Bei allem Anstand den ich besitze das ist eine reine
Sauerrei. Wir Landwirte werden an den Rand gedrängt und die liebe rote Seite macht sich die Taschen voll, nur weil sie zu blöd sind sich
mal gegen den LEH zustemmen. Alle Bteiligten der roten Seite und des LEH sollten sich was schämen
Das war das Signal, auch wenn es keiner will, die Ferkelpreise werden jetzt abstürzen und eine böse Entwicklung einleiten.
Den roten Druckmachern (Weiterleitern) nur eins auf den Weg: Irgendwann sind die PLH Vorräte alle ,dann könnt Ihr nicht mehr ausgleichen, der LEH wird Euch dann gemeinsam mit den Landwirten Eure Spanne plattmachen. Dann steht Ihr ganz alleine da.
und nur so gehts: Stückzahlen runter, alle geplanten Lieferungen minus 10-20 %, wenn`s geht schieben. Ab 1,60 sind wir wieder verhandelungsbereit. Dann gibt es eben erst mal keine Schweine.
Gruß
Schneemann
Geschrieben von schneemann111 am Fr. 20 Mai 2011 - 13:18
"Die Schlachtbetriebe sollen keine Schweine bekommen"....
Genau; aber die ersten Lieferanten sind die Landwirte.
Ich sag euch wie es abgeht:
Die suchen Schweine für Montag; Dienstag und Mittwoch; weil alle schieben.
Also sagen alle "gut; Anfang der Woche zur neuen Notierung".
Aber da es ab Donnerstag mehr Schweine gibt ( die geschobenen); bleibt der Preis dort wo er ist.
Man hat Schweine; hat sich nicht verzettelt und ist zufrieden.
Wenn man wirklich was will; dann zum festen schriftlichen Preis.
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
Geschrieben von Muehlenbach am Fr. 20 Mai 2011 - 15:42
"Bei allem Anstand den ich besitze das ist eine reine Sauerrei. Wir Landwirte werden an den Rand gedrängt und die liebe rote Seite macht sich die Taschen voll, nur weil sie zu blöd sind sich mal gegen den LEH zustemmen. Alle Bteiligten der roten Seite und des LEH sollten sich was schämen"
Mit Deinem Anstand kann es nicht zu weit her sein.
So einen Quatsch wie Du hier verbreitest. Also wenn Du der Meinung bist die Roten stopfen sich die Taschen voll, dann muß ich mir schon mal die Frage erlauben warum Du nicht selber einen Schlachthof hast? Kauf Dir einen, bau Dir einen und werd glücklich damit. Wenn Deine Aussage so stimmt, dann schlachte doch ab morgen selbst. Gib Deinen Kollegen 5 cent mehr, dann hast Du 1.000.000 Schweine nächste Woche und wenn Du daran dann nur 1 cent am kilo verdienst, dann bleiben Dir jede Woche 1.000.000 Euro übrig !
Ist doch besser als einmal im Leben einen 6er im Lotto. Nach 4 Wochen kannst ja den Schlachthof dann wieder verkaufen und Du brauchst NIEEEEEEEEE mehr im Leben zu arbeiten. Ist doch ein tolles Lotterleben als Schlachthofbetreiber.
Wann kapiert Ihr es endlich, es ist nix aber auch gar nix zu verkaufen. Die Leute kaufen nix, essen nix, nix mangare, kapito? Wenn die roten Geld verdienen wollten, dann müsste der Preis heute bei 1,40 stehen. Runter mit den Stückzahlen, nix mehr zusätzlich Ställe bauen.
Investiert das Geld für den geplanten Stallbau lieber in einen Schlachthof, dann braucht ihr euch auch von den roten nicht mehr verarschen lassen, nein das wird ganz lustig, denn dann könnt ihr euch selbst verarschen. Ihr sorgt ja für die Überversorgung am Markt, nicht die Schlachtbetriebe. Ihr verwechselt Eure Abnehmer anscheinend mit der Caritas oder Rotem Kreuz.
Und für Mühlenbach wird ja der Preis halb so schlimm sein, denn der bekommt ja sowieso 10 über Notierung, oder nicht ?
Wieder mal ein unsachlicher Kommentar von mir, aber bei dem Mist den Ihr hier verbreitet platzt mir der Kragen, sorry
Wir hatten hier mal eine Ina, irgendwann hieß die Fleischprofi. Ist sie als Gelber wieder auferstanden?
Ich kann´s mir nicht verkneifen aber bis aufs i - Tüpfelchen gleiche Rhetorik.
Kapiert Ihr auf der gelben Seite eigentlich nicht was Ihr gerade macht?
Ihr vernichtet großflächig Ferkelerzeuger, die für die Rohware von morgen sorgen sollen.
Das Marktumfeld in Europa ist preislich eigentlich sehr gut und Ihr seid nicht Mann´s genug auch nur annähernd auskömmliche Preise durchzusetzen.
Da kommt mir alles hoch wenn ich dann wieder in der landw. Fachpresse Anzeigen von Euch lese wie z. B. "Partner der Landwirtschaft". Im Gegenteil: Ihr unterstützt die Ausbeuterei des LEH und wirkt aktiv dabei mit.
Mfg
BB
Geschrieben von Bauer Bernie am Fr. 20 Mai 2011 - 17:22
Wenn das Auskommen so schlecht ist, warum werden immer mehr Schweine produziert?
Weniger aufstallen, nicht nur der Nachbar und nicht neue Anlagen erstellen.
Angebot und Nachfrage eben.
Dass sich die Sauenzahl verringert ist bisher nicht zu erkennen.
