jetzt bin ich aber mal gespannt ob Du darauf von Mona Lisa eine Antwort bekommst! Zu Deinem Hauptschulabschluss: (ist nicht böse gemeint!)
Es heißt "Emotionen" und nicht "Emutionen". Nur so am Rande, weil Du das Wort sehr häufig gebrauchst.
schöne Grüße aus der Fleischbranche
Brontosaurus

Rückrufservice
Beschreiben Sie bitte Ihr Anliegen, damit wir uns auf den Rückruf vorbereiten können.
Ja, ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen und willige ein, dass die von mir angegebenen Daten inklusive der Kontaktdaten zwecks Bearbeitung der Anfrage und für den Fall von Anschlussfragen elektronisch erhoben und gespeichert werden. Meine Daten werden dabei nur streng zweckgebunden zur Bearbeitung meiner Anfrage genutzt und nicht ohne Einwilligung weitergegeben. Diese Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

Register now

Jetzt registrieren und ZMP Live+ 14 Tage kostenlos testen!
  • Dauerhaft kostenfrei
  • Keine Zahlungsinformationen erforderlich
Hilfe?