"P.S. Seid froh, wenn die Schweine im September bei 1,53 bleiben!"
mir kommen vor Freude die Tränen. Diese aroganten Sprüche kannste dir sparen. Ich hoffe das die Mäster das Angeot durch weniger Ausstallen zusätlich verknappen.
@ breader
Okay, wenn wir schon bei Arroganz sind, dieses Wort schreibt man mit rr,
bei Satzanfängen schreibt man groß und bei persönlicher Anrede darfst Du das "Dir" auch groß schreiben!
Schweine nächste Woche auch unverändert!
Gruß Bronto
Geschrieben von Brontosaurus am Fr. 2 Sep 2011 - 12:50
Immer das gleiche hier. Da gibt es ein paar Leute die ohne Grund irgendwelche irrsinnigen Forderungen in den Raum stellen und wenn der Schwachsinn dann nicht Realität wird einen auf beleidigte Leberwurst machen und die bösen Leute die nicht freiwillig ihr Geld zum Fenster rauswerfen blöde anmachen. Das Leben ist kein Wunschkonzert und ihr habt es doch selber in der Hand mit dem Schweinepreis. Entweder lernt ihr es weniger in Eure Ställe reinzustellen oder behaltet Euch die Schweine. Keiner wird gezwungen die Schweine abzuliefern. Notfalls holt die Dinger auch die Kadaververwertung.
Stellt Euch mal vor die Ferkelerzeuger würden Euch jede Woche und dann auch noch mit so unsachlichen Argumenten vollabern, nächste Woche +10 Euro, wenn nicht nicht sterben wir, dann habt ihr in Zukunft keine Schweine mehr im Stall und blablabla. Wenn die dann nicht 10 Euro mehr kosten dann sind die Mäster der Buhmann.
Nochmals, ihr müsst handeln und nicht dumm rummlabern
also, eine beleidigte Leberwurst möchte Dir folgendes dazu sagen:
1. die Schweineproduktion ist in den letzten Jahren analog zu der Zahl der Schlachthaken gewachsen. Das bedeutet für meinen dummen Verstand, dass für die vorhandenen Haken nicht zuviel Schweine da sind.
2. die großen Schlachter haben doch immer um die Landwirte geworben, sie sollen ihre Kapazitäten ausbauen, die Potenziale im Markt seien gut und die Rohstoffe würden gebraucht.
3. sie haben leider nicht dazu gesagt, nicht zu höheren als den bisherigen Preisen außerhalb Deutschlands abzusetzen sind. Man hat aber schon vor 10 Jahren kommen sehen können, dass die Futterkosten stark ansteigen werden, da der Verbrauch bei den wichtigsten Getreidearten weltweit schon jahrelang über der Erzeugung liegt.
4. man hat sich auf diese Weise eine gewaltige Marktmacht geschaffen, die jetzt gnadenlos ausgenutzt wird. Verluste werden nicht brüderlich geteilt, sondern vollständig auf die Erzeuger abgewälzt.
5. und da führe ich dein Argument der Mengenreduzierung ad absurdum:
warum kürzen die Erzeuger nicht ihre Menge und stallen weniger Ferkel auf?
Solange ein Deckungsbeitrag, also Erlös über Direktkosten für Ferkel und Futter und sonstiges erwirtschaftet wird, können zumindest die noch nicht abbezahlten Ställe nicht leerbleiben. Erstens macht das betriebswirtschaftlich keinen Sinn, und zweitens werden dass die Banken nicht mitmachen.
Aus dem gleichen Grund schlachtet ihr volle Pulle, solange ihr noch Geld erwirtschaftet um die neuen Schlachthaken zumindest teilweise zu bezahlen.
Nur passiert das nicht, solange die Bauern volle Pulle weiter mästen, da sie keine Steuerungsmöglichkeit haben, um den Preis zu beeinflussen.
6. irgendwann wird den ersten die Puste ausgehen bzw. sie hören freiwillig auf. Das werden nicht die neuen Ställe sein, die leer bleiben, sondern solche, bei denen der Bauer sowieso die nächsten Jahre aufhören wollte, oder nur der Betriebszweig wird aufgegeben, um in andere zu investieren.
Das ist der Moment, in dem die übriggebliebenen Landwirte sich erinnern werden, wer in den schlechten Zeiten am lautesten gegen bessere Preise gewettert hat.
