Richard Ebert
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Schweine: V-Preis unverändert / Druck baut sich weiter auf

Französische Schweinemäster rutschen immer tiefer in die Krise

schweine.net (21.08.09) - In Frankreich hat sich die seit nunmehr drei Jahren andauernde Krise der Schweineproduzenten weiter verschärft, berichtet Agra-Europe.

Die Notierungen am repräsentativen Versteigerungsmarkt Marché du Porc Breton (MPB) sind laut Branchenvertretern Ende Juli für Schweine um weitere 4 Cent auf 1,23 Euro/kg Lebendgewicht gesunken. Damit sei das Überleben der Betriebe akut gefährdet, warnten die Departement-Bauernverbände (FDSEA) und die regionale Jungbauernorganisation (JA) der Bretagne. Sie verwiesen auf erhebliche Finanzierungsprobleme der Schweinemäster, deren Situation nach bereits drei schwierigen bis katastrophalen Jahren inzwischen ein kritisches Ausmaß erreicht habe. Die Preise seien mittlerweile nicht mehr kostendeckend, ein Zustand, den keine Branche akzeptieren könne. Infolge der Krise hätten schon rund 10 000 Schweinemastbetriebe mit 40 000 Arbeitsplätzen etwa 125 Mio Euro verloren, beklagten die bretonischen Verbände.

Sie verlangen ein Eingreifen der französischen Regierung und eine Reaktion der Europäischen-Kommission. Sämtliche Versprechungen hinsichtlich mehr Preistransparenz, Überwachung der Spannen durch die neue staatliche Preisbeobachtungsstelle und durch entsprechende Kontrollbrigaden seien ohne Erfolg geblieben, und das trotz eines Expertenberichts von Eric Besson über die Preisbildung von Nahrungsmitteln sowie eine Untersuchung der Verbraucherorganisation UFC-Que Choisir zur Entwicklung der Fleischpreise im Einzelhandel, monierte der Berufsstand. Kritik übten die bretonischen Verbände auch an der Unnachgiebigkeit der EU-Kommission, die sich gegenüber den Forderungen nach einer Wiedereinführung der Exporterstattungen "taub stellt". Ebenfalls Schelte gab es für die Regierung in Paris, die sich damit herausrede, in diesem Fall machtlos zu sein.

Der Statistische Dienst (Agreste) des französischen Landwirtschaftsministeriums hatte kürzlich in einem Bericht bestätigt, dass die Schweinefleischexporte von Januar bis Mai 2009 durch den Wegfall der Exporterstattungen um 10 % gesunken seien. Vor allem China und Russland hätten ihre Bezüge aus Frankreich deutlich eingeschränkt, während Italien als wichtigster Abnehmer in der Berichtszeit seine Bezüge aus Frankreich erhöht habe. Großbritannien als zweitwichtigster Kunde habe hingegen weniger im EU-Partnerland eingekauft. Laut Angaben des französischen Verbandes der Schweineproduzenten (FNP) besteht die einzige Chance der heimischen Schweinebranche darin, sich stärker zu organisieren. Da die bereits in den Jahren 2007 und 2008 erfolgte Konzentration noch nicht den erwarteten positiven Effekt zeige, müsse die Umstrukturierung fortgeführt werden, um vor allem dem großflächigen Einzelhandel Paroli zu bieten, hieß es auf der diesjährigen Jahresversammlung des FNP Ende Juni in Paris. Der Verband rügte zudem kürzlich in einer Presseinformation, der Preisrückgang am bretonischen Versteigerungsmarkt MPB sei von den Schlachtereien "aufgezwungen". Ein Preis von lediglich 1,23 Euro/kg sei "dramatisch" für die Schweinemäster.

Es sei bedauerlich, dass die nachgelagerte und gut strukturierte Stufe "offensichtlich unfähig ist", der Produktion eine angemessene Wertschöpfung am Inlandsmarkt zu ermöglichen, beklagte der Fachverband.

(Quelle: http://www.schweine.net/franzoesische_schweinemaester_rutschen_immer_tiefe.html)

Bild entfernt.

Kassamarkt: Schlachthöfe versuchen Druck aufzubauen

Die fünfte Woche in Folge bleibt der Auszahlungspreis für Schlachtschweine unverändert bei 1,56 Euro. Eine Preisspanne gab es bei den heutigen Meldungen nicht.

