Richard Ebert
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Schweine: Schlachtbetriebe halten ihre Kapazitäten hoch

Kassamarkt: V-Preis steigt um 3 Cent auf 1,39 Euro

Die freundliche Stimmung konnte sich in dieser Woche bis zum Wochenende halten und zahlt sich für die Mäster in einem höheren Auszahlungspreis aus. Der Vereinigungspreis stieg heute um 3 Cent auf 1,39 Euro in einer Spanne der Preismeldungen von 1,39 bis 1,40 Euro.

Vielerorts sind die Stückzahlen leicht rückläufig und gesucht. Die Schlachtbetriebe versuchen die Kapazitäten möglichst hoch zu halten und umwerben den Rohstoff entsprechend.

Aufgrund der positiven Vorgaben vom Schlachtschweinemarkt dürften sich die Ferkelpreise auch in der kommenden Woche behaupten.

Der Schlachtsauenpreise wurde 3 Cent niedriger mit 1 Euro notiert.

(Quelle: VR Agrarberatung)

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Terminmarkt: Index minus 0,12 Cent auf 1,3943 Euro

An der Eurex wurden heute 17 Kontrakte Schweine und 4 Kontrakte Ferkel gehandelt. Der Ferkel Index schloss plus 21 Cent auf 43,25 Euro.

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Aussichten für die kommenden 12 Monate

Die rote Linie zeigt die prognostizierten V-Preise in den kommenden 12 Monaten. Sollte diese, berechnet auf den Preisen der vergangenen 10 Jahre, wie üblich eintreten, könnte sich der Kauf von August Schweinen bei 1,46 Euro mit einem Kursziel von 1,50 Euro lohnen. Alle anderen Terminkontrakte sind auf der Basis der Prognose 'fair' bewertet.

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Ganz anders sieht es am Ferkel Terminmarkt aus. Gemessen an den saisonalen historischen Preisen sind Ferkel Futures der Monate September 2010 bis April 2011 um 5 bis über 10 Prozent gepreist. Am meisten könnte sich der Kauf von Ferkel Kontrakten September bei 38 Euro mit einem Kursziel von 42 Euro lohnen.

Geschrieben von Richard Ebert am
Richard Ebert
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Ich bitte die am Ferkelmarkt interessierten Ferkelerzeuger und Schweinemäster um ihre Meinung:

Wird wahrscheinlich die in der obigen Grafik, rote Linie, der Aufwärtstrend für Kassa Ferkel (Index) von 38,50 Euro im Oktober auf 52,50 Euro im März wieder so kommen, werden die Preise eher weniger steigen oder noch schneller oder vielleicht sogar überhaupt nicht, wenn zu viele Mäster aufgeben oder das Auslandsangebot zu sehr auf den Markt drängt ?

Meinungen bitte ohne oder noch besser mit Kommentaren und Begründungen.

Schöne Grüsse, Richard Ebert

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paul
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@ Richard Ebert [#1]

Ich komme noch einmal auf Ihre Aussage bzgl. Mastschweinpreise unter #1 zurück:
"Die rote Linie zeigt die prognostizierten V-Preise in den kommenden 12 Monaten. Sollte diese, berechnet auf den Preisen der vergangenen 10 Jahre, wie üblich eintreten, könnte sich der Kauf von August Schweinen bei 1,46 Euro mit einem Kursziel von 1,50 Euro lohnen."

Für einen Spekulanten stellt sich da die Frage: Wann handelt die Börse diese Monate (Juli/August) tatsächlich zu den erwarteten Preisen, wann wird der Preis überzogen, wann setzt die Euphorie ein?
Und da hat sich in den letzten Jahren immer das Gleiche abgespielt. Bis Mitte Juni trauen die Anleger den Sommermonaten nichts zu, danach steigen die Gebote steil an und überziehen bis Ende Juli. Ehrlich gesagt, der Kauf von Kontrakten der Sommermonate im Zeitraum Mai/Mitte Juni war in den letzten Jahren immer ein Selbstläufer. Man darf nur nicht das Aussteigen vergessen.
Hab diese Aussage in den letzten Jahren hier in anderer Form schon mehrmals eingestellt. Trotzdem hat sich das Verhalten der Anleger nicht geändert. Und das ist gut so. Es finden sich bis Mitte Juni immer wieder Hedger, die ihre Schweine der Sommermonate für (unter)1,45 verkaufen.

Gruß Paul

Richard Ebert
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@ paul [#3]

Trotzdem hat sich das Verhalten der Anleger nicht geändert.

Das Verhalten breiter Anleger-'Massen' ändert sich fast nie. Sehen Sie oben, wie viele am Markt interessierte den Beitrag gelegen und die Grafik gesehen haben. Reagiert hat niemand, gleichgültig ob (LONG Hedger = kaufen) oder als spekulativer Anleger, sonst wären die entsprechenden Kurse gestern und heute angestiegen.

