Schweine: Schlachtungen auf Allzeithoch / Märkte freundlich
Edeka fordert weitere Preissenkungen
schweine.net (16.12.09) - Wie die Lebensmittel Zeitung berichtet, steht kurz nach der aktuellen Preissenkung für knapp ein Dutzend Schinken- und Wurstartikel, den Herstellern offenbar eine neue Preisrunde ins Haus.
So soll Edeka bereits weitere Preisnachlässe gefordert haben. Roh- und Kochschinkenartikel sollen demnach noch einmal um 30 Cent pro kg billiger werden und etliche Wurstwaren um 15 Cent pro kg. Einige Produzenten empfinden dieses Vorgehen als „Unverschämtheit“, da sie kurz zuvor erst in den Jahresgesprächen neuen Konditionen, die sich auf den Preis auswirkten, zugestimmt hätten. Der Handel nutze das aktuelle Preistief bei einigen Rohwaren unverhältnismäßig aus.
Aktuell hatte erst Aldi, dann der restliche LEH die Verkaufspreise für Roh- und Kochschinken um 50 Cent pro kg verbilligt, Fleischwurst und Salami um 15 Cent pro kg. Zumindest aber galten die niedrigen Einkaufspreise bei Edeka schon ab dem 9. November.
(Quelle: http://www.schweine.net/edeka_fordert_weitere_preissenkungen.html)
EU-Schweinepreise: weitestgehend stabile Preise
schweine.net (15.12.09) - In der aktuellen Schlachtwoche zeigt sich der Schlachtschweinemarkt in Europa mit weitestgehend stabilen Preisen. Die Preise in Schweden und Dänemark gaben um korrigierte 6 bzw. um korrigierte 5 Cent nach. Die dänische Notierung war in der Vorwoche auf unverändertem Niveau stehen geblieben und hat somit zu den anderen europäischen Märkten nachgezogen.
Die Preise in Spanien, Deutschland, den Niederlanden, Frankreich, Belgien und Österreich blieben auf unverändertem Niveau stehen. Von diesen Ländern werden zwar weiterhin umfangreiche Stückzahlen gemeldet. Diese lassen sich jedoch relativ zügig auf den jeweiligen Märkten unterbringen. Beim Fleischverkauf werden insbesondere die Edelteile von Seiten des Lebensmitteleinzelhandels in der Vorweihnachtszeit gesucht.
Tendenz: Das nach wie vor unfangreiche Angebot an Schlachtschweinen lässt sich einigermaßen problemlos auf dem Markt unterbringen. Besonders der Verkauf der Edelteile trägt zu einer gleichbleibenden Spanne bei den Schlachtunternehmen bei, so dass mit einem weiterhin unveränderten Preisniveau zu rechnen ist.
(Quelle: http://www.schweine.net/euschweinepreise_weitestgehend_stabile_preise.html)
Schweine: Schlachtungen im Nordwestraum auf Allzeithoch
In der vergangenen Woche überschritten die Schlachtungen im Nordwestraum das bisherige Hoch von 764.000. Im Nordwestraum erreichte die Wochenschlachtung 756.000 Stück, eine Zunahme von rund 25.000 gegenüber der Vorwoche.
Für die laufende Woche ist mit einer weiteren Steigerung zu rechnen.
Internet Schweinebörse ohne Preisänderung
Bei einem Umsatz von nur 480 Schweinen blieb die Notierung der Internet Schweinebörse mit 1,33 Euro auf den Stand der Vorwoche, Hoch und Tief wichen davon nicht ab.
Kassamarkt: Frostige Witterung sorgt für Entlastung
Im Vorfeld der Weihnachtsfeiertage bleibt das Angebot an Schlachtschweinen umfangreich. Etwas Entlastung gibt es bei den Mengen durch die frostige Witterung. Einige Mäster zögern die Vermarktung etwas hinaus, um die Stalltemperaturen nicht zu weit absinken zu lassen.
Da die Schlachtunternehmen weiterhin mit Vollauslastung schlachten, gibt es derzeit keine Überhänge und die angemeldeten Partien lassen sich problemlos vermarkten. Somit wird für die kommende Schlachtwoche derzeit nicht mit Preisänderungen gerechnet.
Terminmarkt: März Ferkel mit höchstem Kurs seit vier Monaten
Die ausgeglichenen Preisvorstellungen am Kassamarkt haben heute nur sporadische Aufträge an den Terminmarkt gelangen lassen. Da sich die Kursvorstellungen von Käufern und Verkäufern nicht in Einklang haben bringen lassen, blieb der Terminmarkt umsatzlos.
