Schweine: Rücktritt der Preismelder
Ob Wulff zurücktritt ist mir egal. Aber ich fordere den Rücktritt der VEZG Preismelder. Nicht wegen dem Preis heute wir haben schließlich Januar.
Aber wegen der mindestens sechs Wochen im Herbst wo man den Preis wieder mal nicht ausgereizt hat um sich mit der roten Seite gut zu stellen.
Oder werden auch schon Lustreisen veranstaltet?
Der Vorsitzende der VEZG der gleichzeitig Vorsitzender der ISN ist (die ja mal für Markt stand) sollte bitte gleich oder besser als Erster zurücktreten!
In Entäuschung
seebär
Hallo,
dazu kommt noch die "Frechheit" (Dummheit) der ISN am Mittwoch dieser Woche die Tendenz "Unverändert" herauszugeben!!
mfg
Bigpig
@ BIGPIG [#2]
Heute Vormittag stand noch im "Laufband" der ISW etwas von unverändert und beruhigte Märkte o.ä. ! Die sind eben aktuell informiert.
Freunde dann laßt auf der Generalversammlung doch mal die Puppen tanzen. Unsere sogenannten landw. Vertreter sind nur Flachschüsseln ohne Rückgrat.
Wir brauchen mehr gesunden Menschenverstand als so viele Schlauredner, die sich nur ihre eigenen Taschen voll stecken.
Nur eine zum Schluß: Wulff muß bleiben sonst sind wir nur noch Kapitalgesteuert.
Gruß Werner
Ich weiss garnicht was ihr habt; die machen doch auch ihren "Job".
Da brauchte nur ein bisschen Druck aufgebaut werden; und schon sind alle Händler; EZGs den Meldern in den Rücken gefallen; weil schon die erste Notierung in 2012 mit Hauspreisen; dass kann nicht sein.
Die Abnehmer hätten auch 1 Euro fordern können; die Melder hätten das auch mitgemacht.
Um 14 Uhr kamen schon die ersten Anrufe nach Schweinen von einigen grossen; aber es gehen nur Schweine mit einem "Hauspreis" meinerseits.
Leider habe ich das meiste schon weg; da ich den Januar immer so stark wie möglich meide.
Aber es währe was machbar.
Kleinere Abnehmer; die nicht so diese Kriegskasse und Frostermöglichkeiten haben und mehr dem deutschen LEH unterwerfig sind; fahren dagegen die Kapazitäten runter; mitunter sogar einige Schlachttage;da erst ein Preisdruck nach oben diesen wieder Luft gibt; dieser Preisdruck muss aber von den grossen drei ausgehen; sonst lacht sich der LEH schlapp.
Und die lachen sich schlapp; weil die wiedermal die Mehrzahl der Landwirte verarscht haben; nur einige ganz wenige auch aus diesem Forum kennen das Spiel und haben dementsprechend gehandelt.
Ich hab schonmal gesagt; wir können niemals mit einem Preis von über 1,50 im Januar starten; weil der allgemeine Preisanstieg im Jahr gegenüber Spitzenmonaten rund 25-30ct beträgt; und bei irgendwo max.1,70 haben wir einen Deckel; egal wieviele Schweine auf dem Markt sind.
Es könnte kurzfristig darüber gehen;aber nicht für die Allgemeinheit ( V-Preis).
Das der Ferkelpreis momentan so hoch ist ( Aufschläge bei Dänen von 10-16 Euro bei 400/500er Gruppen) liegt einzig und alleine an der Tatsache; dass viele Tierchen nach Ost-Europa gehen; da diese sich zur besten Fussballzeit ihren Teil dazu ausrechnen.
Also werden alle Kapazitäten vollgemacht.
Und die dänischen Exporteure sind sauer; dass die Deutsche Notierung dem nicht stand hält; also geht das nur über Aufschläge.
Deswegen kostet ein Ferkel zur Zeit incl. Impfung bei 30 kg incl. MwSt. gute 71 Euro frei Stall.
Das hat aber rein garnichts damit zu tun; dass Ferkel knapp sind.
Nichts.
Den Rest könnt ihr euch denken.
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
Das Schimpfen auf die Preismelder ist mir etwas zu billig.
Diese vertreten zwar auch ihre eigenen Interessen (nach Möglichkeit volle LKW's problemlos plazieren) und sind daher nicht grün "pur". Aber das weiß jeder Grüne (oder sollte er wissen).
Und das "Genossen" zwar den Anspruch haben, aber in der PRaxis nicht mehr für die Landwirtschaft rausholen als private Händler, das sollte sich doch aus schon rumgesprochen haben.