Ein leicht zunehmendes Lebendangebot trifft auf eine gute Nachfrage der Schlachtbetriebe.

Der Absatz der Verarbeitungsware verläuft ordentlich, dagegen kann der Schinkenverkauf die Erwartungen nicht erfüllen.

Obwohl einige Schlachtbetriebe versuchen Druck aufzubauen, besteht die berechtigte Hoffnung dass sich die Schweinepreise auch in der kommenden Woche behaupten werden.

Am Ferkelmarkt wird die Vermarktung schwieriger, dennoch werden für die nächste Woche behauptete Preise erwartet.

(Quelle: VR Agrarberatung)

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Terminmarkt: Index auf neuem Jahrestief

Auch am letzten Tag der Börsenwoche gaben die Kurs der Schweine Futures weiter nach. Der M 12 Index erreichte mit minus 0,53 Cent auf 1,4072 Euro ein neues Jahrestief. Januar Schweine gaben um 1,9 Cent auf 1,30 Euro nach, der Kassamonat September um 0,9 Cent auf 1,50 Euro.

Am Ferkel Terminmarkt wurden 11 Kontrakte umgesetzt. Februar- und März Kontrakte gaben um jeweils 3 Euro auf 45 Euro nach, der Schlusskurs wurde mit minus 2 und minus 2,50 Euro ermittelt. Index minus 44 Cent auf 46,02 Euro.

Bild entfernt.

Aussicht: Erster Preisrückgang am kommenden Freitag ?

Am Termin- und Kassamarkt baut sich langsam aber sicher ein Preisdruck auf. Auch nach Feststellung des unveränderten V-Preises kam es heute am Terminmarkt zu weiteren Verkäufen auf tieferem Niveau. Die Zahl der offenen Verkaufaufträge übertraf zuletzt die Zahl der Kaufaufträge in den meisten Monaten um das 10- bis 20 fache.

Für den Freitag der kommenden Woche muss mit einem ersten Rückgang von einem Cent oder mehr gerechnet werden.

Bild entfernt.
Die Aussichten für März 2010: Von 1,80 auf 1,35 Euro

Geschrieben von Richard Ebert am
BIGPIG
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@ Richard Ebert

sie können doch nicht die Lebend-Preise von Frankreich mit unseren Schlachtschweinepreise vergleichen und in einem Chart darstellen. Nach meiner Meinung liegt der Preis, bei einem Lebendgewichtskurs um 1,23 Euro, bei ca. 1,53 Euro/kg SG. Sie vergleichen hierbei Äpfel mit Birnen.

Zu ihrer Überschrift Schweine: V-Preis unverändert / Druck baut sich weiter auf möchte ich noch anmerken: Es besteht zur Zeit keinerlei Preisdruck am Markt. Angebot und Nachfrage sind ausgeglichen. In dieser Woche wurde immer wieder über einen möglichen Preisdruck diskutiert, aber völlig unnötig. Einige Marktteilnehmer hoffen wohl auf fallende Preise, um ihre Kühlhäuser mit billiger Ramschware zu füllen. Diese wird dann in der kommenden Sommer-Saison "teuer" verkauft. Ein super Geschäft, welches die armen Mäster finanzieren. Aber die Zeit ist noch nicht reif! Erst nach der 37. Woche könnte eine Preisschwäche am Schweinemarkt entstehen. Somit ist ihre Überschrift vollkommen unreal und wie es so schön heisst: Thema verfehlt!!

mfg

Bigpig

PorkyPig
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Mein Reden!

sapa
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@ BIGPIG [#2]

Einen Preisrückgang erwarte ich ehrlich gesagt nicht in den kommenden (2-3 ?!) Wochen aber der Argumentation kann ich nicht folgen.

Warum sollten wir auf der "roten" Seite uns die Läger mit "billiger" Ramschware (komische Bezeichnung für deutsches Schweinefleisch) bei einem Preisniveau von 1,50€+ vollmachen. Wenn es Saisonal bedingt zu einem Preisrückgang um die Jahreswende kommen wird, der irgendwo bei 10-15 Cent liegen wird. Die Verkaufspreise bleiben in der Regel auch nicht auf dem 1,50€+ Niveau stehen. Also hätten wir nen dicken Verlust aus dem Gefrierhaus zu verbuchen. (Wichtig hierbei ist das die gesetzliche Grenze zur Lagerung bei 6 Monaten liegt, also Februar März die Ecke). Einfrieren und Lagern kostet viel Geld, glaub mir bitte wenn ich sage das jeder das einfrieren weitestgehend vermeiden will.

