ich bin mal gespannt, was Tönnies in der kommenden Wochen für Sauen bezahlt? Was man hört, nicht mehr die 1,50 € und auch nicht mehr diese "riesen" Aufschläge. Jetzt ist Schluß mit "lustig".
Was hören die anderen hier im Forum?
Gruß
-Topschwein-
Geschrieben von Topschwein am Do. 23 Sep 2010 - 19:54
ich glaube die Rechnung geht auf für Tönnies. Die Preise wurden letztendlich weitergeben, da der Rest ja direkt Preiserhöhungen verlangte und durchgekriegt hat.
Die anderen (kleineren) Sauenvermarkter haben in den letzten Wochen zudem enorme Mengenprobleme bekommen.
Tönnies hat durch seinen enormen Vorteil bei den Stück- bzw. Kg- Kosten bei den Teilstücken durch die Produktivität einen Kostenvorteil von 8-12% gegenüber dem Rest.
Die Industrie tut sich bisher sehr schwer, geeignete Alternativen zu finden, da im Augenblick die Nachfrage nach Sauenfleisch zur Rohwurstproduktion wegen den Aktionen im Dezember traditionell sehr hoch liegt.
@ Herr Ebert
ich hab noch nicht gerechnet aber was machen die Sauen am Gesamtwert für Schlachtschweine eigentlich aus - dann dürfte doch klar werden das wir bei aller Hysterie im Moment eigentlich über Peanuts sprechen- oder?
mfg
S.D.
Geschrieben von schinkendieb am Do. 23 Sep 2010 - 20:32
"Beschwert sich eigentlich jemand von der grünen Seite, das Sie im Augenblick zu viel bekommen "
Ziemlich unverschämt, dieser Satz.
Aber du hast ja recht, wir Mäster sollten froh sein daß die Ferkelerzeuger endlich einmal 25-30 € für ihre Schlachtsauen mehr bekommen, macht wieder 1 € mehr pro Ferkel und Jahr. Wenn Herr CT jetzt auch noch die Gegenfinanzierung bei den Mastschweinen holt, können wir wirklich stolz sein auf unser soziales Engagement.
Hoch lebe die Marktwirtschaft,dank CT und anderen.
Gegenfinanzierung vonC.T.:Betrieb Weidemark Sögel bekommt eine neue Maske.Schweine mit weniger als 18,4kg Schinken schier minus 1cent bei 56-57%.Das sind circa 60% der Schweine.kann sich jeder selbst ausrechnen wieviel Geld da hängén bleibt.Clever der Mann.
Geschrieben von fisch12 am Fr. 24 Sep 2010 - 07:38
so ähnlich sehe ich das auch:
Die Strategie könnte sein, das man im Moment bei den zu niedrigen Ferkelpreisen die Abgabebereitschaft bei den Sauen erhöht. Das könnte auch die Schlachtunternehmen vor schlimmeren ab 2.HJ. 2011 bewahren, weil durch die hohen Schweinebestände, obwohl der hohen Futterpreise, Mast-und Schlachtung nicht kostendeckend wirtschaften würden.
S.D.
Geschrieben von schinkendieb am Fr. 24 Sep 2010 - 07:41
in Essen/Oldenb. ab heute morgen nur noch Auto FOM und in Emstek ab Montag. Nichts mehr mit Hand FOM. Wo bleiben dann die ganzen
DK Schweine ( Ferkelherkunft DK ), weil die bei Auto FOM recht schlecht abschneiden, oder?
Gruß
Geschrieben von Topschwein am Fr. 24 Sep 2010 - 07:45
Du meinst der betreibt Marktsteuerung auf lange Sicht? Mit 25 € "Prämie" pro Sau ? Um im nächsten Jahr weniger Schweine für seine Anlagen zu haben?
Schon der Gedanke daran,daß ein Schlachtunternehmen die Möglichkeit der Mengensteuerung im Schweinebereich hat, sollte jedem Produzenten den Angstschweiß auf die Stirn treiben.
Und jeden Mitbewerber im Schlachtsektor endlich wach machen.
Das war doch vorraus zu sehen; Topschwein; was da mit der Klassefizierung kommt...
Immer diese Meckereien; dann eine Umstellung der Schätzformel für das nächste Jahr; vielleicht "Schadensersatzansprüche" wegen der bisherigen Praxis; dass nach alter Formel viele Schweine unterbewertet wurden; und zu guter letzt natürlich den Geldwerten Vorteil der sehr spontanen Umstellungsphase.
Allerdings gibt es wie beim ersten Versuch in Essen vor nicht allzu langer Zeit Unmut der Händlerschaft; mal sehen; wie das wieder ausgeht.
