ZMP-Verwaltung
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12 Jahre 6 Monate
Schweine: Schweine-Internetbörse vom 13.09.2016
Angebotene Stückzahl: 3.080 Schweine in 22 angebotenen Partien
Verkaufte Stückzahl: 3.080 Schweine in 22 verkauften Partien
Durchschnittspreis: 1,77 € ( + 4 Cent zur letzten Auktion)
Spanne: 1,75 € bis 1,79 €
Es wurden alle Partien verkauft.
Viele Grüße
Ihre ZMP GmbH
Geschrieben von ZMP-Verwaltung
am
Es sieht so aus als wenn es diesen Herbst mit den Preisen anders läuft ! Wie siehst du das Franz oder Bauer Bernie?
Das ist die richtige Antwort auf die ,die uns in den letzten Tagen schon wieder Panik einreden wollten. Hauptsache die Preismelder haben morgen "Arsch in der Hose".
Wohlgemerkt, es waren nicht die Pessimisten der roten Seite, es waren Mäster die ab sofort den Rückwärtsgang erwarteten.
Gruß Paul
Danke Paul!
Ich wüsste auch nicht warum jetzt der Preis runter sollte!?
Das Geschäft wäre in Ordnung, wenn nicht mal wieder irgendwelche "Verkäufer" mit einigen Teilstückpreisen rumhuren würden...
Warten wir mal ab!
Aktuel läuft gut. Die 1,7+X sind greifbar. Allein schon vom Nachholbedarf gegenüber FR (15.9. Ferienende) und DK.
Negativ ist das die Schlachgewichte scheinbar leicht ansteigen. Der Oktober steht aktuel in Chicago so bei 1,15€. Lehrn mir nicht die Asiaten kennen, die kaufen nach Preis (Außerdem haben die Amis die Schweineköpfe mit dem Clor auch viel weißer als wir)
Herbst ist vom 21.9 bis 21.12., noch haben wir Sommer.
Wie gesagt in 1-2 Wochen mit dem Ende der Grillsaison (sowohl in USA als auch EU) sollte es Anfangen.
Wie schnell und heftig kann ich jetzt auch noch nicht sagen. Aber ich sehe SCHWARZ!!
Gruß
Hallo Franz, jetzt wartest du darauf, daß die saisonale Kurve massiv eintritt und bringst nur Gründe warum das dann so sein muss. Dazu noch ein Tip: Ab nächste Woche ab Ende der Hitzeperiode nehmen die Tiere wie immer erheblich mehr zu, das lässt dann sicherlich demnächst nur noch 1,00 € erwarten (Ironie aus).
Fragt euch lieber einmal wann ihr hier die rote Seite habt das letzte Mal klagen gehört,
warum machen die aktuell den Jahresüberschuss den sie sonst in der Vorweihnachtszeit machen?
Was spricht dagegen daß aktuell der Export, der Verbrauch gut läuft,
kann es nicht auch sein, daß die kulante Haltung der Erzeuger bei den Preisfestlegungen der letzten Monate auch etwas Kulanz auf der Gegenseite hervorruft ?
Und was ist wenn es neue gute oder gute verlängerte Exportverträge gibt ?
Wir müssen nicht ohne Not die schwarze Katze suchen , neue Ställe bauen natürlich auch nicht.
Gruß Paul
Antwort auf Hallo Franz, jetzt wartest du von paul
Hallo Paul,
wenn du auf Kulanz der roten Seite hoffst, dann hoffst du vergeblich. Ein Beispiel ist doch der Hauspreisversuch der Vion von letzter Woche. Wenn Schweine knapp sind und die Preise trotzdem nicht steigen, sollte man die Schuld in dem mangelnden Durchsetzungsvermögen der grünen Seite suchen. Wenn Schweine ausreichend da sind, werden die Schlachter sofort entsprechend reagieren!!!. Deinen letzten Satz "Wir müssen nicht ohne Not die schwarze Katze suchen ...." kann ich nur zustimmen. Die Vergangenheit hat uns aber gelernt, dass nach guten Zeiten wieder in die Überproduktion investiert wird und somit schlechte Zeiten folgen. Die letzten 2 Jahre haben uns kaum Luft zum Atmen gelassen.
mfg
Bigpig
Danke BigPig,
Auch für mich stehen die Zeichen momentan nach oben. Zumal auch in den letzten Tagen hitzebedingt die Zunahmen zu wünschen übrig ließen. Demnach nimmt kurzfristig das Angebot leicht ab. Das kommt aber schnell wieder auf den Markt wenn es leicht kühler wird.
