agriculus
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12 Jahre 9 Monate

Schweine: Schlachthöfe suchen verzweifelt Schlachtschweine!

Schon heute wird wie verrückt gesucht. Bereits für morgen wird die neue Notierung angeboten. Anscheinend ist das Angebot an schlachtreifen Schweinen einfach nicht ausreichend. Schweine werden vorgezogen und trotzdem sind nicht genug vorhanden.

Jetzt müssen wir Mäster aktiv unsere Schweine vermarkten. Es wird sich auszahlen und die Notierungen werden weiter ansteigen. Jetzt kommt erst richtig Schwung in den Markt!

MfG
agriculus

Geschrieben von agriculus am
Kaack-Terminhandel
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12 Jahre 9 Monate

Schweine: Knapp

Auch zu den erhöhten Schweinepreisen in Nordwesteuropa bleibt die Nachfrage der Schlachthöfe rege.

Dieser Nachfrage steht weiterhin nur ein begrenztes Angebot gegenüber, das auch kurzfristig nicht größer werden dürfte.

Deshalb ist bei der kommenden Notierung weiter eine mindestens stabile bis nochmals festere Tendenz zu erwarten

Für Ferkel gibt es in der laufenden Woche im Schnitt nochmals Preiserhöhungen um 2 €.

Saubauer
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ agriculus [#1]

Ist das mit der Verzweiflung nicht etwas übertrieben ?
Innerhalb von ein paar Wochen sind die Schweine knapp? Oder ist der Bluff - Poker der Schlachter aufgelaufen ?

MfG

papuawenzel
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Saubauer [#3]

Wer ist hier am verzweifeln ? Wochenlang/Monatelang wurden wir verarscht und abgezockt ! Wer hat sich das Geld denn in die Tasche gesteckt ?
Warum den V-Preis nicht endlich auf ein Niveau, was denn auch die Kosten für alle Beteiligten in der Produktionsschiene deckt ? Sauenzüchter, Ferkelerzeuger, Mäster, Futtermittelhersteller usw......

Saubauer
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ papuawenzel [#4]

Deswegen war ja die Nachfrage!
Hat mann die Preiserhöhungen durch geschicktes " Jammern " über niedrige Margen und den bösen LEH einige Monate hinausgezögert.

Interessant wären jetzt Zahlen über die Veränderung der Schweinehaltung !
Mann hört von vielen kleinen Betrieben die schon keine Schweine mehr halten.
Wir haben jetzt schon einige Dörfer ohne Schweinehalter und bald auch ohne Rinderhalter!

MfG
Saubauer

agriculus
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Saubauer [#3]

Die Verzweifelung trifft die Situation ganz gut.
Schlachtbetriebe bekommen die benötigten Stückzahlen nicht zusammen.

Ich hoffe der Verkauf setzt sich nun mit höheren Preisen durch, denn mit allem unter 1,70 € fahren wir in eine Sackgasse die zur Folge hat, dass den Schlachtbetrieben das Angebot im nächsten Jahr wegbricht, weil einfach nicht genügend Kapital in der Schweinehaltung bleibt um die Produktion aufrecht zu halten, geschweige denn zu erweitern.Das noch vorhanden Kapital wird aus der Veredelung abgezogen und in die Energieproduktion gesteckt. Die ist deutlich rentabler.

Diese Umstände werden alle Beteiligten in der Kette Lebensmittel/Fleisch in naher Zukunft erkennen müssen.

MfG
agriculus

Brontosaurus
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Alles Quatsch.
Wir saufen zum Wochenende in Schweinen ab.

agriculus
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Brontosaurus [#7]

Dann bieten Sie doch bitte noch dem Rest der Top 10 der deutschen Schlachtbetriebe Schlachtschweine an, die suchen nämlich alle!!!
Ich denke diese werden ihnen sehr dankbar sein.