Du glaubst doch nicht etwa das sich ein Kilo Nacken an der Fleischtheke mehr verkaufen lässt, nur weil der Preis um 4 Cent gesunken ist? Wenn der Schützenverein heute grillen will, dann tut der das auch. Wie schon geschrieben halte ich die 1,50 für die magische Schmerzgrenze, für die wir aber zur Zeit nicht kostendeckend produzieren können, und je länger die Trockenheit anhält wird sich Futter weiter verteuern, so das sich ab Sept/Okt für uns schon die Frage stellt: Wieviel wollen wir denn wirklich noch für Ausstalldatum Dez/Jan aufstallen? 90% oder 80%, oder gar nicht?
Könnte mir auch gut vorstellen mal einen Winterdurchgang ganz wegzulassen. Und was machen dann die Ferkelerzeuger? Sauen jetzt schon nicht mehr belegen? Ich weiß auch nicht?????????
Die Schlachtindustrie sägt am eigenen Ast, ist sie nicht in der Lage beim LEH auskömmliche Preise durchzudrücken. Und bei weiter ausbleibenden Niederschlägen sägen sie verdammt schnell.
Will nur mal deutlich machen: Die Lage ist wirklich ernst!
Schönes Wochenende Allen
Schneemann
Geschrieben von schneemann111 am Fr. 20 Mai 2011 - 21:01
Die Ferkel werden schon kontinuierlich weniger, denn sonst wären hier im Norden nach dem Preisrückgang der Mastschweine, die Ferkel nicht nur 2 € gefallen. Noch ein klein wenig länger "niedrige" Ferkelpreise und es fallen noch mehr Ferkelerzeuger aus Dänemark um.
Mein Nachbar hatte über einen Händler in den letzten 1,5 Jahren 3 verschiedene feste DK Herkünfte, von denen mittlerweile keiner mehr produziert.
Die Zeit kommt für jeden der Kette, nur nicht für jeden zur gleichen Zeit. Und die Zeit der Ferkelerzeuger ist dichter als es sich so manch einer wünscht.
Es geht in der Sauenhaltung nur nicht ganz so schnell.
Schönes WE
pigtrader
Geschrieben von pigtrader am Sa. 21 Mai 2011 - 09:23
@ topschwein #13 und papuawenzel #11
Weil mir die Galle hoch kommt wenn ich den Mist lese. Anstatt der roten Seite dauernd Vorwürfe zu machen, sollten sich die grünen mal Gedanken machen wie denn das ganze besser machen könnte. Und dann der liebe LEH, alle schimpfen darüber, aber es sind doch alle, rot und grün, selber daran Schuld das dies alles so ist. Haltet doch mal zusammen rot und grün und versucht was zu bewegen. Die Geschäfte sind nun mal beschissen und Schweine gibts ohne Ende. Ich bin dem Forum hier ursrprünglich beigetreten da ich mir einen Informationsaustausch sowohl von grüner als auch roter Seite erhofft habe und nicht irgendwelche blöden irrsinnigen Aussagen lesen zu müssen die mich dann anspornen einen Kommentar abzugeben, aber meine Kommentare sind wenigstens ehrlich !
@schneemann #16
Sicher wird deswegen nicht ein Kilo mehr verkauft, aber nun mal eine Frage an dich: Wenn der Schweinepreis um 10 cent steigt, gibts dann ab morgen mehr Schweine? Anscheinend werden die dann über Nacht geklont, oder was ?
@ BauerBernie #12
Ich nix Ina und nix Fleischprofi, ich STOLZER gelber.
Die gelbe Seite, falls Du mich damit meinst, macht mal gar nix. Ich habe schon mal vor langer Zeit gesagt, das ich nichts davon habe ob die Schweine 1 Euro oder 2 Euro kosten. Ich bin Dienstleister sowohl für grün als auch rot. Mein Wunsch ist ein ausreichender Preis für Ferkelerzeuger, Schweinemäster, Schlachthöfe, Zerleger, Wurstfabrikanten und wenn man alle diese Leute ein paar Euros verdienen lässt dann ist Geschäfte abschliessen geil und für mich bleibt auch etwas übrig.
@hogstrader #14
Vollkommen deiner Meinung, aber die wollen es ja nicht kapieren, das sie selbst an der Misere Schuld sind. Ich fertige ab morgen Traktoren, denke werde das doppelte produzieren was der Markt überhaupt aufnehmen kann und dann, ja und dann werde ich Landwirte mal richtig zur Sau machen, wenn sie mir nicht alle meine Traktoren gewinnbringend abkaufen!
Denke an den hohen Futterpreisen sind die grünen ja auch nicht ganz unschuldig mit ihren Biogasanlagen. Futter wird in Zukunft nicht billiger werden, Schweinefleisch ist auf Dauer zu hohen Preisen nicht an den Mann zu bekommen, also muss sowenig produziert das sich Angebot und Nachfrage die Waage halten und jeder zu seinem Geld kommt. Wenn nicht freiwillig die Stückzahlen reduziert dann wird es halt mit Gewalt passieren, da 20% daran verrecken.
ich sehe das auch so, wenn wir nicht weniger produzieren, wird das ein Kampf bis zum Schluss. Bakterien vermehren sich auch solange bis ihre Lebensgrundlage aufgezehrt ist; dann sterben sie.
Und dieser Kampf wird noch Jahrzehnte dauern, denn es gibt noch genügend zu veräußern. Die Guten werden auch in schlechten Zeiten überleben und die Schlechten werden weiter Land verkaufen bis sie einsehen fehl am Platze zu sein. Frei Kapazitäten werden von anderen übernommen. usw!
Wo in der Wirtschaft bestimmt derjenige den Preis der zuviel produziert?
Nirgends, aber GRÜN träumt davon.
