Schweine: V-Preis vom 24.07.09
Das gefühlt kleine Angebot übersteigt im Laufe dieser Woche langsam aber sicher die Nachfrage.
Für nächste Woche im Export nichts zu holen.
Im Inland wird sich die Nachfrage noch weiter abschwächen (letzte Woche im Monat usw.)
Realistisch wird der Preis am Freitag also wieder bei max.1,52€/kg landen.
Gruß
Bronto
Das glaubst Du doch wohl selber nicht. Freitag mindestens unverändert.
MFG
in Holland hatt VION die Fleischpreise zusammen mit 2,5 ct erhöht diese Woche. Und dass in die Ferien..
Fut nächste Woche ist mein erwartung ein kleines Plus. (+ 2 ct)
Henry
@ Dorf 1963 [#2]
da braut sich was zusammen, glaub es mir.
Die Stimmung ist hundsmiserabel!
Gruß Bronto
Pünktlich wie ein Uhrwerk zur Internetauktion schlechte Stimmung verbreiten, so kennt man ihn, unseren Bronto. Marktlage nach Expertenmeinung heute mittag ausgeglichen bis stabil, angebotene Mengen fließen zügig ab, Wochenschlachtungen bewegen sich wie bereits mehrfach geschrieben, auf unteren Niveau.
Mal abwarten was uns die Auktion beschehrt.
MfG
Schneemann
@ schneemann111 [#5]
Das Beste wäre am Freitag nochmal 4 Cent rauf, dann könnt ihr nächste
Woche alle Schweine nach Osteuropa fahren und zwar lebend! Denn dieses
"Spielchen" werden sich einige nicht mehr lange angucken, da kannst
Du sicher sein! Außerdem hat das mit Stimmung machen garnichts
zu tun! Das Geschäft ist einfach nicht vorhanden, da können die Schweine so knapp sein wie sie wollen, für die Nachfrage (das Wort ist eigentlich falsch, denn es fragt keiner nach!) gibt es Schweine genug!!!
Gruß Bronto
"Denn dieses "Spielchen" werden sich einige nicht mehr lange angucken, da kannst Du sicher sein!"
Oh welch Drohungen! Immer das gleiche hier. Das Gejammere der Roten Seite!
Wenn die Geschäfte doch so schlecht laufen, dann schlachtet doch weniger bis es wieder passt! Die Stückzahlen werden sich dieses Quartal nicht groß bewegen! Wenn Schweine so abgenommen werden wie zur Teit, dann müssten wir am Freitag ein plus von 2-3 Cent sehen!
MfG
Landwirten wird immer wieder vorgeworfen Ställe zu bauen, obwohl nichts zu verdienen sei...
Dann verstehe ich das hier aber nicht ganz!
http://www.topagrar.com/index.php?option=com_content&task=view&id=12480&Itemid=520
Mit freundlichen Gruß
@ IHH [#8]
2008 war ein gutes jahr und jeder in der branche konnte gutes geld verdienen,
2009 ist das alles schon 2mal aufgezehrt worden.
diese teilweise sehr hochgesteckten ziele wird meiner meinung nach keiner schlachthof in deutschland erreichen können in 2009, da ich nicht daran glaube das sich dieses jahr das
angebot an lebenden schweinen noch drastisch erhöhen wird.
mfg
sapa
@sapa
Und genau da liegt der Hase im Pfeffer; fünf Wochen gute Preise in 2008 haben den Landwirten nicht gereicht; um die Bestände auf Normal-Niveau zu fahren...
Und wie es dieses Jahr aussieht; wird es auch nicht wieder hochgefahren...
Im Gegenteil....
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
@ henrydunnink [#3]
Das geht aber schon seit Wochen so, die Holländischen Schlachter sehen auch ihre Stückzahlen schwimmen. Der Abstand beim Preis NL zu D, war schon lange nicht mehr so gering. Es lohnt sich kaum noch, Schweine nach D zu fahren.
Gruss
Tönnies will nächste Woche keine Schweine haben.
MfG
Speedy
@ Speedy [#12]
erkläre das mal. Dass er die komplette Woche die Bänder still haben möchte ist ja wohl unrealistisch.
Hat er Hauspreis angedroht, oder was? Immer diese Andeutungen, die nur 1 - 3 Insider verstehen....
@ Spekulatius_Maximus [#13]
1,52 nächste Woche wurde gesagt, egal was Nordwest macht.
Allerdings nicht mir direkt.
MfG
Speedy
@ Spekulatius_Maximus [#13]
Damit ist wohl gemeint, das er den Schweinen nicht um jeden Preis hinterher rennen wird! Wenn er, nur mal angenommen, 5,- € am Schwein kaputt macht, kann er sich ganz schnell ausrechnen, wieviel er weniger machen kann um auf das gleiche Ergebnis zu kommen. Und als kluger Unternehmer wird er sich sicherlich für diese Variante entscheiden
um der grünen Seite nicht noch zusätzlich Zündstoff für weiter steigende Preise zu geben! Das ist natürlich nur meine Einschätzung, aber absolut
nachvollziehbar. Außerdem wird uns das ja auch von der grünen Seite angeraten! Zitat: Macht doch weniger, bis es passt!
Mein Tipp für morgen: Unverändert, Hauspreis 1,52€!?
Wird interessant werden!
Gruß Bronto
@ Brontosaurus [#15]
Leider falsch Bronto.
Gebe jetzt nur wieder was mir von der Person zugetragen wurde, die direkt mit Fa Tönnies gesprochen hat:
Zuerst Ansage 1,52, dann aber stinkbeleidigt und sauer, wenn Züge in Folge dessen abgesagt werden!
Den Schweinen nicht hinterherrennen sieht anders aus.
Die haben auch zu wenig Schweine für ihr System der vollen Auslastung und werden, falls sie mit der Ansage alleine stehen, voll gegen die Wand fahren. (Nur meine Meinung.)
MfG
Speedy
Hallo; der spielt ein ganz anderes Spiel...
Wenn dort nicht geschlachtet werden sollte; und wir es schaffen würden; die Schweine anderweitig loszuwerden; v.a. in den Export; dann wird er definitiv andere Preise von seinen Abnehmern verlangen und auch bekommen; denn wer will kein Schweinefleisch im Lager haben wenn die meisten Deutschen wieder im Lande sind und das Wetter gut?
Wenn der Preis gesenkt wird spielt er den Exporteuren doch wieder in die Hand...
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
@ Muehlenbach [#17]
Meiner Meinung nach kompletter Käse, dass die Schweine die dort nicht geschlachtet werden, vor allem in den Export gehen.
Nur Umverteilung, was deutsch war bleibt zum größten Teil auch deutsch.
MfG
Speedy
@ Speedy [#16]
OK. Falsch verstanden! Aber trotzdem wäre das eine mögliche Option gewesen, um der grünen Seite Paroli zu bieten! Eines steht fest:
An den kommt die grüne Seite nicht mehr vorbei. Bei den Mengen auf 3 Schlachtstätten verteilt, könnte "er" noch ganz anders, aber anscheinend
hält "er" im Moment lieber den Ball flach. Naja, das Jahr ist noch nicht zu Ende....
Gruß Bronto
@Brontosaurus
Den grünen Paroli bieten....
Ich lach mich schlapp...
Egal wie der Preis ist; die grünen werden niemals; ich wiederholen; nieeeemals ein würdiger Gegner sein.
Sonst würde der Preis z.Zt. bei 1,80 und drüber stehen...
Allerdings kann der LEH auch nicht ohne ihn...
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
@ Brontosaurus [#19]
Wie oft haben wir es denn hier schon durchgekaut? Es geht doch nicht drum irgendwem paroli zu bieten. Hätte die grüne Seite Arsch in der Hose, wären wir doch schon lange bei 1,60 und drüber.
Angebot und Nachfrage ist doch das was den Preis bilden soll. Und da bestätigt einem heute fast jeder Schlachter dass vom Lebendangebor eine Preiskorrektur nach unten in keinster Weise gerechtfertigt wäre. Ganz im Gegenteil, die meisten sehen es ziemlich wohlwollend, dass die grüne Seite sich mit einem "unverändert" zufrieden zu geben scheint.
Vorbei kommt die grüne Seite vielleicht nicht, aber eine Reduzierung, die weh tut, würde die grüne Seite noch hinkriegen scheint mir.
MfG
Speedy
@ Speedy [#21]
Wie schätzt Du denn das Lebendangebot bezogen auf den Absatz ein?
Nur weil es eine Handvoll Schlachthöfe gibt, die nur noch auf Stückzahlen schielen, haben wir doch ein scheinbar knappes Angebot!
Aber doch nicht bezogen auf die tatsächliche Nachfrage! Oder ist das bei Dir anders? Würden wir bedarfsgerecht und nicht auslastungsgerecht
schlachten, wäre das Lebendanbgebot mehr als ausreichend. Nach dem letzten Anstieg von 4 Cent ist die Nachfrage weiter zurück gegangen und das Angebot größer geworden, im Export ist bei einem Preis von 1,50€ Einkauf die absolute Schmerzgrenze erreicht! Da verkaufst du nichts mehr oder bindest dir die Differenz ans Bein. Da werde ich zumindest nicht hingehen und jedem Schwanz hinterherlaufen.
Gruß Bronto
Im letzten Jahr um diese Zeit waren die Schweine ca 20 ct. teuer. Wie war das möglich? Die Stückzahlen sind doch nicht höher als 2008, oder?
MfG
@ Brontosaurus [#22]
Absolut richtig! Auf den Absatz zu diesen Preisen ist das Angebot ausreichend (aber auch nicht zu reichlich). Aber nicht bezogen auf die Nachfrage!!! Das Angebot ist in diesem Falle bei weitem nicht deckend.
Würde mir wünschen, dass wirklich die Bremse reingehauen wird und der Markt sich bilden kann. Aber nein, es werden wieder diese beschi.... Hauspreise aus der Kiste rausgeholt.
Jeder sagt den grünen, wenn eure Marge in der Mast nicht passt, einfach weniger aufstallen, aber von den roten hält sich auch keiner dran.
MfG
Speedy
@ Speedy [#24]
Nunja, das problem ist auf der grünen seite sitzen sehr viele produzenten, die wenn alle ein bisschen weniger machen würden sagen wir 90% Auslastung keinem wirklich schaden entstehen würde.
auf der roten seite stehen gemessen an der zahl der rohstoffproduzenten, nur eine handvoll schlachthäuser, die auch in einem gewissen maße weniger machen können, aber irgendwann muss man schon darauf achten dass die mitarbeiter noch was zu tun haben, so schnell wird man die nicht los, und die mitarbeiter haben kein verständnis für eine schlechte marktlage, dann sind da noch jede menge fixkosten die gedeckt werden wollen, die einfach anfallen egal ob man 100 oder 1000 oder 10000 schweine schlachtet. das brauch ich hier keinem erklären was da alles anfällt.
Irgendwer muss ja nun auch noch das ganze fleisch produzieren das tagtäglich gegessen wird, denn auf der anderen seite steht als dicker abnehmer der leh, der sagt kannst du nicht liefern suche ich mir einen anderen und drücke dir noch ne dicke strafe auf, deckungskäufe auslistung etc etc etc...
Eigentlich will "der Grüne" nicht das "der Rote" bremst, denn dann wird das problem sehr schnell multipliziert.
Naja und dann gönnt keiner dem anderen die verluste, wieder die grünen noch die roten, und so drehen wir uns munter jeder woche weiter in den sumpf.
ich bleibe dabei dieses jahr wird nicht jeder schlachthof überleben
Das wird morgen sicher ein heisser Preistanz geben, ob die Hauspreise aber durchgehen, wage ich noch nicht zu beurteilen. Aber anscheinend bildet sich heute eine Allianz.
Heute ist das Geschäft schon deutlich schlechter. Wenn Edeka Reichelt Berlin Donnerstags schlecht bestellt, dann spiegelt das den ganzen Markt wider.
Gruss
@ sapa [#25]
Sehe den Unterschied nicht ob die Schlachtunternehmen auf 90% zurückfahren oder die Landwirte.
Ganz ehrlich, einfach mal auf die Betriebe gucken Herr Kollege! Die Betriebe, die von Bedeutung sind, arbeiten ebenfalls mit Fremd-AK, Fixkosten usw.
Was ist denn bei den Landwirten? Da steht auch als dicker Abnehmer die großen Drei der Schlachter da und sagen wenn du nicht lieferst, dann such ich mir jemand anderen.
Die Landwirte haben Januar und Februar nicht vergessen, als ihnen gesagt wurde, der Lebendmarkt entscheidet, nicht die Rentabilität der Mast. Und jetzt haben wir das ganze andersrum.
MfG
Speedy
@ Speedy [#27]
das aktions niveau ist entscheident
Fall 1
der landwirt mit 180 schweinen pro woche anstatt 200
resultat
der schlachthof hat kaum eine chance auf 100% zu arbeiten, kann deswegen nicht anders reagieren als auf das niveau der landwirte
zu bremsen, (Theoretisch)
Folge => Knappes Angebot Preise steigen
Fall 2
oder der schlachthof mit 90.000 anstatt 100.000 in der woche
Resultat
der Landwirt sieht gar nicht ein seine produktion zu kürzen,
es gibt ja evtl noch einen anderen schlachthof der kaufen möchte
und ausserdem bremst der nachbar ja auch nicht, wieso sollte er dann.
folge => überangebot, preisverfall etc etc (im großen stil gedacht)
nun sind beide fälle auf zeit relativ zu sehen,
bei hohen preisen werden die landwirte mehr produzieren was dann wieder zu einem überangebot führt naja und so weiter ... volkswirtschaftliches bla bla halt ...
ich glaube viel mehr das unsere branche eine komplett neue preisgestaltung benötigt um für beide seiten rentabel zu werden, was aber nicht unbedingt nur heißt das die preise um jeden fall steigen.
Aber in diesem Fall bin auch überfragt wie man das machen soll, werden doch gegebene preise schon jetzt "geformt". Wo setzt man da an? Beim Ferkelerzeuger? Beim Futter? bei den Futtermühlen? Ex bzw Import Verbote ?!?! nunja
für morgen ist eins sicher, nichts ist sicher und die märkte sind nicht mehr das was sie einmal waren, früher waren preissprünge von 2-3 pfennig später 2-3 cent schon "extrem" heute reden wir ohne probleme damit zu haben über 5 - 8 und mehr cent. das sind im einkauf für die schlachthöfe mal eben 5-8 millionen euro in deutschland mehr in einer woche sowas kann doch nicht gesund sein... vor allem wenn die ware dann nur zu beinnahe unveränderten preise zu platzieren ist.
@sapa
Endlich mal ( altbekannte)Fakten...
Aber; der Landwirt hat von den letzten 36 Monsten höchstens 4 verdient; und 18 Monate richtig draufgezahlt.
Erst haben alle auf den Herbst 2007 gewartet ( weniger Ferkel); dann auf Sommer 2008 ( war kostendeckend ); dann auf Winter 2008/09 ( verdammt teurer Winter) und schlussendlich auf den Sommer 2009.
Solange haben die Banken auch still gehalten.
Nun nicht mehr.
Weil alle denken; dass ihr uns im Winter mit unter 1,20 Euro abspeisen werdet.
Und deswegen werden die Ställe nur teilweise belegt; oder gewartet; dass die Ferkel unter die 50 Euro Einstallkosten ( z.Zt. 65 Euro bei 30 kg incl.) fallen; um ja nicht zur Jahreswende liefern zu müssen...
Das dicke Ende kommt erst noch.
Dazu kommt noch die zweite dicke Liquiditätslücke; der Ackerbau.
Getreide bringt heute um die 40% weniger wie vergangenen Jahres; heisst die Aufgelaufenen Finanzierungslücken bei den Mischfutterfirmen können damit nicht mal mehr beglichen werden; geschweige denn Liquidität für einen neuen Mastdurchgang.
Und wer noch seine Kreditrahmen ausweiten kann; der spekuliert; wenn Schweine nicht die Haupt-Einnahmen darstellen lieber mit dem Getreide indem es eingelagert wird.
Das ist real; und interessiert überhaupt kein Schwein.
Warum?
Weil es in der Regel der Landwirt selber ist; der mitsamt Familie über die Wupper geht.
Ihr dagegen seit doch "Systemrelevant".
Wie sieht es mit "Kurzarbeit" aus?
Hat bei Kali und Salz doch prima funktioniert; zumindest am Anfang; hat am Ende doch nichts genützt; der Kalipreis ist mittlerweile um 40% gefallen in den letzten drei Wochen ( 25 Euro/dt).
Und über den Preis; da kennst du ja meine Meinung.
Es gibt nur einen gerechten.
Aber der kommt euch viel zu teuer.
Stattdessen wird mit einer Arbeitsgruppe fieberhaft daran gearbeitet; die drohende Umstellung der Klassefizierungsergebnisse ( zu geringe MFA-Bewertung) so hin zu drehen; dass es für euch besser passt.
Warum sind die Lebendexporte so "erfolgreich"?
Weil der Landwirt morgens an der Waage weiss; wieviel Geld er für die Schweine bekommt.
Und nicht bis mittags bange warten muss; wenn das Schlachtprotokoll kommt; welches er überhaupt nicht beeinflussen kann....
Aber egal; in zwanzig Jahren kommt die Hälfte des Landwirtschaftlichen Einkommens aus den alternativen Energien.
Das ist Fakt.
Und dann müssen die "Schweine aus Polen kommen"...
In dem Sinne
nichts für ungut
MFG
Mühlenbach
@ Muehlenbach [#29]
Das ist wirklich ein schwarzes Szenario. Ich weiß nicht wieviele Betriebe (prozentual) bangend von den Banken beäugt werden, aber ich vermute, die meisten haben noch genügend Sicherheit in Form von weiter steigendem Ackerland.
" Dazu kommt noch die zweite dicke Liquiditätslücke; der Ackerbau."
Im Ackerbau wird bei uns im Nordwesten doch sowieso nur Verlustminimierung betrieben bei den hohen Pacht(ansätz)en. In der Regel reicht die eigene Pflanzenproduktion nur zum geringen Teil (<50%) für den Futterbedarf aus, so dass die zu erwartenden niedrigen Futterkosten eine lang ersehnte Entlastung auf der Kostenseite darstellen. Ferner sieht es danach aus, dass wir hier mit durchgehend guten Erträgen rechnen können- der Regen reichte aus und auch der Mais steht bisher prächtig da.
" Und deswegen werden die Ställe nur teilweise belegt; oder gewartet; dass die Ferkel unter die 50 Euro Einstallkosten ( z.Zt. 65 Euro bei 30 kg incl.) fallen; um ja nicht zur Jahreswende liefern zu müssen..."
Da gebe ich Dir recht, die Preisaussichten animieren nicht unbedingt zum schnellen Aufstallen. Aber sollten die fetten Schweine im Sommer weiter steigen, wird der Ferkelpreis so schnell nicht nachgeben.
" Aber egal; in zwanzig Jahren kommt die Hälfte des Landwirtschaftlichen Einkommens aus den alternativen Energien."
Wenn weiter die Signale aus der Politik so gesetzt werden, wird es so kommen. Bei der Sonne und beim Wind ist es nur eine Frage des Strompreises, aber beim Biogas auch eine Frage der Ressourcen (ist aber nicht Thema hier)...
Gute Nacht allerseits!
@ Muehlenbach [#29]
Ich habe bei der "neuen Preisgestaltung" viel eher an ein systemübergreifendes modell gedacht. das rentabilität der landwirte und industrie sichert ... aber das ist wohl ein wunschdenken und wird ohne staatlichen eingriff nicht funktionieren. Wäre vergleichbar mit einer Planwirtschaft.
auch dein so hochgelobter preis auf basis des lebendgewichts hat ein manko. Er ist undurchsichtig nach außen hin. Nicht für den Landwirten, für den ist die sache definitiv einfacher, da geb ich dir recht. Was macht ihr wenn die vezg keinen preis mehr vorgibt. Welche Basis findet sich für den preis, große aufkäufer werden dann genauso die landwirte "erpressen" wie jetzt auch. Ich glaube nicht das das auf dauer besser ist für den landwirt.
Des weiteren werde viele preise (meist 3-6 monats preise im Wurstbereich) im leh werden auf basis bzw zumindest mit einem schielenden auge auf den V-Preis gemacht. man stelle sich vor dieser preis ist nicht mehr da. welche argumentationsgrundlage hat denn nun die industrie gegenüber dem leh? In meinen Augen ist ein drehen an irgendwelchen Masken, oder MFA Bewertungen quatsch ist doch nur eine Problemverlagerung.
Eine Idee wäre es zB einen GrundPreis nicht für eine Woche festzulegen sondern für einen Monat oder ein Quartal, also dem rhytmus des leh's anpassen. Das schafft eine Sicherheit und kalkulierbarkeit für die meisten Branchenteilnehmer. Und ich glaube auch in so einem System würde sich mehr mit den Preisen und Märkten beschäftigt werden, mir kommt es manchmal so vor grade in den letzten wochen, das der VPreis frei nach dem Wind gemacht wird.
Der Herbst 2007 hätte was bringen können, wenn die Erzeuger die ihren bestand saniert haben es gelassen hätten. Das Problem hat sich zeitlich nach hinten verlagert und intensiviert. Und da stecken wir gemeinsam jetzt richtig dick drin.
Wir sind Systemrelevant... das ich nicht lache, was sollen wir denn noch schlachten, wenn keine schweine mehr da sind, weil alle (oder sehr sehr viele) landwirte über die wupper gegangen sind. Jeder ist ersetzbar. Und was glaubst du wie schnell der aufdruck auf den SB Verpackungen verschwindet. "Garantiert aus Deutscher Herkunft". Der Leh und die Verarbeitungsindustrie ist sehr flexibel geworden, dank globalisierung.
Das die landwirtschaft in Deutschland langsam aber sicher ausstirbt es auch eher ein volkswirtschaftliches problem, Ballungszentren, neue medien, alternativen zu traditionellen berufen, der generationendruck ist nicht mehr da, kurz ... der nachwuchs ist nicht in dem maße da wie er sein sollte (Hypothese!!) statt dessen geht es hin zu professionellen großbetrieben, die werden aber aufgrund des kostendruckes in deutschland auch eher im ausland platzieren und dann exportieren zu "angemessenen" preisen. Aber dieses Problem hat nicht nur die landwirtschaft. Deutschland wird mehr und mehr zu einem Land des Know How's ... und das muss man zu geld machen.