MfG
agriculus

picprofi
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Bronto
Was Du sagst is nich war, die suchen.
hatten nur Maschine angemeldet, sagten aber gestern wäre gut wenn wir den Zug vollmachen würden.
Warum sagen Einkäufer denn sowas ?
Weil die Kühlhäuser noch voll hängen ?
Oder weil die in Schweinen absaufen , wie Du sagst.
Aber Du wirst schon wissen warum Du sowas sagst.

mfg

Pigeldy
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ agriculus [#6]

also wir wollen doch nicht immer nur jammern, oder? Bei den aktuell zum Verkauf stehenden Schweinen werden DkfL von etwa 40-50 €/Schwein erzielt, wenn wir mal von 1,60€ ausgehen. Ich denke da kann man im Augenblick nicht wirklich jammern.

Und das ewige Gerede von der ach so profitablen Energieproduktion stimmt so auch nicht mehr, die PV mal teilweise ausgenommen. Nur sind die meisten guten Dächer schon voll. Mit dem Biogas ist das nicht mehr ganz so wie noch vor einem Jahr, es sei denn Du kriegst dieses Jahr noch eine Anlage ans Netz oder baust ne >= 700 KW - Anlage.

Was passiert denn, wenn die Schweine mal ein paar Monate 1,70€ kosten? ...

Genau das. Das können wir alle nicht wollen, wenn wir denn Kontinuität auf den Absatzmärkten wollen. Die Kehrtwende kommt ohnehin wieder schneller als manche hier denken.

Gruß Pigeldy

Bagira
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Danke Pigeldy für diese korrekte Aussage und guten Beitrag!!!

agriculus
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Pigeldy [#10]

Sie rechnen DkfL, also sind Sie Bauer. Der Unternehmer rechnet mit Gewinn. Ich habe von der gesamten Kette der Schweineerzeugung geschrieben, dazu gehört auch der Ferkelerzeuger.

Unter Vollkosten Betrachtung sieht die Rechnung auch bei 1,60 € je kg ausbezahlt für die gesamte Kette noch richtig schlecht aus, oder aber der Bauer muss mit der ganzen Familie für 3 € die Stunde arbeiten!!!

Im Vergleich zum Einsatz des Kapitals in die Erweiterung einer Biogasanlage oder einer PV Anlage ist die Gewinnsituation auch bei monatelangen Preisen über 1,70 € nicht berauschend.

Beispielrechnung:
50 € DkfL
Abzüglich:
x € Stallkosten je Schwein (Pacht/Abtrag)
x € Gülleverbringung
x € Zinsansatz Umlaufkapital
x € Arbeit
x € Reparaturen
x € sonstiges

Das bischen was noch übrig bleibt, schlagen Sie einfach ihrem Ferkelpreis auf den Sie vor 3-4 Monaten gezahlt haben und fragen ihren Ferkelerzeuger wieviel Gewinn er damit gemacht hätte!

MfG
agriculus

PorkyPig
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Brontosaurus [#7]

Diesen "Standartbeitrag" kann man jawohl glatt löschen!
Wo bleiben die Argumente??

schweineexperte
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Hallo, Hallo!!!

dummer Bauer = DKFL

Wer heute so rechnet hat die Pleite verdient!!!

Rote Seite = DKFL: Oma vom Schlachter fährt den dicken LKW (800 PS), Diesel bestellen wir immer im Monat, Schlachten machen unsere Nachbarn, Verkauf läuft automatisch,.. DKFL/Schwein 30,-- €!!! So einen Schwachsinn rechnen nur Bauern! Vielleicht haben die nicht einmal einen Taschenrechner. Computer so was Modernes brauchen wir nicht! Bauer sucht Frau...!

paul
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Pigeldy [#10]

Kurzsichtiger kann man den Schweinemarkt nicht mehr sehen.

Da liegen die Futterkosten pro Schwein seit über einem Jahr rund 25 -30 € über dem langjährigem Durchschnitt, da bekommen die Mäster gerade mal einen Bruchteil davon über den Verkaufspreis zurück, da liegt der Auszahlungspreis in diesem Sommer sogar erheblich unter dem langj. Durchschnitt und steigt gerade mal jetzt auf gut 1,60. In normalen Jahren hat der Mäster in den Sommermonaten einen echten Gewinn bei Vollkosten und jetzt fängt einer an und erzählt was von 40- 50 € DKFL , die erstens so nicht zu erzielen sind und zweitens nichts über den echten Erfolg oder Verlust des bescheidenen Jahres aussagen.
Bagira , der nach meiner Meinung nichts von Schweinemast versteht, klatscht im eigenen Interesse Beifall.