Das meint Mühlenbach denke ich auch, wenn er vermutet, dass wir dann sehen werden, wie lange ihr und auch der LEH es ohne billige Schweine aushaltet. Dann geht nämlich bei euch das große Sterben los, wenn mit einem Mal 10-15% der Schlachthaken leer bleiben. Das können sich die Roten gar nicht erlauben, und deshalb fällt diese Katastrophenphase für die Erzeuger irgendwann auch auf euch zurück. Zuerst trifft es die Ferkelerzeuger, zeitversetzt die Mäster und später mit voller Wucht die Schlachtbranche. Dem LEH ist das glaube ich relativ egal, da wird das Geld sowieso nicht mit dem Fleisch verdient.
Aus diesen Gründen halte ich es für ziemlich kurzsichtig, alles auf die Erzeuger abzuwälzen, statt rechtzeitig gemeinsam gegenzusteuern.
Stell Dir mal die Frage, warum die Hähnchenbranche seit Jahren wie geschmiert läuft und auch die Krisen immer relativ glimpflich an allen Beteiligten vorübergegangen sind. Nur durch Zusammenarbeit auf allen Stufen und Zusammenhalkt gegenüber dem LEH.
Aber einige hier wissen das ja alles besser, die Realität wird sie zu gegebener Zeit einholen.
1. Mehr gemästete und geschlachtete Schweine heisst nicht das mehr Geld erwirtschaftet wird. Meiner Meinung nach kommt dieses Handeln nur den letzten in der ganze Kette zu gute, sprich dem Verbraucher, LEH und Produzenten. Die Ware ist dadurch im Überfluss auf dem Markt und jeder pickt das günstigste Angebot raus. Für mich eine glatte Überproduktion der grünen und roten Seite. Ware muss knapper sein, damit der Abnehmer immer schön brav sich auf die Suche begeben muss und nicht jede Preisverhandlung als Sieger verlässt.
2. Wenn Du alles glaubst was Dir jemand vorgaukelt und Du dann daruf eingehst komme ich dich sofort besuchen und Du gibst mir 1.000.000 Euro in bar mit, denn ich verspreche Dir für die Zukunft ich mach 3.000.000 draus.
3. Wenn Du vor 10 Jahren schon gewusst hast das Getreide und Futter ins unermessliche steigt, dann stell ich mir die Frage: Warum setze ich dann auf Schweinemast? Für mich ein klares kaufmännisches Fehlverhalten.
4. Selber schuld und verweise auf meinen 2. Punkt. Und dazu nochmals: Nicht immer die Schuld bei den anderen suchen, an der eigenen Nase packen. Mäster jammern die Schlachtbetriebe zahlen zu wenig, rot jammert der LEH zahlt zu wenig, der LEH jammert der Verbraucher muss mehr zahlen. Alle sind am jammern anstatt mal aktiv zu werden. Ihr könnt auch in die Kirche gehen und bessere Preise beten, wird wahrscheinlich den selben Effekt haben wie das Gejammere.
5. Das Argument mit Mengenreduzierung, jawoll ich stehe nach wie vor dazu, denn mit noch mehr Menge wirds nur schlimmer.
Und schön das Du das mit dem Deckungsbeitrag zugibst, ich habe mir in letzter Zeit immer wieder auf die Zunge gebissen und dieses Thema hier nicht angeschnitten, aber jetzt muss ich wohl: Schweinemäster und Schlachtbetriebe brauchen zur Zeit überhaupt nicht jammern. Es wird Geld verdient, zwar nicht viel aber immerhin. Es hat für beide Seiten schon viel bessere Zeiten gegeben, aber auch schon schlechtere.
Der EINZIGE der zur Zeit Grund zu jammern hat ist der Ferkelproduzent, EUER Lieferant dem
IHR zu wenig Geld gebt. Der verliert Geld. Rot hat wenigstens soviel Anstand und gibt Euch soviel das ihr um die Kurve kommt. Wieder mal an der eigenen Nase packen.
6. Mach Dir keine Sorgen wegen dem Puste ausgehen, denn auch vielen roten wird die Puste ausgehen. Es werden nur eine handvoll großer überleben die von dem Export profitieren. Und wenn Ihr dann immer wie blöde Schweine mästet, dann werden die Euch noch deutlicher sagen was denn so ein Schwein zu kosten hat. Wenn die Großen nicht weiter in Schlachthaken investieren, dann haben wir mehr Schweine als Schlachthaken, denn viele kleine und mittlere Schlachtbetriebe sind kurz vor dem Ruin oder werden geschlossen bevor das Fass überläuft, siehe aktuelles beispiel in Chemnitz.