Richard Ebert
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@ BIGPIG [#2]

Ihre Meinung nehme ich gerne zur Kenntnis. Auch die von PorkyPig und sapa.

]Einige Marktteilnehmer hoffen wohl auf fallende Preise, um ihre Kühlhäuser mit billiger Ramschware zu füllen. Diese wird dann in der kommenden Sommer-Saison "teuer" verkauft.

Wann ist denn nach Ihrer Definition die kommende Sommer-Saison (Datum von / bis) ? Im September oder in 2010 ?

Wie lange darf Schweinefleisch überhaupt gelagert werden ? Gibt es dafür keine Vorschriften ?

PorkyPig
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Das große Einlagern findet wie jedes Jahr in den Monaten Januar und Februar statt, dann wenn die Preise auf biegen und brechen runter geknüppelt werden. Vorher wird da so gut wie nichts stattfinden. ina kann da sicher mehr zu schreiben.

Aber die aktuelle stabile Lage wird nach aller Vorraussicht bis einschließlich KW37 andauern können, der Meinung bin ich nach wie vor!

MfG

BIGPIG
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@ PorkyPig#6

Genauso ist es!!. Die Preise werden sich noch mindestens bis zur 37. Woche (Mitte September) halten. Danach ist abzuwarten, ob es vor dem Winter zu grösseren Preisnachlässen kommt. Dagegen spricht z. Zt. der starke Export in Richtung Osten und die leeren Kühlhäuser.

@ Ebert#5

Nach meiner Meinung kann man die Sommersaison von ca. Mitte Mai bis ca. Mitte September definieren. In dieser Zeit lassen sich höhere Preise als in den übrigen Jahreszeiten durchsetzen. Diese Gelegenheit nutzt auch die rote Seite. Sie prügeln im Dezember und Januar die Preise herunter, um "billiges" Schweinefleisch einzulagern. Dieses wird im Sommer mit einer guten Marge wieder verkauft. Die Einlagerungszeit kann bis zu 6 Monate betragen.

@ Sapa #4

Die Einlagerung von "billiger Ramschware" wird sicherlich nicht bei einem Kurs von 1,50 Euro stattfinden. Dazu dient der Zeitraum Dezember und Januar. Bis dahin wird sich der Preis für Schlachtschweine sicherlich, auf Druck der Grossen 3 (Tönnies, Vion, Westfleisch), auf ein für Sie annehmbares Niveau reduzieren. In der Folge wird der Preis (wie die Ware) eingefroren und den Landwirten erzählt, dass man es ja gut meint und weitere Preisnachlässe vermeiden möchte!!.

mfg

Bigpig

Muehlenbach
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@Bigpig
Warten wir es mal ab.
Wir hatten im Winter 2004 ein auf das Gesamtjahr bezogen recht hohen Preis.

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Gast

@ Richard Ebert [#5]
Gesetzlich max. 6 Monate. Dieser Zeitraum wird aber nur ausgeschöpft, wenn über Kontrakte, der Käufer, Preis und Menge vorher feststeht.
Langfriste Einlagerungen ohne festen Käufer sind tödlich, da diese Ware nur mit starken Preisnachlässen verkauft werden könnte.
Einlagerungen machen nur Sinn, in den Zeiten wo sog. Saisonartikel nicht mehr laufen, heisst beim Nacken beginnt das nicht vor November.

Außerdem kann ich die " Experten" hier nicht ganz verstehen, wenn die doch so überzeugt sind, das sich der Preis die nächsten Wochen hält, warum bauen die dann keine LogPositionen für September auf, die Schweine werden doch für 1,50 € angeboten. Das ist doch dann wie Geld drucken.

Gruss
P. S. Alles was hier bisher unter dem Forum Namen " ina " zu lesen war, wird in Zukunft unter dem Namen " Fleischprofi" zu lesen sein.
Ich denke nicht, das unter dem Namen " ina" hier noch weiter geschrieben wird.