Und sollte der Preis im Januar auf z.B. 1,40 fallen und sollten zur gleichen Zeit die Ferkel wg. Knappheit auf 75 € Grundpreis ansteigen, dann zauberst Du sicher wieder eine neue Rechnung aus dem Hut.

Mäster und Ferkelerzeuger müssen endlich an den am Markt erzielten gestiegenen Erlösen beteiliegt sein,

Gruß Paul

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Heureka!
Ich hatte nicht gedacht; dass mittlerweile auch vermehrt die Landwirtschaft versteht; dass DkfL nicht gleich Gewinn ist...
Also hat die Rummeckerei doch einigen die Augen geöffnet.

Egal; Pigeldy; du hast ja Recht mit der Kontinuität; nur haben wir in den vergangenen zwei Jahren kontinuierlich unter Gestehungskosten entsorgt.
Und das geht auf Dauer nicht gut.
Wir müssen mal sehen; wieweit der Hype geht.
Denn eines haben die Landwirte gelernt: Sie trauen den Braten nicht.

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

D
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Pigeldy
Der von Ihnen genannte Deckungsbeitrag wird dadurch erzielt, daß ein für den Ferkelerzeuger nicht ausreichender Preis bezahlt wird. Zwar nach Angebot und Nachfrage bestimmt aber eben nicht kostendeckend.

Sollte der Ferkelpreis um 20-30 EUR steigen, ist diese Rechnung ohne einen stark steigenden Schweinepreis im Eimer.

Jeder ist sich selbst der nächste aber mit einem Gewinn zu glänzen (nach dem Motto: nun macht mal halblang, es reicht doch noch), der auf Kosten anderer erzielt wurde scheint mir nicht zielführend zu sein.

P.S.
Ich denke, daß Sie die jetzigen Liquiditätsüberschüsse in den nächsten Monaten gebrauchen werden.

PorkyPig
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Futtermeister [#17]

"P.S.
Ich denke, daß Sie die jetzigen Liquiditätsüberschüsse in den nächsten Monaten gebrauchen werden."

Soweit brauchen wir gar nicht denken! Es müssen erst einmal die Löcher der gesamten Vormonate in diesem Jahr gestopft werden. Und mit den aktuellen 1,60€ Auzahlungspreis kommst Du auch nicht weit mit. Die Ferkelnotierungen steigen nämlich parallel mit an!
Also muss jetzt und gleich gefordert werden, was in den vergangenen Monaten versäumt wurde!!!

MfG

Bagira
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Tja, das Problem bei der ganzen Sache sind doch aber unsere "Endkunden". Die wollen doch gar keinen höheren Preis bezahlen! Und denen ist es meiner Meinung nach erstmal scheiß egal wie viele Ferelerzeuger, Mäster, Schlachter und Zerleger vor die Hunde gehen! Die haben doch fast nur noch Fleisch und Wurst für Lockangebote! Bei allen anderen Artikeln bekommen die doch schon lange von der Industrie gesagt was Sie kosten. Scheint halt wirklich so zu sein das nur noch die vier großen übrig bleiben dürfen bis das Blatt sich wendet oder sehe ich das Falsch? Und um eines nochmal klar zu stellen: Ich bin gerne bereit mehr Geld für den Rohstoff auszugeben, aber nur wenn ich es auch von meinem Kunden wiedersehe!

Benno Baumann
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Pigeldy [#10]

Ich stimme Dir zu.
Wenn man sieht wie viele Mastställe überall gebaut werden und in den letzten Jahren gebaut worden sind kann das eigentlich gar nicht so schlimm sein wie es unsere Berufskollegen darstellen. Und jetzt kommt mir bitte nicht wieder nach dem Motto "Die können alle nicht rechnen". Wenn das alles schlechte Unternehmer wären, dann hätten Sie bestimmt nicht das Geld, bzw. würden es nicht geliehen bekommen.
Versteht mich bitte nicht falsch, wenn der Preis hoch kann dann muss er auch hochgesetzt werden, aber dass der Preis nicht hoch kommt ist zum grössten teil unser verschulden, den wir produzieren jedes Jahr eine neue Rekordmenge Fleisch und der Selbstversorgungsgrad ist schon seit Jahren über 100%.