Also; als Kaufmann bin ich anscheinend echt zu blöd.
Kollege; wie "verdient" man Geld; wenn das fertige Schwein als Ferkel 60 Euro gekostet hat; und man 75 bis 80 euro Futterkosten hat?( wir hatten vor vier Monaten noch einen Grundpreis von 48 Euro zzgl. alles andere...)
Mittlerweile sind sich alle Händler "einig"; dass an den Ferkelaufschlägen nicht gerüttelt wird.
Also kostet ein Ferkel momentan 35 Euro plus 8-10 Euro "Qualitätszuschlag"; sagen wir im Schnitt 9 Euro; zzgl. MwSt.
Macht bei 25 kg 47 Euro. ( was davon beim Sauenhalter ankommt steht woanders; gehört hier nicht hin.)
Faktum ist; dass man bei Schweinepreis niemals den wirklichen Preis je kg ausgezahlt bekommt; weil wir nur Abzugsmasken haben; der "wirkliche" Schweinepreis im Schnitt 5 ct unterliegt; und wir dazu Ferkel kaufen; die im Schnitt des Jahres 6-9 Euro ÜBER der Notierung liegen.
Macht summa sumarum eine Spanne von 12 Euro; die zwischen Wunsch und Realität liegen....
Ihr versucht uns für "dumm" zu verkaufen; indem ihr sagt; euer Getreide könnt ihr für lau erzeugen; das Ferkel hat als Produktionskosten nur ein bisschen Futter ( aus eigenem Getreide); der Rest kostet ja nix; ist ja biologisch so bedingt; dass eine Sau Ferkel bekommt; kostet auch nix; Ställe sind bei euren stillen Reserven ja eh bezahlt; und für die Arbeit bekommt ihr jedes Jahr im Dezember einen dicken Scheck aus Brüssel....
Ergo; nichts gegen einen Markt; der so ist wie er ist; dagegen sag ich auch nichts; aber diese ewige für Dumm-verkauferei ist wirklich langsam dabei über.
Natürlich müsst ihr es auch schlimm finden; wenn wir Bauern genauso anfangen zu denken wie ihr selbst; und es halt vollkommen egal finden; ob die Sauenhalter über den Deister gehen; denn Ferkel wird es immer genug geben.
Und wenn die knapp und teuer werden; dann kann ich immer mitbieten; weil ich das Geld ja vorher "gespaart" habe; indem ich keine teuren Ferkel gekauft habe.
Diejenigen; die immer fein und brav die Aufschläge bezahlt haben und jeden gequirlten Schiss der Händler und Berater von wegen Gesundheit und Homogenität geglaubt haben fallen doch als erste durchs Loch.
Denn eines ist sicher; wenn Geld lockt; sind Jahrelange Lieferbeziehungen egal; erst recht; wenn jemand am Boden liegt.
Denn so handelt ihr.
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
Geschrieben von Muehlenbach am Sa. 3 Sep 2011 - 16:57
2. ach ja, das glaube ich Dir sogar.Nur von den 3 Mille steckst Du Dir 2 1/2 in die Tasche und gibst mir ne halbe zurück. Und dann erzählst Du mir, die Geschäfte seien schlecht gelaufen und deshalb sei jetzt da restliche Geld eben weg.
(aber wie sagen doch die Börsenleute, das Geld ist ja nicht weg, das hat nur ein anderer)
Sag ich doch, alles andere wäre Blödsinn!
Gruß Bronto
P.S. Seid froh, wenn die Schweine im September bei 1,53 bleiben!
@ Brontosaurus [#2]
"P.S. Seid froh, wenn die Schweine im September bei 1,53 bleiben!"
mir kommen vor Freude die Tränen. Diese aroganten Sprüche kannste dir sparen. Ich hoffe das die Mäster das Angeot durch weniger Ausstallen zusätlich verknappen.
Habt ihr bei einer Selbstversorgung von 115% etwas anderes erwartet.
Nächste Woche wieder Rekord Schlachtzahlen.
