Die Spanne ist wie Porky Pig sagt, enorm wichtig, denn sie zeigt die Tendenz in den Meinungen der Preismelder. Ist die Spanne 1,50 - 1,53 steht die Preismeldung auf wackeligen Füssen, weil ebenfalls einige Melder auf "runter" gemeldet haben. Die heutige Notierung war mit 1,53 jedoch dann eher am unteren Rand der Meldungen.
Schade ist, dass nicht die Verteilung der Meldungen auch offiziell mit angegeben wird, das heisst bei der heutigen Meldungen kann es sein dass ein Preismelder 56 gemeldet hat oder aber auch 18 Melder.
Zum Thema Aktualität: sobald der Preis per Notierungskommision feststeht, ist auch die Spanne offiziell, ein jeder der den V-Preis also kennt, sollte auch die Spanne kennen.
So ein Quatsch, die Spanne ist von 1,53 bis 1,56 und der Preis ist bei nun mal bei 1,53.
Also müssen 99% mit 1,53 gemeldet und 1% mit 1,56.
Nach Deinen Worten, da ja die Spanne bei 53 - 56 liegt, ist jetzt davon auszugehen das der Preis steigt. Pass mal auf das der Preis nächste Woche nicht nach unten geht.
Wenn man keine Ahnung hat sollte man nicht die Aussagen der anderen als Quatsch bezeichnen, nur mal als Tipp...
Der V-Preis wird als MEDIAN ermittelt, also als mittlerer Preis (wer hier in der Schule in Statisik aufgepasst hat ist klar im Vorteil, an alle anderen: Wikipedia, da kann man was lernen!)
Beispiele:
37 Preismelder: 18 melden 1,53, 19 melden 1,56 => Notierung 1,56!!!
19 melden 1,53, 18 1,56 => Notierung 1,53!!! (Insider berichten, heute soll die Verteilung genau so gewesen sein, einer nähere Infos???)
es ist die gleiche Notierung als wenn alle 37 1,53 melden!!!!
ein letztes Beispiel: 18 melden 53, 18 melden 56 und einer wählt 54, dann steht die neue Notierung bei 54.
Ich habe nie gesagt, dass der Preis nächste Woche steigt, aber heute war es sehr knapp von den Meldungen her, dass er nicht gestiegen ist.
Ich würde wetten, nächste Woche steht die 1,53 ohne Spanne....
Mit Quatsch meinte ich Deine Aussage das man darin sieht wo die Tendenz hin geht.
Also Meldungen von 1,53 bis 1,56 bedeutet ja dann Deiner Meinung nach steigende Preise sind zu erwarten.
Meine Meinung dazu: Pass mal auf das nächste Woche der Preis gar niedriger ist.
Vor allem handelt es sich hier ja auch um ein EINSCHÄTZUNG für nächste Woche der einzelnen Preismelder. Und unter den Preismeldern gibt es nun mal Realisten und Fantasten und auch Klugscheisser die das ganze Jahr über absichtlich höhere Preise melden um sich den anderen gegenüber wichtig zu machen. Selbst diese Preismelder lügen sich ja gegenseitig an.
Deshalb auch meine Meinung: Aufhören mit dem Quatsch eine Preiseinschätzung von ein paar Leuten als Grundlage für einen reellen Marktpreis zu verwenden. Aber es hat ja auch kein einziger roter den Mut dazu sich dagegen zu stemmen.
am 29.07. von 53-56 = 53
am 05.08. von 53-56 = 55
am 12.08. von 53-55 = 53
am 19.08. von 53-55 = 53
am 26.08. von 53-56 = 53
am 02.09. von 53-56 = 53
am 09.09. von 53-56 = 53
Und was bitte soll mir das jetzt sagen?
Das deckt sich genau mit der Aussage eines Bekannten von mir der auch mal an dem Spaß mitgemacht hat und dann freiwillig den Blödsinn nicht mehr mitgemacht hat.
Die meisten der EGs melden reell und ein Teil, meistens die kleineren EGs sind reine Querulanten die wenig Ahnung vom Markt haben und aus Prinzip immer über den anderen melden. Und nach Aussage von dem sind genau diese Klugscheisser und Querulanten genau diejenigen die in der Realität dann am schlechtesten abschneiden.
