Richard Ebert
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Schweine und Ferkel Käufe für 2010 jetzt am Terminmarkt absichern ?

Brasilien steigert Schweinefleisch-Exporte

Topagrar.com (09.12.09) - Der weltgrößte Schweinefleisch-Exporteur Brasilien hat seine Ausfuhren in diesem Jahr trotz der Wirtschaftskrise und ungünstiger Wechselkurse erneut gesteigert. Nach Angaben der brasilianischen Vereinigung der Schweinefleischindustrie (Abipecs) sollen die Ausfuhren bis Ende 2009 rund 600.000 Tonnen erreichen, im Jahr zuvor waren es 529.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.topagrar.com/?option=com_content&task=blogcategory&id=25&Itemid=520)

Kassamarkt: Riesiges Angebot wird abgenommen

Der Schlachtschweinemarkt bleibt von einem riesigen Angebot an schlachtreifen Schweinen geprägt. Da die Schlachtbetriebe jedoch weiterhin auf Hochtouren arbeiten, können Viehhändler und Erzeugergemeinschaften die angebotenen Mengen derzeit weitestgehend kontinuierlich vermarkten.

Nach dem spürbaren Preisrückgang vom vergangenen Freitag erwarten die Marktbeteiligten daher aus heutiger Sicht für die kommende Schlachtwoche zunächst keinen weiteren Rückgang der Erzeugerpreise.

(Quelle: ISW, Damme)

Bild entfernt.Terminmarkt: Freundlich

Am Terminmarkt der Eurex Frankfurt wurden heute 9 Kontrakte der Laufzeiten Februar (siehe Grafik) und März gehandelt, die Schlusskurse lagen um 0,9 und 1 Cent über denen des Vortags.

Der M 12 Index für Schweine stieg um 0,16 Cent auf 1,3419 Euro.

Bild entfernt.Terminmarkt Ferkel: Hohes Angebot drückt Kurse noch tiefer

Zwar gab es am Ferkel Terminmarkt auch heute keinen Umsatz, doch nahm der heftige Preisdruck nochmals zu, nachdem eine hohe Zahl von 60 Ferkel Futures, verteilt auf die meisten Terminmonate, nochmals um 4 Euro unter den Kursen des Vortags angeboten wurden.

Vielleicht sollten Schweine- wie Ferkelkäufer darüber nachdenken, einen Teil ihrer im Sommer 2010 fälligen Käufe über den Terminmarkt abzusichern. Damit können sich die Abnehmer, also Schweinemäster und die Rote Seite, gegen steigende Preise im kommenden Jahr schützen

Aussichten für Freitag; Unverändert 1,30 Euro

Die Internet Schweinebörse gab heute um 2 Cent auf 1,33 Euro in einer Spanne von 1,32 bis 1,33 nach bei einem Umsatz von 490 Schweinen. Dabei wurde das Tief des Vorjahres nochmals um 3 Cent unterschritten.

Dennoch dürfte für Freitag noch von einem unveränderten V-Preis ausgegangen werden.

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Geschrieben von Richard Ebert am
Richard Ebert
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Vielleicht sollten Schweine- wie Ferkelkäufer darüber nachdenken, einen Teil ihrer im Sommer 2010 fälligen Käufe über den Terminmarkt abzusichern. Damit können sich die Abnehmer, also Schweinemäster und die Rote Seite, gegen steigende Preise im kommenden Jahr schützen

Im Chat hat Paul heute festgestellt: Der Durchschnitt Aug/Sept (10 Jahre) liegt bei 1,54/152. Da muss man sich dran orientieren.

NICHT lohnen würden sich Käufe nur dann, wenn die Schweine- und Ferkelpreise im kommenden Jahr nicht steigen. Derzeit werden am Terminmarkt etwa 1,34 Euro Durchschnittspreis für 2010 notiert.

Mich interessiert IHRE Meinung, zu meiner obigen Aussage. Sind die Terminkurse jetzt so tief, dass sich eine Absicherung für KÄUFER lohnt ?

Lukas
Mitglied seit
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@ Richard Ebert [#2]

Hallo,

meine Meinung heißt eindeutig ja! Die Durchschnittspreise sind tief angesetzt, da kann man kaum einen Fehler machen (Restrisiko besteht allerdings).

Eines muss man aber sagen, was passiert mit dem Euro/Dollar Kurs? Dieser Wert ist bei mir der große unbekannte Faktor. Vielleicht kann dazu einer Stellung nehmen.

Gruß
Lukas

Bauer Bernie
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@ Richard Ebert [#2]

Danke für den Tipp, ich glaube da lohnt es sich sogar als Mäster auf die rote Seite zu wechseln.

Mfg
BB

Richard Ebert
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@ Bauer Bernie [#4]

Danke für den Tipp, ich glaube da lohnt es sich sogar als Mäster auf die rote Seite zu wechseln.

Wenn Sie damit meinen, dass sie über Käufe denken, ja, es könnte sich lohnen.

Allerdings habe ich angeregt, sich mit Käufen gegen Preissteigerungen abzusichern, und das können ausschliesslich die Abnehmer der Schweine.

Was Sie tun, wäre reine Spekulation.

@ Lukas [#3]

Eines muss man aber sagen, was passiert mit dem Euro/Dollar Kurs? Dieser Wert ist bei mir der große unbekannte Faktor. Vielleicht kann dazu einer Stellung nehmen.

Warum ist der Dollar für Sie so wichtig ? Ich denke nicht, dass der europäische Schweinepreis in erheblichem Umfang davon beeinflusst wird. Die Wahrscheinlichkeit von Kursänderungen des Dollar gegenüber dem Euro halte ich für beide Richtungen gleich groß. Das ist eine wenig hilfreiche Aussage, aber leider habe ich meine Glaskugel verloren.

Schöne Grüsse, Richard Ebert

Bild entfernt.

Lukas
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12 Jahre 6 Monate

@ Richard Ebert [#5]

Hallo,

wenn das mit dem Wechselkurs so unwichtig ist, dann frage ich mich warum die rote Seite immer meint das der Wechselkurs unglücklich ist für den Export.

Ich habe 2008 verglichen mit heute, und dort war der Wechselkurs ähnlich und der Schweinepreis auch bei 1,80 €.

Daher frage ich mich obwohl ich geschrieben habe "was passiert mit dem Euro/Dollar Kurs?" das von der roten Seite so hoch an die Glocke gehängt wird, als ob wir nicht mehr Exportieren könnten wie bei einem niedrigeren Kurs.

Aus dieser Schlussfolgerung ziehe ich nämlich, das die Schweinepreise in 2010 viel zu tief angesetzt sind und von der roten Seite alles getan wird um den Preis so lange wie möglich niedrig zu halten.
Und wenn das so ist, frage ich mich, warum möchten die von der roten Seite nicht ein wenig Geld verdienen für die Portokasse. Leicht verdientes Geld für sie. Obendrein ermöglicht es sie, in Zukunft, günstige Schweine zu beziehen. Denn dadurch bauen die Mäster weiterhin Mastställe um sie mit Material zu versorgen.

Gruß
Lukas

sapa
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@ Lukas [#6]

Hallo Lukas,

um es mal kurz zu fassen der Euro / Dollar Kurs ist relativ uninteressant, weil kaum einer intensiv nach Amerika exportiert.

Viel wichtiger sind Währungen wie Forint, Zloty, Rubel, Leu, Pfund Sterling, Kronen etc etc.

sapa

Muehlenbach
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Ganz so würde ich das nicht sagen; sapa.
Denn für Exporte in andere Staaten wie auch Russland ist es sehr wohl entscheidend.
Ist der Euro zu hoch; können die Amis; sowie Süd-Amerika wesentlich günstiger liefern und machen uns damit Marktanteile streitig.
Wir sind eine globale Welt.
Natürlich handelt es sich nur um einige 100000 to.; aber für einige ist jede Tonne zwei zuviel und dementsprechend Preisrelevant.

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Richard Ebert
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Ich habe in der folgenden Grafik versucht, den Schweinepreise in Deutschland mit dem Dollarkurs zu vergleichen.

Ergebnis: Der Dollar war Anfang 2008 noch viel höher als heute, dennoch stiegen die Schweinepreise. Ende 2008: Fallender Dollar, fallende Schweinepreise. 2009: Steigender Dollar, fallende Schweinepreise.

Bild entfernt.

In kürzester Zeit drei Szenarien die alles aussagen und nichts beweisen.

Ich bleibe daher bei meiner Meinung dass die Schweinepreise bei Fälligkeit der Kontrakte im 2. Quartal über den heutigen Terminkursen liegen, unabhängig von den Schwankungen zwischen Euro und Dollar. Kaufaufträge die 1 Cent über den jeweiligen Geldkursen liegen könnten lukrativ sein, wenn sie ausgeführt werden.

Bild entfernt.

Lukas
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Richard Ebert [#9]

Genau diese Grafik meine ich Herr Ebert.

Sich einlullen lassen von der Schlachtindustrie mit dem Dollar ist reine Panikmache und hat nichts mit der Realität zu tun (siehe oben #9).

Genau deshalb ist es auch möglich das der Schweinepreis im Sommer wesentlich höher ist als heute angenommen.

Gruß
Lukas

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