@ agriculus [#12]

nicht immer nur mit erneuerbaren Energien drohen, sondern handeln! => Stall verpachten und Biogasanlage bauen!

Mir kommt es hier vor wie ein "Jammerlappen-Forum" in dem sich die Roten(/Gelben) und die Grünen nur versuchen gegenseitig zu übertreffen.

Pigeldy
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ schweineexperte [#14]

Hallo, hallo!!

Es liegt mir fern, mir selbst einen Heiligenschein aufzusetzen und den anderen hier die Kompetenz abzusprechen, aber dann kann ich das auch (einigen) anderen hier erwarten, oder nicht?

Ich bilde mir bestimmt nichts darauf ein, denn da gibt es nichts einzubilden (kenne etliche sehr gute Unternehmer, die weder Studium noch Meisterprüfung haben) aber mit Diplom (FH) in Landwirtschaft mit Schwerpunkt landw. Betriebslehre bin ich glaube ich nicht so ganz ahnungslos, wie manche mir hier unterstellen wollen.

Wer einen Stall auf der grünen Wiese mit Fertigfutterzukauf, entgeltlicher Gülleentsorgung und womöglich Fremdarbeitskräften betreibt, für den ist die Vollkostenrechnung völlig problemlos. Bei eigener Futtererzeugung, innerbetrieblichem Maschineneinsatz, eigener Gülleverwertung und familieneigenen Arbeitskräften (um nur einige Beispiele zu nennen) ist das ganze ungleich schwieriger. Wer sich mit der Problematik mal ernsthaft auseinandergesetzt hat, wird das auch wissen. Deshalb machen wir die Vollkostenrechnung auch nur einmal jährlich für das Wirtschaftsjahr und lassen die extern durchführen.

Solange ich keinen neuen Stall baue oder rößere Summen für Reparaturen ausgebe, bleiben die Festkosten ja auch auf einem ähnlichen Niveau. Deshalb ist die DkfL nach wie vor eine sinnvolle Rechengröße in der Landwirtschaft, solange es nicht dabei bleibt. Wer mir jetzt sagt, dass er für jeden verkauften Durchgang seine genauen Vollkosten kennt, der hat entweder den besagten Stall auf der grünen Wiese oder er lügt sich selbst ein Stück weit in die Tasche.

Die gewerbliche Mast ist da natürlich ungleich schwieriger, aber das ist auch gut so. Sonst sind die (Familien-) Betriebe mit so um 1500-2500 Plätzen nämlich auch bald weg vom Fenster, und das ist doch gerade nicht der erklärte politische Wille!?

Also mal für die jetzt fertigen Schweine:

Ferkel: 43€
Futter: 66€
Sonstige variable Kosten: 10€
gesamte variable Kosten: 119€

Erlös pro Schwein bei 95kg SG: 165€

macht 46€ DkfL

Arbeitserledigungskosten: 10€
Gebäudekosten: 13€
Sonstige Kosten: 2€
Festkosten gesamt: 25€/ Schwein

Ich komme bei diesem Durchgang dann auf 21€ Unternehmergewinn pro Schwein. Das ist das, was normalerweise im Sommer dabei hätte übrig sein müssen, aber leider nicht war. Sei´s drum.

Ich habe nicht davon gesprochen, was hätte kommen müssen, damit alle ihren Teil vom Kuchen abbekommen. Die Denke habe ich mir abgewöhnt, denn unseren Abnehmern ist das ja auch schei..egal. Den letzten beißen dann eben die Hunde.

Und im abgelaufenen Wirtschaftsjahr lag die DkfL im Schnitt aller Betriebe des größten Erzeugerringes Deutschland etwa 5 € unter dem langjährigen Schnitt. Das heißt, es ist allenfalls eine schwarze Null geschrieben worden. Die obere Hälfte hat sogar noch Unternehmergewinne erzielen können.