Gruß Fritz
@ breader
Okay, wenn wir schon bei Arroganz sind, dieses Wort schreibt man mit rr,
bei Satzanfängen schreibt man groß und bei persönlicher Anrede darfst Du das "Dir" auch groß schreiben!
Schweine nächste Woche auch unverändert!
Gruß Bronto
kleiner Nachtrag;
Schweine 1,53 € in der Spanne von 1,53 € bis 1,56 €
Sauen ab Hof 1,09 € in der Spanne von 1,08 € bis 1,12 €
Sauen frei Schlachthof 1,21 € in der Spanne von 1,20 € bis 1,24 €
M f G
-Topschwein-
@ Brontosaurus [#5]
genau das meinte ich damit
Immer das gleiche hier. Da gibt es ein paar Leute die ohne Grund irgendwelche irrsinnigen Forderungen in den Raum stellen und wenn der Schwachsinn dann nicht Realität wird einen auf beleidigte Leberwurst machen und die bösen Leute die nicht freiwillig ihr Geld zum Fenster rauswerfen blöde anmachen. Das Leben ist kein Wunschkonzert und ihr habt es doch selber in der Hand mit dem Schweinepreis. Entweder lernt ihr es weniger in Eure Ställe reinzustellen oder behaltet Euch die Schweine. Keiner wird gezwungen die Schweine abzuliefern. Notfalls holt die Dinger auch die Kadaververwertung.
Stellt Euch mal vor die Ferkelerzeuger würden Euch jede Woche und dann auch noch mit so unsachlichen Argumenten vollabern, nächste Woche +10 Euro, wenn nicht nicht sterben wir, dann habt ihr in Zukunft keine Schweine mehr im Stall und blablabla. Wenn die dann nicht 10 Euro mehr kosten dann sind die Mäster der Buhmann.
Nochmals, ihr müsst handeln und nicht dumm rummlabern
@ Gelber [#8]
also, eine beleidigte Leberwurst möchte Dir folgendes dazu sagen:
1. die Schweineproduktion ist in den letzten Jahren analog zu der Zahl der Schlachthaken gewachsen. Das bedeutet für meinen dummen Verstand, dass für die vorhandenen Haken nicht zuviel Schweine da sind.
2. die großen Schlachter haben doch immer um die Landwirte geworben, sie sollen ihre Kapazitäten ausbauen, die Potenziale im Markt seien gut und die Rohstoffe würden gebraucht.
3. sie haben leider nicht dazu gesagt, nicht zu höheren als den bisherigen Preisen außerhalb Deutschlands abzusetzen sind. Man hat aber schon vor 10 Jahren kommen sehen können, dass die Futterkosten stark ansteigen werden, da der Verbrauch bei den wichtigsten Getreidearten weltweit schon jahrelang über der Erzeugung liegt.
4. man hat sich auf diese Weise eine gewaltige Marktmacht geschaffen, die jetzt gnadenlos ausgenutzt wird. Verluste werden nicht brüderlich geteilt, sondern vollständig auf die Erzeuger abgewälzt.
5. und da führe ich dein Argument der Mengenreduzierung ad absurdum:
warum kürzen die Erzeuger nicht ihre Menge und stallen weniger Ferkel auf?
Solange ein Deckungsbeitrag, also Erlös über Direktkosten für Ferkel und Futter und sonstiges erwirtschaftet wird, können zumindest die noch nicht abbezahlten Ställe nicht leerbleiben. Erstens macht das betriebswirtschaftlich keinen Sinn, und zweitens werden dass die Banken nicht mitmachen.
Aus dem gleichen Grund schlachtet ihr volle Pulle, solange ihr noch Geld erwirtschaftet um die neuen Schlachthaken zumindest teilweise zu bezahlen.
Nur passiert das nicht, solange die Bauern volle Pulle weiter mästen, da sie keine Steuerungsmöglichkeit haben, um den Preis zu beeinflussen.
6. irgendwann wird den ersten die Puste ausgehen bzw. sie hören freiwillig auf. Das werden nicht die neuen Ställe sein, die leer bleiben, sondern solche, bei denen der Bauer sowieso die nächsten Jahre aufhören wollte, oder nur der Betriebszweig wird aufgegeben, um in andere zu investieren.