So ein Quatsch, die Spanne ist von 1,53 bis 1,56 und der Preis ist bei nun mal bei 1,53.
Also müssen 99% mit 1,53 gemeldet und 1% mit 1,56.
Man kann sich jetzt rausreden, aber oben geschriebener Beitrag zeigt, dass man das System bis vorhin nicht verstanden hat (von wegen 99%).
Ich habe nie behauptet, dass man aus der Spanne die Tendenz für die KOMMENDE Preisfindung herauslesen kann, sondern nur für die AKTUELLE.
Und da ist es nun mal seit einigen Wochen so, dass man an der Grenze zum "raufmelden" ist. Eine Woche hat man es mal versucht, das ist aber schiefgegangen.
Jede EZG, die Mitglied in der Kommision ist, soll den Preis melden, den sie für die laufende Vermarktungswoche erzielen kann, und da sind nun mal einige EZGs, die vielleicht mit kleineren oder größeren Schlachthöfen, welche Zusatzbedarf haben, zusammenarbeiten, die mehr Geld durchsetzen KÖNNTEN. Das heisst noch lange nicht dass das Querulanten sind oder Klugscheisser. Man kann auch die großen EZGs, die mit unveränderter Preismeldung auf Drohungen mit Hauspreisen oder gekürzter Stückzahl von den großen als Angsthasen bezeichnen, nur es hilft nicht ein Stück weiter.
Wer seine Schweine untergebracht hat, über ein vielleicht nicht bedarfsdeckendes Angebot bei weiterhin guter Nachfrage seiner belieferten Schlachthöfe verfügt, der MUSS aus seiner Sicht einen höheren Preis melden. Des Weiteren verschiebt sich das Gefüge innerhalb der Republik oft in den unterschiedlichen Regionen (Nord, Süd, West). Daher entsteht auch erst die Spanne, weil jeder (mit gutem Recht, was man als aussenstehender Gelber gar nicht beurteilen kann, weil man die einzelnen Mengen gar nicht kennt) den Markt unterschiedlich einschätzt.
Für alle die hier zweifeln: Speedy hat auf ganzer Linie Recht und das System exakt beschrieben. Genauso wie die Tatsache, dass man heute "näher an der Grenze zum raufmelden" war als in der vergangenen Woche (es war recht knapp). Unterschiedliche Meldungen resultieren aus unterschiedlichen Vermarktungsbedingungen und der Angebots-/Nachfragesituation der einzelnen EZG`s und nicht aus Querulantentum oder Wichtigmacherei. Da hat der Gelbe absolut Unrecht. Das Medianverfahren ist übrigens vom Kartellamt vorgegeben, beim arithmetischen Mittel wäre der Preis heute gestiegen.
Ich frage mich schon, warum viele meinen, ohne den Vereinigungspreis besser zu fahren. Ohne Preisorientierung würde die Mehrheit der Mäster doch von den Milliardenkonzernen viel stärker über den Tisch gezogen als jetzt. Oder glaubt ihr, ein Mäster oder eine einzelne EZG / Viehhändler hätte einen besseren Informationsstand als Tönnies oder die anderen großen Schlachtkonzerne? Alle würden panisch versuchen Preisinformationen zu sammeln, um bloß nicht zu schlecht zu verkaufen / kaufen. Volkswirtschaftlich gesehen würden die Informationskosten in die Höhe schnellen. Jetzt tragen die Preismelder die Kosten, die Mühe, die Kritik und riskieren auch noch Abbestellungen, was auch schon vorgekommen ist. Auch wenn das jetzige System vielleicht nicht das Optimum ist, sollten wir froh sein, noch solch eines zu haben. Die Alternative sind nämlich Schlachthofpreise oder gar nichts, so wie in Polen, wo es keine aktuellen Preise gibt.