Im vorigen Thread haben wir die Zeit nach Weihnachten diskutiert, und da bin ich skeptisch. Alle die hier so euphorisch die kommende wunderbare Schweinehalterzeit prognostizieren möchte ich im Januar nicht jammern hören.
Komisch, dass ich auch in Preistälern immer noch zufrieden bin und ein auskömmliches Einkommen habe.
Ich halte mich einfach auch an betriebswirtschaftlichen Regeln. Bei uns konnte man in den letzten Jahren auch nur noch Pachtland jenseits von 700.- €/ha bekommen.
Da setze ich mich dann auf den Ar.... und rechne mir aus ob das langfristig rentabel ist. Ich kam zu dem Entschluss das aus der Produktion von Futtergetreide+Raps in unserer Fruchtfolge das nicht der Fall ist und habe die Finger davon gelassen. Ich sehe es einfach nicht ein Geld aus dem Stall in überhöhte Pachten zu stecken. Da kaufe ich lieber billiges Getreide zu.
Dieses Jahr bringen nun sämtliche Pächter bei uns Geld mit und wer ist Schuld an Ihrem Debakel? Der Bauernverband, die Molkereien, der LEH, die Schlachtkonzerne, der Verbraucher, die Politik, der Staat, die Europäische Union usw. Alle nur nicht sie selber.
mfg
BB
Antwort auf Danke BigPig, von Bauer Bernie
Hallo Bauer Bernie,
danke für deinen Beitrag. Du sprichst mir aus der Seele. Wir hatten, in den letzten Jahren, auch immer volle Pulle Schweine produziert. Dabei mussten wir Flächen pachten, die teilweise jenseits der 1000 Euro lagen. Im Stall haben wir Geld verdient, auf den dazugehörenden Flächen haben wir es wieder vernichtet. Nur für die Verpächter arbeiten? - nein!! - Daher haben wir alle Flächen über 700 Euro für diesen Herbst gekündigt und werden die Schweinemast ab 1.1.2017 einstellen und die Ställe verpachten. Uns bleiben aber noch ca. 300 Bullen.
mfg
Bigpig
Ich habe hier niemand gesehen der hier euphorische Preise für Januar erwartet, ich habe hier nur Bauern ihre (meist begründete) Meinung zur Preisentwicklung vortragen sehen, und das ist eigentlich der Sinn dieses Forums. Wer seine Gedanken zum Schweinepreis vorträgt verdient Respekt. Und es hat keiner von wunderbaren zukünftigen Schweinehochzeiten geschrieben.
Ich wiederhols nochmal: Zufriedenheit mit den aktuellen Preissteigerung, möglichst nicht den Preis selber kaputtreden, und locker bleiben. Jeder ist für seine betrieblichen Entscheidungen verantwortlich(s. BIGPIG ind BB) und wer mich kennt ich denke ähnlich und habe deshalb negative Preise nicht als betrieblichen Untergang gesehen, .Mein Wunsch wäre für alle Mäster einige Zeit übersaisonale Preise, ohne daß ein Anreiz für Kapazitätsausweitung aufkommt. (es gibt so viel schöne Dinge im Leben)
Der Pachtpreis für Acker wäre ein anderes Thema (Habe noch nie über 540 Euro/ha bezahlt),
Gruß Paul
Antwort auf Ich habe hier niemand gesehen von paul
Glücklicher Paul mit Pachpreisen,
ich wollte keine 1500 bezahlen, da war die Fläche weg. Zum Glück hatte ich noch etwas Luft mit Fläche, war nicht darauf angewiesen. Ein nächstes mal muss ich zahlen sonst muss ich Gülle exportieren, was mir auch 500 kostet pro ha. Bezahle durchschnittlich jetzt 1200 pro ha Pachtfläche. Es ist ein Graus. Selber kann ich nicht viel verpachten, leider ein kleiner Betrieb unter 20 ha.