Und wenn der Traum nicht Erfüllung geht ist Rot ein Verbrecher denn der steckt sich das viele Geld, das eigentlich grün zustünde, in die Taschen. Sollte man vielleicht mal einen Rechtsanwalt fragen ob man dieses Verhalten der Roten nicht strafrechtlich verfolgen kann oder zumindest Schadensersatz beansprucht werden kann.
ja aber dann verrate du mir mal, wer denn das gute Futter auf seinen Flächen produziert. Sollen die Landwirte also den Futterpreis subventionieren und im Ackerbau Verluste einfahren, damit in der Schweinemast Geld übrig ist? Aus welcher Tasche einem das Geld gezogen wird, ist doch letztendlich völlig egal.
Was machen denn deiner Meinung nach die falsch, die jetzt in Biogas investieren? Sie machen doch genau das, was du verlangst, nämlich nicht noch mehr Schweine produzieren, oder nicht??
Du beschwerst dich, die Landwirte produzieren zuviel Schweine. Ist sicherlich auch was dran, nur sind dafür die Rahmenbedingungen und die Politik verantwortlich zu machen und nicht der Schweinehalter, denn der hat als einer unter tausenden Produzenten (Polypol: "Durch den geringen Marktanteil des einzelnen Anbieters spricht man von einer „atomisierten Marktstruktur“. Polypolistische Märkte bezeichnet man auch als Konkurrenz- oder Wettbewerbsmärkte." Quelle: wikipedia.org) keinerlei Einfluss- und Steuerungsmöglichkeiten auf die Angebotsmenge.
Das sieht bei den Schlachtern (Oligopol: http://de.wikipedia.org/wiki/Oligopol ) schon anders aus, da hier der Markt im wesentlichen unter einigen wenigen aufgeteilt ist, im LEH in noch konzentrierterer Form.
Das bedeutet im Umkehrschluss, dass bei einer (theoretisch) funktionierenden Zusammenarbeit zwischen rot und grün die Roten ihren Lieferanten rechtzeitig sagen würden, stallt nur 80% auf, wir können dann und dann nur soundsoviel absetzen. So würde die Ware automatisch teurer und alle bekämen ihr Stück vom Kuchen (Ähnlich dem Geflügelbereich => vertikale Integration)
Das passiert aber nicht, weil die Schlachter auf Auslastung ihrer (teuren) Kapazitäten setzen, umd die Festkosten zu decken. Zudem ist es bei der beschriebenen polypolistischen Struktur auf Seiten der Schweinehalter immer einfacher, Druck nach unten weiterzugeben als höhere Preise gegenüber dem LEH durchzusetzen.
So sind die Marktgegebenheiten nunmal, und deshalb sind wir Landwirte auch immer nur "Partner" der Roten, wenn Schweine knapp sind. C.T., VION, Westfleisch u.a. fahren (bisher)im Schnitt der Jahre besser, wenn wir nicht mit im Boot sitzen. Vielleicht gilt das nicht für die kleineren Schlachter, aber die wird es in ein paar Jahren sowieso nicht mehr geben, wenn die Entwicklung so weitergeht, und ein Ende ist ja bisher nicht abzusehen.
Ich glaube darauf will auch Mühlenbach hier immer hinaus, wenn er sagt, es gibt null Zusammenarbeit im Fleischgeschäft, oder?
Gruß Pigeldy
Geschrieben von Pigeldy am Sa. 21 Mai 2011 - 14:51
Du hast ja nicht Unrecht, ist ja auch meine Meinung, jeder soll das tun was er kann und vor allem womit er Geld verdienen kann. Nur wenn das Geschäft nicht läuft, oder die Produktion nicht rentabel ist, dann kann ich nicht dauernd anderen die Schuld zuweisen.
Da sollte sich jeder einzelne mal die Fragen stellen ob er vielleicht etwas falsch macht oder in Zukunft etwas anderes machen sollte. Nicht nur Schweine mästen weil es der Großvater schon machte. Du suchst ja auch schon wieder eine Ausrede in der Politik und der Rahmenbedingungen, nochmal, wenn der Laden nicht läuft dann läuft er nicht. Da sind nicht eine Million andere Schuld, sondern jeder für sich selbst. Und jeder für sich selbst kann doch selber entscheiden was er macht, Schweine mästen, Biogas oder sonst was, jeder ist seines Glückes Schmied.
Und wenn mal wenig genug auf dem Markt verfügbar ist, also ein Nachfragemarkt entsteht, dann hat jeder auch höhere Margen und mit höheren Margen kann man auch höhere Kosten kompensieren.
Mal dumm gesagt: Ich arbeite lieber 1 Stunde am Tag als 10 Stunden, wenn unterm Strich das gleiche bleibt.
Vielleicht gilt das nicht für die kleineren Schlachter, aber die wird es in ein paar Jahren sowieso nicht mehr geben, wenn die Entwicklung so weitergeht, und ein Ende ist ja bisher nicht abzusehen.
@ PIGELDY
Wenn ich das schon wieder lese kommt mir echt die Galle hoch! Du tust ja gerade mal wieder so als wären die vier großen die Götter der Branche. Diesen dummen Spruch habe ich vor zehn Jahren von einem Kollegen der 4mal so viele Schweine gemacht hat wie ich auch gehört. Der ist heute Pleite, mich gibt es noch! Die Kochen auch nur mit dem selben Wasser und bezahlen mit dem selben Geld wie ich, und glaub mir, ich kann in meiner Bude so vieles was die schon lang nicht mehr können. Also tu mir den Gefallen und spar dir solche Sprüche die Deinen Kollegen Angst machen das wir hier mal nur noch drei Leute haben die Schweine schlachten, denn auch wir kleinen haben Geld und schlafen sicher nicht auf dem Baum!!!
wer, wenn nicht die Schweinehalter sind daran Schuld, dass zuviele Schweine produziert werden. Verstehe ich nicht!
Warum produziert man immermehr Schweine, wenn man Jahr für Jahr
Geld zusetzt? Verstehe ich nicht? Oder ist das Gewinnniveau nur gesunken?
Die Biogaserzeuger oder die Produzenten der erneuerbaren Energien machen alles richtig. Diese können auch schlechte Jahre subventionieren und dass länger als andere?
Über Jahre haben die Ackerbauer weniger Geld als die Veredler verdient.
Vordergründig betrachtet haben Sie recht: ein Großteil der Ldw. sehen sich zwar als "Unternehmer", je sind zum Großteil aber lediglich "Produzenten" und diese Rolle ist Ihnen auch zugedacht: In jedem Fall soviele Nahrungsmittel zu produzieren, damit diese
1. niemals knapp werden und
2. durch den produzierten Überschuß die Preise für den Verbraucher niedrig gehalten werden.
Die Landwirte werden von der öffentlichen Hand (und von vor-u. nachgelagerter Seite) ständig zur Produktionserweiterung animiert (Stallbauförderung, Agrarsubventionen für jeden bewirtschafteten ha, geförderte Produktionsberatung usw.). Gleichzeitig sinken (wie in der übrigen Wirtschaft auch) die Margen, so daß für ein stabiles Einkommen mehr produziert werden muß. Daher geht die Landwirtschaft auch den Weg der übrigen Wirtschaft: Weniger produzieren mehr.
Als einzelner Landwirt sollte man allerdings in der Tat den Standpunkt eines "Unternehmers" einnehmen: den Absatzmarkt beobachten, Arbeitsproduktivität im Auge behalten, Investitionen selbst planen (nicht nur "Externe" Berater, neuer Nachbartraktor, usw.) und auch evtl. gezielt "nichts" investieren.
Was Landwirte von vielen anderen Unternehmern unterscheidet ist der unbedingte Wille Landwirt bleiben zu wollen. Oftmals wird der Betrieb seit etlichen Generationen im Familienbesitz geführt - da will man nicht der letzte seine, der das Licht aus macht. Deshalb haben die Landwirte eine unglaubliche Leidensfähigkeit auf ihrer Flucht nach vorne.
Geschrieben von wollewatz am Mo. 23 Mai 2011 - 08:50
das wollte ich keineswegs damit sagen. Es ist doch aber nunmal so, dass in den letzten Jahren einige wenige ihren Marktanteil durch Erweiterung und/oder Übernahmen von Konkurrenten ausgebaut haben. Ich wüsste nicht, warum diese Entwicklung plötzlich zuende sein sollte. (siehe Dänemark und Danish Crown mit glaube ich 90% Marktanteil oder so)
Trotzdem wird es auch weiterhin kleinere Schlachthöfe geben, nur deren Bedeutung -am Marktanteil gemessen- nimmt immer mehr ab. Auch das wird sich nicht so schnell ändern, denke ich. So haben die Landwirte irgendwann nur noch die Wahl zwischen Pest und Cholera. Genau da will man uns ja auch hinhaben, als reine Rohstofflieferanten.
@ Hogstrader [#25]
Da verstehst du mich falsch. Auch für die Biogasler ist es nicht immer nur eitel Sonnenschein. Es geht dabei eher um Diversifikation. Mehrere Standbeine sind gerade bei volatilen Märkten besser als nur ein einziges. Außerdem gibt es auch noch Synergieeffekte zwischen Biogas und Schweinemast bzw. Sauenhaltung. Also im Schnitt der Jahre seit 2005 haben die guten Betriebe in der Mast in jedem Jahr ihre Vollkosten gedeckt (wahrscheinlich kriege ich dafür jetzt Kloppe von der anderen Seite), sonst hätten sie wohl auch nicht die Produktion erweitert. Das Problem sind die anderen 75%, die nicht zu den guten Betrieben gehören (und trotzdem zum Teil große Ställe bauen)
Außerdem geht der Betrieb bei dem Rad, das heute vielfacht gedreht wird, nicht zuerst an mangelnder Rentabilität, sondern an ungenügender Liquidität drauf. U.a. deshalb suchen sich viele ein zweites Standbein mit geringerer Volatilität in der Biogasproduktion.
Über Jahre haben die Ackerbauer weniger Geld als die Veredler verdient.
Warum denn? Unter anderem weil die Veredler die abnehmenden Margen durch steigende Stückzahlen ausgeglichen haben -also durch mehr Arbeit, während so einige Ackerbauern meinten, sie könnten auch in Zukunft noch von 100 Weizen und ein paar ha Zuckerrüben leben und von Ende Oktober bis Februar auf Jagd gehen. Ist natürlich stark verallgemeinernd, aber viele haben die Entwicklung hier auch verschlafen.
Gruß Pigeldy
Geschrieben von Pigeldy am Mo. 23 Mai 2011 - 22:29
Wir haben mal wieder eine unheimliche Atmosphäre unter den Erzeugern, wie zuletzt zu Dioxinzeiten. Es meckert keiner mehr über den Preis; die Mäster nicht, weil sie nichts mehr zu verlieren haben und die Rote Seite nicht, weil diese mit dem erreichten Preistief zufrieden ist.
Warum sollte man den Markt auch verzerren, durch das Tal des Höfesterbens müssen wir nun durch, lieber kurz und schmerzvoll, als lang und leident! Aber die Rote Seite muss da zeitverzögert genauso durch.
Ich bin auf den Winter 11/12 sehr gespannt!!!
Gruß
Geschrieben von PorkyPig am Di. 24 Mai 2011 - 15:39
Bei allem Anstand den ich besitze das ist eine reine
Sauerrei. Wir Landwirte werden an den Rand gedrängt und die liebe rote Seite macht sich die Taschen voll, nur weil sie zu blöd sind sich
mal gegen den LEH zustemmen. Alle Bteiligten der roten Seite und des LEH sollten sich was schämen
OWL vertrocknet
Werner
Das war das Signal, auch wenn es keiner will, die Ferkelpreise werden jetzt abstürzen und eine böse Entwicklung einleiten.
Den roten Druckmachern (Weiterleitern) nur eins auf den Weg: Irgendwann sind die PLH Vorräte alle ,dann könnt Ihr nicht mehr ausgleichen, der LEH wird Euch dann gemeinsam mit den Landwirten Eure Spanne plattmachen. Dann steht Ihr ganz alleine da.
Gruß Paul
Hatte grad schon den 2. Viehhändler am Telefon, der noch Schweine sucht, da die ersten Mäster die Ställe dicht machen
kleiner Nachtrag;
Schweine 1,50 € in der Spanne von 1,48€ bis 1,54 €
Sauen ab Hof 1,04 € in der Spanne 1,03 € bis 1,06 €
Sauer frei Schlachthof 1,17 € in der Spanne von 1,15 € bis 1,23 €
M f G
-Topschwein-
@ breader [#4]
und nur so gehts: Stückzahlen runter, alle geplanten Lieferungen minus 10-20 %, wenn`s geht schieben. Ab 1,60 sind wir wieder verhandelungsbereit. Dann gibt es eben erst mal keine Schweine.
Gruß
Schneemann
@breader
Noch nicht Gehört.Hauspreise 1,60€ von einigen Mästern.
@ fritz44 [#7]
So muss man aggieren! Jetzt müssen wir wie in Dioxinzeiten zusammenhalten!
MfG
"Die Schlachtbetriebe sollen keine Schweine bekommen"....
Genau; aber die ersten Lieferanten sind die Landwirte.
Ich sag euch wie es abgeht:
Die suchen Schweine für Montag; Dienstag und Mittwoch; weil alle schieben.
Also sagen alle "gut; Anfang der Woche zur neuen Notierung".
Aber da es ab Donnerstag mehr Schweine gibt ( die geschobenen); bleibt der Preis dort wo er ist.
Man hat Schweine; hat sich nicht verzettelt und ist zufrieden.
Wenn man wirklich was will; dann zum festen schriftlichen Preis.
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
@ werner
"Bei allem Anstand den ich besitze das ist eine reine Sauerrei. Wir Landwirte werden an den Rand gedrängt und die liebe rote Seite macht sich die Taschen voll, nur weil sie zu blöd sind sich mal gegen den LEH zustemmen. Alle Bteiligten der roten Seite und des LEH sollten sich was schämen"
Mit Deinem Anstand kann es nicht zu weit her sein.
So einen Quatsch wie Du hier verbreitest. Also wenn Du der Meinung bist die Roten stopfen sich die Taschen voll, dann muß ich mir schon mal die Frage erlauben warum Du nicht selber einen Schlachthof hast? Kauf Dir einen, bau Dir einen und werd glücklich damit. Wenn Deine Aussage so stimmt, dann schlachte doch ab morgen selbst. Gib Deinen Kollegen 5 cent mehr, dann hast Du 1.000.000 Schweine nächste Woche und wenn Du daran dann nur 1 cent am kilo verdienst, dann bleiben Dir jede Woche 1.000.000 Euro übrig !
Ist doch besser als einmal im Leben einen 6er im Lotto. Nach 4 Wochen kannst ja den Schlachthof dann wieder verkaufen und Du brauchst NIEEEEEEEEE mehr im Leben zu arbeiten. Ist doch ein tolles Lotterleben als Schlachthofbetreiber.
Wann kapiert Ihr es endlich, es ist nix aber auch gar nix zu verkaufen. Die Leute kaufen nix, essen nix, nix mangare, kapito? Wenn die roten Geld verdienen wollten, dann müsste der Preis heute bei 1,40 stehen. Runter mit den Stückzahlen, nix mehr zusätzlich Ställe bauen.
Investiert das Geld für den geplanten Stallbau lieber in einen Schlachthof, dann braucht ihr euch auch von den roten nicht mehr verarschen lassen, nein das wird ganz lustig, denn dann könnt ihr euch selbst verarschen. Ihr sorgt ja für die Überversorgung am Markt, nicht die Schlachtbetriebe. Ihr verwechselt Eure Abnehmer anscheinend mit der Caritas oder Rotem Kreuz.
Und für Mühlenbach wird ja der Preis halb so schlimm sein, denn der bekommt ja sowieso 10 über Notierung, oder nicht ?
Wieder mal ein unsachlicher Kommentar von mir, aber bei dem Mist den Ihr hier verbreitet platzt mir der Kragen, sorry
@ Gelber [#10]
Warum regst Du dich denn auf, wenngleich weder "Rot" noch "Grün" ?
@ Gelber [#10]
Wir hatten hier mal eine Ina, irgendwann hieß die Fleischprofi. Ist sie als Gelber wieder auferstanden?
Ich kann´s mir nicht verkneifen aber bis aufs i - Tüpfelchen gleiche Rhetorik.
Kapiert Ihr auf der gelben Seite eigentlich nicht was Ihr gerade macht?
Ihr vernichtet großflächig Ferkelerzeuger, die für die Rohware von morgen sorgen sollen.
Das Marktumfeld in Europa ist preislich eigentlich sehr gut und Ihr seid nicht Mann´s genug auch nur annähernd auskömmliche Preise durchzusetzen.
Da kommt mir alles hoch wenn ich dann wieder in der landw. Fachpresse Anzeigen von Euch lese wie z. B. "Partner der Landwirtschaft". Im Gegenteil: Ihr unterstützt die Ausbeuterei des LEH und wirkt aktiv dabei mit.
Mfg
BB
@ Gelber [#10]
warum tust du dir den Stress hier an ??? Ich kann dich nicht verstehen !!!
Gruß
-Topschwein-
@ Bauer Bernie,
ich verstehe die grüne Seite nicht!
Wenn das Auskommen so schlecht ist, warum werden immer mehr Schweine produziert?
Weniger aufstallen, nicht nur der Nachbar und nicht neue Anlagen erstellen.
Angebot und Nachfrage eben.
Dass sich die Sauenzahl verringert ist bisher nicht zu erkennen.
Wir sollten mal einen "Dank" erhalten; weil wir so dumm sind....
http://www.schweine.net/sinkende_schweinebestaende_in_polen.html
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
@ Gelber [#10]
Du glaubst doch nicht etwa das sich ein Kilo Nacken an der Fleischtheke mehr verkaufen lässt, nur weil der Preis um 4 Cent gesunken ist? Wenn der Schützenverein heute grillen will, dann tut der das auch. Wie schon geschrieben halte ich die 1,50 für die magische Schmerzgrenze, für die wir aber zur Zeit nicht kostendeckend produzieren können, und je länger die Trockenheit anhält wird sich Futter weiter verteuern, so das sich ab Sept/Okt für uns schon die Frage stellt: Wieviel wollen wir denn wirklich noch für Ausstalldatum Dez/Jan aufstallen? 90% oder 80%, oder gar nicht?
Könnte mir auch gut vorstellen mal einen Winterdurchgang ganz wegzulassen. Und was machen dann die Ferkelerzeuger? Sauen jetzt schon nicht mehr belegen? Ich weiß auch nicht?????????
Die Schlachtindustrie sägt am eigenen Ast, ist sie nicht in der Lage beim LEH auskömmliche Preise durchzudrücken. Und bei weiter ausbleibenden Niederschlägen sägen sie verdammt schnell.
Will nur mal deutlich machen: Die Lage ist wirklich ernst!
Schönes Wochenende Allen
Schneemann
Die Ferkel werden schon kontinuierlich weniger, denn sonst wären hier im Norden nach dem Preisrückgang der Mastschweine, die Ferkel nicht nur 2 € gefallen. Noch ein klein wenig länger "niedrige" Ferkelpreise und es fallen noch mehr Ferkelerzeuger aus Dänemark um.
Mein Nachbar hatte über einen Händler in den letzten 1,5 Jahren 3 verschiedene feste DK Herkünfte, von denen mittlerweile keiner mehr produziert.
Die Zeit kommt für jeden der Kette, nur nicht für jeden zur gleichen Zeit. Und die Zeit der Ferkelerzeuger ist dichter als es sich so manch einer wünscht.
Es geht in der Sauenhaltung nur nicht ganz so schnell.
Schönes WE
pigtrader
@ topschwein #13 und papuawenzel #11
Weil mir die Galle hoch kommt wenn ich den Mist lese. Anstatt der roten Seite dauernd Vorwürfe zu machen, sollten sich die grünen mal Gedanken machen wie denn das ganze besser machen könnte. Und dann der liebe LEH, alle schimpfen darüber, aber es sind doch alle, rot und grün, selber daran Schuld das dies alles so ist. Haltet doch mal zusammen rot und grün und versucht was zu bewegen. Die Geschäfte sind nun mal beschissen und Schweine gibts ohne Ende. Ich bin dem Forum hier ursrprünglich beigetreten da ich mir einen Informationsaustausch sowohl von grüner als auch roter Seite erhofft habe und nicht irgendwelche blöden irrsinnigen Aussagen lesen zu müssen die mich dann anspornen einen Kommentar abzugeben, aber meine Kommentare sind wenigstens ehrlich !
@schneemann #16
Sicher wird deswegen nicht ein Kilo mehr verkauft, aber nun mal eine Frage an dich: Wenn der Schweinepreis um 10 cent steigt, gibts dann ab morgen mehr Schweine? Anscheinend werden die dann über Nacht geklont, oder was ?
@ BauerBernie #12
Ich nix Ina und nix Fleischprofi, ich STOLZER gelber.
Die gelbe Seite, falls Du mich damit meinst, macht mal gar nix. Ich habe schon mal vor langer Zeit gesagt, das ich nichts davon habe ob die Schweine 1 Euro oder 2 Euro kosten. Ich bin Dienstleister sowohl für grün als auch rot. Mein Wunsch ist ein ausreichender Preis für Ferkelerzeuger, Schweinemäster, Schlachthöfe, Zerleger, Wurstfabrikanten und wenn man alle diese Leute ein paar Euros verdienen lässt dann ist Geschäfte abschliessen geil und für mich bleibt auch etwas übrig.
@hogstrader #14
Vollkommen deiner Meinung, aber die wollen es ja nicht kapieren, das sie selbst an der Misere Schuld sind. Ich fertige ab morgen Traktoren, denke werde das doppelte produzieren was der Markt überhaupt aufnehmen kann und dann, ja und dann werde ich Landwirte mal richtig zur Sau machen, wenn sie mir nicht alle meine Traktoren gewinnbringend abkaufen!
Denke an den hohen Futterpreisen sind die grünen ja auch nicht ganz unschuldig mit ihren Biogasanlagen. Futter wird in Zukunft nicht billiger werden, Schweinefleisch ist auf Dauer zu hohen Preisen nicht an den Mann zu bekommen, also muss sowenig produziert das sich Angebot und Nachfrage die Waage halten und jeder zu seinem Geld kommt. Wenn nicht freiwillig die Stückzahlen reduziert dann wird es halt mit Gewalt passieren, da 20% daran verrecken.
@ gelber,
ich sehe das auch so, wenn wir nicht weniger produzieren, wird das ein Kampf bis zum Schluss. Bakterien vermehren sich auch solange bis ihre Lebensgrundlage aufgezehrt ist; dann sterben sie.
jbh
@ JBH
Und dieser Kampf wird noch Jahrzehnte dauern, denn es gibt noch genügend zu veräußern. Die Guten werden auch in schlechten Zeiten überleben und die Schlechten werden weiter Land verkaufen bis sie einsehen fehl am Platze zu sein. Frei Kapazitäten werden von anderen übernommen. usw!
Wo in der Wirtschaft bestimmt derjenige den Preis der zuviel produziert?
Nirgends, aber GRÜN träumt davon.
Und wenn der Traum nicht Erfüllung geht ist Rot ein Verbrecher denn der steckt sich das viele Geld, das eigentlich grün zustünde, in die Taschen. Sollte man vielleicht mal einen Rechtsanwalt fragen ob man dieses Verhalten der Roten nicht strafrechtlich verfolgen kann oder zumindest Schadensersatz beansprucht werden kann.
@ Gelber [#18]
ja aber dann verrate du mir mal, wer denn das gute Futter auf seinen Flächen produziert. Sollen die Landwirte also den Futterpreis subventionieren und im Ackerbau Verluste einfahren, damit in der Schweinemast Geld übrig ist? Aus welcher Tasche einem das Geld gezogen wird, ist doch letztendlich völlig egal.
Was machen denn deiner Meinung nach die falsch, die jetzt in Biogas investieren? Sie machen doch genau das, was du verlangst, nämlich nicht noch mehr Schweine produzieren, oder nicht??
Du beschwerst dich, die Landwirte produzieren zuviel Schweine. Ist sicherlich auch was dran, nur sind dafür die Rahmenbedingungen und die Politik verantwortlich zu machen und nicht der Schweinehalter, denn der hat als einer unter tausenden Produzenten (Polypol: "Durch den geringen Marktanteil des einzelnen Anbieters spricht man von einer „atomisierten Marktstruktur“. Polypolistische Märkte bezeichnet man auch als Konkurrenz- oder Wettbewerbsmärkte." Quelle: wikipedia.org) keinerlei Einfluss- und Steuerungsmöglichkeiten auf die Angebotsmenge.
Das sieht bei den Schlachtern (Oligopol: http://de.wikipedia.org/wiki/Oligopol ) schon anders aus, da hier der Markt im wesentlichen unter einigen wenigen aufgeteilt ist, im LEH in noch konzentrierterer Form.
Das bedeutet im Umkehrschluss, dass bei einer (theoretisch) funktionierenden Zusammenarbeit zwischen rot und grün die Roten ihren Lieferanten rechtzeitig sagen würden, stallt nur 80% auf, wir können dann und dann nur soundsoviel absetzen. So würde die Ware automatisch teurer und alle bekämen ihr Stück vom Kuchen (Ähnlich dem Geflügelbereich => vertikale Integration)
Das passiert aber nicht, weil die Schlachter auf Auslastung ihrer (teuren) Kapazitäten setzen, umd die Festkosten zu decken. Zudem ist es bei der beschriebenen polypolistischen Struktur auf Seiten der Schweinehalter immer einfacher, Druck nach unten weiterzugeben als höhere Preise gegenüber dem LEH durchzusetzen.
So sind die Marktgegebenheiten nunmal, und deshalb sind wir Landwirte auch immer nur "Partner" der Roten, wenn Schweine knapp sind. C.T., VION, Westfleisch u.a. fahren (bisher)im Schnitt der Jahre besser, wenn wir nicht mit im Boot sitzen. Vielleicht gilt das nicht für die kleineren Schlachter, aber die wird es in ein paar Jahren sowieso nicht mehr geben, wenn die Entwicklung so weitergeht, und ein Ende ist ja bisher nicht abzusehen.
Ich glaube darauf will auch Mühlenbach hier immer hinaus, wenn er sagt, es gibt null Zusammenarbeit im Fleischgeschäft, oder?
Gruß Pigeldy
Du hast ja nicht Unrecht, ist ja auch meine Meinung, jeder soll das tun was er kann und vor allem womit er Geld verdienen kann. Nur wenn das Geschäft nicht läuft, oder die Produktion nicht rentabel ist, dann kann ich nicht dauernd anderen die Schuld zuweisen.
Da sollte sich jeder einzelne mal die Fragen stellen ob er vielleicht etwas falsch macht oder in Zukunft etwas anderes machen sollte. Nicht nur Schweine mästen weil es der Großvater schon machte. Du suchst ja auch schon wieder eine Ausrede in der Politik und der Rahmenbedingungen, nochmal, wenn der Laden nicht läuft dann läuft er nicht. Da sind nicht eine Million andere Schuld, sondern jeder für sich selbst. Und jeder für sich selbst kann doch selber entscheiden was er macht, Schweine mästen, Biogas oder sonst was, jeder ist seines Glückes Schmied.
Und wenn mal wenig genug auf dem Markt verfügbar ist, also ein Nachfragemarkt entsteht, dann hat jeder auch höhere Margen und mit höheren Margen kann man auch höhere Kosten kompensieren.
Mal dumm gesagt: Ich arbeite lieber 1 Stunde am Tag als 10 Stunden, wenn unterm Strich das gleiche bleibt.
Vielleicht gilt das nicht für die kleineren Schlachter, aber die wird es in ein paar Jahren sowieso nicht mehr geben, wenn die Entwicklung so weitergeht, und ein Ende ist ja bisher nicht abzusehen.
@ PIGELDY
Wenn ich das schon wieder lese kommt mir echt die Galle hoch! Du tust ja gerade mal wieder so als wären die vier großen die Götter der Branche. Diesen dummen Spruch habe ich vor zehn Jahren von einem Kollegen der 4mal so viele Schweine gemacht hat wie ich auch gehört. Der ist heute Pleite, mich gibt es noch! Die Kochen auch nur mit dem selben Wasser und bezahlen mit dem selben Geld wie ich, und glaub mir, ich kann in meiner Bude so vieles was die schon lang nicht mehr können. Also tu mir den Gefallen und spar dir solche Sprüche die Deinen Kollegen Angst machen das wir hier mal nur noch drei Leute haben die Schweine schlachten, denn auch wir kleinen haben Geld und schlafen sicher nicht auf dem Baum!!!
@pigeldy
wer, wenn nicht die Schweinehalter sind daran Schuld, dass zuviele Schweine produziert werden. Verstehe ich nicht!
Warum produziert man immermehr Schweine, wenn man Jahr für Jahr
Geld zusetzt? Verstehe ich nicht? Oder ist das Gewinnniveau nur gesunken?
Die Biogaserzeuger oder die Produzenten der erneuerbaren Energien machen alles richtig. Diese können auch schlechte Jahre subventionieren und dass länger als andere?
Über Jahre haben die Ackerbauer weniger Geld als die Veredler verdient.
Für mich ist es Klagen auf hohem Niveau.
@ hogstrader
Vordergründig betrachtet haben Sie recht: ein Großteil der Ldw. sehen sich zwar als "Unternehmer", je sind zum Großteil aber lediglich "Produzenten" und diese Rolle ist Ihnen auch zugedacht: In jedem Fall soviele Nahrungsmittel zu produzieren, damit diese
1. niemals knapp werden und
2. durch den produzierten Überschuß die Preise für den Verbraucher niedrig gehalten werden.
Die Landwirte werden von der öffentlichen Hand (und von vor-u. nachgelagerter Seite) ständig zur Produktionserweiterung animiert (Stallbauförderung, Agrarsubventionen für jeden bewirtschafteten ha, geförderte Produktionsberatung usw.). Gleichzeitig sinken (wie in der übrigen Wirtschaft auch) die Margen, so daß für ein stabiles Einkommen mehr produziert werden muß. Daher geht die Landwirtschaft auch den Weg der übrigen Wirtschaft: Weniger produzieren mehr.
Als einzelner Landwirt sollte man allerdings in der Tat den Standpunkt eines "Unternehmers" einnehmen: den Absatzmarkt beobachten, Arbeitsproduktivität im Auge behalten, Investitionen selbst planen (nicht nur "Externe" Berater, neuer Nachbartraktor, usw.) und auch evtl. gezielt "nichts" investieren.
Was Landwirte von vielen anderen Unternehmern unterscheidet ist der unbedingte Wille Landwirt bleiben zu wollen. Oftmals wird der Betrieb seit etlichen Generationen im Familienbesitz geführt - da will man nicht der letzte seine, der das Licht aus macht. Deshalb haben die Landwirte eine unglaubliche Leidensfähigkeit auf ihrer Flucht nach vorne.
So ist es!
Auch wärmt Geld nachts nicht!
@ Bagira [#24]
das wollte ich keineswegs damit sagen. Es ist doch aber nunmal so, dass in den letzten Jahren einige wenige ihren Marktanteil durch Erweiterung und/oder Übernahmen von Konkurrenten ausgebaut haben. Ich wüsste nicht, warum diese Entwicklung plötzlich zuende sein sollte. (siehe Dänemark und Danish Crown mit glaube ich 90% Marktanteil oder so)
Trotzdem wird es auch weiterhin kleinere Schlachthöfe geben, nur deren Bedeutung -am Marktanteil gemessen- nimmt immer mehr ab. Auch das wird sich nicht so schnell ändern, denke ich. So haben die Landwirte irgendwann nur noch die Wahl zwischen Pest und Cholera. Genau da will man uns ja auch hinhaben, als reine Rohstofflieferanten.
@ Hogstrader [#25]
Da verstehst du mich falsch. Auch für die Biogasler ist es nicht immer nur eitel Sonnenschein. Es geht dabei eher um Diversifikation. Mehrere Standbeine sind gerade bei volatilen Märkten besser als nur ein einziges. Außerdem gibt es auch noch Synergieeffekte zwischen Biogas und Schweinemast bzw. Sauenhaltung. Also im Schnitt der Jahre seit 2005 haben die guten Betriebe in der Mast in jedem Jahr ihre Vollkosten gedeckt (wahrscheinlich kriege ich dafür jetzt Kloppe von der anderen Seite), sonst hätten sie wohl auch nicht die Produktion erweitert. Das Problem sind die anderen 75%, die nicht zu den guten Betrieben gehören (und trotzdem zum Teil große Ställe bauen)
Außerdem geht der Betrieb bei dem Rad, das heute vielfacht gedreht wird, nicht zuerst an mangelnder Rentabilität, sondern an ungenügender Liquidität drauf. U.a. deshalb suchen sich viele ein zweites Standbein mit geringerer Volatilität in der Biogasproduktion.
Über Jahre haben die Ackerbauer weniger Geld als die Veredler verdient.
Warum denn? Unter anderem weil die Veredler die abnehmenden Margen durch steigende Stückzahlen ausgeglichen haben -also durch mehr Arbeit, während so einige Ackerbauern meinten, sie könnten auch in Zukunft noch von 100 Weizen und ein paar ha Zuckerrüben leben und von Ende Oktober bis Februar auf Jagd gehen. Ist natürlich stark verallgemeinernd, aber viele haben die Entwicklung hier auch verschlafen.
Gruß Pigeldy
Wir haben mal wieder eine unheimliche Atmosphäre unter den Erzeugern, wie zuletzt zu Dioxinzeiten. Es meckert keiner mehr über den Preis; die Mäster nicht, weil sie nichts mehr zu verlieren haben und die Rote Seite nicht, weil diese mit dem erreichten Preistief zufrieden ist.
Warum sollte man den Markt auch verzerren, durch das Tal des Höfesterbens müssen wir nun durch, lieber kurz und schmerzvoll, als lang und leident! Aber die Rote Seite muss da zeitverzögert genauso durch.
Ich bin auf den Winter 11/12 sehr gespannt!!!
Gruß