Richard Ebert
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Schweine: Terminmarkt freundlich bei hohen Umsätzen

Strukturwandel - Konzentration in der Schweinehaltung nimmt weiter zu

Agrarheute.com / pd, Düsseldorf (11.02.10) - Annähernd jeder zweite Schweinehalter in Nordrhein-Westfalen hat in den vergangenen zehn Jahren die Produktion aufgegeben.

Wie die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen nach einer Auswertung der letzten Viehzählung durch den Landesbetrieb Information und Technik feststellt, gab es im November vergangenen Jahres NRW-weit noch 10.700 Bauernhöfe, auf denen Schweine im Stall stehen. 1999 waren es noch über 20.000 Betriebe. Die Zahl der Schweine in nordrhein-westfälischen Ställen stieg im gleichen Zeitraum von 6,2 auf 6,47 Millionen.

Auch im letzten Jahr sind die Schweinebestände erneut um 2,3 Prozent gewachsen. Im November 2009 wurden rund 143.000 Schweine mehr gehalten als ein Jahr zuvor. Der durchschnittliche Tierbestand lag damit im vergangenen November bei 604 Schweinen je Halter, 5,6 Prozent höher als noch ein Jahr zuvor. Besonders stark war der Strukturwandel bei der arbeitsintensiven Sauenhaltung. Hier ging die Zahl der Betriebe allein von November 2008 bis November 2009 auf 9,4 Prozent zurück auf jetzt nur noch knapp 3.900 Höfe, die Sauen halten, um Ferkel zu produzieren.

Weniger Betriebe mit mehr Schweinen

Gegenüber 1999 hat sich der durchschnittliche Schweinebestand pro Bauernhof von 307 auf 604 Schweine annähernd verdoppelt. Ursache des rasanten Strukturwandels in der Schweinehaltung ist nach Einschätzung der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen insbesondere der knallharte europaweite Wettbewerb. Nur wer die Kostenvorteile größerer Einheiten nutzt, kann in diesem Wettbewerb noch wirtschaftlich produzieren. Hinzu kommt, dass die in den vergangenen Jahren stark gestiegenen Umweltauflagen für neue Stallbauten nur bei großen Einheiten wirtschaftlich zu finanzieren sind.

(Quelle: http://www.agrarheute.com/schwein/schwein/konzentration_in_der_schweinehaltung_nimmt_weiter_zu_.html?redid=327442)

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Kassamarkt: Fleischabsatz leidet unter der Karnevalszeit

Gut ausgeglichen präsentiert sich der Schlachtschweinemarkt in diesen Tagen. Der Fleischabsatz leidet etwas unter dem Beginn der Karnevalszeit. Die Lebendvermarktung verläuft vollständig und reisbungslos.

Eine Preisänderung bei der morgigen Notierung ist unwahrscheinlich.

(Quelle: VR Agrarberatung)

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Der Schweine Terminhandel in Frankfurt verzeichnete heute mit einem Umsatz von 36 Kontrakten das drittgrößte Volumen seit der Aufnahme des Handels an der Eurex. Es wurden neun verschiedene Terminmonate mit Kursänderungen zwischen minus 0,2 Cent auf 1,395 Euro für März und plus 1,4 Cent auf 1,499 Euro für Juli gehandelt.

Erstmalig seit langer Zeit wurde ein 10 Monate laufender Kontrakt per Termin Dezember zu 1,395 Euro gehandelt. Dieser wurde bereits seit dem 14.01.10 vergeblich angeboten und fand heute einen Käufer. Es macht durchaus Sinn, Aufträge zum Kauf oder Verkauf zu geben, die vielleicht erst nach Tagen oder Wochen ausgeführt werden. Mit dem Kurs für Dezember Schweine kann eine erste Prognose auf das 'Januar-Tief' zu Beginn des kommenden Jahres mit etwa 1,35 Euro prognostiziert werden.

Der morgige V-Preis, gleichzeitig ein Bestandteil des Abrechnungspreises für den bis zum 24.02.10 handelbaren Februar Kontrakt, dürfte mit hoher Sicherheit bei 1,38 Euro liegen. Heute wurden 10 Kontrakte Februar Schweine zu Kursen von 1,378 bis 1,38 Euro gehandelt, zum Tagesende lagen die Geld-/Briefkurse bei ebenfalls 1,378 zu 1,38 Euro.

Der M 12 Index für Schweine lag mit zuletzt einem Anstieg von 0,52 Cent auf 1,4338 Euro auf de höchsten Niveau seit 6 Monaten.

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Kursprognose: Die roten Kurse basieren auf den durchschnittlichen Kursen für Dezember Schweine der vergangenen 10 Jahre. Im zweiten Quartal ist eine deutliche Abwärtsbewegung erkennbar.

Ferkel: Februar Kontrakt erreicht 50 Euro

Heute wurden 2 Kontrakte Februar Schweine mit einem Kursanstieg von 40 Cent auf 50 Euro gehandelt. Die letzte Notiz des Eurex Piglet Index lag bei 47,50 Euro, 1,80 Euro höher als in der Vorwoche.

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Aussichten für morgen: Unverändert 1,38 Euro

Eine Preisänderung für morgen ist unwahrscheinlich. Selbst in den kommenden vier Wochen ist, glaubt man den bereits gestiegenen Kursen am Terminmarkt, wird derzeit nur ein Anstieg von 2 Cent erwartet.

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Geschrieben von Richard Ebert am
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