Jeder, der z. Zt. nicht zufrieden ist, muß anfangen seine Schweine selbst vermarkten, d.h. unter Umständen jede Partie verschiedenen Abnehmern anbieten und ggf. den Abnehmern auch einen Mehrwert bieten (z.B. flexibles Abliefern, ungünstige Ladezeiten usw.). Es wird dabei sicherlich bei geschicktem Verhandeln ein Mehrerlös gegenüber dem Vereinigungserlös herauskommen, der aber erarbeitet werden muß.
Aber nur Ställe bauen, produzieren, abliefern, und dann über mangelnde Erlöse jammern, das ist zu wenig für einen Unternehmer. Und der Markt ist nun mal nicht gerecht.
Fast richtig; Futtermeister.
Nur geht das noch nicht weit genug; wenn man Schweine anmeldet; MUSS man verkaufen.
Wenn man dagegen angerufen wird; ob man Schweine hat; KANN man verkaufen.
Das ist der feine Unterschied.
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
@mühlenbach und Futtermeister
Mit euch zwei würde ich gern mal an einem Tisch sitzen und das was ihr hier gerade so schreibt Auge in Auge ausdiskutieren... Bin bei dem was ihr da so schreibt eigentlich gar nicht so weit weg von eurer Meinung!
Nicht mal Lust auf nen Klönabend?
Ich kann euren Frust bezgl. der Preismelder zunächst ja nachvollziehen. Meinen Informationen nach läuft das Spiel aber etwas anders, als es hier oft geschildert wird!
1. Ist es nicht so, daß die EZG´s im Norden Deutschlands ihren
Mitgliedern die Auszahlung des Vereinigungspreises garantieren??
2. Sollten sie es nicht tun, werden Schweine ganz einfach anderweitig
vermarktet (Auslastung/Festkosten?).
3. Warum also sollte ein Hauspreis riskiert werden? Die Differenz
wäre ja aus eigener Tasche der EZG zu bezahlen. Also immer schön
den Preisvorgaben von CT und Kollegen folgen.
Letztlich liegt es an den Mitgliedern (Mästern) der EZG´s wieviel Spielraum zugestanden wird. Sollte der weiterhin so klein ausfallen wie bisher, kann kein vernünftiger Widerstand aufgebaut werden und wir werden hier im Forum mit schöner Regelmäßigkeit die gleiche Klage hören.
Ich bin auf euere Reaktionen gespannt.
MFO; zwischen den Zeilen lesen.
Deine Meinung hatte ich schon oben geschrieben.
Für alle; die nicht zwischen den Zeilen lesen können:
Die Händlerschaft und alle anderen Abnehmerformen haben uns das Messer ins Kreuz gejagt....
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
Eine Frage, wie realistisch wäre es eigentlich wenn EZG`s Kühlhäuser bauen und dann auf Lohn schlachten lassen um so flexibler zu sein ?
Bitte um Antworten.
@ topigs [#11]
Warum Kühlhäuser bauen.es gibt bestimmt welche zum mieten.
Zu welchen Preis dann die Schweine ankaufen?
Ich glaube nicht das die EZG dazu fähig sind.
Gruß Fritz
Guten Abend !
Die Idee ist doch garnicht so falsch. Die EZG mietet Kühlhaus an - der Mäster der meint das die Ware - also sein Schwein zu billig ist - lässt das Schweine oder die Partie Schweine schlachten und lagert sie im Kühlhaus auf seine Kosten ein bis der Preis besser ist und verkauft dann diese Schweine. Wie bei Kartoffeln.
Wäre doch eine Möglichkeit den Markt zu entlasten und gleichzeitig nicht auf Gedeih oder Verderb auf den Schlachter angewiesen zu sein !
Weiss nicht ob es zu weit von der Realität weg ist aber immerhin eine Möglichkeit. Eine Art eigene PLH wie es der Herr aus Rheda doch auch macht.
Gruss Otto
Sehr gute Idee !
Dann seht Ihr wenigstens mal wieviel hier zu verdienen ist
Dann besser konsequent sein:
Eigener Schlachthof und eigene Vermarktung.
Das Modell gibts aber schon.
Die Bauern kriegen auch keinen höheren Auszahlungspreis...
Aber vielleicht ist die Beteiligung irgendwann was wert ???
Futtermeister; das ganze ist doch auch gescheitert.
Denn erstens gibt es grosse Mitbewerber; und zweitens Bauern.
In letzterem liegen die grössten Probleme.
Hier in Garrel gab es doch solch einen Versuch; einen Bäuerlichen Schlachthof.
Hat anfangs super geklappt; es gab Zuschläge für jeden erdenklichen Mist ( z.B. Kennzeichnung der Schlachttiere schon als Ferkel; Rampenzuschuss usw.usv; sehr gute Ausschlachtung durch kurze Strecken uvm.).