Mein Beileid.
Reine Vermögensabgabe. Schon mal den Umbau auf Breiautomaten überlegt? Auch die Anwendung neuerer Zahlen (entsprechende Leistungen vorausgesetzt) in der Nährstoffbilanz, oder Hoftorbilanz versprechen Linderung. Auch §593 BGB (Änderung von Landpachtverträgen) prüfen.
Gruß
Habe schon seit Jahren die meisten Schweine gewerblich,da mir auch die Fläche fehlt.Gülle Entsorgung liegt bei 9 Euro je Kubik oder bei 250 bis 300 Euro pro ha!
Auf jeden fall besser als über 1000Euro pro ha zu bezahlen!
Wir sind schon eine verrückte Spezies. Wem ausser den Bauern würde es einfallen mehr auszugeben als man einnehmen kann.
Man stelle sich vor ein Bäcker hat einen Aufwand von 25 Cent fürs Brötchen und kann nur 20 Cent erlösen. Hauptsache die Masse machts.
Ich bleibe dabei, bei mir gibt es keine Quersubvention. Was sich nicht alleine trägt wird nicht betrieben. Ich weiß wie es schmerzt wenn ein direkt angrenzender Acker verpachtet wird und man bekommt ihn nicht weil man zu wenig bieten kann. Trotzdem Miese dürfen andere machen, ich nicht.
Mfg
BB
Konkurrenz um Schweinepreise
Für die Einschätzung der künftigen Schweinepreise ist der Blickwinkel auf internationale Weiten einzustellen. Der China-Absatz zeigt, wie notwendig eine globale Orientierung ist. Das trifft auch für die Konkurrenz zu. Die USA sind nach der EU zweitgrößter Anbieter auf dem sog. Weltmarkt. Beide zusammen bestreiten 63 % des Welthandels mit Schweinen. Wie die Schweinepreise gerade in den USA aussehen, zeigt die nachstehende Grafik.
Die US-Kurse werden von den Chinesen mit Argusaugen verfolgt. Sie werden ihre Schlussfolgerungen ziehen.
Ich denke aber nicht, dass es bei uns zu einer ähnlichen schwachen Entwicklung hierzulande führt, aber wir werden unser Stück Fett wohl abbekommen.
Wieviel bleibt ungewiß,
meint der Läufer
Dann musst Du aber auch schreiben das 2017 umgerechnet 10 Cent pro Monat drauf kommen. Dezember ist danach der absolute Tiefpunkt.
Man soll aber auch nicht vergessen, wo die Schweine in der USA mal richtig teuer waren, da haben wir auch nichts von abbekommen. Daher müssen wir von diesem schlechten USA Dezember auch nicht die volle Wucht bekommen.
Gruß Lukas
Preisvergleich EU und USA
Nachstehend eine Orientierung zum mehrjährigen Verlauf der EU und US-Schweinepreise. Die Korrelation liegt bei knapp 70 %. Aber die Beziehungen sind jedes Jahr unterschiedlich intensiv. Der China-Faktor spielte in der Vergangenheit im Vergleich zu heute eine untergeordnete Rolle.
der Läufer
P.S.: Dank an Franz
Übertragungsfehler der Jahreszahlen ist korrigiert
@Läufer
vielen Dank für den Anhang. Eigentlich sind es 3 Kurven, da US und CAN fast identisch sind. Die Linien kreuzen sich immer wieder. Bleibt zu hoffen, dass es diesmal etwas länger dauert.
Mfg
BB
@ Läufer
Da stimmt doch irgendetwas nicht. Wo ist den das EU Wintertief 15/16? Und die Preise in den USA sind auch nicht schon Anfang Sommer eingeknickt?
Gruß