Richard Ebert
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Schweine: Schwieriger Inlandsabsatz / Index auf neuem Jahrestief

Frankreich: Hilfe für hochverschuldete Schweinehalter - Frankreichs Schweinehalter bekommen jetzt Unterstützung von den Banken und der landwirtschaftlichen Sozialversicherung

Topagrar.com (02.10.09) - In Frankreich hat Agrarminister Bruno Le Maire die Banken und die landwirtschaftliche Sozialversicherung dazu bewegen können, den hochverschuldeten Schweinehaltern und Milchbauern unter die Arme zu greifen. Insgesamt sollen 250 Mio. € bereitgestellt werden, um vor allem besonders verschuldeten Junglandwirten und Tierhaltern, die seit weniger als 5 Jahren einen Hof führen und investiert hätten, einen Wiederaufbau ihres Betriebsvermögens zu ermöglichen. Die fällige Rückzahlung der Kredite wird für ein Jahr gestundet. Für das Jahr 2009 übernehme die Regierung die Rückzahlung der Kreditraten und werde dafür die bereits kürzlich angekündigten 30 Mio. € zugunsten der aktuell finanziell besonders angeschlagenen Schweinemäster und Milchproduzenten verwenden.

Die landwirtschaftliche Sozialversicherung (MSA) kündigte an, den krisengeschüttelten Tierhaltern eine zinslose Stundung ihrer Beiträge von November 2009 bis Juni 2010 zu ermöglichen. Allerdings würden entsprechende Anträge in jedem Einzelfall geprüft. Für Betriebe, die sich in einer besonders schwierigen Situation befänden, würden die Beiträge vollständig übernommen, wofür insgesamt 5 Mio. € zur Verfügung stünden.

Kassamarkt: Schwieriger Inlandsabsatz

Von Seiten der Schlachtunternehmen erfolgte in dieser Woche ein sukzessiver Druckaufbau. Dennoch lassen sich die angebotenen Stückzahlen recht gut am Markt platzieren.

Der Lebendexport von Schlachtschweinen nach Osteuropa verläuft weiterhin flott. Gleichzeitig ist jedoch der Inlandsabsatz bei einigen Teilstücken, wie Nacken und Kotelett, schwierig. Ein Preisrückgang lässt sich daher heute leider nicht vermeiden, jedoch bei weitem nicht in der von einigen Unternehmen geforderten Höhe.

Tendenz: Unsicher

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Terminmarkt: Neues Jahrestief beim Schweine- und beim Ferkelindex

Am Eurex Terminmarkt für Schweine wurden 5 Kontrakte mit den Fälligkeiten Januar und Februar mit jeweils einem Cent Kursrückgang umgesetzt. Zum Börsenschluss blieben beide Termine auf dieser Basis weiter angeboten, so dass der Settlement Preis um jeweils 1,5 Cent niedriger festgestellt wurde.

Der M 12 Index für Schweine gab um 0,46 Cent auf 1,3379 Euro nach - ein neues Jahrestief.

Der Terminkontrakt auf Ferkel wurde nicht gehandelt. Aufgrund eines leichten Angebots auf niedrigerer Basis wurden die vier nahen Monate um 50 Cent bis 1 Euro niedriger getaxt. Der Ferkel Index gab um 21 Cent auf 39,67 Euro nach - auch hier ein neues Jahrestief.

Aussichten für nächsten Woche: Unverändert bis minus 2 Cent

In der kommenden Woche könnte der bereits in der abgelaufenen Woche gesuchte Boden gefunden werden. Doch befinden wir uns jahreszeitlich im Abwärtstrend, der bis Januar etwa 15 bis 20 Cent betragen könnte.

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Geschrieben von Richard Ebert am
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