Schweine: Schlachtbetriebe uneinig über Sinn eines Preisabschlags
Schweinemarkt EU: Stabile Preissituation hält weiter an
Agrarheute.com / aiz, Wien (25.02.10) - Am EU-Schweinemarkt werden derzeit gleichbleibende bis leicht steigende Preise registriert. Was die Marktentwicklung in der kommenden Woche betrifft, so überwiegen die Anzeichen für eine weitere Stabilität.
Während Deutschland unverändert notiert und dies mit einer üblichen "Nachkarnevals-Flaute" begründet, sind Frankreich und Spanien mit einem Plus von drei bis vier Cent je Kilogramm am besten Weg, den Preisrückstand der vergangenen Monate sukzessive wettzumachen. In Österreich liegen nach Angaben der Schweinebörse derzeit Angebot und Nachfrage auf gleichem Niveau. Einmal mehr beklagt der Fleischhandel, dass das Preisniveau am Rohstoffmarkt der Fleischindustrie anhaltend von deutschen Mitbewerbern unter Druck gesetzt wird.
Nichtsdestotrotz konnte ein leicht gestiegenes und für diese Woche auf gut durchschnittlichem Niveau liegendes frisches Angebot reibungslos disponiert werden. Vor diesem Hintergrund wurde auch hierzulande unverändert notiert. Der Börsepreis liegt somit auch diese Woche bei 1,31 Euro (Berechnungsbasis 1,21 Euro je Kilogramm). Das im Vergleich zu den vergangenen Wochen gestiegene Angebot dürfte laut Schweinebörse gut zur steigenden Nachfrage der Fleischindustrie passen, die sich bereits auf das Ostergeschäft vorbereitet.
(Quelle: http://www.agrarheute.com/schwein/schwein/stabile_preissituation_h%E4lt_weiter_an_.html?redid=328244)
Kassamarkt: Schlachtbetriebe uneinig über Sinn eines Preisabschlags
Die Preisentwicklung der morgigen Notierung ist ungewiss. Selbst unter den Schlachtbetrieben gibt es Unstimmigkeiten ob ein Preisabschlag Sinn macht, zumal ab der kommenden Woche mit einer Belebung der Nachfrage zu rechnen ist und Überhänge nur vereinzelt auftreten.
Einzelne Fleischhändler sahen bereits im heutigen Tagesverlauf eine Verbesserung des Geschäfts.
(Quelle: VR Agrarberatung)
Die Schlachtgewichte sind in der Vorwoche um rund 200 Gramm gestiegen
Terminmarkt: Abwärtstrend setzt sich fort / Mai Ferkel minus 3 %
Der Fleischterminmarkt an der Eurex Frankfurt war heute ruhig, aber ständig weiter nachgeben. Der M 12 Index für Schweine gab um 0,34 Cent auf 1,4104 Euro nach. Die Kurse bewegten sich zwischen einem unverändert 1,35 Euro für März und minus 1,5 Cent auf 1,48 Euro für den Juli Termin.
Ferkel wurden heute nicht gehandelt, dennoch kam es zu Verkaufsaufträgen auf niedrigerem Niveau mit der Folge von bis zu 1,50 Euro oder 3 % niedrigeren Taxkursen (Mai auf 45,50 Euro). Der Ferkel Index schloss minus 46 Cent auf 43,94 Euro.
Die Schweinemäster sind nur noch zur Zahlung von rund 45,50 Euro für Mai Ferkel bereit
Aussichten für Freitag: Minus 2 Cent auf 1,36 Euro
Der Angebotsdruck hat im Wochenverlauf nachgelassen, auch die Forderungen nach kräftigen Preisabschlägen sind sehr viel leiser zu hören. Wie bereits berichtet, würde der LEH bei einem leichten Rückgang des V-Preises mit Forderungen nach der Senkung seiner Einkaufspreise reagieren. Weder die Rote noch die Grüne Seite kann davon richtig profitieren. So bleibt für morgen nur die unsichere Prognose zwischen minus 4 Cent und dem wirtschaftlich vernünftigsten unverändert.
Vom Terminmarkt kommen weiterhin Signale fallender Kurse, März Schweine schlossen heute unverändert 1,35 Euro und damit 3 Cent unter den aktuellen V-Preis.