Richard Ebert
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Schweine: V-Preis am 31.07.09 minus 2 Cent auf 1,54 Euro ?

USA: Preise für Schweinefleisch am Boden

Schweine.net (30.07.09) - Die US-Großhandelspreise für Schweinefleisch bleiben trotz eines kurzfristigen Anstiegs Mitte Juli weiter am Boden, meldet Dow Jones. Die andauernde weltweite Finanzkrise und das Zögern der Erzeuger, die Zuchtsauenbestände zu verkleinern, nannte das US-Agrarministerium (USDA) als Gründe. Weiter wurde berichtet, dass die Schlachtkörperpreise dadurch gegenüber dem Vorjahr um 25% gefallen.

Zwar lägen die derzeitigen Schweinefleischpreise deutlich unter dem Vorjahreshoch jedoch nicht allzu tief unter dem Fünf-Jahres-Durchschnitt, betonten Analysten. Demnach seien die Aussichten für den August weitgehend stabil und ab dem Herbst saisonal bedingt tiefer. Um 30% könnte der US-Schweinepreis im August unter dem Vorjahresniveau liegen.

Analysten verwiesen auf den zu geringen Bestandsabbau der Schweine haltenden Betriebe, um das Angebot an schlachtreifen Tieren merklich zu verringern, hieß es. Bis dies erreicht sei würden Analysten und Börsenmakler den US-amerikanischen Schweinemarkt mit Vorsicht betrachten. Zwei der großen US-Schlachtunternehmen, Smithfield Foods und Tyson Foods, hatten kürzlich die Schlachtung von 47.000 Zuchtsauen in den nächsten Wochen angekündigt, berichtet Dow Jones weiter. Das Ziel sei, so die Einschätzung von Analysten, aber nicht genug, um die Probleme der Schweineindustrie zu lösen.

47.000 Sauen würden am aktuellen US-Zuchtbestand nur einen Anteil von 0,78% ausmachen. Bei einer Wachstumsrate des Zuchtbestandes von jährlich 2% bis 3% müsse der Sauenbestand für eine Marktentlastung noch um weitere 7% bis 10% verringert werden.

(Quelle: http://www.schweine.net/usda_uspreise_fuer_schweinefleisch_am_boden.html)

Bild entfernt.

Kassamarkt: Schlachtbetriebe wollen Druck ausüben

Aufgrund der weiterhin schwachen inländischen Fleischnachfrage haben einzelne Betriebe die Schlachtungen reduziert und versuchen Druck auf die morgige Preisfindung auszuüben.

Die Erzeugerseite sieht allerdings keine Veranlassung das Preisniveau zu senken, da die vollständige Vermarktung sichergestellt ist. Es wird erwartet dass der Monatsbeginn, Urlaubsrückkehrer und die besseren Wetterprognosen die Geschäfte in der nächsten Woche beflügeln können.

In Frankreich fiel der Auszahlungspreis um 4 Cent.

(Quelle: VR Agrarberatung)

Terminmarkt: Kassamonat 3 Cent unter V-Preis gehandelt

Am Terminmarkt in Frankfurt wurden heute 12 Kontrakte der Monate August und September gehandelt. Während der September mit unverändert 1,53 Euro gehandelt wurde, wurde der Kassamonat August zu Kursen zwischen 1,525 und zuletzt 1,53 Euro umgesetzt, das sind 3 Cent unter dem V-Preis der Vorwoche.

Ferkel wurden umsatzlos auf Vortagsbasis notiert.

V 12 Index Schweine unverändert 1,4450 Euro, Ferkel unverändert 46,29 Euro.

Deutsche Schweine im Verhältnis zu US-Schweinen sehr teuer

Die nachfolgende Grafik zeigt NICHT maßstabgerecht die Preise für Oktober Schweine in Deutschland und den USA, wobei die rote Linie für US-Schweine viel steiler nach unten zeigt (siehe Grafik und Bericht ganz oben).

Die blaue Linie zeigt uns als groben Anhaltspunkt, dass deutsche Schweine (in Euro) 2,74 mal so hoch gehandelt werden wie US-Schweine (in Dollar), also derzeit trotz der laut Grüner Seite nicht kostendeckenden Preise.

Die Frage ist, inwieweit den deutschen Schweinen am Weltmarkt Konkurrenz aus den USA entsteht oder noch noch verstärkt wird.

Bild entfernt.

Ausblick für morgen: Minus 2 Cent

Der nachgebende August Termin, Frankreich minus 4 Cent und die zunehmender Konkurrenz amerikanischer Schweine auf Konkorrenzmärkten lassen die Aussichten für morgen nicht mehr so optimistisch aussehen. Erwartung: Minus 2 Cent auf 1,54 Euro.

Geschrieben von Richard Ebert am
henrydunnink
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12 Jahre 6 Monate

Herr Ebert.
Die amerikanischer Schweine die morgen der preis runter bringen.
Werden die heute Nacht noch ein geflogen aus der USA??