Wer hier wirklich Grund zum jammern hat, sind die Ferkelerzeuger, und da auch nur diejenigen, die dementsprechend keine Partiegrößen liefern können (würde sagen so größer gleich 500 Ferkel/Partie) oder keinen Direktbezug mit einem Mäster haben. Also die Sauenhalter mit bis zu 250 oder 300 Sauen, die haben die Zeche am Ferkelmarkt vorrangig bezahlt, da ihnen die Zuschläge rigoros weggestrichen worden sind. Es hat doch seinen Grund, dass gerade diese Klasse mit der Sauenhaltung aufhört oder ins geschlossene System wechselt.

Ich jedenfalls kann dieses Gejammer nicht ständig hören hier. Da sind die Preise mal unerwartet deutlich gestiegen, und trotzdem sind einige von den Mästern hier immer noch nicht zufrieden. Ich bin jedenfalls nicht bereit, diesen die nächsten 3000 Plätze zu finanzieren. Und genau die kommen sofort hinterher, wenn die Preise weiter steigen. Und dann wird wieder gejammert, dass die Preise so schlecht sind. Auch hier wird doch schon wieder von der nächsten Erweiterung gesprochen, um die Märkte zu versorgen.
Das ist mir echt zu dumm.

Gruß Pigeldy

schweineexperte
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Hallo Vollkostenrechner!!!

Acker, Arbeit, Maschinen habe ich selbst!!!

Was kosten: Reinigung, Versicherung, Medikamente,Gülleausbringung, Steuerberatung, Grundsteuer, Energie, Kontoführung,etc. .... alles nicht mitgerechnet???? Schlauer studierter Bauer FH.

Vorschlag: verpachte Acker, Stall, schaffe die Maschinen ab und gehe einer geregelten Arbeit nach! DKFL - Rechnung für sterbene Landwirte! Wenn ich mich mit anderen Branchen unterhalte, lachen die mich bei einer solchen rechnerischen Betrachtung aus - dieses dann auch o.k.!! Handwerker ohne Vor- und Nachkalkulation gehen innerhalb kurzer Zeit in den Konkurs. Lehrer, die DKFL unterrichten gehören dringend ausgemustert. DKFL-Überlegungen kann mann nur dann anstellen, wenn das Ziel der Deckung der variablen Kosten verfolgt wird!!!

Pigeldy
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ schweineexperte [#22]

Mister Superschlau, ich habe nicht gesagt, dass andere Leute nicht anders rechnen dürfen, sondern dargelegt, wie ich es gelernt habe.

Wir haben hier vom Betriebszweig Schweinemast gesprochen und nicht von Ackerbau, Pferdemast oder Karnickelhaltung. Bitte unterscheiden!!!

Was kosten: Reinigung, Versicherung, Medikamente,Gülleausbringung, Steuerberatung, Grundsteuer, Energie, Kontoführung,etc. .... alles nicht mitgerechnet???? Schlauer studierter Bauer FH.

Reinigung, Medikamente, Gülleausbringung, Energie => alles variable Kosten und schon inbegriffen.

Grundsteuer, Steuerberatung => sonstige Kosten und schon inbegriffen.

Man braucht sich nicht über die letzten 5 € streiten, aber wenn du im Augenblick kein Geld bei den Schweinen übrig hast, würde ich vorschlagen, du verpachtest die Ställe und gehst einer geregelten Arbeit nach. Leute wie du sind es nämlich, die wegen dem nächsten 2000er schon bei der Bank auf der Matte stehen, weil der Nachbar auch einen baut. Und sich dann beschweren, dass es nicht so läuft wie beim Nachbarn. Typische Bauernschläue eben.
Deshalb: rechnen üben!!

Als schlauer, arroganter, eingebildeter studierter Bauer kann ich mir ja erlauben zu sagen, das hier ist unter meinem Niveau!!

