Richard Ebert
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12 Jahre 6 Monate

Schweine: Verkaufsdruck vom Terminmarkt

Russland: Importstopps für 17 deutschen Fleischlieferanten

Topagrar.com (05.01.10) - Russland hat die Importe von 17 deutschen und zwei französischen Fleischverarbeitungsbetrieben vorübergehend verboten. Der am 28. Dezember 2009 in Kraft getretene Einfuhrstopp wird mit Funden von in Russland verbotenen sowie schädlichen Substanzen und Bakterien bei Routineuntersuchungen gelieferter Produkte begründet.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.topagrar.com/?option=com_content&task=blogcategory&id=25&Itemid=520)

Kassamarkt: Nachholbedarf kennzeichnet Fleischgeschäft

Der Schlachtschweinemarkt kann sich weiterhin behaupten. Das Lebendangebot ist umfangreich und die Schlachtgewichte bleiben hoch. Die Fleischgeschäfte sind gut und von einem Nachholbedarf gekennzeichnet.

Aus heutiger Sicht könnte sich die Seitwärtsbewegung in dieser Woche fortsetzen.

Feiertagsbedingt lagen die Schlachtungen im Nordwestraum in der vergangenen Woche bei 467.000 Stück.

(Quelle: VR Agrarberatung)

Bild entfernt.Terminmarkt: Verkaufsaufträge drücken Terminkurse

Am Schweine Terminmarkt wurden heute nur 4 Kontrakte der Fälligkeit Januar zu Kursen zwischen 1,265 und 1,27 Euro gehandelt. Der Markt schloss um 0,5 Cent höher bei 1,265 Euro.

Druck gab es in den Terminmonaten Februar bis April, als neue Verkaufsaufträge bis zu einem Cent unter den Schlusskursen vom Montag in den Markt kamen. Die Eurex setzte daher die Settlementpreise dieser drei Fälligkeiten um 1,3 bis 1,7 Cent unterhalb des Vortags fest.

Der M 12 Index für Schweine gab um 0,33 Cent auf 1,3725 Euro nach.

Ferkel wurden umsatzlos auf Vortagsbasis taxiert. Index 43,83 Euro.

Aussichten für Freitag: Minus 4 Cent auf 1,26 Euro

An den in den vergangenen Tagen genannten Fakten und Meinungen hat sich nichts wesentliches geändert. Es muss weiterhin mit einem Preisrückgang von 4 Cent ausgegangen werden.

Bild entfernt.

Geschrieben von Richard Ebert am
henrydunnink
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

"An den in den vergangenen Tagen genannten Fakten und Meinungen hat sich nichts wesentliches geändert. Es muss weiterhin mit einem Preisrückgang von 4 Cent ausgegangen werden."

Herr Ebert, Welche Fakten meine Sie??
Ich lese hier die letzte Wochen nur Meinungen. Und viele Meinungen sind von Sie selber.

Henry

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Das sind nicht die Meinungen des Herrn Ebert; sondern die Meinungen der "Marktnahen" Kreisen.
Und es wird wohl aller vorraussicht so kommen; weil ich wiederhole mich wirklich ungern; einen "Markt" gibt es nicht.
Wenn nicht gibt es entweder erstens Hauspreise oder weiterhin schlechte Ergebnisse bei den Parametern zur Preisbestimmung ( wie schon hier diskutiert).
Letzteres ist natürlich die "sanftere" Art; weil kein Geschrei wegen dem Preis.
Dann fehlen dem Mäster auch mal ebend 5-6 Euro.
Irgendwo müssen die doch bleiben..

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Topschwein
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Hallo zusammen,

stand der Dinge jetzt, werden die Schweine am freitag nicht runter gehen ! ! !

Gruß
-Topschwein-

paul
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Ich frag mich manchmal wer hier den Markt verunsichert.
Nur weil sich an der Börse kurzfristig kein Käufer für günstige Angebote findet soll der Terminmarkt Druck auf den Preis ausüben (s.Überschrift)?

Ich glaub eher, daß die Käufer an der Börse auch nur die normale Januar-angst haben, nach dem Motto: da geht der Preis doch immer runter. Da verzichtet doch mancher auf den Einsatz.

Mutig werden die doch erst wieder wenn der Kassamarkt klar zeigt daß es in diesem Jahr anders seien könnte.
Aus diesem Verhalten, daß z.Z. mit keiner negativen Meldung aus dem Handel unterstützt wird, einen Marktdruck abzuleiten ist schon provokant.