BIGPIG
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Hallo,

warum nicht mehr "Ina"? - wurde sie oder er entlassen, oder....? - warum Namensänderung?. Ich bitte, auch im Namen der Forumskollegen, um eine Erklärung.

mfg

Bigpig

Gast

@ BIGPIG [#10]
Die Erklärung ist relativ einfach, der Account " Ina" gehört offiziell meine(r) geschätzte(n) gegenüber sitzenden Kollege(in). Da die aber selber bis heute hier nie geschrieben hat, und auch in Zukunft nicht vor hat hier zu schreiben, habe ich mir einfach meinen eigenen persönlichen Zugang gelegt. Das ist die ganze Erklärung, hat übrigens mit meinem Arbeitgeber nichts zu tun.

Gruss
Fleischprofi

Gast

Zum Geschäft kann ich noch berichten, das die Grillartikel am Wochenende doch wider erwarten sehr gut gelaufen sind.
Die Nachbestellungen sind lang durch alle Artikel heute sehr gut.
Die Tendenz zu einem Preisrückgang am kommenden Freitag sehe ich zur Zeit nicht wirklich.
Anscheinend hat aber ein grösserer Schlachtbetrieb in Niedersachsen heute und morgen eine grössere Störung, so das die nicht schlachten können. So das wir dadurch im Ein wie im Verkauf noch gut nachlegen können, irgendwo muss die Ware ja hin, und wieder weg.

Gruss

PorkyPig
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Der Kessel läuft morgen früh wieder! Die Stückzahlen wurden umverteilt.

Wenn der Markt doch so unverhofft gut läuft, warum dann kein Preisanstieg!? Ich weiß, dass die rote Seite davon nichts wissen will und das dann alles wieder runter redet.
Aber die Tendenz darf ja durchaus mal erlaubt sein!

MfG

Gast

Niederlande + 2 Cent= 1,54 €
belgien +- = 1,39 €
Dänemark +- = 1,42 €
Spanien - 2 cent = 1,63 €

Gruss

IHH
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Fleischprofi [#14]

Guten Morgen Fleischprofi,

was gibt es zu deinem Geschäft heute zu sagen?

Mit freundlichem Gruß

Gast

@ IHH [#15]
guten Morgen,
heute deutlich schlechter als gestern. Die Nachbestellungen vom Wochenende sind gestern gelaufen. Heute werden die Werbungsartikel für in 2-3 Wochen verhandelt. Der LEH tut sich sehr schwer damit.
Viele wollen mal wieder eine Rindfleisch oder Geflügelwoche machen, und weniger Schweinefleisch bewerben. Auch unter Berücksichtigung der zu ende gehenden Grillsaison.
Marinierte Nacken in der Werbung bei 20 Grad und Regen gibt immer einen Fehlschuss.
Aber mal sehen, heute Abend weiss ich mehr.

Gruss

Gast

Äusserst schwierig heute die Geschäfte. Die meisten Unternehmen sind noch nicht mal bereit, bei entsprechender großer Ordervoluma im September unveränderte Preise zu zahlen, geschweige denn höhere Preise zu akzeptieren. Folglich werden heute noch relativ wenig Abschlüsse getätigt. Der LEH ist einhellig der Meinung, der Schweinepreis muss erst mal runter. Nur wie runterkriegen, wenn das Angebot nicht zu gross ist.
Schlachtfeste und Hälften für 1,99 €, Schnitzel 3,99 € , Lachse 4,49 € usw. das wollen die sehen und sind angesagt, aber das ist sehr eng kalkuliert. Dürfte man bei 1,56 € nicht mehr machen, geht einfach nicht mehr.

Gruss

Lukas
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Dann muss der LEH man eben auf Weihnachtsgans umstellen. Bis Weihnachten ist ja nicht mehr weit.

Das alle die gleiche Meinung haben kann man an den Kursen auch feststellen. Die Preise sind ja niedrig wie nur was. Wenn ich nicht sogar sagen will "spotten billig". Wenn der LEH man damit nicht falsch liegt?!?!

Gruß
Lukas

MissPiggy
Mitglied seit
12 Jahre 2 Monate

Komisch, in Italien scheint es mit dem Preisanstieg zu klappen:

BOLLETTINO CARNI SUINE – LUNEDI’ 24 AGOSTO prosciutto per crudo kg 9/11 2,58 +0,05 prosciutto per tipico kg 11/14,5 3,01 +0,05 prosciutto per tipico kg 10/12 3,05 +0,05 prosciutto per tipico kg 12/14,8 3,50 +0,05 spalla fresca disoss. sgrass. Kg 5,5+ 2,70 +0,24 lombo intero con coppa 3,90 +0,00 lombo senza coppa (t. modena) 4,20 +0,00 gola con cotenna e magro 1,10 +0,08 lardello con cotenna 0,85 +0,06 pancetta fresca squadrata 4-5 kg 2,71 +0,14 pancettone con bronza 7,5-9,5 kg 1,49 +0,09 coppa fresca rifilata kg 2,7 + 3,93 +0,20 Lardo fresco cm 3+ 1,46 0,00 Lardo fresco 4 cm + 2,29 0,00 trito di banco 3,20 +0,23

Gruss
MissPiggy

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Die Börse in den USA hat für die Herbstmonate Oct./Dez. seit letzter Woche wieder 10% gut gemacht.
Anscheinend wird es wohl ein Hilfsangebot seitens der Regierung geben.
Ob es nun Exporthilfen sein werden ( schlecht für uns); oder finanzieller Art ( uns egal); oder Abschlachtungsprämien ähnlich wie event Kanada ( gut für den Markt) bleibt abzuwarten.

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Gast

@ MissPiggy [#19]

Korrekt, nur mit dem kleinen Unterschied, das Italien ungefähr die Hälfte !! des Schweinefleischverbrauchs von Deutschland hat. Und wenn wir unseren Verbrauch hier auch so senken, dann mag das auch klappen. Nur dann müssten wir unsere Produktion auch entsprechend senken. Ausserdem würde ihnen der deutsche Verbraucher bei solchen Preisen was husten, dann gibts eben Pizza, Hähnchen oder Sojafrikadelle oder was weiss ich, mit dem Deutschen Verbraucher kriegen sie das nicht anders hin ( hatte ich auch schon mal hier geschrieben) . In Deutschland billig, oder liegen lassen, was anders kennen die hier nicht.

Produktionsorder Heute 4,2 Millionen SB-Fleischeinheiten,sehr viel marinierte Teile, hört sich ja schon mal gut an.

Heute wird es warm, gut das wir eine Klimaanlage haben.

Arbeitsreichen Tag

papuawenzel
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Fleischprofi #17

...LEH ist einhellig der Meinung, Fleischpreis muss runter, Schnitzel für € 3,99, Lachs für € 4,49 usw. usw. ..., das wollen wir sehen.

Warum gibt man diesen Forderungen denn immer nach und hält nicht dagegen ? Auf der Ihrer Seite gibt es doch auch mächtige Unternehmen.
Discounter und Supermärkte verzeichnen Umsatzrückgänge, vor allem scheinbar im Bereich der non-food-Artikel, die mehrmals wöchentlich beworben und auf den Markt geworfen werden, ist der Markt gesättigt. Das hat man leider zu spät erkannt. Jetzt wird der Preiskampf eben noch stärker bei Lebensmittel wie Fleisch, Milchprodukte, Obst und Gemüse ausgetragen. Daher auch keine Kompromisse für höhere Preise bdei dieses Artikeln. Am Jahresende soll die Rendite stimmen, da ist es egal wie.
Der Verbraucher kann und wird für gute Lebensmittel auch zu Zugeständnissen bereit sein, wenn er wüsste, dass sie auch beim Erzeuger ankommen. Die Kosten für Lebensmittel am verfügbaren Einkommen liegen hier bei uns deutlich niedriger als in den übrigen Ländern in Europa. Daher wären höhere Erzeugerpreise für Lebensmittel nicht nur wünschenswert, sondern sollten auch möglich sein, ohne das eine Seite darunter zu leiden hätte.

Mfg

sapa
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ papuawenzel [#22]

Der Verbraucher kann und wird für gute Lebensmittel auch zu Zugeständnissen bereit sein, wenn er wüsste, dass sie auch beim Erzeuger ankommen.

Sie glauben auch noch an den Weihnachtsmann, oder? (Entschuldigen Sie die Ausdrucksweise)
Was interessiert denn den Durchschnittsbürger was der Erzeuger (Landwirt) bekommt für sein hochqualitatives Lebensmittel. Hauptsache er der Bürger (die breite Masse) hat es billig.