Als 'niemand' August Schweine bei 1,53 Euro verkaufen wollte, habe ich ein entsprechendes Verkaufslimit in den Markt gelegt. Mein Verkaufwunsch bei 1,53 Euro wurde ausgeführt. Die Grafik zeigt, was daraus geworden ist. Der Markt bietet jedem Teilnehmer auf allen Seiten immer wieder Chancen, auch bei niedrigsten Umsätzen.

Schöne Grüsse, Richard Ebert

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Muehlenbach
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Da muss mir was entgangen sein; denn ich habe keinen Kontrakt gesehen; der für 1,53 getätigt wurde.
Wir liegen noch bei 1,46 Euro.
Egal; in den USA wird für August auf Basis Euro/ Dollar 1,30 mit umgerechnet 1,50 Euro gehandelt; das sind immerhin 4 ct. mehr.
Allerdings muss man das mit "Vorsicht" sehen; denn in den USA handeln zumeist die mit Schweinen; die auch auf dem Weltmarkt agieren.
Während hier unsere Abnehmer auf den Preis reagieren.

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

paul
Mitglied seit
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@ Muehlenbach [#5]

Du hast es nicht verstanden was Herr Ebert sagen wollte. Anfang Februar wurden Augustschweine mit über 1,50 gehandelt, er hat verkauft und die Differenz mitgenommen. Damals standen die Zeichen auf fallende Preise und keiner hat gehandelt.
Heute stehen die Zeichen auf steigende Preise und es handelt wieder keiner. Die Preise in den USA sind nur ein stützendes Indiz , sollten aber die erwartete Entwicklung unterstützen.
Ist aber typisch Deutsch: Man glaubt es erst, wenn man es anfassen kann.
Es geht um das phsychologische Verhalten der Börsenteilnehmer.

Gruß Paul

Lukas
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@ Muehlenbach [#5]

Am 03.02.2009 wurde der Kontrakt gehandelt.

Gruß
Lukas

Bauer Bernie
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@ Richard Ebert [#4]

Habe ich da was missverstanden ? Herr Ebert handelt mit Schweinekontrakten ?

Nicht dass Sie das nicht dürfen. Das will und kann Ihnen keiner verbieten, um Gottes willen.

Ich erinnere mich nur an Aussagen von Ihnen selbst dass sie das aus Neutralitätsgründen nie machen wollten und deshalb andere Rohstoffe handeln.

Ich finde es trotzdem nicht verwerflich, es agieren ja sowieso zu wenig im Schweinemarkt.

Mfg
BB

Richard Ebert
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@ paul [#6]

Du hast es nicht verstanden was Herr Ebert sagen wollte. Anfang Februar wurden Augustschweine mit über 1,50 gehandelt, er hat verkauft und die Differenz mitgenommen.

Nicht ganz. Ich bin in der Euphorie steil steigender Kurse auf der Spitze am 03.02.10 short gegangen bei 1,53 Euro und der Idee diese bei 1,42 oder 1,43 zurück zu kaufen.

Bei einer so extrem positiven Stimmung ist es meistens vorteilhaft, auf fallende Preise zu setzen.

Ganz das Gegenteil war die extrem negative Stimmung am 09.10.09, bei der ich die einzige spekulative Kaufempfehlung ausgesprochen habe. Danach war zu sehen, dass der M 12 Index für Schweine am 08.10.09 den tiefsten Stand des Jahres hatte und von diesem Tag an die Kurse gestiegen sind.

http://www.rmx-forum.de/cgi-bin/index.pl?ST=158922&CP=0&F=48

In solchen Situationen ist das Risiko falsch mit der Einschätzung zu liegen sehr gering.

@ Bauer Bernie [#8]

Ich erinnere mich nur an Aussagen von Ihnen selbst dass sie das aus Neutralitätsgründen nie machen wollten und deshalb andere Rohstoffe handeln.

Meine Aussage betraf kurz laufende Kontrakte, also die nahe und die kommende Fälligkeit. Mein Kontrakt vom 03.02.10 hat aber eine Laufzeit von 8 Monaten, da sind Manipulationen durch einen gehandelten Kontrakt noch nicht mal theoretisch machbar.

Sehen Sie bitte dazu den letzten Satz im Marktbericht von 03.02.10:

http://www.rmx-forum.de/cgi-bin/index.pl?ST=172518&CP=5&F=48

An der Börse geht es mir schon seit Jahren nur noch um das Ausprobieren von Strategien, besonders unter psychologischen und massenpsychologischen Aspekten. Deswegen handle ich pro Ware fast immer nur einen Kontrakt. Derzeit ist der Schweine Future vom 03.02.10 der einzige im Agrar-Terminhandel der Eurex.

Schöne Grüsse, Richard Ebert

paul
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Ich komme auf meinen Beitrag unter [#3] zurück.

Die heutige Börsenentwicklung zeigt typisch, daß es mehr Phsychologie als sonst was ist, was die Teilnehmer zum Handeln bewirkt.

2 Cent Wochenpreisanstieg schaffen es, daß man plötzlich die Sommermonate positiver sieht.

Weiter so.

Gruß Paul

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