Schweine: Scheine-Internetbörse vom 9.8.2016
Angebotene Stückzahl: 2.775 Schweine in 19 angebotenen Partien
Verkaufte Stückzahl: 2.525 Schweine in 17 verkauften Partien
Durchschnittspreis: 1,73 € (+/- 0 Cent zur letzten Auktion)
Spanne: 1,705 € bis 1,745 €
Es wurden 250 Schweine in 2 Partien nicht verkauft, da der geforderte Mindestpreis nicht erreicht wurde.
Viele Grüße
Ihre ZMP GmbH
Hauspreis 1,70€ !
Ist der Preis schon raus?
Unverändert
Korrigiert die Börse heute nach Wochen mal runter? Irgendwas passt doch da nicht mit dem Abstand zum V-Preis!. Letzten Mittwoch wäre definitiv mehr drin gewesen in der Notierung! Ich weiß nicht, worauf die Preismelder warten!? Wenn ein Schwein zuviel am Markt ist, geht es in den gewohnten Preissprüngen früh genug wieder runter.
Hallo,
nur zur Information: Im Juli 2016 wurden ca. 80.000 Schweine mehr in Deutschland geschlachtet als ein Jahr zuvor. Die ISN berichtet immer von aufgebenden Schweinemästern und Sauenhaltern, vergisst dabei, dass die aufgebenden Tierhalter mindestens 90% der Ställe verpachten und nicht die Stalltüren schliessen!!!. Das ist der Strukturwandel in der Landwirtschaft, der sich mehr und mehr beschleunigt. Die Statistiken vom Mai und November sind nicht das Papier wert, wo sie drauf stehen. Vieles ist auch Wunschdenken. Bis Heute haben wir im gesamten Jahr bei 30 Millionen Schweinen nur ca. 150.000 Schweine weniger geschlachtet als im Vorjahr. Das sind 0,5 % weniger. Der Schweinefleischverbrauch hat aber, in dem gleichen Zeitraum, um ca. 3-4 % abgenommen. Auch von Dänemark wird immer wieder berichtet, dass dort weniger Sauen in den Ställen stehen. Das ist sicherlich auch möglich. Auf der anderen Seite hat aber die Produktivität der Sauen weiter zugenommen. Am Ende des Jahres werden die Dänen wieder 10% mehr Ferkel als im Vorjahr exportiert haben. "Unproduktive" Sauen werden aussortiert und die Leistung der übrigen Sauen gesteigert, um die "Stückkosten" zu senken. Ist doch wirtschaftlich nachvollziehbar!. Wenn die Chinesen nicht ihre Importe aus der EU gesteigert hätten, dann würden wir jetzt bei 1,40 Euro herumdümpeln, mit fallender Tendenz!!. Wir sollten nicht vergessen, dass die Asiaten genauso schnell ihre Bücher schliessen können, wie sie sie geöffnet haben. Das die chinesischen Aufkäufer 4xD bevorzugen, halte ich für ein Gerücht. Sie kaufen auch in Dänemark, Spanien und andere EU Länder. Sie werden auch in den USA kaufen. Für die Chinesen ist wichtig, dass das Volk satt wird. Ich glaube nicht, dass in China irgendwo die Herkunft 4xD auftauchen wird. Ist doch unlogisch, zumal die Händler doch sogar, ohne irgendeine Kühlung, am Straßenrand ihr Schweinefleisch oder Schweinehälften verkaufen. Dort gibt es keine Standards wie bei uns.
mfg
Bigpig
@BigPig
Bin nicht ganz so pointiert mit der Einschätzung, der Tenor stimmt jedoch.
Zahlen für Deutschland ist die eine Sache. Zahlen auf europäischer Ebene, insbesondere Spanien mit mehr Schweinen als in Deutschland eine ganz andere. Für die Schweinepreise gilt die EU-Ebene.
Dänische Sauen können zwar noch produktiver werden, aber einen Bestandsabbau von 30.000 Sauen gemäß der letzten Viehzählung nicht wett machen. Folgende Rechnung:
-30.000 Sauen x 25 Ferkel/Sau u. Jahr = 750.000 Ferkel weniger (es werden eher die schwächeren Sauen abgeschafft)
Rd. 1. Mio. dänische Sauen x 0,25 Ferkel je Sau u.Jahr Leistungssteigerung = 250.000 Ferkel mehr
Man kann die Zahlen noch ein bisschen hin und her schieben. Das Ergebnis bleibt!
