Hier der aktuelle Preis (schwarze Linie), die statistische Erwartung der Kassapreise in den kommenden 12 Monaten (rote Linie) und die aktuelle Erwartung am Terminmarkt (blaue Rechtecke und Pfeile):
Geschrieben von Richard Ebert am Fr. 14 Jan 2011 - 12:30
Herr Ebert, bei allem Wohlwollen, vor 4 Tagen haben Sie mit der gleichen Berechnung zum Kauf von Febr, Märzschweinen angeregt. Seitdem haben diese Kurse um mindestens 10 Cent verloren.
In Krisenzeiten greifen diese langfristigen Statistiken nun wirklich nicht.
Bin überzeugt, daß alle "roten" sich mit diesem Dolchstoss kurzfristig eine goldene Nase holen.
Da schließ ich die Erzeugergemeinschaften (Preismelder) mit ein.
So ist daß mit der "Solidarität, Alle in einem Boot". Schönredner wie Bronto, Gelber und co . werden die Sektkorken knallen lassen.
Da schließ ich die Erzeugergemeinschaften (Preismelder) mit ein.
Tun Sie mir den Gefallen und erklären das bitte....
Ich weiß von Organisationen, die momentan einige Schweine vor sich herschieben und diesen heutigen Preisverfall ausgleichen müssen, aufgrund von Preisgarantien.
Super,jetzt zerfleischen wir uns auch noch selber.Wenn ich meine ehrliche Meinung hier und heute schreiben würde,wär ich spätestens heute Abend inhaftiert.
Geschrieben von fisch12 am Fr. 14 Jan 2011 - 13:31
Als ich diesem Forum beigetreten bin, habe ich Deine Analyse sehr geschätzt, denn oftmals haben diese gestimmt und waren sachlich gut, wenn auch manchmal polemisch.
Bleibt die Situation noch einige Zeit so aktuell, halte ich einen Vereinigungspreis zwischen 0,60 und 0,75€ im Februar für nicht ausgeschlossen.
Das sich dabei einige Rote und Grüne vom Markt verabschieden ist klar. Schau Dir an was in der BSE Krise passiert ist, bei Dioxin war belgien und Irland ein Gewitterlüftchen, gegenüber dem was jetzt in ganz Europa passieren wird !
Geschrieben von schinkendieb am Fr. 14 Jan 2011 - 13:41
So ist es Schinkendieb.
Hier ist es üblich; wenn eine Verlobung geplatzt ist; dass die Geschenke zurückgegeben werden.
Sprich 10ct für die letzte Woche; 10ct für diese Woche; plus Zinsen; und dann sind wir da wo wir sind.
Nichts neues.
Das was uns Landwirten nun richtig helfen kann; ist ein ordentlicher Seuchenzug im Oldenburger Münsterland.
Klingt heftig; ist aber so.
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
Geschrieben von Muehlenbach am Fr. 14 Jan 2011 - 13:45
Ich glaube nicht das bei den roten die Sektkorken knallen. Es ist bei Bronto&Co ein Versuch überhaupt leben in dem Markt einzuhauchen. Wenn das nicht passiert wäre, ginge es noch viel tiefer.
Ich hoffe das diese Intensivmaßnahme auch wirklich greift und der Patient Schweinepreis bald von der Intensivstation runter kommt.
Wenn das so ist, muss ich mich natürlich bei Bronto bedanken und entschuldigen. Leute fragt euch doch mal auf wessen Kosten diese angebliche Marktbelebung durchgeführt wird. Fragt Euch wieviel Gesamtvolumen tatsächlich weniger abgesetzt wird und fragt Euch wer seine Kühllager jetzt mit fast geschenktem Fleisch füllt. Wer gibt uns echte Zahlen dazu?
@all
stimmt es das in NRW auch ein Betrieb mit Dioxin im Fleisch aufgeflogen ist ?
Ein Schlachthof dort soll angeblich ab nu nur noch die Schweine der Vertragsmäster schlachten ?
mfg
Geschrieben von picprofi am Fr. 14 Jan 2011 - 14:24
Meinst Du etwa die Schlachter sind Schuld an dem Schei?. Nein, das ist nur ein Fettpanscher der den Hals nicht voll kriegen konnte. Die wissen doch auch das bei diesen Preisen dauerhaft auch alle über die Wupper gehen. Außerdem haben auch einige EZGs mitgeredet. Und schau dir den Preis an der Börse an, er ist nur noch steigend. Warum also wie bekloppt Schweine anmelden. Es ist doch Momentan eine blöde Praxis von den Bauern immer mehr anzumelden als da sind.
der Preisverfall ist wirklich sehr heftig, da stellt sich schon die frage, ob dass nun auf eine partnerschaftliche zusammenarbeit zw. rot und grün läuft.
meines erachtens sehr zweifelhaft die aktuelle situation.
viel spannender, was erwartet ihr von nächster bzw. über n#chster woche. wird das aktuelle preistal überwunden oder wird es weiter runter gehen??
