Richard Ebert
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Schweine: Ruhiger Marktverlauf / 40 % Einfuhrsteuer in Russland

Schweineimportzölle: EU kann auf Moskau, Minsk und Astana nur indirekten Druck ausüben

schweine.net (26.01.10) - Gegenüber der Anhebung der Importzölle für lebende Schweine durch Russland, Kasachstan und Weißrussland von 5 % auf 40 % sind der Europäischen Kommission die Hände gebunden, berichtet Agra Europe. Solange die drei Länder nicht der Welthandelsorganisation (WTO) beigetreten seien, könne man keine formalen Rechtsmittel anwenden, um gegen protektionistische Maßnahmen vorzugehen, erklärte EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel am Montag vergangener Woche beim Agrarrat in Brüssel. Die Kommission sei sich des Problems jedoch sehr bewusst, versicherte sie anlässlich einer gemeinsamen Beschwerde von Polen, Lettland, Litauen und Estland. Die Zollerhöhung scheine Teil einer groß angelegten Politik zur Steigerung der Produktion und Selbstversorgung Russlands zu sein. Man habe bereits gegenüber den russischen Behörden sowohl bilateral als auch im Rahmen der WTO-Beitrittsverhandlungen Bedenken gegenüber diesem Schritt geäußert und werde dies auch weiter tun. Polen und die baltischen Länder befürchten durch die Maßnahme der drei Staaten, die in einer Zollunion zusammengeschlossen sind, deutliche Verluste beim Export lebender Schweine.

Die östlichen EU-Mitglieder wären besonders betroffen, da sie zuletzt 82 % der EU-Gesamtausfuhren von lebenden Schweinen nach Russland stellten. Sie lieferten von Januar bis September 2009 nach eigenen Angaben Tiere im Wert von insgesamt 93 Mio Euro über die russische Grenze. Im Jahr 2006 hatte der Ausfuhrwert lediglich 38,5 Mio Euro betragen, also weniger als halb so viel. „Die geographische Situation unserer Mitgliedstaaten ist günstig für den Transport von lebenden Schweinen in die genannten Länder“, heißt es in einern schriftlichen Mitteilung an den Rat. Beispielsweise werde aus Litauen die Mehrzahl der lebenden Schweine nach Russland exportiert. Man habe verlässliche Beziehungen mit Geschäftspartnern aufgebaut und gute Verkaufspreise ausgehandelt. Die Kommission müsse alle nötigen Schritte unternehmen, um die Interessen der EU-Exporteure zu wahren, so Agra Europe weiter.

(Quelle: http://www.schweine.net/schweineimportzoelle_eu_kann_auf_moskau_minsk_und.html)

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Kassamarkt: Schlachtzahlen über Vorjahr

Die Schlachtungen der vergangenen Woche waren im Nordwestraum nochmals um ca. 6.000 rückläufig. Insgesamt betrug die Wochenschlachtung 717.000 Stück und übertraf den entsprechenden Vorjahreszeitraum um etwa 25.000 Stück.

Da die Schlachtbetriebe an einer hohen Auslastung interessiert sind, bleibt das Lebendangebot gesucht. Aufgrund der freundlichen Lebendvermarktung hoffen die Mäster auf steigende Preise am kommenden Freitag.

(Quelle: VR Agrarberatung)

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Februar Schweine notieren am Terminmarkt 3 Cent über dem aktuellen V-Preis

Terminmarkt: Ruhiger Verlauf

An der Eurex wurden heute 5 Februar Kontrakte zu unverändert 1,33 Euro und 4 März Kontrakte mit einem um 0,3 Cent auf 1,365 Euro rückläufigen Kurs umgesetzt.

Der M 12 Index für Schweine gab um 0,07 Cent auf 1,4062 Euro nach.

Bei den 10 gehandelten Ferkel Kontrakten kam es zu Kursänderungen zwischen plus 1 auf 45 Euro per August und minus 2 auf 42 Euro für September 2010. Beide Terminmonate wurden heute erstmalig gehandelt.

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Aussichten für Freitag: Plus 1 Cent auf 1,31 Euro

Morgen werden die Ergebnisse der Internet Schweinebörse bekannt gegeben. In der vergangenen Woche war es zu einem Rückgang um 1 Cent auf 1,35 Euro gekommen.

Die gute Nachfrage der Schlachtbetriebe könnte zu einem Preisanstieg führen. Erwartung: Unverändert bis plus 2 Cent.

Geschrieben von Richard Ebert am
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