Richard Ebert
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Schweine: Sehr gute Fleischnachfrage / Kaufchance Januar Schweine ?

Moskau billigt Dreijahresprogramm zur Aufstockung der Schweineproduktion

Schweine.net / Agra-Europe (23.12.09) - Die russische Schweinefleischerzeugung soll bis zum Jahr 2012 auf 2,7 Mio t gesteigert werden; im Vergleich zu 2008 würde dies einen Produktionszuwachs fast um ein Drittel bedeuten, berichtet Agra Europe. Diese Entwicklung enthält ein vom Moskauer Landwirtschaftsministerium und dem nationalen Schweinehalterverband ausgearbeitetes Branchenprogramm für die kommenden drei Jahre, das jetzt von der Regierung generell gebilligt wurde, wie der Informationsdienst RosBusinessConsulting berichtete. Nach einer Registrierung des Programms im Finanzministerium dürfte dieses pünktlich Anfang 2010 anlaufen, erklärte der Generaldirektor des Verbandes, Jurij Kowaljow.

Insgesamt sollen 93,6 Mrd Rbl (2,1 Mrd Euro) investiert werden. Dabei seien staatliche Fördergelder in Höhe von 13 Mrd Rbl (295,1 Mio Euro) aus den föderalen und 1,5 Mrd Rbl (34,1 Mio Euro) aus den regionalen Haushalten vorgesehen. Die Umsetzung des Programms würde nach Kowaljows Worten das Land dem Ziel näherbringen, 2020 auf die Schweinefleischimporte ganz verzichten zu können. 2012 dürften nur noch 14 % des nationalen Marktbedarfs durch Einfuhren gedeckt werden müssen, gegenüber 29 % im ablaufenden Jahr. Die jahresdurchschnittlichen Schweinebestände sollen dann 23,3 Millionen Stück betragen, während sie 2008 bei 16,2 Millionen Stück lagen.

Zum Erreichen dieser Ziele sollen neben dem Einsatz hochproduktiver Schweinerassen der Aufbau moderner Zuchtzentren sowie die Errichtung neuer und Modernisierung bestehender Mastanlagen und Schlachthöfe beitragen, aber auch die Entwicklung einer entsprechenden logistischen Infrastruktur. Die diesjährige russische Schweinefleischproduktion dürfte sich nach offiziellen Schätzungen auf rund 2,2 Mio t belaufen. Im Jahr 2007 hatte sie mit knapp 1,9 Mio t noch um ein Drittel niedriger als 1992 gelegen, so Agra-Europe.

(Quelle: http://www.schweine.net/moskau_billigt_dreijahresprogramm_zur_aufstockung.html)

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Kassamarkt: Sehr gute Fleischnachfrage / niedrige Schlachtgewichte

Der Schlachtschweinemarkt wandelt sich in diesen Tagen zu einem reinen Bestellmarkt. Aufgrund einer sehr guten Fleischnachfrage fahren die Schlachtunternehmen die Schlachtzahlen nicht so stark zurück wie ursprünglich geplant. Auf Vollast wird dann wieder am Sonntag, 27.12.09, geschlachtet.

Die Partien an schlachtreifen Schweinen lassen sich derzeit weiterhin kontinuierlich vermarken. Da die Fleisch verarbeitenden Unternehmen in diesen Tagen Betriebsferien machen, konzentriert sich die Fleischnachfrage auf die edlen Teilstücke vom Schwein.

Die Schweineschlachtungen haben in der vergangenen Woche ein neues Allzeithoch erreicht. Mit 1.113.878 Schweinen wurden so viele Tiere wie noch nie zuvor in Deutschland geschlachtet. Dies bedeutet eine nochmalige Steigerung gegenüber der Vorwoche um ca. 47.000 Schweine.

Diese Zahlen belegen ebenso wie die um 600 Gramm niedrigeren Schlachtgewichte dass viele Schweine im Hinblick auf die Feiertage bereits vorzeitig geschlachtet wurden.

(Quelle: ISW, Damme, auszugsweise)

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Terminmarkt: Ruhig vor den Weihnachtstagen

Am Terminmarkt wurden 9 Kontrakte Dezember Schweine zu unverändert 1,299 Euro gehandelt, die übrigen vermutlich 26 offen gebliebenen Dezember Futures werden von der Eurex mit 1,297 Euro abgerechnet.

Am Montag der kommenden Woche werden Januar Schweine als 'Frontmonat' bezeichnet. Zwei Januar Kontrakte wurden heute mit einem leichten Kursanstieg von 0,2 Cent auf 1,24 Euro gehandelt.

Der M 12 Index für Schweine gab um 0,04 Cent auf 1,3548 Euro nach.

Der Ferkel Termimarkt blieb heute umsatzlos. Die 2 nicht glatt gestellten Dezember Futures werden von der Eurex mit 41,60 Euro abgerechnet.

Der Ferkel Index wurde 5 Cent niedriger mit 63,63 Euro berechnet.

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Aussichten für den 08.01.10: Minus 6 Cent auf 1,24 Euro

Die niedrigeren Schlachtgewichte und hohen Stückzahlen sprechen eindeutig für vorgezogene Verkäufe und damit gegen einen schwächeren V-Preis im Januar. Der Rückgang um 3 Cent bei der Vion in den Niederlanden und die mit 1,245 Euro vergeblich angebotenen Kontrakte auf Februar Schweine sprechen jedoch für rückläufige Preise zu Beginn des kommenden Jahres.

Sich jetzt über den Verkauf von Januar Schweinen gegen einen Preisrückgang abzusichern halte ich für relativ sinnlos und überflüssig.

Wer aber der Meinung ist, dass der Preisrückgang im Januar ausbleibt, sollte an den letzten drei Handelstagen vom 28. bis 30.12.09 über Käufe von Januar Schweine Futures von gleich bleibenden Preisen kräftig profitieren.

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Geschrieben von Richard Ebert am
Richard Ebert
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Zitat: Wer aber der Meinung ist, dass der Preisrückgang im Januar ausbleibt, sollte an den letzten drei Handelstagen vom 28. bis 30.12.09 über Käufe von Januar Schweine Futures von gleich bleibenden Preisen kräftig profitieren.

Am heutigen Montag scheinen eine Reihe der Marktteilnehmer die im Verhältnis zum letzten V-Preis niedrigen Kurse für Januar Schweine zum Kauf genutzt zu haben (siehe unterste Grafik im vorherigen Beitrag). Der Ausbruch über die Höchstkurse bei 1,24 aus den letzten Monaten war jedenfalls sehr deutlich und mit höheren Umsätzen verbunden.

Dienstag und Mittwoch könnten sich neue Kaufchancen bieten !

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