Es wäre schön wenn diese Meinung und Einstellung in Deutschland vorherschen würde nicht nur bei Lebensmitteln, aber dem ist leider nicht so. Kostet das 3er Pack Schnitzel im Geschäft auf einmal 1€ mehr, dann wird es liegengelassen oder substituiert.
Geiz ist Geil! regiert die Welt. Der LEH weis das und versucht deswegen auch eben soviel Druck auf die Erzeugende/ Verarbeitende Seite auszuüben indem er auch "billige" Lebensmittel auf den Markt wirft.
In anderen Ländern (und bestimmt auch eine gewisse relativ kleine Gruppe in Deutschland) weis man den Wert von Lebensmitteln zu schätzen, und ist gerne bereit auch mal 2 oder 3€ mehr auszugeben um echte Qualität zu bekommen.

sapa

Thaddeus
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ sapa [#23]

Hi,

ich will mal hier was aus der Sicht eines Verbrauchers schreiben.

Das Problem beim Einkaufen ist, daß ich nicht erkennen kann ob die Qualität der teuereren der Ware wirklich besser ist (bei Frischfleisch). Im Fall von verarbeiteter ware kann ich mich an Marken orientieren, und bei Unzufriedenheit mit der Qualität entsprechend reagieren. Solange im Frischfleischbereich keine wirklichen "Marken" aufgebaut werden, wirkt die Ware für den Verbraucher austauschbar und er wird in Zweifel zur billigeren greifen. Man sieht zwar im Regal eine Herstellerbezeichnung, aber daß ich im Supermarkt das gleiche Produkt (z.B. Hackfleisch) von unterschiedlichen Marken zu unterschiedlichen Preisen sehe ist doch sehr selten. Solange ein Supermarkt das Fleisch nur immer von einem Zulieferer anbietet, wird sich kein Markenbewußtsein aufbauen und solange wird der Verbraucher auch seine Entscheidung hauptsächlich am Preis ausrichten.

Gruß
Thaddeus

sapa
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Thaddeus [#24]

Ganz klar kann ich nur zustimmen.
Ich will auch mal behaupten das es in Deutschland gerade im SB Bereich keine schlechten (also wirklich schlechten) Produkte gibt.

Gerade bei Frischfleisch würde es auch nur dann Sinn machen mehrere Lieferanten für das SB Zeugs zu haben, wenn es sich um ein richtig großen Warenhaus handelt.
Und auch dann wird es nicht gemacht, man hätte ja viel zu große Probleme mit den MHD's der Waren und müßte wahrscheinlich eine Menge vernichten. Macht also keinen Sinn, dem Verbraucher den direkten Visuellen vergleich zu ermöglichen. Aus Sicht des LEH's.

Es wird sich meiner Meinung nach auch eher dazu entwickeln, dass man
das SB Zeugs in Laden A
und Obst&Gemüse in Laden B
und Nonfood Artikel in Laden C
kauft. Insofern man die Möglichkeit hat in seiner Nähe mehrere Ketten zu besuchen. Ist das nicht gegeben. Kauft man halt alles bei einem. Die kleinen "Tante Emma" Läden wird es auf Dauer nicht mehr geben, weil der Konsument zu verwöhnt ist von Preis und Qualität der "Industrie" Ware. Und es beim Einkauf auch möglichst bequem haben will.

Gast

@ papuawenzel [#22]

Die Zeit nehme ich mir noch. Ihre Gedanken sind Grundsätzlich verständlich und nachvollziehbar.

Die Realität sieht aber anders aus, und das liegt daran das es 365 Tage im Jahr Fleisch satt und genug (ohne Ende) im Markt gibt. Und die Schlachter müssen auf gedei und verderb beim LEH gelistet sein. Und in Deutschland wird nur nach Preis gekauft. Das Fleisch muss unbedenklich sein, das ist die einzige Bedingung der Verbraucher. Und dieser Kampf ist bei Gemüse, Obst, Milch etc. überwiegend genau so scharf, teilweise noch schärfer.

Und die Lebensmittel sind in D sehr billig (das stimmt) Nachteil, dafür ist aber auch der Verbrauch entsprechend höher (Vorteil). Würde Fleisch deutlich mehr kosten, dann hätten sie auch nicht viel gewonnen, weil der Verbraucher entsprechend weniger konsumieren würde.

Das sehen sie in den Länder, wo das Fleisch teuer ist, da wird weniger verzehrt. Also auch keine Lösung.

Und wenn wir in der EU (D) nicht viel zu viele Schlachthaken hätten, dann wären die Schweine immer billiger, weil der Landwirt nun mal davon provitiert, und die Schlachter darunter leiden.

Ich hoffe ich konnte Ihnen Antworten.

So, jetzt ab nach Hause.

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