Dann sollen die Mäster nicht mehr anmelden als sie haben. Ist das denn partnerschaftliche zusammenarbeit wenn die Bauern die Schlachthöfe mit Schweinen überfluten.
Mit dem Preis glaube ich haben wir den Boden erreicht.
Gruß
Lukas
P.S. Es wird immer heißer gekocht als gegessen.
So jetzt ab in den Stall und die Arbeit gut machen!
nach meine alten Unterlagen ist die Noierung in der Woche 34/1998 2,22 DM gewesen und hatte diesen Wert bis zur 20. Woche 1999 nie mehr erreicht (Leider enden hier meine Aufzeichnungen von damals)
Laut der ISN betrug der Durchschnittspreis im Jahr 1999 2,17 DM !!
Alles klar wo die Reise hingeht ?
Geschrieben von schinkendieb am Fr. 14 Jan 2011 - 15:15
hast du denn noch Aufzeichnungen über die Ferkel- und Futterpreise aus dieser Zeit?. Ich möchte noch anmerken, dass die damaligen Kosten/Platz wohl wesentlich niedriger als Heute waren.
Schinkendieb; mal sinnig an.
Im Jahre 1998 waren Europaweit; verstehst du; Europaweit viiiiiiiieeeeel zu viele Schweine am Markt.
Das war eine ganz andere Konstellation.
Dazu muss erstmal Dioxin in NL; DK; FR und vor allen Dingen ESP gefunden werden.
Dann reden wir über diese Preise.
Du weisst auch noch; was dann kam?
Wenn nicht; ich erinnere dich: MKS ende 2000/ Anfang 2001.
Da war der Höchstpreis über vier Mark; ein Ferkel kostete in der Spitze ( die Aufschlageritis gabs noch nicht) 210 DM.
Das war der Anlass für Ausweitungen in 2001/2002; die mit einem Absturz im Dez/Jan 03 bei 1,10 Euro endeten.
Auch da wurde von 80ct. gesprochen.
Seitdem haben wir aber in Polen ( bis dahin zweitgrösste Erzeuger) 40%verloren; in Ungarn; in den baltischen Staaten; sogar in DK fast 30%(Schlachtschweine).
Insgesamt haben wir fast 10% verloren ( D hat aufgerüstet; besonders ESP).
Wir haben in Europa fast einen ausgeglichenen Markt gehabt im vergangenen Jahr; und wenn man jetzt noch relation setzt; das Deutschland im vergangenen Jahr 20% der Jahresproduktion exportiert hat; dann wird einem vieles bewusster.
Zum einen ist es so; dass andere Länder kurzfristig dieses Defizit nicht ausgleichen können; weil die erst noch die Schweine mästen müssten; dessen Plätze die garnicht haben; zum anderen geht dann der Preis so dermassen hoch; dass viele wieder in Deutschland kaufen werden.
Ob und wie lange wir Erzeuger dann um einen "gerechten" Preis be......werden; wird man sehen.
Wie gesagt; auch nur dann; wenn nicht ganz Europa Dioxin verseucht ist.
( oder wir irgendeine Seuche bekommen)
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
Geschrieben von Muehlenbach am Fr. 14 Jan 2011 - 15:36
Durch meine jetzige Tätigkeit habe ich aus Eigeninteresse ca. 2004 angefangen mit einem eigenen Börsenspiel, weil es heist, du kannst Rohstoffpreise über die WTB absichern. Nach einiger Zeit hab ich dann angefangen im kleinen Rahmen mit eigenen Mitteln zu handeln.
Meine besten Ergebnisse habe ich Nov./Dez. 2010 erzielt, diese Geld ist jetzt futsch... - und ich muss wohl erstmals drauflegen !
In einem anderen Betrag habe ich diese Woche schonmal von Streik geschrieben, diese historischen Daten sind für mich der Beleg, das das ganze Jahr im A*sch ist !