Das passte den Mitbewerbern überhaupt nicht; und nach einem schlechteren Jahr im Fleischverkauf haben die ihre Chance gesehen; und Mitgliedslandwirten; die alle nachschiessen mussten ( 1,5 Euro je verkauftem Schwein; im Schnitt 7000 Euro)gezielt bessere Konditionen geboten; und schon war quasi die Hälfte der Mitgleider weg.
Da aber Geld her musste; kam der erste Futtermittellieferant mit ins Boot; dann wurden die Futtermengen ausgeschrieben; dann kam die Initiative 4malD; und das war quasi deren Todesstoss in Süd-Oldenburg zu einer Zeit; in denen die dänische Genetik den Deutschen Herkünften in allen Belangen den Rang abgelaufen haben; blieben als Mitglieder fast nur noch die geschlossenen Systeme übrig.
Dann gab es mehrere Anteilseignerwechsel; bis die Bünting-Gruppe miteingestiegen ist sowie im vergangenen Jahr eine zweite Genossenschaft aus dem Futtermittelbereich.
Die haben sowas schonmal versucht im Konzerneigenen Schlachthof andere Strassenseite; Ferkel von deren Vermarktungsgesellschaft; Futter von denen; hat exakt nichtmal ein halbes Jahr funktioniert; die Gründe lagen woanders.
Mittlerweile hat das ganze auch für Unmut gesorgt; weil Mitglieder aus drei/vier Futterlieferanten aussuchen dürfen; von denen zwei schonmal von vorneherein gesetzt sind....
Wenn man wirklich was will; dann muss der Landwirt das ganz alleine machen; basta und ende.
Just in Garrel gibt es ein paar Strassen weiter einen Landwirt; der das ganze im Geflügelfleichsektor gemacht hat und nun einen top Laden da stehen hat....
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
@ MFO [#9]
Sie bringen die Sache auf den Punkt und schreiben das nicht zwischen die Zeilen.
Genau das ist der Grund weshalb die Preismelder erpressbar sind.
Dies gehört geändert und damit der Kommission den Rücken gestärkt.
Mfg
BB
@ mühlenbach:
Genau auf das Beispiel wollte ich anspielen. Es gibt aber auch noch mehr: EGO usw.
Und das vor allem Bauern ihren Berufskollegen schaden wo sie können, das ist auch nichts neues. Wer schon nichts positives bewirken kann, der kann ja wenigstens negativ...
@ Muehlenbach [#16]
meinst du f+w das waren doch aber auch zwei oder nicht..
ich dachte nur an Kühlhäuser, das wäre noch überschaubar und eventuell kostengünstige kühlung durch biogasanlagen.
Nun; topigs; der besagter Laden ist ein Laden; mit Doppelnamen.
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
Ich habe mal die fünf wichtigsten Themen zu 'Preismelder' hervor geholt, siehe ganz unter unter dem Thema. Es gibt regelmässig eine große Unzufriedenheit mit diesen, aber keinerlei Änderungen.
Meine Fragen:
- wer bestimmt denn, wer Preismelder wird ?
- wird der Preismelder für eine bestimmte Zeit bestimmt, auf Widerruf oder bis zum Lebensende ?
Schöne Grüsse, Richard Ebert
Kein Mensch bestimmt irgendetwas oder irgendwen.
Dieses Ding nennt sich PREISEMPFEHLUNG der Vereinigung der EGs in Nordwestdeutschland. Diese Leute geben, ob richtig oder falsch, eine MARKTEINSCHÄTZUNG für Ihre ca. 200.000 Schweine per Woche ab.
Es sind nur alle, egal ob rot oder grün, so blauäugig und sind der Meinung das sei Gesetz für 1.000.000 Schweine die jede Woche geschlachtet werden. Jeder kann und darf seine Schweine um 1 Euro teurer oder billiger ein- bzw. verkaufen.
Das einfachste wäre so etwas selber in die Hand zu nehmen, z.B. eine RMX Preisempfehlung.
@ [#21]
Kann mir jemand meine Fragen beantworten ?
Schöne Grüsse, Richard Ebert
@ Richard Ebert [#23]
Die Macht der INS und der Preismelder Thema hier im Okt. 2006!
Herr Ebert, fragen Sie doch einmal bei der LWK nach. Vielleicht können die Ihnen sagen, wie dieses "Gremium" gewählt/bestimmt wird und ob die Personen dann den Posten bis zum Lebensende inne haben.
@ Richard Ebert [#23]
Ganz offensichtlich kann oder will keiner derer, die immer so sehr über die Preismelder schimpfen eine Auskunft geben. Deshalb will ich es einmal versuchen.