Also Frankreich - 4 Cent.
Italy + 3,5 ct
Polen + 1 cent
Spanien unv

Henry

Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ henrydunnink [#2]

Ich habe mich beim Vergleich der Preise Deutschland - USA darauf bezogen, dass die Grüne Seite früher vielfach darauf hingewiesen hat, die europäischen Preise müssten steigen, wenn die US-Preise sehr stark steigen würden.

Jetzt ist es gerade andersrum, die Kurse in Chicago fallen in immer schnellerem Tempo und liegen aktuell 40 % unter Vorjahr.

Warum sollten Argumente immer nur in eine Richtung zulässig sein ?

Nein, die Schweine werden nicht schon morgen eingeflogen. Aber während die Amerikaner 47.000 Zuchtsauen geschlachtet haben und über weitere 500.000 nachgedacht haben, werden in Europa weitere Ställe gebaut. Das zeigt einen der aktuellen Trends an.

Sie haben sich selbst noch nicht zu dem von Ihnen erwarteten V-Preis geäußert.

Bild entfernt.

Speedy
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Richard Ebert [#3]

Und was ist dann der Sinn der Sache alles abzuschlachten, wenn eh kein Markt greift und die von Ihnen genannten Kurse so stark fallen?

MfG
Speedy

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@Herr Ebert
In den USA wird per pound abgerechnet; also Kurse USA quasi mal 2; und dann mal 78% Ausschlachtung ( soviel ich weiss ist das dort der Lebendpreis; wenn nicht bitte verschlimmbessern!).

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Zusatz:
Umgerechnet auf den Deutschen Markt sind das ( Klassifizierungsunterschiede nicht eingerechnet) ein Preis bei derzeitigem Dollarstand von knappen 1,10 Euro/kg Schlachtgewicht.
Macht ein Verhältnis von 1:1,27.

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Eiche
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Bronto,

wo wird deiner Meinung nach der V-Preis heute stehen?

sapa
Mitglied seit
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@ Speedy [#4]

Was hat es denn für einen Sinn gemacht das die Sauen im Oktober 07 - Februar/März 08 in Deutschland und Holland abgeschlachtet wurden ?

Da hatten wir einen Sauenpreis von ca. 80ct

Ob das wohl langfristig zu einer Angebotsverknappung führen soll?
Und wenn nicht alle die Aufhören (bzw. jetzt Abschlachten) in Technologie und Genetik investieren dann wird es mit hoher wahrscheinlichkeit sogar klappen.

Allerdings werden den 47000 Sauen in Amerika nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sein, oder? Hat jemand Bestandszahlen / zählungen?

Die Frage ist ja, wo bleiben die mit dem ganzen Fleisch ? Schlachten werden die in Amerika. Auf Eis kann man das überall hin transportieren.
bei 47000 Sauen sind das mal eben 7,5 mio t
bei 500.000 Sauen dann ca 80 Mio to

Nirgends wird soviel Sauenfleisch verwendet wie in Deutschland. Wenn das Fleisch mit auf den Deutschen Markt drückt, zu wahrscheinlich unmöglichen Preisen, dann fallen die Sauen ins Bodenlose in Deutschland. Zu erwarten ist dann was mit dem Ferkelangebot / Preisen passiert.

henrydunnink
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Sie haben sich selbst noch nicht zu dem von Ihnen erwarteten V-Preis geäußert.
Herr Ebert,
Ich weiss es nicht.
Ist alle nur Politiek
Fleischgeschäft in Holland ist unveranderd.
Also Schweine vielleicht auch unveränderd.
Dann bleibt die Spanne gleich fur alle.

Henry

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@sapa
Heureka; eine Sau wiegt bei dir 159to?
Welcher LKW bekommt denn die transportiert?

Irgendwie sind heute alle nervös...
Da wird mit Zahlen geworfen...
Leute; beruhigt euch erstmal; trinkt ein Kaffee; und seit zufrieden; dass wir ein sonnigen Samstag bekommen; und ab nachste Woche den Sommer in vollen Zügen...

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Brontosaurus
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Hogstrader [#7]
Nach den Turbulenzen der letzten 48 Stunden, wo man von unverändert
bis -8 Cent alles gehört hat, gehe ich realistisch davon aus das wir bei 1,52 landen werden, also -4 Cent. Das würde ich als noch moderat bezeichnen. Unverändert wäre für die meisten schlichtweg eine Katastrophe und würde viele Zerleger veranlassen, die Stückzahlen nochmal drastisch zu kürzen! So sehe ich das im Moment.
Gruß Bronto

Brontosaurus
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ henrydunnink [#9]
Wie ist denn die Spanne in Holland? Zufriedenstellend?
Gruß Bronto

paul
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@ Brontosaurus [#12]

Jetzt mal ehrlich.
Aus dem LEH (REWE) hab ich eben folgendes vernommen: "Im Fleischverkauf hat sich plötzlich alles gewandelt. Seit gestern Mittag geht die Post ab".
Kannst Du daß bestätigen?