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
Geschrieben von Muehlenbach am Fr. 24 Sep 2010 - 08:29
Nur das er überhaupt nichts machen braucht, denn diejenigen die die verbliebenen 20 % der Schlachtsauen vermarkten sorgen für Preissteigerungen bei der Industrie.
Denen braucht der Marktführer mit 80% Schlachtanteil nur zu folgen.
Ob der landwirt von dem ein oder anderen Kleinen jemals das Geld sieht, das er versprochen bekommen hat, steht auf einem anderen Blatt.
Wenn diese Preisspirale sich weiter nach oben dreht, sind die kleinen Sauenschlachter schnell erledigt, denn die (Haus-)Banken sind immer noch nervös.
S.D.
Geschrieben von schinkendieb am Fr. 24 Sep 2010 - 11:24
Entweder die Sauenschlachter machen nur noch Verluste oder die Preissteigerungen lassen sich doch im Markt durchsetzen.
So wie es aussieht werden die Sauen aber unbedingt gebraucht und die stark gestiegenen Preise lassen sich ( wenigstens zum Teil) im Markt umsetzen.
Die explosionsartige Entwicklung der Sauenpreise ist nicht das Resultat eines durchgeknallten Sauenschlachters, sondern ganz schlicht das Ergebnis von Angebot und Nachfrage, auch wenn das von den potenziellen Abnehmern abgestritten wird.
aus Rheda hört mann das ein eigener Sauenpreis heute festgestellt wird, er soll 1.39 Euro plus Zuschläge sein.
Die Westfleisch hat gestern schon einen neuen Preis festgestellt.
mfg
Geschrieben von Schweineturbo am Fr. 24 Sep 2010 - 12:17
Hallo zusammen,
ich bin mal gespannt, was Tönnies in der kommenden Wochen für Sauen bezahlt? Was man hört, nicht mehr die 1,50 € und auch nicht mehr diese "riesen" Aufschläge. Jetzt ist Schluß mit "lustig".
Was hören die anderen hier im Forum?
Gruß
-Topschwein-
@ Topschwein
ich glaube die Rechnung geht auf für Tönnies. Die Preise wurden letztendlich weitergeben, da der Rest ja direkt Preiserhöhungen verlangte und durchgekriegt hat.
Die anderen (kleineren) Sauenvermarkter haben in den letzten Wochen zudem enorme Mengenprobleme bekommen.
Tönnies hat durch seinen enormen Vorteil bei den Stück- bzw. Kg- Kosten bei den Teilstücken durch die Produktivität einen Kostenvorteil von 8-12% gegenüber dem Rest.
Die Industrie tut sich bisher sehr schwer, geeignete Alternativen zu finden, da im Augenblick die Nachfrage nach Sauenfleisch zur Rohwurstproduktion wegen den Aktionen im Dezember traditionell sehr hoch liegt.
@ Herr Ebert
ich hab noch nicht gerechnet aber was machen die Sauen am Gesamtwert für Schlachtschweine eigentlich aus - dann dürfte doch klar werden das wir bei aller Hysterie im Moment eigentlich über Peanuts sprechen- oder?
mfg
S.D.
... ach so, ganz vergessen:
Beschwert sich eigentlich jemand von der grünen Seite, das Sie im Augenblick zu viel bekommen ?
S.D.
@ schinkendieb [#5]
"Beschwert sich eigentlich jemand von der grünen Seite, das Sie im Augenblick zu viel bekommen "
Ziemlich unverschämt, dieser Satz.
Aber du hast ja recht, wir Mäster sollten froh sein daß die Ferkelerzeuger endlich einmal 25-30 € für ihre Schlachtsauen mehr bekommen, macht wieder 1 € mehr pro Ferkel und Jahr. Wenn Herr CT jetzt auch noch die Gegenfinanzierung bei den Mastschweinen holt, können wir wirklich stolz sein auf unser soziales Engagement.
Hoch lebe die Marktwirtschaft,dank CT und anderen.
Gruß Paul
@ paul [#6]
Sauen schlachtet man gewöhnlich nicht einmal pro Jahr sondern einmal.
Mfg Laie
(noch) Ferkelerzeuger
@ paul [#6]
Gegenfinanzierung vonC.T.:Betrieb Weidemark Sögel bekommt eine neue Maske.Schweine mit weniger als 18,4kg Schinken schier minus 1cent bei 56-57%.Das sind circa 60% der Schweine.kann sich jeder selbst ausrechnen wieviel Geld da hängén bleibt.Clever der Mann.