Geschrieben von schinkendieb am Fr. 14 Jan 2011 - 15:36
Deiner Information kann ich jetzt überhaupt nich folgen ?
Die osteuropäischen Länder haben ab dem EG Beitritt 1.5.2004 die Bestände runtergefahren (besser: verloren)
Aus folgenden Gründen:
1. keine Eigenkapitalausstattung
2. EG Zuschüsse nur 25% der alten EU Mitglieder
3. einige Länder wie SK,HU, RO Mehrwertsteuersätze auf Lebensmittel von 19% und 25%. Vorallem das verhindert die Bildung von Eigenkapital und wenn Du die Märchensteuer klemmen kannst, dann brauchst du wenig Schweine, wenig Personal, kassierst für 800 - 3000 ha die Prämien, hast nen dicken Benz oder Porsche für die Freizeit, nen BMW X5, Cayenne oder nen Range als Arbeitsauto, ne dicke Yacht an der kroatischen Adria, wackelst mit den Eiern und nen Dauerauftrag mit Pfitzer.
Alles klar mein Freund ?
Geschrieben von schinkendieb am Fr. 14 Jan 2011 - 15:49
@ Lukas [#11]
Ich glaube, das wir durch diesen Preisabschlag,(hätte ich selbst in dieser Größenordnung nicht erwartet!) schneller Ruhe bekommen werden,
als wenn es fünfmal 5Cent rückwärts gegangen wäre! So ist die Bereitschaft Ware zu bunkern eher gegeben und die Normalität wird
schneller einkehren. Außerdem sorgt dieser "Schlag vor den Bug" der Mäster schneller für Ernüchterung und läßt die Panik vergessen, nach dem Motto: Viel schlimmer kann es ohnehin nicht werden!
Hart aber wahr. Meine Prognose:Es geht nicht weiter runter.
Gruß Bronto
Geschrieben von Brontosaurus am Fr. 14 Jan 2011 - 16:00
1,12€ Kann ich nicht verstehen!!! Dachte wir haben einen Welthandel!!! Ich bin Jungbauer mit ( Top-Studiumabschluss/ BWL ) und habe mit Vollgas die Schweinezucht ausgebaut!!! Aber ok, dann muß ich mittelfristig meine Energie wohl auch woanders auslassen.
So kann ich nicht kalkulieren!!!
Naja, wird wohl ein Lehrjahr.
Is ja die Absolute Hölle!!!
Übrigens, 80 Cent für einen Kilo Scheinefleisch und 25Cent für 1 Kilo Weizen soweit wird es nicht kommen!
Geschrieben von Unique09 am Fr. 14 Jan 2011 - 16:05
Ein Schwein konnte man zu der genannten Zeit für 40 - 45 DM mästen.
Nur als Ergänzung zu der Diskussion. Heutige Futterkosten sind euch wohl bekannt.
Gruss
Hanna
nicht den Mut verlieren, es ist noch nicht aller Tage Abend und erst am Ende wird abgerechnet ! (&,-€ fürs Phrasenschwein !!)
Aber aus meiner Erfahrung sollte man sich von betriebswirtschaftlichen Betrachtung her die Investitionen, bzw. den ROI immer ohne Zuschüsse vor Augen haben.
Man erliegt einem Trugschluss, investiert deshalb oft mehr als zuviel, hat die nötige Eigenkapitalausstattung in Krisenzeiten nicht.
Geschrieben von schinkendieb am Fr. 14 Jan 2011 - 16:37
Wenn ich dann meine Wäsche draussen trocknen kann; schinkendieb; dann ab in den wilden Osten.
Also hast du mich schon verstanden; die brauchen Schweine; die die nicht selber haben.
Richtig?
Ach ja; frag mal Bronto; der kennt meine Lieblingsautomarke.
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
Geschrieben von Muehlenbach am Fr. 14 Jan 2011 - 18:33
Hier der aktuelle Preis (schwarze Linie), die statistische Erwartung der Kassapreise in den kommenden 12 Monaten (rote Linie) und die aktuelle Erwartung am Terminmarkt (blaue Rechtecke und Pfeile):
Herr Ebert, bei allem Wohlwollen, vor 4 Tagen haben Sie mit der gleichen Berechnung zum Kauf von Febr, Märzschweinen angeregt. Seitdem haben diese Kurse um mindestens 10 Cent verloren.
In Krisenzeiten greifen diese langfristigen Statistiken nun wirklich nicht.
