Schweine: Stabile bis steigende Preise in Europa
Schweinefleisch der große Verlierer - Die Nachfrage nach Schweinefleisch litt unter den niedrigeren Preisen für Geflügelfleisch
Topagrar.com (17.02.10) - Die privaten Haushalte haben im vergangenen Jahr genau so viel Fleisch, Fleischwaren, Geflügel und Wurst nachgefragt wie im Jahr zuvor. In der Summe etwas höhere Preise haben dem Handel ein leichtes Umsatzwachstum (plus 1 %) beschert. Nach Angaben der LZ ist dies das Ergebnis einer Analyse der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) auf Basis von GfK-Zahlen.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.topagrar.com/?option=com_content&task=blogcategory&id=25&Itemid=520)
Kassamarkt: EU-Schweinemarkt weist stabile bis steigende Notierungen auf
Agrarheute.com / aiz, Berlin/Wien (17.02.10) - Nach dem europaweit zu verzeichnenden Preisanstieg in der Vorwoche zeigen die Schlachtschweine-Notierungen derzeit eine stabile bis weiter steigende Tendenz.
In Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Österreich bleiben sie diese Woche auf unverändertem Niveau; in Spanien, Dänemark und Frankreich legen die Preise erneut um drei bis fünf Cent zu. Speziell Dänemark als großer "Global Player " dürfte bereits vom härter werdenden US-Dollar profitieren. In Großbritannien und Schweden blieben die Erlöse unverändert, die korrigierten Notierungen erhöhten sich jedoch aufgrund von Wechselkursänderungen. Dies geht aus der aktuellen Preiserhebung der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) hervor.
Die schwache Wertentwicklung des Euro hat in vielen europäischen Staaten die Exportgeschäfte in Drittländer spürbar belebt. Aus den südeuropäischen Staaten wird von weiter rückläufigen Schlachtgewichten berichtet. In Belgien haben Schweinehalter am vergangenen Dienstag gegen die im europäischen Vergleich zu geringen Preisanhebungen von Westvlees demonstriert und dieses Schlachtunternehmen blockiert.
Daraufhin hob Westvlees die Notierung um zwei Cent pro Kilogramm an, und es wurden weitere Gespräche bezüglich der Schweinepreisfindung vereinbart. Für die nächsten Tage gehen die Marktbeteiligten laut ISN von einem konstanten Angebot an schlachtreifen Schweinen aus. Gleichzeitig wird nach den Karnevalstagen mit einer Belebung der zuletzt nicht ganz zufriedenstellenden Fleischnachfrage gerechnet. Daher werden für die neue Woche mindestens stabile Erzeugerpreise erwartet.
Terminmarkt: Tiefster Indexstand seit 12 Tagen
Am Terminmarkt in Frankfurt gaben die Kurse im heutigen Tagesverlauf weiter nach. Der M 12 Index für Schweine gab um 0,24 Cent auf 1,4285 Euro nach und erreichte den tiefsten Stand seit 12 Tagen.
Die 11 gehandelten Kontrakte der Monate Februar, März, Juni und August schlossen unverändert bis minus 0,5 Cent. Der neue Frontmonat März gab um 0,4 Cent auf 1,39 Euro nach und wurde zum Börsenschluss auf dieser Basis angeboten, so dass für morgen nochmals mit einem geringen Rückgang gerechnet werden kann.
Am Ferkelmarkt wurde ein Kontrakt März 2010 mit einem Abschlag von 80 Cent auf 51 Euro gehandelt. Der Index gab am 12 Cent auf 44,89 Euro nach.
Aussichten für Freitag: Unverändert 1,38 Euro
Die Internet Schweinebörse handelte bei einem Umsatz von 800 Schweinen heute wie erwartet unverändert bei 1,41 Euro, allerdings in einer weiten Spanne von 1,38 bis 1,43 Ero.
Da ein höherer Preis nicht durchsetzbar erscheint und ein Rückgang von niemandem gewollt ist, dürfte ein unveränderter V-Preis am Freitag fast sicher sein. Bleibt der Euro weiter schwach, könnte sich der Export nach Osteuropa beleben und den Markt stabilisieren
Mir fällt auf, dass es im Forum in dieser Woche keinerlei Diskussionen über den Schweinepreis gibt.
