Richard Ebert
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Schweine sind knapp und gesucht

Heute war wieder ein Tag mit vielen widersprüchlichen Marktnachrichten vom Fleischmarkt. Morgens hieß es, dass die + 2 c vom Vortag überhaupt nicht durchzusetzen sind. Die Belgier haben Hälften erst 3 c teurer angeboten und dann doch 2 c billiger verkauft. Einige Fleischhändler sprachen auch erst von schleppenden Geschäften.

Nachmittags hatte sich aber viel von dieser negativen Stimmung verflüchtigt, denn teilweise wurden an der Ladentheke wieder Rekordmengen umgesetzt. Und zum Schluss des Handelstages hörte man wieder von billiger angebotenen Vordervierteln aus Dänemark, obwohl die Dänen ihren Preis für nächste Woche um 2 c angehoben haben. Lediglich bei der Beurteilung des Lebendangebots waren sich fast alle einig. Schweine sind trotz des fehlenden Schlachttages in der nächsten Woche eher knapp und gesucht. Und auch das Schlachtgewicht wird immer geringer.

Das hängt einerseits mit der erhöhten Abgabebereitschaft der Landwirte, die die Urlaubszeit mit oft sinkenden Preisen auf sich zukommen sehen und andererseits mit den hohen Temperaturen und den geringeren Zunahmen in dieser Zeit zusammen.

Unsere Prognose für Montag liegt bei Unverändert. Und Donnerstag werden die
Karten neu gemischt.

(Quelle: ATG Terminhandel / 13.06.03)

Geschrieben von Richard Ebert am
Richard Ebert
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Die Preistendenz am Schweinemarkt tendiert weiterhin zwischen "unverändert" bis plus 2 Cents, wobei der geforderte Preisabschlag seitens der Schlachtindustrie vorerst kein Thema sein wird.

Das Angebot an schlachtreifen Schweinen wird weiterhin als sehr knapp bezeichnet. Marktkenner sprechen von ca. 70% Angebot im Gegensatz zu "normalen" Mengen. Bedenken sollte man dabei, dass auch die Schlachtstufe ihre Schlachtungen auf 70 bis 80% ihrer sonst üblichen Schlachtmengen reduziert hat.
In der Summe kommt dann ein fast ausgeglichenes Marktverhältnis zum Vorschein und daher eher ein unverändertes Preisniveau in der morgigen NW-Notierung?

Sicherlich gehen hier und da noch einige Schweine nach NL, aber wie lange hält diese Situation noch an? Bleibt mit Spannung abzuwarten, ob ein möglicher Preisanstieg gefestigt werden kann. Eines scheint dabei ziemlich sicher, ein höherer Einkauf bei den Schweinen geht wohl wieder einmal zu Lasten der Schlachtunternehmen.

Am Terminmarkt bleiben die Umsätze weiterhin relativ gering. Trotz einer freundlicheren Preiserwartung am Kassamarkt neigte die Börse heute zur Schwäche. Ein Indiz dafür, dass das Vertrauen auf Preisfestigung nur von kurzer Dauer sein könnte?

ISN-Schweinebörse: 310 Schweine in 2 Partien. 310 Schweine aus Deutschland. Verkaufsspanne: EUR 1.31 bis EUR 1.32. Durchschnitt: EUR 1.32. Differenz zur Vorwoche: plus 6 Cents.

(Quelle: RPM Agrarvermittlung GmbH)

Richard Ebert
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In der zweiten Wochenhälfte zeigen sich die Notierungen für Schlachtschweine in der EU weiterhin freundlich. Belgien notierte mit einem Plus von umgerechnet 2 Cent auf 1,19 Euro. Frankreich überraschte mit einem deutlichen Preiszuwachs von 6 Cent auf 1,24 Euro, bezogen auf hiesige Qualitäten.

Die Nord-West-Notierung konnte sich heute mit einem weiteren Preisanstieg von 3 Cent auf 1,31 Euro befestigen. Die Spanne reichte von unverändert bis plus 5 Cent. Die unterschiedlichen regionalen Begebenheiten hatten heute zu dieser relativ weiten Spanne geführt.

Das Lebendangebot ist weiterhin begrenzt und wird von geringen Schlachtgewichtten begleitet. Für die Schlachtunternehmen hat sich das Margenproblem weiter verschärft. Sie werden am Wochenende gefordert sein mehr Geld zu erlösen. Sollte dieses nicht gelingen, werden im Gegenzug die Schlachtungen weiter reduziert.

Zum Monatsauftakt wird allgemein mit einer Belebung der Nachfrage gerechnet. Morgen wird sich zeigen, ob es gelingt die Margen im Verlauf wieder zu verbessern.

(Quelle: Auszüge aus dem Schweinefax spezial / Agrarberatung der Volksbanken)

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