Das ist der Moment, in dem die übriggebliebenen Landwirte sich erinnern werden, wer in den schlechten Zeiten am lautesten gegen bessere Preise gewettert hat.
Das meint Mühlenbach denke ich auch, wenn er vermutet, dass wir dann sehen werden, wie lange ihr und auch der LEH es ohne billige Schweine aushaltet. Dann geht nämlich bei euch das große Sterben los, wenn mit einem Mal 10-15% der Schlachthaken leer bleiben. Das können sich die Roten gar nicht erlauben, und deshalb fällt diese Katastrophenphase für die Erzeuger irgendwann auch auf euch zurück. Zuerst trifft es die Ferkelerzeuger, zeitversetzt die Mäster und später mit voller Wucht die Schlachtbranche. Dem LEH ist das glaube ich relativ egal, da wird das Geld sowieso nicht mit dem Fleisch verdient.
Aus diesen Gründen halte ich es für ziemlich kurzsichtig, alles auf die Erzeuger abzuwälzen, statt rechtzeitig gemeinsam gegenzusteuern.
Stell Dir mal die Frage, warum die Hähnchenbranche seit Jahren wie geschmiert läuft und auch die Krisen immer relativ glimpflich an allen Beteiligten vorübergegangen sind. Nur durch Zusammenarbeit auf allen Stufen und Zusammenhalkt gegenüber dem LEH.
Aber einige hier wissen das ja alles besser, die Realität wird sie zu gegebener Zeit einholen.
Gruß Pigeldy
1. Mehr gemästete und geschlachtete Schweine heisst nicht das mehr Geld erwirtschaftet wird. Meiner Meinung nach kommt dieses Handeln nur den letzten in der ganze Kette zu gute, sprich dem Verbraucher, LEH und Produzenten. Die Ware ist dadurch im Überfluss auf dem Markt und jeder pickt das günstigste Angebot raus. Für mich eine glatte Überproduktion der grünen und roten Seite. Ware muss knapper sein, damit der Abnehmer immer schön brav sich auf die Suche begeben muss und nicht jede Preisverhandlung als Sieger verlässt.
2. Wenn Du alles glaubst was Dir jemand vorgaukelt und Du dann daruf eingehst komme ich dich sofort besuchen und Du gibst mir 1.000.000 Euro in bar mit, denn ich verspreche Dir für die Zukunft ich mach 3.000.000 draus.
3. Wenn Du vor 10 Jahren schon gewusst hast das Getreide und Futter ins unermessliche steigt, dann stell ich mir die Frage: Warum setze ich dann auf Schweinemast? Für mich ein klares kaufmännisches Fehlverhalten.
4. Selber schuld und verweise auf meinen 2. Punkt. Und dazu nochmals: Nicht immer die Schuld bei den anderen suchen, an der eigenen Nase packen. Mäster jammern die Schlachtbetriebe zahlen zu wenig, rot jammert der LEH zahlt zu wenig, der LEH jammert der Verbraucher muss mehr zahlen. Alle sind am jammern anstatt mal aktiv zu werden. Ihr könnt auch in die Kirche gehen und bessere Preise beten, wird wahrscheinlich den selben Effekt haben wie das Gejammere.
5. Das Argument mit Mengenreduzierung, jawoll ich stehe nach wie vor dazu, denn mit noch mehr Menge wirds nur schlimmer.
Und schön das Du das mit dem Deckungsbeitrag zugibst, ich habe mir in letzter Zeit immer wieder auf die Zunge gebissen und dieses Thema hier nicht angeschnitten, aber jetzt muss ich wohl: Schweinemäster und Schlachtbetriebe brauchen zur Zeit überhaupt nicht jammern. Es wird Geld verdient, zwar nicht viel aber immerhin. Es hat für beide Seiten schon viel bessere Zeiten gegeben, aber auch schon schlechtere.
Der EINZIGE der zur Zeit Grund zu jammern hat ist der Ferkelproduzent, EUER Lieferant dem
IHR zu wenig Geld gebt. Der verliert Geld. Rot hat wenigstens soviel Anstand und gibt Euch soviel das ihr um die Kurve kommt. Wieder mal an der eigenen Nase packen.