Gruß Paul
@ Schweineturbo [#1]
hiermit aktiviere ich uneingeschränkt meinen Beitrag #35 zum Thema Schweine: Dioxin, des Bauern Tod?
Mfg
BB
Bin überzeugt, daß alle "roten" sich mit diesem Dolchstoss kurzfristig eine goldene Nase holen.
Da schließ ich die Erzeugergemeinschaften (Preismelder) mit ein.
So ist daß mit der "Solidarität, Alle in einem Boot". Schönredner wie Bronto, Gelber und co . werden die Sektkorken knallen lassen.
Gruß Paul
[Unzulässiger Text redaktionell entfernt]
@ paul [#5]
Da schließ ich die Erzeugergemeinschaften (Preismelder) mit ein.
Tun Sie mir den Gefallen und erklären das bitte....
Ich weiß von Organisationen, die momentan einige Schweine vor sich herschieben und diesen heutigen Preisverfall ausgleichen müssen, aufgrund von Preisgarantien.
MfG
Speedy
@ Brontosaurus [#6]
Super,jetzt zerfleischen wir uns auch noch selber.Wenn ich meine ehrliche Meinung hier und heute schreiben würde,wär ich spätestens heute Abend inhaftiert.
@ Bronto
Meine vollste Zustimmung !!
@ Paul
Als ich diesem Forum beigetreten bin, habe ich Deine Analyse sehr geschätzt, denn oftmals haben diese gestimmt und waren sachlich gut, wenn auch manchmal polemisch.
Bleibt die Situation noch einige Zeit so aktuell, halte ich einen Vereinigungspreis zwischen 0,60 und 0,75€ im Februar für nicht ausgeschlossen.
Das sich dabei einige Rote und Grüne vom Markt verabschieden ist klar. Schau Dir an was in der BSE Krise passiert ist, bei Dioxin war belgien und Irland ein Gewitterlüftchen, gegenüber dem was jetzt in ganz Europa passieren wird !
So ist es Schinkendieb.
Hier ist es üblich; wenn eine Verlobung geplatzt ist; dass die Geschenke zurückgegeben werden.
Sprich 10ct für die letzte Woche; 10ct für diese Woche; plus Zinsen; und dann sind wir da wo wir sind.
Nichts neues.
Das was uns Landwirten nun richtig helfen kann; ist ein ordentlicher Seuchenzug im Oldenburger Münsterland.
Klingt heftig; ist aber so.
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
@ paul [#5]
Ich glaube nicht das bei den roten die Sektkorken knallen. Es ist bei Bronto&Co ein Versuch überhaupt leben in dem Markt einzuhauchen. Wenn das nicht passiert wäre, ginge es noch viel tiefer.
Ich hoffe das diese Intensivmaßnahme auch wirklich greift und der Patient Schweinepreis bald von der Intensivstation runter kommt.
Mit viel Hoffnung!!!!!!
Gruß
Lukas
@ Lukas [#11]
Hoffen wir alle, dass dieser intensive Schlag für Entlastung sorgt. Obwohl, es tut sehr weh.
@ Lukas [#11]
Wenn das so ist, muss ich mich natürlich bei Bronto bedanken und entschuldigen. Leute fragt euch doch mal auf wessen Kosten diese angebliche Marktbelebung durchgeführt wird. Fragt Euch wieviel Gesamtvolumen tatsächlich weniger abgesetzt wird und fragt Euch wer seine Kühllager jetzt mit fast geschenktem Fleisch füllt. Wer gibt uns echte Zahlen dazu?
Gruß Paul
@all
stimmt es das in NRW auch ein Betrieb mit Dioxin im Fleisch aufgeflogen ist ?
Ein Schlachthof dort soll angeblich ab nu nur noch die Schweine der Vertragsmäster schlachten ?
mfg
@ paul [#13]
Ich gehe mal davon aus,das schon seit einigen Wochen eingefroren wird.Und mit diesem Preis hat man vielleicht einen etwas besseren Schnittpreis.
Zur Information
ISW / ISN Preise 1998
Es gab noch Notierungen Montags und Donnerstag
maximalster Wert = 2,94 am 26.2.1998
minimalster Wert = 1,60 am 5.11. - 26.11.1998
Für die speziellen Forumsteilnehmer die nach einer Woche schon alles vergessen haben, diese Preise waren noch in DM !!