Gruß Paul

Brontosaurus
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ paul [#13]
Das habe ich auch gehört und das wird wohl an den positiven Wetteraussichten liegen. Allerdings hat das nichts mit den Preisen zu tun, mit denen man im Moment abgezockt wird. Es ist zu viel Fleisch vorhanden un höhere Preise zu erzielen.
Gruß Bronto

sapa
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Muehlenbach [#10]

huch ... die sache mit den nullen ...
nun denn trotz allem 80.000to sind auch nicht zu unterschätzen

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@Brontosaurus
Es ist zuviel Fleisch da....aha.

Also wenn das so ist...
Du weisst; dass neuerdings das Kurzarbeitergeld verlängert wurde?
Nur mal als Betriebswirtschaftliche Hilfe; völlig kostenlos von mir...

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Schweineturbo
Mitglied seit
12 Jahre 2 Monate

@ Brontosaurus [#11]

Sollen doch die Zerleger drastisch kürzen,es wird doch jedes angebotene Schwein sofort abgenohmen.Heute morgen ist es noch möglich 400 Schweine für die morgige Schlachtung zusätzlich zu plazieren.
ZU # 14
bei 1.56 € braucht auch kein höherer Preis durchgesetzt werden .
Auf ein unverändert heute.
mfg

Hanna
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Schweineturbo [#17]

das kann ich nur bestätigen. Mittwoch für Freitag, Freitag für Samstag, alles kein Problem. Das Schweineangebot gäbe eher steigende, denn fallende Preise her.

Gruss
Hanna

Speedy
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Hanna [#18]

Wie man von verbitterten Landwirten und Händlern hört, unterstellen die ja auch mit dem momentanen Getrommel eine reine Verhinderungstaktik bezüglich STEIGENDER Preise.

MfG
Speedy

Schweineturbo
Mitglied seit
12 Jahre 2 Monate

Der Preis ist unverändert 1,56 €
mfg

Brontosaurus
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Speedy [#19]
Herzlichen Glückwunsch!
Die Schlacht ist geschlagen und der Krieg wurde verloren!
Das kommt dabei raus, wenn man keinen Arsch in der Hose hat!
Bronto

Turbocall
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Nur ein Beispiel:
G. in Harsewinkel schlachtet z. Zt. nur 700 statt 2000 Schweine täglich.
Diese Info habe ich heute morgen von meinem Händler bekommen.
Das macht G. aber mit Sicherheit nicht wochenlang.

Und der Preis bleibt trotzdem bei 1,56 EUR. Wer immern noch nicht begriffen hat, das Schweine z. Zt. nicht zu reichlich sind, der hat es heute bestimmt endlich begriffen.

Speedy
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Brontosaurus [#21]

Ganz ruhig Bronto, meine Meinung war das nicht!
Wollte lediglich anmerken, dass seit heute mittag mehrfach von aufwärts für nächste Woche gesprochen wird.
Mir solls egal sein, solange der Markt entscheidet.
Und damit meine ich zum wiederholten Male nicht den Fleischmarkt sondern den, der durch die Nachfrage von Dir und Berufskollegen gebildet wird.

MfG
Speedy

Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Muehlenbach [#6]

Umgerechnet auf den Deutschen Markt sind das ( Klassifizierungsunterschiede nicht eingerechnet) ein Preis bei derzeitigem Dollarstand von knappen 1,10 Euro/kg Schlachtgewicht. Macht ein Verhältnis von 1:1,27.

Ich habe nicht die tatsächlichen Schweinepreise verglichen sondern nur - losgelöst von Währungsparitäten, Masken und was es sonst noch gibt - den Terminmarkt USA mit Deutschland.

Und dass Juni Schweine innerhalb gut eines Jahres von 94 auf 52 Cent zurückgefallen sind, werden Sie sicher nicht bestreiten.

Besser wäre es, die Preise wie von Ihnen aufgezeigt täglich zu berechnen. Wenn Sie das übernehmen, bin ich gerne bereit, Charts daraus zu zeigen.

Die folgende Grafik zeigt ganz grob folgendes:

Eine hohe blaue Linie, etwa über 2,5 zeigt in Deutschland im Vergleich zu den USA eher hohe Schweinepreise. Eine tiefe blaue Linie, etwa unter 2,0 zeigt dass die deutschen Schweinepreise eher tief notieren. Wie gesagt ohne Währungsveränderungen und tausend weiterer Einflüsse.

Bild entfernt.

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Im vergangenen Jahr hatten wir zur damaligen vergleichbaren Zeit einen fast eben so hohen Preis.

Dem zufolge ist ersichtlich; dass die Preise Weltweit stark gefallen sind.

Nicht umsonst haben solche Unternehmen wie Smithfield; Tyson Foods u.a.in ihrem Gesamtgeschäft so hohe Verluste eingefahren; weil diese; anders als die Europäischen Mitbewerber eine sehr hohe Fertigungstiefe incl. Rohstoffproduktion unterhalten.

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

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