Saubauer
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Berechnungen hin und her was solls!
Zuerst wird gerechnet und dann kommt alles anders!
Vor dem Bau unserer BGA hat man uns mit 1700-1800 Eur Substratkosten je ha frei Siloplatte tolle Gewinne ausgerechnet und innerhalb von 2 Jahren sind wir schon bei 2000.- Eur ,Wenn ich jetzt keine Gewinnreserven habe hilft der "errechnetete Gewinn" mir gar nichts!
Das gleiche war bei unserem letzten Stallbau da nimmt der Berater den Durchschnittspreis der letzten Jahre im Bezirk*MPL *2,8 Umtriebe als Berechnungsgrundlage.Viele Betriebe bauen gleich noch ein tolles 2000 to Getreidelager und kaufen noch schnell einen neue Vario usw.
Will einfach nur sagen alle Berechnungen und Berater vergessen die Perönlichen Eckpunkte der Familie miteinzuberechnen!
Auserlandwirtschaftliche Stabilität,Gesundheit,Belastbarkeit der Familie( alter der Kinder)

Spekulatius_Maximus
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Saubauer [#24]

guter Beitrag. gerade die letzten Zeilen gefallen mir.

Zu Vollkosten/DKfL: Die DKfL haben den Vorteil, dass man die recht schnell ermitteln kann und die Werte dann auch gut miteinander zwischen verschiedenen Betrieben vrgleichbar sind.
Dass diese DKfL aber nicht der Gewinn ist, wissen doch alle, nur leider ist das in vielen Betrieben mit den Vollkosten nicht so einfach und auch höchst unterschiedlich gestrickt! Deshalb habe ich nicht nichts gegen die Berechnung von DKfL.

Zum Schweinepreis:

Vor einem Monat habe ich noch sehr pessimistisch in die Zukunft geschaut. Der aktuelle Preisanstieg ist absolut untypisch für die Jahreszeit und selbst der Januar ist mehrfach über 1,50 gehandelt worden.

Es lassen sich deutlich positive DKfLs an der Börse absichern, das war in diesem Jahr nicht immer so...

Welche Preisgrenze wird bis Jahresende gezogen? Werden wir noch die 1,70 in diesem Jahr sehen? Ich vermute nicht...

Es gibt Stimmen, die sagen, dass die Chancen auf einen deutlich höherem Schweinepreis im Februar/März sehr hoch sind und deshalb nicht absichern würden...

Wie seht ihr die Märkte? Wer neigt zur Absicherung? Wer würde eher zukaufen?

D
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Pigeldy

Die Ferkelerzeuger, die Wochenpartien von 500 Stück liefern können, haben aber wiederum höhere Festkosten, weil vermutlich Neubau.

Die Katze beißt sich in den Schwanz. Die grüne Seite, sprich der Mäster muß insgesamt höhere Erlöse erzielen, damit er eine ausreichende Marge erzielt, um höhere Ferkelpreise bezahlen zu können. Umgekehrt besteht die Gefahr für den Mäster, daß bei lange Zeit nicht ausreichenden Ferkelpreisen (wie derzeit) die Erzeugung unkontrolliert wegbricht und er vorübergehend (Monate evtl . Jahre) keine vernünftige Marge erzielen kann (sprich: echte Verluste macht). Wobei er aber selbst dann noch meilenweit besser dran ist als ein Ferkelerzeuger...

Aber das war auch schon immer so.

paul
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Pigeldy [#21]

Du schreibst: E rlös pro Schwein bei 95kg SG: 165 € und sprichst dann von diesem Durchgang.

Das ist es was mich an solchen Äußerungen stört.

Du wirst "diesen Durchgang" nicht schon für 165 € /Stck verkauft haben, vielleicht bist du ja schon vor 3 Wochen bei 1,53 angefangen von diesem Durchgang zu verkaufen.

Die Berechnung ist einfach fiktiv und unseriös und erinnert an den Autofahrer der die 600 KM bis München in 4 Std. schafft, nur weil er die 80 KM zw. Würzburg und Nürnberg einen Schnitt von 150 fährt.

Gruß Paul

p.
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Pigeldy [#21]

Futter zu Marktpreisen in diesem Zeitraum nicht für 66 € brutto machbar, das sind wir mit Sicherheit bei 71 €!
Ferkel wer nicht Billigpartien gekauft hat und wie 90% der Mäster seinem Lieferanten treu geblieben ist hat auch ca. 50 € brutto für Ferkel bezahlt!

