Schweine: Sehr freundlicher Markt - Preis könnte um 4 Cent steigen
Zentrag: 3,2% Umsatzplus im Fleischgewerbe im Jahr 2009
Auch der verschärfte Wettbewerb mit mehreren Preissenkungsrunden im Lebensmitteleinzelhandel und der rückläufige Konsum in Folge der Wirtschaftskrise brachte die Zentralgenossenschaft des deutschen Fleischergewerbes nicht vom Kurs, so fleischwirtschaft.de.
Der Aufsichtsratsvorsitzende Michael Boddenberg und Vorstandssprecher Anton Wahl verwiesen bei der Jahrespressekonferenz am Montag auf einen um 3,2 Prozent auf 281,1 Mio. Euro gestiegenen Umsatz der Zentrag im Jahr 2009. Die Gruppe der angeschlossenen Wirtschaftsorganisationen präsentierte sich mit 742Mio. (Vorjahr: 771 Mio.) Euro Umsatz stabil.
Der Start ins aktuelle Jahr wurde nach einer Schwächephase in den ersten beiden Monaten mit einem Rekordergebnis von 28 Mio. Euro im März wunschgemäß gemeistert. Zwei Prozent Wachstum sind angestrebt, wobei Impulse auf der IFFA im Mai vor allem im Investitionsgütersektor erwartet werden.
Belastet wird das Geschäft auch bei der Zentralgenossenschaft durch den Preiskampf. So hatten sich die Preise für Molkereiprodukte auf dem Gesamtmarkt um sieben, für Fette und Öle und gut fünf Prozent vermindert. Auch bei Geflügel war ein Rückgang zu verkraften, wodurch es hier trotz Mengenwachstum zu einem Umsatzrückgang kam. So ist das positive Ergebnis dem deutlichen Plus im Fleischgeschäft und einem moderaten Anstieg bei Fleischereibedarf zu danken.
(Quelle: afz – allgemeine fleischer zeitung 16 und 17/2010)
Kassamarkt: Steigende Auszahlungspreise erwartet
Nach der langen Phase mit einem stabilen Preisniveau hellt sich die Stimmung am Schlachtschweine Markt inzwischen auf. Die Angebotsmengen an schlachtreifen Schweinen gehen mittlerweile zurück und auch die Fleischnachfrage im In- und Ausland zeigt sich positiver.
Für die kommenden Schlachtwoche erwarten die Marktbeteiligten daher den bereits lange erwarteten Anstieg der Auszahlungspreise. Diesen Trend zeigen bereits heute die Auktionsergebnisse der Internet Schweinebörse an (siehe Grafik unten).
Die Zahl der Schweineschlachtungen hat in der ersten vollen Schlachtwoche nach Ostern mit 1.036.000 Schweinen. etwa 141.000 mehr als in der Vorwoche, die Millionengrenze wieder deutlich überschritten (siehe Grafik oben).
(Quelle: ISW Damme, auszugsweise)
Internet Schweinebörse: Plus 4 Cent auf 1,40 Euro
Die heutige Internet Schweinebörse meldete einen Anstieg des Preises um 4 Cent auf 1,40 Euro in einer Spanne von 1,40 bis 1,41 Euro bei einem Umsatz von 540 Schweinen.
Terminmarkt: Deutliche Signale für einen Preisanstieg am Freitag
Bei einem Umsatz von 19 Kontrakten und einem Handel in allen Terminen von April bis September stiegen die Terminkurse für Schweine heute zwischen 0,5 Cent auf 1,457 Euro für September und 2,2 Cent auf 1,447 Euro für den Sommermonat Juli an. Der M 12 Index für Schweine schloss mit einem Anstieg von 0,51 Cent auf 1,3891 Euro.
Mai Schweine gewannen 1,6 Cent auf 1,39 Euro und zeigen damit eine Differenz von 7 Cent zum V-Preis der vergangenen Woche, in starkes Indiz auf einen Preisanstieg am Freitag.
Am Ferkel Terminmarkt schloss der Index mit plus 23 Cent auf 42,32 Euro. Der einzig gehandelte Kontrakt für Juli gab um 10 Cent auf 43 Euro nach. August Ferkel wurden plus 1,80 Euro auf 41,60 Euro getaxt.
Aussichten für Freitag: Plus 4 Cent auf 1,36 Euro
Die Stimmung hat sich heute an allen Fronten ganz erheblich verbessert. Der Anstieg am Terminmarkt für Mai Schweine seit Montag um 2,5 Cent und die um 4 Cent höhere Notiz der Internet Schweinebörse lassen genauso wie der Rückgang der Schlachtgewichte einen deutlichen Preisanstieg von 4 Cent erwarten.
Vielleicht noch zum Abschluss die Überschrift des Marktberichts vom Montag: Schweine: Morgen beginnt der saisonale Preisanstieg auf 1,49 Euro Der Indikator hat sich nur um einen Tag geirrt.
Der folgende Vergleich sollte unseren "Exporteuren" hilfreich sein und Mut machen, auch bei der Preisgestaltung im Einkauf.
Gruß Paul