Schweine: Schlachtschweine und Grillartikel gesucht
Tönnies: Bald 5 Mrd. Euro Erlös aus Export ?
Schweine.net (23.04.10) - Deutschlands größter Fleischverarbeiter Tönnies will vor allem über den Export beim Umsatz deutlich zulegen. In fünf Jahren sollten die Erlöse bei gut 5 Milliarden Euro liegen, sagte Firmenchef Clemens Tönnies am Dienstag. Im vergangenen Jahr setzte das Familienunternehmen rund 3,9 Milliarden Euro um, so landundforst.de
Rund 13,2 Millionen Schweine hat das Unternehmen im vergangenen Jahr verarbeitet, das war ein Zuwachs um rund zehn Prozent in einem Jahr, wie die Tönnies Fleischwerk GmbH & Co. KG mitteilte.
Zum Gewinn wollte Tönnies keine Angaben machen. 2009 sei ein durchwachsenes Jahr gewesen: «Wir müssen mit dem Ertrag zufrieden sein. Wir haben aber auch schon bessere Jahre gehabt.» Für 2010 peilt Tönnies einen Umsatz von gut 4 Milliarden Euro an.
«Wir werden aus eigener Kraft wachsen, nicht durch Zukäufe», betonte er. Einer der großen Wachstumsmärkte sei Russland. Dort will Tönnies künftig auch selbst Fleisch produzieren. China sehen die Tönnies-Manager dagegen vorläufig als reinen Exportmarkt.
Die Zahl der fest angestellten Mitarbeiter am Stammsitz in Rheda-Wiedenbrück will das Unternehmen im kommenden Jahr deutlich aufstocken. Dort arbeiten derzeit gut 5000 Mitarbeiter. Etwa 2300 davon seien zurzeit Festangestellte, rund 3000 hätten Zeitverträge.
(Quelle: Land und Forst)
Kassamarkt: Schlachtschweine und Grillartikel gesucht
Ein rückläufiges Lebendangebot und einsetzendes Grillwetter bringen den Schlachtschweinepreis in Europa wieder in Bewegung. Nach der mehrwöchigen Seitwärtsbewegung steigt der Vereinigungspreis heute um 4 Cent auf 1,36 Euro. Die deutschen Vorgaben dürften auch unsere Nachbarländer zum Anlass nehmen die Auszahlungspreise anzuheben.
Sollten die guten Wetteraussichten auch um den Maifeiertag anhalten, dann dürfte auch bei der nächsten Notierung ein steigender Preis möglich sein.
(Quelle: VR Agrarberatung]
Terminmarkt: Kurse etwas nachgebend
Am Frankfurter Schweine Terminmarkt war heute bei einem Umsatz von 10 Kontrakten eine uneinheitliche Tendenz zu verspüren. Der M 12 Index für Schweine gab um 0,10 Cent auf 1,3998 Euro nach. Die von der Börse festgestellten Settlementpreise, die von den tatsächlich gehandelten Kursen abweichen, schlossen zwischen plus 0,1 und minus 0,7 Cent auf 1,448 Euro für Juli Schweine.
Am Ferkel Terminmarkt schlossen die Kurse ungehandelt zwischen unverändert und plus 1 Cent auf 43 Euro für den Monat Februar 2011. Völlig unverständlich ist, warum der Schlusskurs für Juni Ferkel um 2,30 Euro auf 47,80 Euro heraufgesetzt wurden, obwohl seit nahezu vier Wochen bei 46,50 Euro vergeblich versucht wird Juni Ferkel zu verkaufen. Der M 12 Index für Ferkel schloss mit einem Anstieg von 38 Cent auf 42,82 Euro, davon ist exakt die Hälfte auf den oben genannten 'falschen' Kurs zurück zu führen.
Saisonale Empfehlungen: Alle Monate 'marktgerecht' bewertet
Seit wir die oben gezeigte Grafik jeden Freitag hier im Forum veröffentlichen, haben sich die auf der saisonalen Statistik der letzten 10 Jahre aufbauenden prognostizierten V-Preise (rote Linie) und die aktuell notierten Terminkurse der kommenden 12 Monate (blaue Balken, kleines Dreieck = Schlusskurs) noch nie so übereinstimmend entwickelt wie Sie dieser auf der Grafik anhand der blauen Linie ganz oben sehen können.
Diese blaue Linie bewegt sich relativ nahe (plus 3 bis minus 2 Cent) um die als 'fair' anzusehende Null-Linie.
Das bedeutet, dass erstmalig keine Handelsempfehlungen ausgesprochen werden können, die auf abweichenden saisonalen Entwicklungen aufbauen.
Was ist noch in der Grafik noch erkennbar ?
- saisonal ergibt sich in der kommenden Woche ein Anstieg von 2 Cent, was einem V-Preis von 1,38 Euro entspricht
- der Jahreshöchstpreis wird Ende August bei 1,52 Euro liegen
- der durchschnittliche V-Preis für 2010 beträgt 1,39 Euro, der für 2011 etwa 1,40 Euro
- von der ersten Woche März 2011 ab ist mit einem saisonalen Rückgang um 6 Cent innerhalb von 6 Wochen zu rechen.