Der M 12 Index für Schweine stieg um 0,03 Cent auf 1,3461 Euro, den höchsten Wert seit 14 Tagen, der für Ferkel um 8 Cent auf 43,52 Euro.
Aussichten für Freitag: Unverändert 1,30 Euro
Von den vielen Fakten, Preisen, dem Marktverhalten und den psychologischen Einflüssen, die hier gesammelt werden, spricht derzeit keiner für eine Preisänderung in dieser Woche.
Für die erste Notiz des kommenden Jahres am 08.01.10 ist allerdings mit einem Preisrückgang um 6 bis 8 Cent zu rechnen.
@Herr Ebert,
wer hat Ihnen erzählt, dass die Schweinepreise am 08.01.2010 um 6-8 Cent fallen?. Haben wir jetzt eine Plan-, Monopol- oder doch eine Marktwirtschaft?. Es hat auch schon einige Frostperioden, wie z. B. 2007/2008, von Dezember bis Februar gegeben. Ihre These, dass mit einem Preisrückgang zu rechnen ist, ist hier fehl am Platz.
mfg
Bigpig
@ BIGPIG [#2]
Jeder, der mit dem Geschäft zu tun hat, geht davon aus, das die Schweine am 08.01.2010 um mindestens 5Cent fallen werden!
Gruß Bronto
@ BIGPIG [#2]
Herr Ebert wird sich auf die Börsenkurse berufen,
Bronto meint daß es immer so war,
und beide werden hinterher sagen, daß sie es vorher gewusst haben.
Die Fleischverkäufe an den LEH werden einfach jetzt schon so kalkuliert.
Ein fataler Mechanismus führt dazu, daß es dann so kommt.
Gruß Paul
Sehr geehrte Teilnehmer
Wie paßt das zusammen. wenn so viele Schweine geschlachtet werden, der Markt voll ist
und die Händler rufen bei den Betrieben an und fragen nach Schweinen?? Wann merkt die
rote Seite endlich das der Markt die Preise machen muß und nicht irgendwelche Waaden-
beißer Ihrer Organisation. Der Preis wird sicherlich solange nicht nachhaltig steigen
bis wir die Mengen runterkriegen oder die rote Seite es mal mit Ehrlichkeit gegenüber
dergrünen Seite versucht.
Werner
Damit die Preise am 8. Januar stark fallen, muss es einen Angebotsstau in den nächsten 3 Wochen geben. Dieser wird mit Sicherheit auch eintreten, da in der 52. und 53. Woche nur ganz kurz mal auf den einzelnen Schlachthöfen das Band angestellt wird und kaum Stückzahlen geschlachtet werden. Die Frage ist aber in wie weit die Mäster jetzt aufräumen können um erst wieder Mitte Januar abzuliefern.
Mit freundlichen Grüßen
agriculus
@ Agriculus.
Weniger slachten bedeutet auch weniger Fleisch.
Ich erwarte 8 jan ein klares unveranderd auf 1.30
und febr 1.40.
Die Slachthofen machen gewinn und dann ist jeder Schwein auf das band noch mehr gewinn.
Henry
Die verdienen sich jetzt schon d&d.
Die haben hier soviele Schweine bekommen v.a. aus den Niederlanden; dass denen schon die Haken ausgegangen sind.
Die Moral von der Geschicht:
Ausschlachtung fehlt ein prozent; MFA fehlt o,5%; Teilschäden ohne Ende.
Summa Sumarum fehlen dem Landwirt 5 Euro.
Nur ist es denen wohl noch nicht aufgefallen..
Wie immer.
Nur wenn man genau nachfragt; dann fällt es plötzlich auf.
Fakt ist: Schweine gibt es hier mehr als genug.
Weil alles abgeliefert wird; was so just über 86 kg liegt.
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
@ BIGPIG [#2]
wer hat Ihnen erzählt, dass die Schweinepreise am 08.01.2010 um 6-8 Cent fallen?. Haben wir jetzt eine Plan-, Monopol- oder doch eine Marktwirtschaft?. Es hat auch schon einige Frostperioden, wie z. B. 2007/2008, von Dezember bis Februar gegeben. Ihre These, dass mit einem Preisrückgang zu rechnen ist, ist hier fehl am Platz.
Wie Paul schon richtig schrieb, gehe ich vom Terminmarkt aus.
Wir haben eine Marktwirtschaft und der einzige Ort, an dem (europäische) Schweine völlig gleich und völlig fair von jedem Marktteilnehmer gehandelt werden können ist der Terminmarkt an der Eurex in Frankfurt. Dort sind zudem alle gehandelten Preise = Kurse in Sekundenschnelle weltweit für jeden sichtbar.