@ Paul
so ähnlich sehe ich das auch:
Die Strategie könnte sein, das man im Moment bei den zu niedrigen Ferkelpreisen die Abgabebereitschaft bei den Sauen erhöht. Das könnte auch die Schlachtunternehmen vor schlimmeren ab 2.HJ. 2011 bewahren, weil durch die hohen Schweinebestände, obwohl der hohen Futterpreise, Mast-und Schlachtung nicht kostendeckend wirtschaften würden.
S.D.
@ fisch12 [#8]
in Essen/Oldenb. ab heute morgen nur noch Auto FOM und in Emstek ab Montag. Nichts mehr mit Hand FOM. Wo bleiben dann die ganzen
DK Schweine ( Ferkelherkunft DK ), weil die bei Auto FOM recht schlecht abschneiden, oder?
Gruß
@ schinkendieb [#9]
Du meinst der betreibt Marktsteuerung auf lange Sicht? Mit 25 € "Prämie" pro Sau ? Um im nächsten Jahr weniger Schweine für seine Anlagen zu haben?
Schon der Gedanke daran,daß ein Schlachtunternehmen die Möglichkeit der Mengensteuerung im Schweinebereich hat, sollte jedem Produzenten den Angstschweiß auf die Stirn treiben.
Und jeden Mitbewerber im Schlachtsektor endlich wach machen.
Gruß Paul
Das war doch vorraus zu sehen; Topschwein; was da mit der Klassefizierung kommt...
Immer diese Meckereien; dann eine Umstellung der Schätzformel für das nächste Jahr; vielleicht "Schadensersatzansprüche" wegen der bisherigen Praxis; dass nach alter Formel viele Schweine unterbewertet wurden; und zu guter letzt natürlich den Geldwerten Vorteil der sehr spontanen Umstellungsphase.
Allerdings gibt es wie beim ersten Versuch in Essen vor nicht allzu langer Zeit Unmut der Händlerschaft; mal sehen; wie das wieder ausgeht.
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
anmerkung zum Sauenpreis
150 kg Schlachtgewicht mal o.5 Euro sind immerhin 75 Euro ,der Preis ist innerhalb von 4 Wochen ja gestiegen von 1,01 auf 1,50.
Die Zuschläge für Sauen werden auch in der neuen Abrechnungswoche gezahlt, deswegen geht es auch noch einmal hoch!!!!!!
Die kleineren Sauenschlachter zahlen auch weiterhin Zuschläge.
mfg
@ Schweineturbo [#13]
@ Laie [#7]
Bei meinem Beitrag waren die Zahlen als pauschales Beispiel gedacht, es ging um den Sarkasmus von Schinkendieb aus Beitrag #5.
Genauer gerechnet könnte CT mit einem um 1 bis 1,5 Cent abgesenktem Mastschweinepreis seine Sauenpreisaktion bezahlen.
Gruß Paul
@ paul [#14]
Recht hast du, so sieht es aus. Der macht den Markt so verrückt.
Gruß
@ Paul
Genau richtig !
Nur das er überhaupt nichts machen braucht, denn diejenigen die die verbliebenen 20 % der Schlachtsauen vermarkten sorgen für Preissteigerungen bei der Industrie.
Denen braucht der Marktführer mit 80% Schlachtanteil nur zu folgen.
Ob der landwirt von dem ein oder anderen Kleinen jemals das Geld sieht, das er versprochen bekommen hat, steht auf einem anderen Blatt.
Wenn diese Preisspirale sich weiter nach oben dreht, sind die kleinen Sauenschlachter schnell erledigt, denn die (Haus-)Banken sind immer noch nervös.
S.D.
@ schinkendieb [#16]
Entweder die Sauenschlachter machen nur noch Verluste oder die Preissteigerungen lassen sich doch im Markt durchsetzen.
So wie es aussieht werden die Sauen aber unbedingt gebraucht und die stark gestiegenen Preise lassen sich ( wenigstens zum Teil) im Markt umsetzen.
Die explosionsartige Entwicklung der Sauenpreise ist nicht das Resultat eines durchgeknallten Sauenschlachters, sondern ganz schlicht das Ergebnis von Angebot und Nachfrage, auch wenn das von den potenziellen Abnehmern abgestritten wird.
aus Rheda hört mann das ein eigener Sauenpreis heute festgestellt wird, er soll 1.39 Euro plus Zuschläge sein.
Die Westfleisch hat gestern schon einen neuen Preis festgestellt.
mfg
Ab Montag geht die Sauenpreis wieder von 1,50 euro nach 1,10 euro.
Quelle:
http://www.boerderij.nl/10109227/Landbouw/Nieuws/Duitse-zeugenprijs-valt-maandag-terug-naar-1,10.htm
Henry