Das ist Schönrechnerei was du hier betreibst und entspricht nicht dem Markt!

schweineexperte
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Also doch:

DKFL = dummer kleiner fauler Landwirt

Übrigens: Bitte bei Kalkulationen die Darstellung der USt nicht vergessen!!!

Pigeldy
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ p. [#28]

Die jetzigen Schlachtschweine haben als Ferkel 35€ Grundpreis gekostet, plus 7€ Zuschlag plus 7% USt macht 44,94€ brutto. Wer ein bisschen mitgedacht hat, könnte darauf gekommen sein, dass es sich zu dem Preis nur um 25kg - Ferkel gehandelt haben kann. Die Hollandferkel sind nämlich immer so um 25 kg.

Beim Futter treffen wir uns in der Mitte, habe gerade in die letzte Zeitraumauswertung gesehen (1.07. bis 30.10.11), da waren es gut 68€. Der Überschuß lag in dem Zeitraum bei 42€/ Zuwachstier.

Und das sei betont, ich sage das hier nicht, um mit meinen ach so tollen Zahlen zu prahlen. Meine Zahlen sind nämlich nun nicht die Spitzenwerte im Erzeugerring, also gibt es eine ganze Reihe Betriebe, die noch ein Stück besser sind.

Es ist durchaus Geld übrig geblieben, und auch das letzte Wirtschaftsjahr war bei Deckungsbeiträgen von durchschnittlich knapp 20€/Schwein über alle Betriebe höchstens eine schwarze Null und kein Riesen-Verlustgeschäft, jedenfalls gilt das für die pauschalierenden Betriebe.

@ paul [#27]

haben diese Woche angefangen den Durchgang zu verkaufen. Kalkuliert sind die 165€ mit einer Notierung von 1,60€. Glaube das ist für die nächsten 4 Wochen nicht unrealistisch. (Rechenweg 95kg *0,99IXP/kg * 1,62 inkl. 2 Cent Zuschlag auf Notierung = 152,36€ - 4€ Vorkosten + 10,7% MwSt. = 164,23€/ Schwein. Gut, dann 164€. Weiß nicht, ist das so total daneben?

Was soll das Rumgejammer hier denn, dass auf einmal Rücksicht auf die Sauenhalter genommen wird, und das zum Teil von Leuten, denen sonst der Ferkelpreis nicht tief genug sein konnte.
Natürlich ist das alles richtig und wünschenswert, aber da müssen Schlachter, LEH und Verbraucher auch mitspielen!! Und die Erfahrung zeigt doch, dass der Verbraucher bei Preisen über ca. 1,60 mit Konsumverzicht reagiert! Wie passt das mit jährlich neuen Rekordschlachtungen und immer neuen Ställen zusammen?
Bleibt also nur der Export.

Glaubt denn jemand ernstaft, dass den Leuten in Asien oder Russland was am Seelenheil der Sauenhalter oder Schweinemäster in Deutschland liegt? Wenn die Preise zu hoch sind, kaufen die Leute eben nix. Und die Roten sehen schon zu, dass für sie was übrig bleibt. Wer also soll dann die Zeche zahlen? Bleiben doch nur Sauenhalter und Mäster.

Entweder wir haben einen Markt oder wir haben Planwirtschaft. Wenn wir denn Marktwirtschaft haben, werden sich die Dinge von selbst regeln. Man kann aber nicht alles wollen (am besten jedes Jahr 1000 Plätze dazu) und nichts dafür hergeben (Kontinuität und stabile, ausgewogene Märkte, eingermaßen brauchbare Preise auf Dauer)

Gruß Pigeldy

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Kollegen; merkt ihr eigentlich noch; wie sich unsere Abnehmer hier hämisch freuen; wie man sich vortrefflich über 5 Euro streiten kann; und dabei vergisst; dass man egal wie die Berechnungsgrundlage ist dennoch über den Tisch gezogen wird?
Die geben niemals ihre DkfL; oder Gewinn/Verlustrechnung hier offen auf den Tisch; da heisst es nur "Schinken minus 30%"....
Auch bei 5 Euro/kg Vereinigungspreis müssen wir noch klagen...
Ich sag nur dazu: Ferkeleinkaufspreis plus 20%....
Wat geht es uns schlecht...

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

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