Gruß Paul

PIG Master
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12 Jahre 6 Monate

Da hast du recht Paul. Es wird geschlachtet auf Teufel komm raus. Alle haben sich gewundert, wie gut der Verkauf und der Absatz die letzten zwei Wochen war. Bei uns wurden wenn Partien vorgezogen, aber nie geschoben. Das ist für ALLE gut so. Der Roten Seite hilft es auch nicht, wenn der Absatz nicht da ist und die Preise gesenkt werden müssen.
Seit vier Wochen lese ich hier nur von den stark fallenden Preisen im Januar auf Grund der Terminmarkt Notierungen. Aber: Erstens kommt es immer anders und zweitens als man denkt!

Richard Ebert
Mitglied seit
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@ henrydunnink [#2]

Herr Ebert, Welche Fakten meine Sie?

Die in den letzten Tagen von mir genannten. Und erneut der Terminmarkt, an dem auch heute wieder Januar Schweine zu Börsenbeginn mit 1,27 Euro angeboten wurden.

Wenn Sie Gründe kennen, warum das was ich hier zitiere oder schreibe nach Ihrer Meinung nicht korrekt ist, bitte ich Sie dies zu schreiben. Jeder Beitrag trägt zu mehr Offenheit und Information bei.

@ Muehlenbach [#3]

Das sind nicht die Meinungen des Herrn Ebert; sondern die Meinungen der "Marktnahen" Kreisen.

Richtig, aber nicht nur. Zu einer Beurteilung wird von mir auch versucht, die Charttechnik, die Markttechnik und vor allem die Psychologie der Märkte zu erfassen. Letzteres und daraus entstandene Börsengewinne (ohne Schweine und Kartoffeln) ist für mich der Grund, warum ich mir eine Seite wie das RMX-Forum finanziell leisten kann.

Wer mehr Interesse daran hat, sollte die Themen auf der Internetseite http://www.TerminmarktWelt.de lesen unter Eingabe des Suchwortes 'Psychologie'. Aber bitte Zeit mitbringen, in Schnelldurchgang sind die Erkenntnisse nicht anwendbar.

@ paul [#5]

Nur weil sich an der Börse kurzfristig kein Käufer für günstige Angebote findet soll der Terminmarkt Druck auf den Preis ausüben (s.Überschrift)?

Das steht dort gar nicht. Es steht nur dass ein Verkaufsdruck vom Terminmark kam und das ist korrekt. Im Text ist es zu lesen:

Druck gab es in den Terminmonaten Februar bis April, als neue Verkaufsaufträge bis zu einem Cent unter den Schlusskursen vom Montag in den Markt kamen.

Sie haben in der Vergangenheit öfter die 'roten Charts' als wertvolle Hinweise zitiert. Für Januar Schweine zeigt diese Grafik ein Ziel von knapp 1,27 Euro an:

Bild entfernt.

Nach meiner Meinung wird - wenn überhaupt - ein Preisrückgang schon diese Woche kommen und irgendwann in den nächsten Wochen von einer saisonalen Aufwärtsbewegung abgelöst werden. Die roten Charts für Februar- und März Schweine zeigen dies an:

Bild entfernt.

@ alle

Wer der Meinung ist, Januar Schweine werden zu 1,30 Euro oder höher abgerechnet, sollte die niedrigeren Terminkurse nutzen und zu etwa 1,27 Euro kaufen. Henry Dunnink hat dies bereits getan.

Bild entfernt.

paul
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@ Richard Ebert [#7]

"W er der Meinung ist, Januar Schweine werden zu 1,30 Euro oder höher abgerechnet, sollte die niedrigeren Terminkurse nutzen und zu etwa 1,27 Euro kaufen. Henry Dunnink hat dies bereits getan."

Herr Ebert, ich schätze Ihre Börsenerfahrung sehr, versuche mit dem Handwerkszeug der Charts und auch den psychologischen Aspekten des menschlichen Handelns im Börsengeschehen mitzudenken und auch zu handeln.
Vielleicht ist es von Nachteil, daß man als Mäster immer zweispurig denken will und die Schweine am Markt physisch gut verkaufen will.

Da will ich im Januar noch erhebliche Stückzahlen abliefern und da erwarte ich einen anständigen Preis. Die Januarschweine waren über einen längeren Zeitraum im Frühj./Sommer abgesichert. Bin dann ausgestiegen (Grund: Gewinnmitnahme).

Ende Sept. hab ich dann Januarschweine an der Börse bei 1,20 zum Kauf eingestellt. Die sind dann am 13.Oktober auch gehandelt worden. (Die 1,20 sah ich bei der miesen Stimmung damals als phsychologische Untergrenze)
Jetzt ist natürlich mein Interesse diese Kontrakte, neben den tatsächlichen Schweinen im Stall, so teuer wie möglich zu verkaufen. Besser 1,30 als 1,27.

Ist alles gut gelaufen, trotzdem, das Mästen im Stall muss sich auf Dauer auch lohnen, ist halt unser gelernter Beruf und unsere erhebliche Investition.

Gruß Paul

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Vollkommen richtig; Paul.
Ich hatte zum 18.12 mal geschrieben; wer denn gewinnen wird.
Es ist so gekommen wie eigentlich erwartet; alle grösseren Viehhandelsunternehmen haben ihren Kunden geraten; Schweine vorzuziehen um nicht/oder nur bedingt in den letzten zwei Wochen des Jahres/ Anfang Januar zu kommen.
Zusätzlich wurden von den Unternehmen Stückzahlen angemeldet die so nie exsistieren; weil auch die gelernt haben; wenn man 200 anmeldet werden dann 150 abgenommen und 130 kommen nur wirklich.
Da halfen auch die hohen Schweinemengen aus den Niederlanden nicht mehr; die nach deren Preissenkung der Vion geholt wurden um den Europäisch wichtigen Leitpreis Deutschland etwas zu beeinflussen.
Mittlerweile holt sich dieser Schlachtbetrieb das "fehlende" Geld woanders.
All das hat zu einer "Beruhigung" des Preises geführt; zusätzlich kam dann noch die Sache mit Edeka; und da wollte man nicht auch noch nachträglich Benzin ins Feuer geben.

Dass die Nachfrage in den letzten Tagen so unwahrscheinlich gut läuft; hat allerdings neben dem Export auch mit der erhöhten Nachfrage wegen dem gross angekündigten Schneechaos zu tun; mal sehen was kommt.

Um nochmal zu eurer Charttechnik zu kommen; immer wenn Euphorie herrscht wie im vergangenen Jahr noch zu dieser Zeit; dann wird es kein gutes Jahr.
Dieses Jahr stehen alle Zeichen auf verdammt schlecht; und wie gesagt; Hochmut kommt vor dem Fall; und wenn es schlecht läuft kann es nur besser werden.

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ paul [#8]

Herr Ebert, ich schätze Ihre Börsenerfahrung sehr, versuche mit dem Handwerkszeug der Charts und auch den psychologischen Aspekten des menschlichen Handelns im Börsengeschehen mitzudenken und auch zu handeln.

Vielleicht ist es von Nachteil, daß man als Mäster immer zweispurig denken will und die Schweine am Markt physisch gut verkaufen will.

Es kann für die Beurteilung eines Marktes von Vorteil sein, wenn man das zu handelnde 'Produkt' nicht kennt, auch wenn sich jetzt einige Mäster innerlich empören werden.

Wenn Sie zur Geldanlage Aktien von Banken, Chemiekonzernen, Hochbau- oder Automobilfirmen kaufen, kennen Sie weder die Firmen noch die Produkte. Jedenfalls in aller Regel. Der Glaube, sich gut auszukennen, wird als 'Scheinwissen' bezeichnet. Dennoch kaufen Sie möglicherweise Bank- oder Versicherungsaktien. Mein Wissen vom Schweinemarkt ist auch nur als Scheinwissen zu bezeichnen.

Was aber nach meiner Meinung viel wichtiger ist, wurde mir vor etwa 20 Jahren klar, die Psychologie der Märkte bzw. der Marktteilnehmer. Das betrifft den Kassamarkt genau so wie den Terminmarkt und am Terminmarkt die Spekulation so wie Sicherungsgeschäfte gegen unerwünschte Preisänderungen.

Nochmals an alle Leser meine Empfehlung in Beitrag [#7], sich mit den Links zum Thema zu beschäftigen.

Schöne Grüsse, Richard Ebert

paul
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Muehlenbach [#9]

"Um nochmal zu eurer Charttechnik zu kommen; immer wenn Euphorie herrscht wie im vergangenen Jahr noch zu dieser Zeit; dann wird es kein gutes Jahr.
Dieses Jahr stehen alle Zeichen auf verdammt schlecht; und wie gesagt; Hochmut kommt vor dem Fall; und wenn es schlecht läuft kann es nur besser werden."

Ein guter psychologischer Ansatz, ist auch von mir in den letzten Jahren so angegangen. Eigentlich müsste man froh sein, daß die wenigsten so denken. An der Börse sind übertriebener Frust und im Gegensatz dazu übertriebene Euphorie die besten Vorgaben um gegen den Trend einzusteigen.

Wo sonst konnte man für die Januarschweine 2010 mehr als 1,55 bekommen.

http://www.terminmarktwelt.de/cgi-bin/nforum.pl?ST=8617&CP=0&F=47#newmsg

Gruß Paul

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