Topschwein
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Schweine: V-Preis vom 30.03.12

Schweine 1,68 € in der Spanne von 1,65 € bis 1,70 €

Sauen ab Hof 1,31 € in der Spanne von 1,29 € bis 1,33 €

Sauen frei Schlachthof 1,43 € in der Spanne von 1,41 € bis 1,45 €

Gruß
-TS-

Geschrieben von Topschwein am
Dorf 1963
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12 Jahre 9 Monate

Auf einmal totale Ruhe hier. Ist jemandem etwas von Hauspreisen bekannt ?

MfG Dorf

Gelber
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Nö, mich wundert es ehrlich gesagt nur, denn der Druck seitens der roten scheint am Freitag von Minute zu Minute grösser geworden zu sein.

Schweine sind binnen 2 Wochen um 8 cent gestiegen und was die im Fleischverkauf zusammen bekommen haben verbeisse ich mir mal, sonst muss ich wieder meine persönlichen Gedanken miteinfliessen lassen und wie mir ja gesagt wurde solle ich den Blödsinn besser für mich behalten und mein Maul halten.

Aber einen Blödsinn muss ich noch loswerden zu dem Thema mit Arsch in der Hose:
Hätte Rot Arsch in der Hose würden die 1,60 bezahlen und alles andere nicht schlachten.
Hätte Grün Arsch in der Hose wäre die Notierung bei 1,75.

Also wünsch ich allen ein sonniges, grillfreudiges Wochenende, in der Hoffnung auf weiterhin steigende Schweinepreise.

Dorf 1963
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Welcher Druck der roten Seite? Am anderen Ende der Telefonleitung hieß es immer nur: "Mehr Schweine hast Du nicht?" Ich glaube sehr wohl, daß die Preiserhöhungen im Fleischkauf schwierig umzusetzen sind, aber wenn es nach Angebot und Nachfrage geht, war die Erhöhung um 3 ct richtig. Entsprechend der Nachfrage hätte sie sogar höher ausfallen müssen.
MfG

Gelber
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Nach Angebot und Nachfrage von lebenden Schweinen dürfte der Preis bei 1,75 sein.

Nach Angebot und Nachfrage von Fleisch dürfte der Preis 1,60 sein.

Aber an dem wie und was da zur Zeit passiert sind einzigst die roten schuld.

Soll aber Gott sei Dank nicht mein Problem sein.

D
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Dorf1963 (2)

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel...!

Lukas
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Dorf 1963 [#4]

"Am anderen Ende der Telefonleitung hieß es immer nur: "Mehr Schweine hast Du nicht?""

Dieses höre ich bei meinem Ferkelvermarkter auch.

Irgendwie ist alles knapp. Nur beim Fleisch schieben die noch etwas. In einem viertel Jahr sieht das aber ganz anders aus. Dann wird der LEH auch tiefer in die Taschen greifen müssen. Es sei, die importieren Fleisch aus Tenbuktoh zu Dumpingpreisen. Nee Gelber???

Gruß

BIGPIG
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Hallo,

einen ganz wichtigen Punkt sollten wir bei der ganzen Euphorie aber nicht vergessen:

je höher die Preise je kg. SG steigen, umsoweniger werden wir auf dem internationalen Parkett verkaufen können!!. Diese Ware würde dann den Inlandsmarkt zusätzlich belasten. Schaut auf die RMX-Börse, denn dort wird immer noch realistisch gehandelt.

Mein Tipp für 2012: im ersten Halbjahr könnten wir 1,75-1,80 Euro je kg. SG erzielen. Die rote Seite hat grosse Mengen Schweinefleisch für 1,60 Euro eingelagert und wird diese mit Sicherheit, in der Grillsaison, mit Gewinn verkaufen!!. Der Preis in der 2. Jahreshälfte wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Dabei ist aber, nach meiner Meinung, mit einem Preislimit nach Oben bei ca. 1,70 Euro zu rechnen. O. g. Gründe und die mangelhafte Durchsetzungskraft der roten Seite gegenüber den Diskountern wird den Preisauftrieb in Grenzen halten.

mfg

Bigpig

Spekulatius_Maximus
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ BIGPIG [#8]

das kann wirklich so kommen. Für den Export wird auch der Eurokurs wichtig sein.
Zur Zeit scheint es mit den internationalen Märkten nur deshalb zu laufen, weil die edlen Teile, die für das Auslandsgeschäft zu teuer sind, sich im Inland recht gut verkaufen lassen und man mit dem Rest in Drittländern verhältnismäßig gut landen kann.

In wie weit versichern sich die Schweinefleischexporteure denn gegen Währungsrisiken ab? Wäre schön, wenn ein paar Rote an dieser Stelle uns allen einen Einblick geben.

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ BIGPIG [#8]

Was aber; wenn in anderen Ländern die Erzeugerpreise auch hoch sind ( sein müssen)?
Siehe die USA; Schweinepreise auf Höchststände; da kommen wir schon nicht mehr mit.
Und glaubt nicht; das BRA die fürn Appel und ein Ei weggeben; denn dort ist das Futter auch nicht billig; Prozentual gesehen.
In 2008 hatten wir Höchstpreise; auch deshalb; weil andere Länder unter dem Futterpreisschock standen.
Wenn das kg Brot im Laden teurer ist wie der kg Hack; dann ist was faul im Staate..
Du solltest dir lieber eine ganz andere Frage stellen; wenn du dich mit der Zukunft befasst:Hast du mittelfristig überhaupt noch eine Chance; ohne Vertragsbindung deine Schweine zu verkaufen?

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Spekulatius_Maximus
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Muehlenbach [#10]

"Du solltest dir lieber eine ganz andere Frage stellen; wenn du dich mit der Zukunft befasst:Hast du mittelfristig überhaupt noch eine Chance; ohne Vertragsbindung deine Schweine zu verkaufen?"

Hallo Mühlenbach, erkläre mir bitte, was Du da jetzt genau mit meinst! Ich habe habe das nicht ganz verstanden...

D
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ spekulatius maximus

Es wird doch jede Menge mit einander "verknüpft", jüngstes Beispiel: Die Futtermittellieferanten wollen meine VVVO-Nummern wissen, wegen der "Rückverfolgbarkeit im QS-System". Wer verhindert eigentlich, daß diese Daten, die ja dann außerhalb des Behördenkreises herumvagabundieren, nicht mißbräuchlich eingesetzt werden, z.B. um an die Adresse eines Verpächters zu kommen ???

Weiterführende Fragen: Wer führt sowas ein und welche Landwirte in welchen Gremien stimmen diesen "unbedingt erforderlichen" Datenerhebungen" zu???

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Spekulatius_Maximus [#11]

Das geht doch schon los:
Ebermast nur mit gesicherter Abnahme; Tierwohl; Sauwohl und wie die neuen Programme alle heissen...
Ich kenn den Weg aus der Geflügelmast; erst gab es Mäster; dann Vertragsmäster; und zu guter Letzt wurde der Stall übernommen; und man war als "freier" Unternehmer raus aus dem Rennen.
Man war nur noch "der Dumme"; der den Bauantrag stellte; um das previligierte Bauen zu verwirklichen.
Und heute kannst du quasi kein Hähnchen mästen ohne Abnehmer; der VORHER feststeht.
Die ganze QS Geschichte ist doch nur ein Vorgeschmack dessen; um heraus zu finden; wie "leidensfähig" wir wirklich sind.
Denn ohne Auditierung kann man keine grossen Mengen an Schweine mehr verkaufen; obwohl das ganze nur im ohnehin gesetzlichen Rahmen verläuft und erst nun so langsam; nachdem man jeden hat; sein "wirkliches" Gesicht zeigt...

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Spekulatius_Maximus
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Muehlenbach [#13]

Ok, ich habe nun verstanden, worauf du hinaus wolltest.

QS ist doch eigentlich kein Problem, das System spiegelt doch nur die vom Verbraucher gewünschten Vorstellungen wieder. Die Anforderungen steigen und wenn 80% diesen Anforderungen nicht mehr gerecht werden können, wird sicherlich sich für diese Betriebe ein Markt öffnen...

Letztlich sind die Anforderungen in der Tierhaltung stetig gestiegen, zur Zeit ist die Kurve sicherlich deutlich steiler- sicher, aber es ist doch besser, die Umsetzung dieser Anforderungen sich zertifizieren zu lassen, als ständig mit Skandalen und Skandälchen sich konfrontiert zu sehen und darauf keine vernünftige Antwort zu haben.

Seit die CMA weg ist, haben wir ein deutlich gestiegenes Imageproblem. Es gibt nichts Effektives auf Erzeugerseite, mit dem man breit angelegte Öffentlichkeitsarbeit machen könnte! Ich würde mir wünschen, dass wir schon bald eine Finanzierungsgrundlage für ein solches System bekommen könnten- 50ct pro Schwein und 2 Euro pro Hektar und wir hätten die Basis, um in allen Medien mehr Präsenz zu zeigen. Über eine Idee, wie man so etwas praktikabel und juristisch vernünftig umsetzen kann, wäre ich dankbar!

Saubauer
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Spekulatius_Maximus [#14]

@ Muehlenbach [#13]

Da scheint der Mühlenbach schon mehr Erfahrung zu haben,denn siehe da werden die QS/Bayern Anforderungen angehoben!

Zusätzliche Futterproben / Papiere sammeln aller die etwas mit Futterbearbeitung (Lohnmischer und Lieferung) zu tun haben!

Und jetzt Strom und Wasserüberbrückung für mehrere Stunden mit Stromagregaten! Nicht nur die Lüftung auch die Fütterung muß anscheinen einsetzbar sein im Notfall!?

So geht weiter bis alle kleinen unter 1000 Tiere aussteigen!

Nennt man Strukturwandel!

MfG

lotta
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Muehlenbach [#13]

Ich kenn den Weg aus der Geflügelmast; erst gab es Mäster; dann Vertragsmäster; und zu guter Letzt wurde der Stall übernommen; und man war als "freier" Unternehmer raus aus dem Rennen.
Man war nur noch "der Dumme"; der den Bauantrag stellte; um das previligierte Bauen zu verwirklichen.
Und heute kannst du quasi kein Hähnchen mästen ohne Abnehmer; der VORHER feststeht.

Das ist aber nicht der normale Weg in der Geflügelmast.Ob es da mehr " Dumme" gibt die den Bauantrag stellen wie in der Schweinemast glaube ich auch nicht.
Natürlich werden Hähnchen überwiegend auf Vertragsbasis gemästet.Das liegt jedoch in der Natur der Sache.Es ist jedoch immer noch die freie Entscheidung des Mästers mit wem ich Vertäge mache.Die für den jeweiligen Mäster günstigsten Vertragsbedingungen auszuhandeln
liegt wie das mästen selbst am Geschick des freien Unternehmers.
Ich behaupte in der Hähnchenmast gibt es mehr "Markt" wie in der Schweinemast.

lotta

Bauer Bernie
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ lotta [#16]

ich kann Ihnen nur beipflichten. Dass in der Hähnchenmast bzw. an der Geflügelhaltung allgemein mehr hängen bleibt, kann man an den Investitionen in dieser Branche erkennen und am Lebensstil der Hühnerbarone.
Aus privaten Kontakten zu Mästern die beides hatten, Huhn und Schwein, weiß ich, dass ersteres das lukrativere Geschäft ist.

Im übrigen, was spricht gegen eine gewisse Vertragsbindung im Schweinesektor ?
Ich meine nicht Knechtschaft auf dem eigenen Hof von Schlachtunternehmen oder Futterindustrie.
Aber bei uns ist doch nur der der Dicke Maxe, der von jedem Ferkel 2.-€ weghandeln kann und um 1 Ct. teuerer verkauft. Zumindest meint er das und schreibt es bei jeder Gelegenheit hier im Forum.
Organisatorische Vorteile, die dies mehr als Wett machen würden bei einer vertraglichen Bindung werden nicht erkannt.

Mfg
BB

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Ich hab auch nicht gesagt; dass es denen "schlecht" geht. Zumindest noch nicht; da man noch jeden Erzeuger braucht.

Aber in der Putenbranche gab es doch erhebliche Differenzen. Die Verträge werden zumeist mehrjährig abgeschlossen; man kann nicht ebend einfach mal seine Flattermänner woanders hinbringen. Dafür ist das ganze straff organisiert; man kennt seinen "Zeitplan". Wenn einem aber der Firmentierarzt; oder der Futterlieferant nicht zusagt; kann man nicht einfach raus.

Was ich damit meinte; ich das "freie".

Allerdings wollen uns unsere Abnehmer mit einem Appel un ein Ei abspeisen; die kapieren es einfach nicht.

Und deshalb; das ist meine Befürchtung; wird sowas "Standart" werden wie ebend das unsägliche QS; das erst jetz seine Fratze zeigt; da kann ich euch Dinge erzählen; die rauben euch den Schlaf.

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

D
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Ob in der Geflügelbranche wirklich ein "Markt" besteht, da habe ich so meine Zweifel. Zumindest, wenn man hört, daß Futterpreisänderungen und Schlachtpreise fast immer zeitgleich "angepasst" werden. Aber man gewährt den Mästern ihre "Spanne". Diese kann um so höher ausfallen, je besser der "Markt" läuft, bzw. man noch mehr Mäster braucht.
Die LWK rechnet uns ja auch vor, daß man mit der Geflügelmast einen hohen "Stundenlohn" realisieren kann (vorsichtshalber wird jedoch nicht die Verzinsung ausgerechnet).

Zudem können die großen Anbieter das Angebot ein wenig regulieren, indem mehr/weniger Bruteier eingelegt werden. Das wirkt sich sofort aus, im Gegensatz zu den langwierigen Anpassungen bei der Schweineerzeugung.

Und man sollte nicht verachten, daß die straffen "Managementhilfen" bei einem großen Teil der Mäster auch zu guten Produktionsresultaten führt. In der Schweinehaltung ist jeder sein eigener Berater.

Diese Dinge haben uns die Geflügelmäster voraus, zumindest, solange der Absatz noch steigt.

Spekulatius_Maximus
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Läuft es am Schweinemarkt ganz gut, dann sind die Verhältnisse in der Geflügelbranche Teufelszeug.

Ist eine Krise da, dann liebäugelt man doch gerne mit dem unfreien System...

Je nach Großwetterlage ändern sich unter Schweinehaltern dann die Ansichten.

Zu QS: Das System ist grundsätzlich gut und hilft uns im Falle eines Falls indem man wenigsten etwas an zertifizierter Dokumentation in der Hand hat. Sicherlich gibt es an verschiedenen Stellen Kritikpunkte, wegen diesen sollte man aber nicht das System generell in Frage stellen!

Mit der CMA war es genauso, dieses System hätte uns wohl bei so manchem Skandal geholfen...

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