Gruss
MissPiggy
Geschrieben von MissPiggy am Fr. 9 Sep 2011 - 23:56
Ohne V Preis es aber am sinnvollsten! Dann müssten sich die Bauern selbst um die Vermarktung bzw. um den Preis für Ihre Schweine kümmern und könnten nicht mehr irgend einem Anderen den Schwarzen Peter zuschieben das Sie kein Geld verdienen sondern hätten es selbst in der Hand an den zu verkaufen der Ihnen gerechtes Geld gibt!
Weiterer Vorteil wäre das der LEH nicht mehr so eine Sauerei mit uns treiben könnte weil ja auf einmal der Marktpreis nicht mehr so transparent dargestellt und für jedermann sichtbar dargestellt wird!!! Weil die geht das ja eigentlich gar nix an, die machen sich das uns gegenüber nur zu Nutzen...
Der V-Preis ist ein Orientierungspreis.
Er ist nicht verpflichtend.
Er hat null Aussagekraft.
Warum?
Weil dieser durch aber tausende von irrwitzigen Masken; Zuschlägen; Abschlägen und sonstwas total verwässert wird.
Wenn es heisst: Preis 1,53 für HKL E; dann heisst das noch lange nicht; dass man auch 1,53 für JEDES Schwein in der HKL E bekommt.
Man bekommt für 20% mehr; für 30% den Preis und für 50% WENIGER.
Insofern verstehe ich Bagiras Aussage überhaupt nicht; denn der Bauern verkauft seine Schweine schon lange selber; er muss vorher rechnen; bei welchem Entsorger seine Schweine wie gut "rauskommen"; und abwägen; welche Art der Bonus oder Malus-Zahlungen sein Ergebnis wie auch immer beieinflussen kann.
Dann kommen diverse "Zusatzspielchen"; wie Teilstückebewertung; Entsorgungskosten; Leberbefunde; Samonellenkosten usw.usv.
Seit froh; dass wir das System noch so haben wie es nun ist.
Ansonsten würde das ganze "vergleichbar"; und das schadet der Branche mehr als es ihr nützt.
Die aktuelle Situation um den 4.10. zeigt doch ganz deutlich; wie gut unsere Entsorger ( ich nenne diese ab heute der Fairniss halber; weil so hoch gekalgt wird nur noch "Entsorger"; wobei dieser Ausdruck dem ganzen noch näher kommt als Abnehmer; denn mit Müll verdient man richtig gut..)um unseres Wohles bemüht sind; laufen doch im Hintergrund schon länger diverse Aktionen zur Umstellung auf die neuen Schätzformeln...
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
Geschrieben von Muehlenbach am Sa. 10 Sep 2011 - 08:42
Es wird durch die Notierung allen Abnehmern leicht gemacht den Einkauf zu gestalten. Wenn jede Partie einzeln ausgehandelt werden müsste hätten wir etliche Einkäufer auf einem Schlachthof. Hier entstehen Zusatzkosten. Ausserdem weiß der LEH über die Produktionskosten besser bescheid als so manche Schlachter/Zerleger selber. Nur den Maskenschlupf des Schweines woraus seine Wurst gemacht worden ist, den kennt der LEH-Einkäufer nicht und das ist die einzige Möglichkeit für Marge für den Schlachthof.
Die Notierung muss weg und die Masken stark vereinfacht werden. Denn schlechter als im Moment kann es für die Erzeuger auch nicht laufen.
Eines dürfen wir Erzeuger nicht vergessen: "Die Schweine gehören immer noch uns!"
Soll heißen, dass wir wieder selber bestimmen müssen wie und wann welche Schweine verkauft und zu welchem Preis abgerechnet werden.
Dies funktioniert in direkten Nachbarländern zu Deutschland schon seit langem sehr gut, ich würde sogar sagen besser als in Deutschland.
MfG
agriculus
Geschrieben von agriculus am Sa. 10 Sep 2011 - 10:33
@ Schweineturbo [#1]
ist es zu schwer für die dich die Spanne mit anzugeben? oder hat es irgend einen anderen Grund?
Nachtrag:
Schweine 1,53 € in der Spanne von 1,53 € bis 1,56 €
Sauen ab Hof 1,09 € in dr Spanne von 1,07 € bis 1,09 €
Sauen frei Schlachthof 1,21 € in der Spanne von 1,19 € bis 1,22 €
M f G
-Topschwein-
@ Topschwein [#2]
Es ist nicht schwer die Spanne mit anzugeben.
Jeder möchte den Preis so früh wie möglich wissen, nur dann kan ich die Spanne noch nicht mitteilen.
mfg
Wen interessiert die Spanne?
@ Gelber [#4]
Mich !
mich nicht
Die Spanne ist enorm wichtig!
@ Gelber [#6]
Die Spanne ist wie Porky Pig sagt, enorm wichtig, denn sie zeigt die Tendenz in den Meinungen der Preismelder. Ist die Spanne 1,50 - 1,53 steht die Preismeldung auf wackeligen Füssen, weil ebenfalls einige Melder auf "runter" gemeldet haben. Die heutige Notierung war mit 1,53 jedoch dann eher am unteren Rand der Meldungen.
Schade ist, dass nicht die Verteilung der Meldungen auch offiziell mit angegeben wird, das heisst bei der heutigen Meldungen kann es sein dass ein Preismelder 56 gemeldet hat oder aber auch 18 Melder.
Zum Thema Aktualität: sobald der Preis per Notierungskommision feststeht, ist auch die Spanne offiziell, ein jeder der den V-Preis also kennt, sollte auch die Spanne kennen.
MfG
Speedy
So ein Quatsch, die Spanne ist von 1,53 bis 1,56 und der Preis ist bei nun mal bei 1,53.
Also müssen 99% mit 1,53 gemeldet und 1% mit 1,56.
Nach Deinen Worten, da ja die Spanne bei 53 - 56 liegt, ist jetzt davon auszugehen das der Preis steigt. Pass mal auf das der Preis nächste Woche nicht nach unten geht.
@ Gelber [#9]
Wenn man keine Ahnung hat sollte man nicht die Aussagen der anderen als Quatsch bezeichnen, nur mal als Tipp...
Der V-Preis wird als MEDIAN ermittelt, also als mittlerer Preis (wer hier in der Schule in Statisik aufgepasst hat ist klar im Vorteil, an alle anderen: Wikipedia, da kann man was lernen!)
Beispiele:
37 Preismelder: 18 melden 1,53, 19 melden 1,56 => Notierung 1,56!!!
19 melden 1,53, 18 1,56 => Notierung 1,53!!! (Insider berichten, heute soll die Verteilung genau so gewesen sein, einer nähere Infos???)
es ist die gleiche Notierung als wenn alle 37 1,53 melden!!!!
ein letztes Beispiel: 18 melden 53, 18 melden 56 und einer wählt 54, dann steht die neue Notierung bei 54.
Ich habe nie gesagt, dass der Preis nächste Woche steigt, aber heute war es sehr knapp von den Meldungen her, dass er nicht gestiegen ist.
Ich würde wetten, nächste Woche steht die 1,53 ohne Spanne....
MfG
Speedy
@ Speedy [#10]
super Beitrag ! Top
Gruß
-Topschwein-
Mit Quatsch meinte ich Deine Aussage das man darin sieht wo die Tendenz hin geht.
Also Meldungen von 1,53 bis 1,56 bedeutet ja dann Deiner Meinung nach steigende Preise sind zu erwarten.
Meine Meinung dazu: Pass mal auf das nächste Woche der Preis gar niedriger ist.
Vor allem handelt es sich hier ja auch um ein EINSCHÄTZUNG für nächste Woche der einzelnen Preismelder. Und unter den Preismeldern gibt es nun mal Realisten und Fantasten und auch Klugscheisser die das ganze Jahr über absichtlich höhere Preise melden um sich den anderen gegenüber wichtig zu machen. Selbst diese Preismelder lügen sich ja gegenseitig an.
Deshalb auch meine Meinung: Aufhören mit dem Quatsch eine Preiseinschätzung von ein paar Leuten als Grundlage für einen reellen Marktpreis zu verwenden. Aber es hat ja auch kein einziger roter den Mut dazu sich dagegen zu stemmen.
am 29.07. von 53-56 = 53
am 05.08. von 53-56 = 55
am 12.08. von 53-55 = 53
am 19.08. von 53-55 = 53
am 26.08. von 53-56 = 53
am 02.09. von 53-56 = 53
am 09.09. von 53-56 = 53
Und was bitte soll mir das jetzt sagen?
Das deckt sich genau mit der Aussage eines Bekannten von mir der auch mal an dem Spaß mitgemacht hat und dann freiwillig den Blödsinn nicht mehr mitgemacht hat.
Die meisten der EGs melden reell und ein Teil, meistens die kleineren EGs sind reine Querulanten die wenig Ahnung vom Markt haben und aus Prinzip immer über den anderen melden. Und nach Aussage von dem sind genau diese Klugscheisser und Querulanten genau diejenigen die in der Realität dann am schlechtesten abschneiden.
@ Gelber [#13]
So ein Quatsch, die Spanne ist von 1,53 bis 1,56 und der Preis ist bei nun mal bei 1,53.
Also müssen 99% mit 1,53 gemeldet und 1% mit 1,56.
Man kann sich jetzt rausreden, aber oben geschriebener Beitrag zeigt, dass man das System bis vorhin nicht verstanden hat (von wegen 99%).
Ich habe nie behauptet, dass man aus der Spanne die Tendenz für die KOMMENDE Preisfindung herauslesen kann, sondern nur für die AKTUELLE.
Und da ist es nun mal seit einigen Wochen so, dass man an der Grenze zum "raufmelden" ist. Eine Woche hat man es mal versucht, das ist aber schiefgegangen.
Jede EZG, die Mitglied in der Kommision ist, soll den Preis melden, den sie für die laufende Vermarktungswoche erzielen kann, und da sind nun mal einige EZGs, die vielleicht mit kleineren oder größeren Schlachthöfen, welche Zusatzbedarf haben, zusammenarbeiten, die mehr Geld durchsetzen KÖNNTEN. Das heisst noch lange nicht dass das Querulanten sind oder Klugscheisser. Man kann auch die großen EZGs, die mit unveränderter Preismeldung auf Drohungen mit Hauspreisen oder gekürzter Stückzahl von den großen als Angsthasen bezeichnen, nur es hilft nicht ein Stück weiter.
Wer seine Schweine untergebracht hat, über ein vielleicht nicht bedarfsdeckendes Angebot bei weiterhin guter Nachfrage seiner belieferten Schlachthöfe verfügt, der MUSS aus seiner Sicht einen höheren Preis melden. Des Weiteren verschiebt sich das Gefüge innerhalb der Republik oft in den unterschiedlichen Regionen (Nord, Süd, West). Daher entsteht auch erst die Spanne, weil jeder (mit gutem Recht, was man als aussenstehender Gelber gar nicht beurteilen kann, weil man die einzelnen Mengen gar nicht kennt) den Markt unterschiedlich einschätzt.
MfG
Speedy
Für alle die hier zweifeln: Speedy hat auf ganzer Linie Recht und das System exakt beschrieben. Genauso wie die Tatsache, dass man heute "näher an der Grenze zum raufmelden" war als in der vergangenen Woche (es war recht knapp). Unterschiedliche Meldungen resultieren aus unterschiedlichen Vermarktungsbedingungen und der Angebots-/Nachfragesituation der einzelnen EZG`s und nicht aus Querulantentum oder Wichtigmacherei. Da hat der Gelbe absolut Unrecht. Das Medianverfahren ist übrigens vom Kartellamt vorgegeben, beim arithmetischen Mittel wäre der Preis heute gestiegen.
Ich frage mich schon, warum viele meinen, ohne den Vereinigungspreis besser zu fahren. Ohne Preisorientierung würde die Mehrheit der Mäster doch von den Milliardenkonzernen viel stärker über den Tisch gezogen als jetzt. Oder glaubt ihr, ein Mäster oder eine einzelne EZG / Viehhändler hätte einen besseren Informationsstand als Tönnies oder die anderen großen Schlachtkonzerne? Alle würden panisch versuchen Preisinformationen zu sammeln, um bloß nicht zu schlecht zu verkaufen / kaufen. Volkswirtschaftlich gesehen würden die Informationskosten in die Höhe schnellen. Jetzt tragen die Preismelder die Kosten, die Mühe, die Kritik und riskieren auch noch Abbestellungen, was auch schon vorgekommen ist. Auch wenn das jetzige System vielleicht nicht das Optimum ist, sollten wir froh sein, noch solch eines zu haben. Die Alternative sind nämlich Schlachthofpreise oder gar nichts, so wie in Polen, wo es keine aktuellen Preise gibt.
Gruss
MissPiggy
@MissPiggy
Ohne V Preis es aber am sinnvollsten! Dann müssten sich die Bauern selbst um die Vermarktung bzw. um den Preis für Ihre Schweine kümmern und könnten nicht mehr irgend einem Anderen den Schwarzen Peter zuschieben das Sie kein Geld verdienen sondern hätten es selbst in der Hand an den zu verkaufen der Ihnen gerechtes Geld gibt!
Weiterer Vorteil wäre das der LEH nicht mehr so eine Sauerei mit uns treiben könnte weil ja auf einmal der Marktpreis nicht mehr so transparent dargestellt und für jedermann sichtbar dargestellt wird!!! Weil die geht das ja eigentlich gar nix an, die machen sich das uns gegenüber nur zu Nutzen...
Der V-Preis ist ein Orientierungspreis.
Er ist nicht verpflichtend.
Er hat null Aussagekraft.
Warum?
Weil dieser durch aber tausende von irrwitzigen Masken; Zuschlägen; Abschlägen und sonstwas total verwässert wird.
Wenn es heisst: Preis 1,53 für HKL E; dann heisst das noch lange nicht; dass man auch 1,53 für JEDES Schwein in der HKL E bekommt.
Man bekommt für 20% mehr; für 30% den Preis und für 50% WENIGER.
Insofern verstehe ich Bagiras Aussage überhaupt nicht; denn der Bauern verkauft seine Schweine schon lange selber; er muss vorher rechnen; bei welchem Entsorger seine Schweine wie gut "rauskommen"; und abwägen; welche Art der Bonus oder Malus-Zahlungen sein Ergebnis wie auch immer beieinflussen kann.
Dann kommen diverse "Zusatzspielchen"; wie Teilstückebewertung; Entsorgungskosten; Leberbefunde; Samonellenkosten usw.usv.
Seit froh; dass wir das System noch so haben wie es nun ist.
Ansonsten würde das ganze "vergleichbar"; und das schadet der Branche mehr als es ihr nützt.
Die aktuelle Situation um den 4.10. zeigt doch ganz deutlich; wie gut unsere Entsorger ( ich nenne diese ab heute der Fairniss halber; weil so hoch gekalgt wird nur noch "Entsorger"; wobei dieser Ausdruck dem ganzen noch näher kommt als Abnehmer; denn mit Müll verdient man richtig gut..)um unseres Wohles bemüht sind; laufen doch im Hintergrund schon länger diverse Aktionen zur Umstellung auf die neuen Schätzformeln...
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
Es wird durch die Notierung allen Abnehmern leicht gemacht den Einkauf zu gestalten. Wenn jede Partie einzeln ausgehandelt werden müsste hätten wir etliche Einkäufer auf einem Schlachthof. Hier entstehen Zusatzkosten. Ausserdem weiß der LEH über die Produktionskosten besser bescheid als so manche Schlachter/Zerleger selber. Nur den Maskenschlupf des Schweines woraus seine Wurst gemacht worden ist, den kennt der LEH-Einkäufer nicht und das ist die einzige Möglichkeit für Marge für den Schlachthof.
Die Notierung muss weg und die Masken stark vereinfacht werden. Denn schlechter als im Moment kann es für die Erzeuger auch nicht laufen.
Eines dürfen wir Erzeuger nicht vergessen: "Die Schweine gehören immer noch uns!"
Soll heißen, dass wir wieder selber bestimmen müssen wie und wann welche Schweine verkauft und zu welchem Preis abgerechnet werden.
Dies funktioniert in direkten Nachbarländern zu Deutschland schon seit langem sehr gut, ich würde sogar sagen besser als in Deutschland.
MfG
agriculus
@agriculus
Meine Rede...