6. Mach Dir keine Sorgen wegen dem Puste ausgehen, denn auch vielen roten wird die Puste ausgehen. Es werden nur eine handvoll großer überleben die von dem Export profitieren. Und wenn Ihr dann immer wie blöde Schweine mästet, dann werden die Euch noch deutlicher sagen was denn so ein Schwein zu kosten hat. Wenn die Großen nicht weiter in Schlachthaken investieren, dann haben wir mehr Schweine als Schlachthaken, denn viele kleine und mittlere Schlachtbetriebe sind kurz vor dem Ruin oder werden geschlossen bevor das Fass überläuft, siehe aktuelles beispiel in Chemnitz.
Also; als Kaufmann bin ich anscheinend echt zu blöd.
Kollege; wie "verdient" man Geld; wenn das fertige Schwein als Ferkel 60 Euro gekostet hat; und man 75 bis 80 euro Futterkosten hat?( wir hatten vor vier Monaten noch einen Grundpreis von 48 Euro zzgl. alles andere...)
Mittlerweile sind sich alle Händler "einig"; dass an den Ferkelaufschlägen nicht gerüttelt wird.
Also kostet ein Ferkel momentan 35 Euro plus 8-10 Euro "Qualitätszuschlag"; sagen wir im Schnitt 9 Euro; zzgl. MwSt.
Macht bei 25 kg 47 Euro. ( was davon beim Sauenhalter ankommt steht woanders; gehört hier nicht hin.)
Faktum ist; dass man bei Schweinepreis niemals den wirklichen Preis je kg ausgezahlt bekommt; weil wir nur Abzugsmasken haben; der "wirkliche" Schweinepreis im Schnitt 5 ct unterliegt; und wir dazu Ferkel kaufen; die im Schnitt des Jahres 6-9 Euro ÜBER der Notierung liegen.
Macht summa sumarum eine Spanne von 12 Euro; die zwischen Wunsch und Realität liegen....
Ihr versucht uns für "dumm" zu verkaufen; indem ihr sagt; euer Getreide könnt ihr für lau erzeugen; das Ferkel hat als Produktionskosten nur ein bisschen Futter ( aus eigenem Getreide); der Rest kostet ja nix; ist ja biologisch so bedingt; dass eine Sau Ferkel bekommt; kostet auch nix; Ställe sind bei euren stillen Reserven ja eh bezahlt; und für die Arbeit bekommt ihr jedes Jahr im Dezember einen dicken Scheck aus Brüssel....
Ergo; nichts gegen einen Markt; der so ist wie er ist; dagegen sag ich auch nichts; aber diese ewige für Dumm-verkauferei ist wirklich langsam dabei über.
Natürlich müsst ihr es auch schlimm finden; wenn wir Bauern genauso anfangen zu denken wie ihr selbst; und es halt vollkommen egal finden; ob die Sauenhalter über den Deister gehen; denn Ferkel wird es immer genug geben.
Und wenn die knapp und teuer werden; dann kann ich immer mitbieten; weil ich das Geld ja vorher "gespaart" habe; indem ich keine teuren Ferkel gekauft habe.
Diejenigen; die immer fein und brav die Aufschläge bezahlt haben und jeden gequirlten Schiss der Händler und Berater von wegen Gesundheit und Homogenität geglaubt haben fallen doch als erste durchs Loch.
Denn eines ist sicher; wenn Geld lockt; sind Jahrelange Lieferbeziehungen egal; erst recht; wenn jemand am Boden liegt.
Denn so handelt ihr.
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
@ Gelber [#10]
also, in der Sache liegen wir gar nicht so weit auseinander glaube ich.
Die Frage ist wie man das Geschehen interpretiert. Und da bin ich absolut bei Mühlenbach, hier versuchen einige, die anderen für dumm zu verkaufen.
Das ist wie damals bei Bischof und Fürst. sagt der eine zum anderen "Halt du sie dumm, dann halt ich sie arm."
Ist nicht gut fürs Geschäft, wenn die Landwirte mit einem Mal das denken anfangen.
Gruß Pigeldy
@ Gelber [#10]
2. ach ja, das glaube ich Dir sogar.Nur von den 3 Mille steckst Du Dir 2 1/2 in die Tasche und gibst mir ne halbe zurück. Und dann erzählst Du mir, die Geschäfte seien schlecht gelaufen und deshalb sei jetzt da restliche Geld eben weg.
(aber wie sagen doch die Börsenleute, das Geld ist ja nicht weg, das hat nur ein anderer)
In diesem Sinn
Gruß Pigeldy