Gerade wurden März Schweine zu 1,38 Euro angeboten und gehandelt. Geboten werden nur noch 1,36 Euro. Dies bedeutet nichts anderes als gleich bleibende V-Preise an den kommenden fünf Freitagen, wenn nicht sogar einen leichten Preisrückgang.
Sehe ich das richtig ? Wie sieht die Lage am Schlachtschweine Markt wirklich aus ?
Hallo,
was mit dem Schlachtschweinepreis los ist, weis ich nicht.
Mit den Ferkeln auch nicht, aber meine Ferkel sind soeben im März ausverkauft.
Gruß
Lukas
@ Richard Ebert [#2]
Die Lage bei den Schlachter/Zerlegern ist so "rosig", das einem die Lust am Schreiben vergangen ist, außerdem ist das Verhältnis rot/grün hier
mittlerweile 1:10! Wer einmal was "rotes" schreibt, bekommt 10mal grün
auf die Mütze! Vielleicht ist es ja besser, wenn die Standesgenossen
unter sich bleiben und sich gegenseitig aufschaukeln können.
Wie toll doch der Export läuft und ach wie knapp die Schweine sind usw,usw. Ich kann dieses Schei..gelabber nicht mehr am Kopp haben.
Gruß Bronto
@ Brontosaurus [#4]
Glaubst Du etwa die Lage ist bei den meisten Mästern besser? Ich nicht.
Eines ist doch klar, das zerfleischen ist immer bei den roten unter sich. Genauso ist es bei den Mästern wie auch bei den Ferkelerzeugern.
Doch jeder sieht es so als wenn der Mäster dem Schlachter was will sowie der Schlachter dem Mäster. Das ist aber FALSCH. Das ist Markt und Handel!!!! Es verlangt keiner das Du Schlachten musst. Kannst ja auch Autoproduzent werden. Nur da ist der Kampf im Markt genauso hoch.
Und Du siehst es so: Erst muss ich verdienen und dann die anderen. Das ist aber nun mal nicht Markt.
Hättest Du Mitte Oktober den Börsenmarkt im Februar aufgekauft für 1,26 € ginge es Dir jetzt besser. Genau 960 € pro Kontrakt. Bei 100 Kontrakten eben mal 96.000 €. Leider lebst Du in den Tag hinein (reines Tagesgeschäft). Eben abends muss ich wengstens eine Schwarze null gefahren haben und besser. Rot ist Desaster. So sieht es bei Euch Schlachtern aus. Und wenn es nicht geht, die Schweinepreise sind zu hoch. Alles Quatsch!!!! Das ist der gnadenlose Kampf unter den Schlachtern.
Nebenbei 100 Kontrakte mal 12 Monate gleich 1200 Kontrakte sind genau 9.600.000 kg Schweinefleisch oder auch geteilt durch 96 kg pro Schwein ist 1.000.000 Schweine. Sind einige Schlachthöfe die in dieser größenordnung Schweine schlachten im Jahr.
Bei 3 Millonen Schweinen ist es eben eine Teilabsicherung von einen Drittel. Und schon ist es nur noch eine Handvoll die größer sind.
Nimm es mir nicht übel. Bin einfacher Landwirt und leite keinen größeren Schlachthof.
Gruß
Lukas
@ Brontosaurus
Gute nachricht fur Sie.
Seit Januari ist in Denemarken die Schweinepreis gestiegen mit 16 ct. Frankreich + 14 ct und Spanien 13 cent.
Deutschland (nur) + 8 ct.
Also fur billige Schweine brauchen Sie nicht weit zu zuchen.
Henry
@ henrydunnink
Tut mit leid, aber die Logik muss ich nicht verstehen oder?
Gruß Bronto
@ Lukas [#5]
Das sind 100.000 und nicht 1.000.000 Schweine.
Gruß Bronto
@ henrydunnink [#6]
Wie kommt man beim dänischen Schweinepreis auf einen Anstieg von 16 Cent? Der Anstieg war von 8,0 Kronen auf 8,6 Kronen und 60 Oere sind rund 8 Cent/kg, oder?
Gruss
MissPiggy
@ Brontosaurus [#7]
Hast richtig gerechnet. Habe Fehler gehabt.
Bei mir ist es nur so, es kotzt mich an wenn einer ständig jammert. Wenn meine grünen Kollegen jammern und dann nichts machen ist es ebendso. Das hat nichts mit Rot oder Grün zu tun.
Ich sage lieber MACHEN statt JAMMERN.
Gruß Lukas