Die Mitglieder der VEZG (38 EZG´s in ganz Deutschland) geben eine Preismeldung mit der Einschätzung des Marktes für die kommende Woche ab. Daraus wird der Median ermittelt. Dieser Median wird dann in der Preiskonferenz mitgeteilt, es kann maximal 1 Cent nach oben oder unten abgewichen werden.
Warum man mit dieser Meldung zeitweise unzufrieden sein kann, habe ich ja bereits beschrieben.
Ich hoffe ich habe das Prozedere richtig dargestellt und konnte ihre Frage beantworten.
Gruß
MFO
@ MFO [#25]
Vielen Dank für Ihre Antwort. Wie der Preis zustande kommt, ist mir bekannt.
Meine Fragen bezogen sich jedoch nicht auf den Preis, sondern auf die Preismelder:
- wer bestimmt denn, wer Preismelder wird ?
- wird der Preismelder für eine bestimmte Zeit bestimmt, auf Widerruf oder bis zum Lebensende ?
Und diese Fragen hat mir noch niemand beantwortet.
Schöne Grüsse, Richard Ebert
Es wird niemand bestimmt, weder für 1 Minute noch fürs Lebensende.
Dieses Ding haben die EGs eingeführt.
Soweit ich weiss gibt jeder Geschäftsführer einer EG per Fax einen Preis für die kommende Woche ab. Das sind glaube ich über 30. Wenn also ein Teil der 30 Leute besoffen ist oder irgendjemand ärgern will, dann schreibt er 20 cent mehr drauf. An einer Telefonkonferenz nehmen dann ca. 1/3 dieser Leute teil und besprechen den Müll der gefaxt wurde.
Jeder SCHÄTZT also per Fax was passieren könnte und daraus errechnet sich dann der Median.
Da gibts dann welche die schätzen jede Woche das sie die Schweine um 5 cent höher als die aktuelle Notierung ist vermarkten können. Eigentlich alles Quatsch dieser Preis. Nur vor etlichen Jahren hat sich jeder Ein- und Verkäufer aus Faulheit an diese Notierung angehängt. Spart eine Menge Zeit, da es ja fast keine Preisverhandlungen mehr gibt sowie es früher üblich war.
Jede Vereinigung oder sonst wer kann sowas selber machen. Die Frage ist nur richtet dann auch jemand seinen Ein-, bzw. Verkauf danach aus.
Wielange ist die Vion in Deutschland aktiv? Glaube ca. 7 Jahre. Damals haben die klugen Herrschaften in Holland auch gesagt uns interessiert diese Notierung nicht, wir machen unsere eigene und die ist Grundlage für unseren Einkauf. Vielleicht kann sich ja noch jemand daran erinnern. Damals gab es für ein paar Wochen den ZMP-Preis und den Vion-Preis. War jeden Freitag spannend weil keiner mehr musst was zählt denn nun. Die Krawattenheinis in Holland haben nur übersehen dass das Schweinegeschäft kein Wunschkonzert ist. Die dachten es geht ganz einfach indem ich am Donnerstag und Freitag mein Fleisch billig an den Mann bringe, dann rechne ich aus was ich dem Mäster geben kann oder darf und das sage ich ihm dann.
@ Gelber [#27]
Na,na Gelber heute Nacht wohl neben dem Kernkraftwerk geschlafen bei dem Hass den Sie da ausstrahlen ?
Was ist denn so schlecht an einem veröffentlichten Richtpreis ? Was spricht denn dagegen, wenn auf dieser Basis zu und Abschläge gezahlt werden ?
Ich glaube nicht dass hier besoffene oder Müllfaxer am Werk sind!
Hier ist das freie Spiel der (vielleicht ungleich verteilten) Kräfte am Werk. Wenn an der Realität vorbei notiert wurde gibt es Hauspreise, die auch durchgesetzt werden können, wenn nicht müssen diese kleinlaut wieder zurückgenommen werden.
Für unsere Abnehmer wäre es dann noch einfacher uns über den Tisch zu ziehen, wenn man gar keine Richtung hätte. Eine andauernde Fahrt im Nebel für die Bauern.
Schon das große Interesse am Freitag zur Herausgabe des Preises zeugt davon wie wichtig der Richtpreis für alle ist.
Mfg
BB
Ich lese hier nur uber Vion, aber in Holland war es ab Donnerstag nur Tönnies die stimmung fur € 1,40 gemacht hatt.
Später hat Vion mittgemacht.
Henry
Hört sich ja fast an wie wenn man in Holland jetzt ein schlechtes Gewissen hätte. Ist ja wie im Kindergarten, Tante Tante der hat mich geschupst
In Holland haben wir immer ein slechtes gewissen