Wenn trotzdem mehr dänische Ferkel exportiert werden, dann auf Kosten der Bedarfsdeckung im eigenen Lande.
siehe auch anliegende Grafik
Meiner Einschätzung nach sind die Ergebnisse der letzten dänischen Viehzählung nur begrenzt plausibel, obwohl die Dänen mit ihrer Stichprobenmethode von 2.500 Betrieben bisher nicht ganz verkehrt gelegen haben.
ZumThema 4D, 4USA, 4DK, 4F usw.. in allen internationalen Einkaufsgebieten: Die chinesischen Einkäufer können aus Risikoüberlegungen zur Seuchenvorsorge jede Forderung stellen. Sie werden - wie auch immer - erfüllt. Was hinterher passiert, spielt keine Rolle mehr.
meint der Läufer
Hallo,
hier ein paar Zahlen, die meine Vermutungen bestätigt sehen:
Ferkelexporte Dänemark Gesamt Januar bis Mai:
2015 = 4.963.507 Ferkel - 2016= 5.507.510 Ferkel
= Steigerung von 544.003 Ferkel = 11 %
Ferkelexporte Niederlande 1. Halbjahr 2016 Gesamt:
2015 = 3.047.169 Ferkel - 2016 = 3.230.000 Ferkel
= Steigerung von 182.830 Ferkel = 6 %
davon nach Deutschland:
2015 = 1.929.515 Ferkel - 2016 = 2.190.000 Ferkel
= Steigerung von 260.484 Ferkel = 13,5 %
Lebende Exporte von Schlachtschweinen aus Dänemark von Januar bis Mai:
2015 = 156.524 Schweine - 2016 = 117.745 Schweine
= Reduzierung von 38779 Tiere = 24,78 %
so jetzt kommt es knüppeldick:
Schweine aus dem Ausland in Deutschland geschlachtet Januar bis Mai 2016:
+ 173.000 Schweine !!!!!
wo kommen die her?
mfg
Bigpig
@ Bigpig
na aus den Niederlanden.
Gruß
Deutsche Schweine- und Ferkelimporte
Relationen beachten
Aus dem Ausland stammende in Deutschland geschlachtete Schweine von Jan bis Mai 2016 (bzw. 21 Kalenderwochen) von 173.000 Schweinen ergibt je Schlachtwoche 8.238 Schweine bzw. 0,82 % bei einer angenommenen durchschnittlichen Wochenanlieferung um 1 Mio Tiere. Es ist zwar richtig, dass die letzten Einheiten den Preis bestimmen, aber dabei geht es im Regelfall um wenige ct/kg, nicht um Preisniveauverschiebungen von 15 oder 20 ct/kg.
Wo kommen die her?: wie oben beschrieben allein 117.000 in den ersten 5 Monaten aus DK, weiterer großer Teil aus NL und der Rest im grenznahen Verkehr, soweit der überhaupt erfaßt wird.
Für eine abschließende Beurteilung sollte man auch die Lebendausfuhren an Schweinen aus Deutschland in andere Länder dagegen halten, ganz zu schweigen von den deutschen Schweinefleischein- und -ausfuhren.
Aber bringt das überhaupt etwas? Für das Schweinepreisniveau ist der gesamte EU-Binnenmarkt als Einheit anzusehen. Wo die Schweine letztlich geschlachtet werden, ist für das Preisniveau weniger entscheidend. Das Fleisch wird überall hingekarrt. Richtig, man kann jeden ct/kg gut gebrauchen, aber mit Pfennigfuchserei ist auch kein Staat zu machen.
Die Preisunterschiede von weniger als 10 ct/kg zwischen den einzelnen EU-Mitgliedstaaten hängen wesentlich von einer regionalen Über- bzw. Zuschusslage ab, die von den Transport- und Handelskosten bestimmt werden. Ein sachgerechter Preisvergleich ist außerdem nur unter Vorbehalt von unterschiedlichen Bewertungs- und Abrechnungsmethoden möglich.
Es stimmt, deutsche Ferkeleinfuhren 2016 sind wieder angezogen, aber sollte man die große Linie nicht aus den Augen verlieren.
siehe anhängende Grafik
@BigPig: woher bekommt man laufende Daten über Ferkelimporte aus NL (die alte Adresse über Pvo/nl wurde eingestellt)
fragt der Läufer