@ paul [#13]
Meinst Du etwa die Schlachter sind Schuld an dem Schei?. Nein, das ist nur ein Fettpanscher der den Hals nicht voll kriegen konnte. Die wissen doch auch das bei diesen Preisen dauerhaft auch alle über die Wupper gehen. Außerdem haben auch einige EZGs mitgeredet. Und schau dir den Preis an der Börse an, er ist nur noch steigend. Warum also wie bekloppt Schweine anmelden. Es ist doch Momentan eine blöde Praxis von den Bauern immer mehr anzumelden als da sind.
Gruß
Lukas
der Preisverfall ist wirklich sehr heftig, da stellt sich schon die frage, ob dass nun auf eine partnerschaftliche zusammenarbeit zw. rot und grün läuft.
meines erachtens sehr zweifelhaft die aktuelle situation.
viel spannender, was erwartet ihr von nächster bzw. über n#chster woche. wird das aktuelle preistal überwunden oder wird es weiter runter gehen??
bitte mal um eure einschätzung
vg schubi
@ Schulze Bisping [#18]
Dann sollen die Mäster nicht mehr anmelden als sie haben. Ist das denn partnerschaftliche zusammenarbeit wenn die Bauern die Schlachthöfe mit Schweinen überfluten.
Mit dem Preis glaube ich haben wir den Boden erreicht.
Gruß
Lukas
P.S. Es wird immer heißer gekocht als gegessen.
So jetzt ab in den Stall und die Arbeit gut machen!
Kleiner Nachtrag:
jetzige Notierung 1,12 € entspricht ca. 2,24 DM
nach meine alten Unterlagen ist die Noierung in der Woche 34/1998 2,22 DM gewesen und hatte diesen Wert bis zur 20. Woche 1999 nie mehr erreicht (Leider enden hier meine Aufzeichnungen von damals)
Laut der ISN betrug der Durchschnittspreis im Jahr 1999 2,17 DM !!
Alles klar wo die Reise hingeht ?
@ schinkendieb,
hast du denn noch Aufzeichnungen über die Ferkel- und Futterpreise aus dieser Zeit?. Ich möchte noch anmerken, dass die damaligen Kosten/Platz wohl wesentlich niedriger als Heute waren.
mfg
Bigpig
Schinkendieb; mal sinnig an.
Im Jahre 1998 waren Europaweit; verstehst du; Europaweit viiiiiiiieeeeel zu viele Schweine am Markt.
Das war eine ganz andere Konstellation.
Dazu muss erstmal Dioxin in NL; DK; FR und vor allen Dingen ESP gefunden werden.
Dann reden wir über diese Preise.
Du weisst auch noch; was dann kam?
Wenn nicht; ich erinnere dich: MKS ende 2000/ Anfang 2001.
Da war der Höchstpreis über vier Mark; ein Ferkel kostete in der Spitze ( die Aufschlageritis gabs noch nicht) 210 DM.
Das war der Anlass für Ausweitungen in 2001/2002; die mit einem Absturz im Dez/Jan 03 bei 1,10 Euro endeten.
Auch da wurde von 80ct. gesprochen.
Seitdem haben wir aber in Polen ( bis dahin zweitgrösste Erzeuger) 40%verloren; in Ungarn; in den baltischen Staaten; sogar in DK fast 30%(Schlachtschweine).
Insgesamt haben wir fast 10% verloren ( D hat aufgerüstet; besonders ESP).
Wir haben in Europa fast einen ausgeglichenen Markt gehabt im vergangenen Jahr; und wenn man jetzt noch relation setzt; das Deutschland im vergangenen Jahr 20% der Jahresproduktion exportiert hat; dann wird einem vieles bewusster.
Zum einen ist es so; dass andere Länder kurzfristig dieses Defizit nicht ausgleichen können; weil die erst noch die Schweine mästen müssten; dessen Plätze die garnicht haben; zum anderen geht dann der Preis so dermassen hoch; dass viele wieder in Deutschland kaufen werden.
Ob und wie lange wir Erzeuger dann um einen "gerechten" Preis be......werden; wird man sehen.
Wie gesagt; auch nur dann; wenn nicht ganz Europa Dioxin verseucht ist.
( oder wir irgendeine Seuche bekommen)
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
@ BIGPIG
Nein, kann ich leider nicht mit dienen, ich bin fachlich eng mit rot und grün (!! nicht politisch !!) verbunden und seit 1999 im Ausland tätig.