An der Eurex werden Januar Schweine zu weniger als 1,24 Euro angeboten. Da Sie der Meinung sind, dass mit einem Preisrückgang nicht zu rechnen ist, stellt sich die Rechnung einfach da: Sie kaufen Februar Schweine zu rund 1,24 Euro, verkaufen in vier Wochen zu 1,30 Euro und die Spanne von 6 Cent ist ihr Gewinn.
@ henrydunnink [#7]
Ich erwarte 8 jan ein klares unveranderd auf 1.30 und febr 1.40.
Noch besser: Februar Schweine werden am Terminmarkt mit 1,28 Euro angeboten. Einfach kaufen, in 9 Wochen mit 1,40 Euro glattstellen und 12 Cent Gewinn kassieren. Einfacher können Sie kein Geld verdienen.
Und nun kommt das politische Element:
sobald der Preis unter 1,30 €/kg im Januar `10 geht, gibt es PLH.
Bedeutet im Februar dann 1,50 €/kg.
MfG
Berrendorf05
@ Richard Ebert,
Habe ich auch gemacht.
Januari und februari.
Januari ist naturlich sehr speculatief. (Am 8sten januar muss die Nord/West 7 cent fallen, und dann gibt es noch kein verlier.)
Und fur Februari glaube ich stark dass 1.27 viel zu niedrich ist.
Dieses jahr (2010) werden wir nichts mehr hören uber Kredietkrise, Zloty und Zahlungsproblemen in Ost-Europa usw.
Dass einige Deutsche Slachthofen exportieren können nach China wird meiner meinung nach die Markt in Deutschland unterstutzen.
Henry
@ berrendorf05 [#10]
sobald der Preis unter 1,30 €/kg im Januar `10 geht, gibt es PLH. Bedeutet im Februar dann 1,50 €/kg.
Ich verstehe nicht was Sie meinen. Der Preis geht mit 90 % Wahrscheinlichkeit im Januar unter 1,30.
Wollen Sie damit andeuten, dass danach die Preise um 20 Cent innerhalb eines Monats steigen werden ?
Gibt es dafür irgendwelche Gründe oder Begründungen ? Ich sehe es eher so, dass im gesamten kommenden Jahr keine Preise über 1,50 Euro bezahlt werden.
Die Börse hat immer Recht?
Im vergangenen Jahr gab es just zu dieser Zeit für den Frühjahr wesentlich höhere Kurse als letztendlich am Markt gehandelt wurden.
Da wurde uns Bauern gesagt; was wir doch "blöd" seien; wir hätten doch Absichern sollen.
Die Börse hat ja immer Recht.
Egal.
Schlachtschweine sind tatsächlich vorgezogen worden; weil erstens alle denken der Januar wird bescheiden; und weil zweitens bei immer mehr Landwirten am 31.12 das Wirtschaftsjahr endet ( Gewerblich; also bei allen grossen) und man deshalb besser diesen Verlust noch mit reinnehmen kann.
Besser 86 kg mit 1,30 als 96 kg mit angeblichen 1,24 Euro.
Das ist ersichtlich auch an der Tatsache; dass Ferkel z.Zt. relativ gesehen begehrt sind; weil auch die Einstalltage fehlen.
Allerdings wer weiss was kommt; wie ich schon gesagt hatte; arbeiten die Vertreter unserer Gemeinsamen Freunde von der Roten Seite stark daran; dass sich sowas wie diesen Sommer mit den Lebendtransporten nach Russland nicht wiederholen soll; wie immer natürlich nicht auf einer Partnerschaftlichen Seite; sondern dieses Mal über die Deutschen Bundesländer und deren Vertreter; die sich beim Bund dafür stark machen sollen dass die Lebendtransportvorschriften verschärft werden; des Tierschutzes wegen.
Es wird seitens der Länder empfohlen; mit Drittstaaten keine "Bilateralen Verhandlungen über den Lebendexport" zu machen.
Bei den Viehzählungsergebnissen wurden am 3 Nov. weniger Sauenen in Deutschland gehalten; die Zahl der Sauenhalter fiel um 10%!; die Zahl der jungen Schweine ist gefallen; die Zahl der schweren Schweine gestiegen.
In DK sieht das ganze noch heftiger aus; die Retourkutsche nimmt nun langsam Fahrt auf.
Aber auch egal; ich bin schon gespannt auf die Diskussionen hier im nächsten Jahr.
Wir können hier ja mal ein Tip-Spiel einführen für den Schweinepreis analog zu den WM-Ergebnissen unserer Mannschaft im Sommer...
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach