ZMP_GmbH
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7 Jahre 7 Monate

Schweine: V-Preis vom 30.01.2019

Der V-Preis ist 1,36€ ( +/- 0 Cent)
Die Spanne beträgt 1,36 - 1,40 €

Viele Grüße 
Ihre ZMP GmbH

Geschrieben von ZMP_GmbH am
Läufer
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Derbe Enttäuschung

Noch gestern wurde bei der ISN-Auktion ein Durchschnittspreis von 1,46 €kg bei einer Spanne  von 1,44 bis 1,475 €kg. erzielt. Eine Warniung war der Überstand mit 19 %.

Jetzt besteht eine ungewöhnliche Preisspreizung zwischen ISN- und V-Notierung von 10 ct/kg.  Welcher Preis trifft die Marktverhältnisse nun am besten? Die wenigen 2.000 Schweine bei der ISN-Auktion oder die knapp 1 Mio. Schweine bei der V-Notierung? Andererseits: liefern wenige Schweine in einem räumlich eng begrenzten Marktsegment eine hinreichende  Signifikanz?

Zur Ergänzung: Schlachtzahlen der zurückliegenden Woche liegen bei 970.246 Schweinen mit einem durchschnittlichen Schlachtgewicht von 96,6 kg.

Gegenüber den beiden VorVorwochen errechnet sich ein Rückgang des Fleischaufkommens von knapp -50.000 t bzw. rd -5 %.

Die aktuellen Voranmeldungen von 209.100 Schweinen lassen bei durchschnittlicher Hochrechnung auf 910.000 Schlachtungen schließen. Bei angenommenen Schlachtgewicht von 96,5 kg würden innerhalb von 2 Wochen 109.000 t bzw. 11 % der Fleischmengen zu den vorangegangenanen 2 Jan -Wochen fehlen.

In einem sensiblen Schweinefleischmarkt sollten diese Größenordnungen zu Preiserhöhungen führen. (Im Falle einer Angebotssteigerung in dieser Größenordnung wäre ein starker Preisrückgang hochwahrscheinlich, es sei denn die kurzfristige  Nachfrage würde mitsteigen)

Die Preisspanne bis 1,40 €/kg zeigt überdeutlich an, dass in bestimmten Regionen bzw Bereichen deutlich höhere Preise möglich sind.

Mit Ende dieser Woche sorgt der Monatsanfang wieder für frisches Geld und möglicherweise mehr Nachfrage.

Ein Preisanstieg ist überfällig,

meint der Läufer

Werner
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Antwort auf von Läufer

Danke Läufer für die ehrlichen Zahlen. Aber Problem ist die Marktmacht die uns in die

Knie zwingt.(Düngerverordnung BIMSCH auflagen, Veterinärämter Pachten etc) Es wäre ehrlicher

sie würden uns sagen klappt die Tore zu und laßt die Kinder was anderes lernen bloß nicht die

moderne Sklaverrei ala CT, Westfl usw) Wir sacken immer tiefer ab. Es reicht.

Schönen Abend noch

Werner

Hanna
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Es gibt den Markt gar nicht mehr. Wie ich schon in einer anderen Diskussion schrieb, wurde auf der Grünen Woche letzte Woche bereits gesagt, dass ab

dem 6.2. der Preis steigt, nicht früher. Daher sollte das dann nächste Woche losgehen.

Da wurde zwischen den Parteien wohl gekungelt, hoffentlich haben die Verantwortlichen sich das gut bezahlen lassen.....

PIG Master
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Antwort auf von Hanna

Ja, so sieht es aus. Der Preis wurde von allen mitgetragen. Ein Kompromiss von 1,36 für einen längeren Zeitraum.

Mann muss dann bei der grünen Seite aber auch ehrlich sein, dass die Roten über Weihnachten und die ersten 2 Wochen im neuen Jahr den Preis auf 1,30 oder leicht drunter hätten drücken können! Da wäre niemandem mit geholfen gewesen in der Landwirtschaft. Dazu wären die Verkaufspreise der Roten auch weiter abgesackt. Für die ganze Kette wird es daher klug gewesen sein,( mit den schlecht verteilten Schlachttagen und den daraus resultierenden Überhängen,) bis vor 10 Tagen das Niveau bei 1,36 zu belassen. Ich glaube, dass hat beiden Seiten genutzt. Meine persönliche Meinung, auch wenn das Niveau natürlich zu niedrig ist.

Die Rote Seite muss nun aber alles daran setzen, dass wir im Februar ein Niveau von 1,50 erreichen. Den Landwirten steht das Wasser bis zum Halse. Die katastrophale Ernte, die hohen Zukaufspreise für Futter und gestiegenen Kosten für Gülleentsorgung  hat viel Geld verschlungen und es muss dringend Geld verdient werden!! Es bleibt zu hoffen, dass Frankreich ASP frei bleibt, der Export nach China den Schlachtern richtig gutes Geld und Mengen bringt damit auf dem Heimatmarkt endlich die Ware knapp wird um deutlich höhere Preise durchzusetzen.

Der Struckturwandel in der Schweinehaltung nimmt jetzt richtig Fahrt auf. Es helfen nur auskömmliche Preise, wenn langfristig in Deutschland diese Mengen geschlachtet und verarbeitet werden sollen.

Werner
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Danke PIC Master wahre Worte genauso Dank an HANNAH

Werner

Läufer
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Weitsichtige Marktteilnehmer ?!

Sind die Teilnehmer am Schweinefleischmarkt doch vernünftiger und weitsichtiger  als man ihnen zugesteht?  Tatsächlich kann man nachvollziehen, dass stabile Preise über die Weihnachtsfeiertage und nach dem Jahreswechsel in diesem Jahr zu beiderseitigen Gunsten ausgefallen sind (siehe anliegende Grafik und PIGMaster's richtige Einschätzung).

Vergleicht man eine Entwicklung der Verkaufserlöse bzw. Einkaufskosten einmal zu festen Preisen und ein zweites Mal zu angebotsorientierten variablen Preisen, stellt sich heraus, dass im Durchschnitt die festen Preise zu tendenziell besseren Verkaufserlösen geführt haben. Bei der Modellrechnung  wird unterstellt, dass die Preisschwankungen sich passgenau an den Angebotsschwankungen orientieren, was im praktischen Tauziehen um die Preishöhe selten der Fall ist. Daher kommt der Darstellung nur eine grundlegende Orientierungsfunktion zu.

Bleibt dennoch die Frage, wie die stillschweigende Übereinstimmung zustande gekommen ist? Einsicht auf beiden Seiten? Nachstehende Fragen gilt es zu beantworten:

Welches Preisniveau ist passend für eine mehrwöchige stabil gehaltene Preisnotierung?  Wie lange sollen feste Preise gelten? Was ist, wenn die Angebotsmengen anders ausfallen als vorausgeplant ist?

Kann man die Entwicklung ausreichend passend voraussehen? Oder tastet man sich bei gutem Vorsatz doch immer wieder von Woche zu Woche nach vorn und ist jederzeit bereit, sich situationsangepasst anders zu verhalten oder bei der Stange zu bleiben?

Letzteres scheint eine plausiblere Erklärung zu liefern

meint der Läufer

P.S.: Sollten stabile Preise bei schwankenden Versorgungslagen über mehrere Wochen als Erfolgsmodell gelten, wäre eine häufigere Wiederholung  angeraten. Allein mir fehlt der Glaube! Denn, wenn die variablen Schmerzgrenzen der Kompromissbereitschaft (je nach Preisniveau) der Marktbeteiligten überschritten werden, ist Schluß mit Einsicht! Schon mal was von Hauspreisen gehört?!

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