Der Link zu den Durchschnittsdaten von 1999 ist folgender:
http://www.schweine.net/mitgliederversammlung_der_isn.html
Durch meine jetzige Tätigkeit habe ich aus Eigeninteresse ca. 2004 angefangen mit einem eigenen Börsenspiel, weil es heist, du kannst Rohstoffpreise über die WTB absichern. Nach einiger Zeit hab ich dann angefangen im kleinen Rahmen mit eigenen Mitteln zu handeln.
Meine besten Ergebnisse habe ich Nov./Dez. 2010 erzielt, diese Geld ist jetzt futsch... - und ich muss wohl erstmals drauflegen !
In einem anderen Betrag habe ich diese Woche schonmal von Streik geschrieben, diese historischen Daten sind für mich der Beleg, das das ganze Jahr im A*sch ist !
@ Mühlenbach
Deiner Information kann ich jetzt überhaupt nich folgen ?
Die osteuropäischen Länder haben ab dem EG Beitritt 1.5.2004 die Bestände runtergefahren (besser: verloren)
Aus folgenden Gründen:
1. keine Eigenkapitalausstattung
2. EG Zuschüsse nur 25% der alten EU Mitglieder
3. einige Länder wie SK,HU, RO Mehrwertsteuersätze auf Lebensmittel von 19% und 25%. Vorallem das verhindert die Bildung von Eigenkapital und wenn Du die Märchensteuer klemmen kannst, dann brauchst du wenig Schweine, wenig Personal, kassierst für 800 - 3000 ha die Prämien, hast nen dicken Benz oder Porsche für die Freizeit, nen BMW X5, Cayenne oder nen Range als Arbeitsauto, ne dicke Yacht an der kroatischen Adria, wackelst mit den Eiern und nen Dauerauftrag mit Pfitzer.
Alles klar mein Freund ?
@ Lukas [#11]
Ich glaube, das wir durch diesen Preisabschlag,(hätte ich selbst in dieser Größenordnung nicht erwartet!) schneller Ruhe bekommen werden,
als wenn es fünfmal 5Cent rückwärts gegangen wäre! So ist die Bereitschaft Ware zu bunkern eher gegeben und die Normalität wird
schneller einkehren. Außerdem sorgt dieser "Schlag vor den Bug" der Mäster schneller für Ernüchterung und läßt die Panik vergessen, nach dem Motto: Viel schlimmer kann es ohnehin nicht werden!
Hart aber wahr. Meine Prognose:Es geht nicht weiter runter.
Gruß Bronto
1,12€ Kann ich nicht verstehen!!! Dachte wir haben einen Welthandel!!! Ich bin Jungbauer mit ( Top-Studiumabschluss/ BWL ) und habe mit Vollgas die Schweinezucht ausgebaut!!! Aber ok, dann muß ich mittelfristig meine Energie wohl auch woanders auslassen.
So kann ich nicht kalkulieren!!!
Naja, wird wohl ein Lehrjahr.
Is ja die Absolute Hölle!!!
Übrigens, 80 Cent für einen Kilo Scheinefleisch und 25Cent für 1 Kilo Weizen soweit wird es nicht kommen!
@ Brontosaurus [#25]
Genauso habe ich auch gedacht. Jetzt kann die Normalität wieder anfangen. Und das ist auch gut so.
Gruß
Lukas
@ schinkendieb [#20]
Ein Schwein konnte man zu der genannten Zeit für 40 - 45 DM mästen.
Nur als Ergänzung zu der Diskussion. Heutige Futterkosten sind euch wohl bekannt.
Gruss
Hanna
uuups
40 - 45 Euro natürlich !
Sorry
@ Unique09
nicht den Mut verlieren, es ist noch nicht aller Tage Abend und erst am Ende wird abgerechnet ! (&,-€ fürs Phrasenschwein !!)
Aber aus meiner Erfahrung sollte man sich von betriebswirtschaftlichen Betrachtung her die Investitionen, bzw. den ROI immer ohne Zuschüsse vor Augen haben.
Man erliegt einem Trugschluss, investiert deshalb oft mehr als zuviel, hat die nötige Eigenkapitalausstattung in Krisenzeiten nicht.
Wenn ich dann meine Wäsche draussen trocknen kann; schinkendieb; dann ab in den wilden Osten.
Also hast du mich schon verstanden; die brauchen Schweine; die die nicht selber haben.
Richtig?
Ach ja; frag mal Bronto; der kennt meine Lieblingsautomarke.
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach