Schweine: Unverändert / Ferkel: Gut ausgeglichen
Auch über den Monatswechsel deutet sich am Schlachtschweinemarkt keine Änderung der ausgeglichenen Marktlage an.
Das stetige Angebot an schlachtreifen Tieren ist glatt absetzbar. Eine stärkere Angebotsveränderung zeichnet sich zudem nicht ab.
Auf der Fleischseite entwickeln sich sowohl Inlands- als auch Exportmarkt stetig. Somit erwartet man auch für die kommende Notierung wieder ein unverändert.
Auch bei den Ferkeln gibt es weiterhin gut ausgeglichene Marktverhältnisse.
Alles in allem kann man das nur bestätigen. Aber der Inlandsmarkt bleibt weiterhin schwach. Exportmärkte sind aber weiterhin robust. Die Limits müssen aber Haarklein eingehalten werden. In den einzelnen Artikeln steht aber alles Kopf.
Wir verkaufen Rückenspeck 20 cent teurer als einen Schinken w.G. Das grenzt schon an Perversion. Der Schinken ist und bleibt das Sorgenkind beim Schwein. Hier machen sich immer mehr die veränderten Verzehrgewohnheiten der Verbraucher bemerkbar.
Die neuen Verträge und Volumen mit den GUS-Staaten werden zur Zeit verhandelt.
Mal sehen was dabei herauskommt.
Die Firmen die aber überwiegend den Inlandsmarkt beliefern, da wird wohl die Spanne nicht passen.
Heute deutet alles auf ein Unverändert der Preise hin.
Gruss
@ina
Hier geht es doch um den Schlachtschweinepreis und nicht um die Preise von Teilstücken, oder?
Dieser Preis müsste sich doch aus der Nachfrage nach Schlachtschweinen und dem Angebot aus Schlachtschweinen ergeben?
Die Nachfrage nach Schlachtschweinen ist nach wie vor sehr sehr gut!
MfG
agriculus
@ agriculus [#3]
Ich denke, hier geht es um alles, was letztendlich Einfluss auf den Schweinepreis hat, oder haben könnte. Und Schweine sind vom Angebot her weder knapp noch reichlich.
Wir sind nur bei einem Preis von 1,80 € (wir sind nicht bei 1,40 !)nicht mehr bereit, jede kaputte Offerte mitzunehmen. Dann schlachten wir lieber ein paar Schweine weniger. Und wir werden auch sicherlich keine grösseren Mengen Fleisch bunkern. Das Inlandsgeschäft wird anscheinend auch in den nächsten Monaten keine deutlichen Impulse erhalten, laut LEH wird Geflügelfleisch der Ersatzrenner.
Der Preis wird meiner Meinung nach wohl nicht fallen, aber auch nicht steigen.
Für mich haben wir jetzt erstmal die Spitze erreicht, und ich sehe ab CA.+- mitte September den Preis in den Korridor 1,70-1,75 € wandern, und gehe ab CA.+-Oct- Nov. von einen Preis irgendwo zwischen 1,60-1,70 € aus. WENN wir vorläufig mal Preise von 2,-€ bekommen sollten, dann könnte ich sie mir( unter Optimalen Bedingungen) in dem Bereich Mai 2009 vorstellen. Alles andere würde mich aus heutiger Sicht überraschen.
Dies soll MEINE Persönliche Markteinschätzung sein, und jeder hier im Form darf und soll !! gerne eine andere Meinung vertreten.
Gruss
Hallo Ina,
zieht man alles zusammen, werden Schweine in D lediglich noch für die Fettigkeiten zwecks Export geschlachtet. Schinken und Kot. / Lachse werden in EU durch deutsche Unternehmen verhämmert. Geflügel, hier zur Zeit Pute, ist der Ersatzrenner; rechnet sich auch + ist mager und auch trendy.
Prognosen für das letzte Quartal 2008 wage ich nicht; wir leben in einem globalisiertem Markt. Kann ja auch sein, dass D auf einmal alle Schinken und S.- Lachse aus EU zurück erhält....
MfG
Berrendorf05
@ ina [#4]
"Und Schweine sind vom Angebot her weder knapp noch reichlich."
"Dann schlachten wir lieber ein paar Schweine weniger."
Das ist sicher vernünftig.
Ich sehe es genauso, dass die Notierung unverändert lauten sollte, denn Bewegung schadet momentan beiden Seiten.
Aber Sie sollten Ihren Kollegen von Schlachthofseite das mal erklären. Zuviele Schlachthöfe schreien und betteln dem letzten Rüssel hinterher, so dass die ersten grünen Stimmen laut werden, die ein leichtes plus von 2 befürworten.
Das ist momentan total am Markt vorbei, aber wenn die Nachfrage weiter so verrückt ist, dann werden wir spätestens nächste Woche nicht an einem "aufwärts" vorbeikommen.
MfG
Speedy
Steigt der Schweinepreis nicht automatisch, wenn ich Vechta Stoppelmarkt ist?
:-)
Gruß
MissPiggy
Also hier hat es gestern geregnet; in Frankreich ist ein Fleischverbraucher gestorben; in Ungarn ist Sommerpause; die Engländer essen wieder mehr Fisch usw usv.
Es wird nichts ausgelassen; um alles madig zu machen.
Theoretisch müsste der Schweinepreis steigen; der Nachfrage wegen.
Uns Landwirten wird nun vorgeworfen; wir kümmerten uns nicht um den Absatz und die Spanne.
Ich sage nur eines:
Wir haben in Europa demnächst zuwenig Schweine.
Wenn das Geschäft so schlecht laufen würde; warum schlachtet so jemand wie D&S in Essen nach zwei Wochen relativer Ruhe jetzt wieder richtung Vollgas?
Nochmal: Es soll uns Landwirten wirklich "Scheissegal" ( Entschuldigung für den Ausdruck; wurde mir aber diesen Frühjahr so gesagt von einem Schlachthof..) sein; ob das Fleisch verkauft ist oder ob man drin ersäuft....
Die Rache kommt bestimmt irgendwann.
Dann ist es auch vollkommen egal; ob die Bauern zwei Jahre kein Geld verdienen oder ob Oskar nächstes jahr Bundeskanzler wird...
Also wenn eure Marge nicht passt; dann lasst doch die Verarbeiter mal eine Woche ohne Ware sitzen....
Jetzt währe die beste Zeit dafür...
Und nochmal an alle besserwissenden Verarbeiter:
Das mit eurerm Geflügel vergesst demnächst mal ganz schnell; die Preissteigerungen sind in vollem Gange...
Das einzige; was den Anstieg versauen könnte währe wenn die USA den "Hähnchenkrieg" gewinnen würde....
In dem Sinne
Auf zu 3 Euro...
MFG
Mühlenbach
@ Speedy [#6]
Guten Morgen
Es ist in der Tat so, das in den letzten Tagen vermehrt Schweine gesucht werden. Und da ich immer ein Freund von Markt bin, sollen die Schweine dann auch steigen. Immer unabhängig davon, wie der Fleischabsatz läuft.
Diese lauwamen Sprüche von "Partnerschaft" die brauche ich nicht, da halte ich auch nichts von. Sollten die Leute aber auch hier nicht immer wieder benutzten wenn es wieder umgekehrt geht.
Da ich aber die EZG-Vertreter für sehr clevere und weitsichtige Leute halte,
CIm Gegensatz vieler Forumteilnehmer hier )
gehe ich im Moment trotzdem noch für morgen von unverändert aus.
Der LEH hat mit weiter fallenden Umsätzen beim Schw-Fleisch zu kämpfen, und wird mit diesen Umsatzrückgängen nicht leben können und wollen. Und da braut sich im Moment etwas zusammen. Sie werden jetzt versuchen mit Alternativen die Leute in die Läden locken. Grundsätzlich ist es traurig, das ein Schweinepreis von 1,80 € beim Verbraucher als nicht mehr bezahlbar angesehen wird.
Aber heute wird sich im Tagesgeschäft noch viel entscheiden.
Gruss
Ina,
"Der LEH hat mit weiter fallenden Umsätzen beim Schw-Fleisch zu kämpfen, "
Ich frag mich immer bei solchen Bemerkungen: fällt der Umsatz wirklich, oder ist es nur ein gefühlter Umsatzrückgang? Oder entspricht der Umsatz nicht den Erwartungen?
Gibt es klare Zahlen für solche Behauptungen?
Seit Jahren wird mit diesem Argument am Markt gehandelt.
Komischerweise sind später in den Jahresbilanzen der Unternehmen fast immer Steigerungen im Inlandsgeschäft nachzulesen.
Gruß Paul
Guten Tag,
in der Tat wäre es zu diesem Thema mal interessant, die Veränderung der Ausgaben eines durchschnittlichen deutschen Haushalts pro Monat in Abhängigkeit des Erzeugerpreises zu betrachten. D.h.: "Wie stark ändert sich der Preis von Wurst und Co., wenn Schweine über 2 €/kg im Einkauf kosten? Und wie sehr belastet es den durchscnittlichen LEH Kunden?"
Sicher ist eine derartige Korrelation nur schwer, wenn überhaupt, möglich, da es eine Vielzahl von Einflussfaktoren gibt. Im Endeffekt landet man bei dem Anteil der "Rohstoff"-kosten am Endverbraucherpreis als Meßlatte.
Die Erfahrung lehrt, dass Grundbedürfnisse des Konsumenten sich eher träge verändern, das bedeutet, die Schmerzgrenze liegt entsprechend hoch, um seinen Konsum einzuschränken.
Sind bei vormaligen Preishochs des Zyklus Veränderungen der Verbrauchergewohnheiten beobachtet worden? Das Geflügel sollte man als Ersatz für diese Betrachtung außer Acht lassen, da es ebenfalls teurer werden wird, wie alle Fleischprodukte.
@ paul [#10]
Hallo Paul ,meinst Du denn den wertmässigen Umsatz, oder den mengenmässigen Umsatz ?
Beim wertmässigen Umsatz wird es sicherlich noch Steigerungen geben, beim mengenmässigen Umsatz aber Rückgänge.
Zahlen gibt es von den Unternehmen im Regelfall nicht. Ausser die anonymen Meldungen für das Statische Bundesamt.
Aldi ist eine KG, Lidl eine Stftung (ist das selbe !)
Plus ist noch Tengelmann, wird jetzt EDEKA.(alle keine Auskunft)
Die einzigen marktrelevanten Unternehmen im LEH die Zahlen veröffentlichen müssen, weil es AGs sind, ist METRO , Unilever und Arcandor. Da ist aber der Schweifl-Absatz eine Untersparte der Untersparte die keinen Aktionär interessiert. Die wollen nur das Gesamt EBIT und die Dividende sehen.
Die Zahlen kriegen wir von (uns bezahlten) Marktforschungsunternehmen, und die sind sehr genau. Die erforschen auch welche Produkte ankommen, und im Absatz fallen oder steigen. (Das ist wie bei den Einschaltquoten beim TV).
Nur was sich da jetzt abspielt ist doch ganz normal.
Was machen jetzt die Fluggesellschaften, Speditionen usw. durch den Ölpreisanstieg ? Die Antwort kannst Du dir selber geben.
Nichts anderes machen der LEH und der Verbraucher auch.
Gruss
Das will die Rote Seite bestimmt nicht gerne hören, aber solange diese so wild wie in diesen Tagen noch kurzfristig nach Schweinen hinterher telefoniert, kann es am Freitag nur +2 Cent lauten!
Da ist es ganz egal, was der LEH verkaufen kann oder wie die Marge der Schlacht- und Zerlegebetriebe ausschaut.
Solange die Schlachtbetriebe nicht weniger schlachten und Schlachthacken leer lassen bleibt das Angebot sehr überschaubar und gefragt.
Womit fährt ein Schlachthof denn besser? Mit 100% Auslastung und geringe Preisbefestigungen ( z.B. +3Cent) oder auf 80% - 90% Auslastung zurück fahren, um das Angebot zu stauen und um ein stabiles Preisgefüge zu schaffen? Für eine Antwort und auch Zahlen wäre ich sehr dankbar!
MfG
Kann jemand von der Roten Seite mir hierauf eine Antwort geben? Vielleicht Ina, die oder der hier so überaus eifrig in den letzten Tagen aktiv ist!?
MfG
@ PorkyPig [#14]
Auf die Frage was der Preis morgen macht, kann ich nur sagen, keine Ahnung.
Schweine sind vom Angebot her (warum auch immer) sehr knapp, und das Geschäft ist in den letzten Tagen, (vor allem auch Heute)ist sicherlich nicht schlechter geworden. Auch der Export ordert immer noch fleissig weiter. Die Preisfindung morgen, wird sicherlich ein heisser Kampf.
Womit fährt ein Schlachthof denn besser? Mit 100% Auslastung und geringe Preisbefestigungen (z.B. +3 Cent) oder auf 80% - 90% Auslastung zurück fahren, um das Angebot zu stauen und um ein stabiles Preisgefüge zu schaffen?
Ist relativ schnell beantwortet: Das liegt daran wo die Spanne liegt, da kann sowohl das eine als auch das andere Richtig sein. Das geben uns die Controller oder eben letztendlich der Chef vor.
Zahlen dazu kann ich natürlich nicht rausgeben.
Gruss