Richard Ebert
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Schweine: Verknappen die Mäster künstlich das Angebot ?

Österreich: Schweinebestand 2008 um 7 % unter dem des Vorjahres

Außenhandel mit Fleisch auf Rekordniveau

topagrar.com (04.11.09) - In Österreich ist die Fleischproduktion im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. Wie die Statistik Austria mitteilte, lag die Bruttoeigenerzeugung bei 896.900 t. Die Einfuhr von Fleisch und Fleischwaren stieg hingegen um 8 % auf 322.000 t, während die Exporte um 12,2 % auf 459.800 t ausgebaut wurden. Damit erreichte der Außenhandel in dieser Warengruppe ein neues Rekordniveau. Im Schweinesektor konnten 2008 wert- und mengenmäßig positive Ergebnisse erzielt werden. Die Bruttoerzeugung wird von der Statistik Austria hier auf etwa 484.000 t beziffert. Auch beim Außenhandel mit Schweinefleisch wurden Höchststände erreicht. Die Einfuhren überstiegen mit 179.000 t das Vorjahresniveau um 11,5 %; die Ausfuhren erhöhten sich sogar um 16 % auf 244.900 t. Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 56,4 kg liegt Österreich bei Schweinefleisch weltweit im Spitzenfeld. Der Selbstversorgungsgrad betrug 103 %.

Deutlicher Strukturwandel im österreichischen Schweinesektor

Der österreichische Schweinesektor vollzog allerdings in den vergangenen drei Jahrzehnten einen erheblichen Strukturwandel. Während 1980 insgesamt 3.706.200 Schweine gehalten wurden, waren es 2008 nur noch 3.064.200. Das ist ein Rückgang um gut 17 %. Allein von 2007 auf 2008 verringerte sich der Bestand um fast 7 %. Noch deutlicher zeichnet sich der Strukturwandel in der Zahl der Schweine haltenden Betriebe ab: 1980 gab es 202.460 Schweinehalter, deren Zahl bis 2008 um 80 % auf 39.840 sank. Auch hier vollzog sich von 2007 auf 2008 ein überdurchschnittlicher Rückgang, und zwar um 17 %.

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Kassamarkt: Steigende Erzeugerpreise erwartet

Die Situation am Schlachtschweine Markt zeigt sich derzeit freundlich. Das Angebot an schlachtreifen Schweinen fällt vielfach geringer aus als zuvor und die Schlachtbetriebe zeigen reges Kaufinteresse an den zur Verfügung stehenden Partien. Die Marktbeteiligten gehen daher für die kommende Schlachtwoche von steigenden Erzeugerpreisen aus.

(Quelle: ISN, Damme - auszugsweise)

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Internet Schweinebörse 2 Cent fester

Die Internet Schweinebörse vermeldete einen Preisanstieg von 2 Cent auf 1,38 Euro in einer Spanne von 1,37 bis 1,38 Euro bei einem Umsatz von 605 Tieren (siehe Grafik oben).

Terminmarkt: Leichter Anstieg

Die gehandelten 9 Schweine Kontrakte wurden im Terminmonat März gehandelt, wobei der Kurs um 0,1 Cent auf 1,27 Euro stieg. Aufgrund höherer Preisgebote stiegen Juni Schweine um 1 Cent auf 1,39 Euro. Der M 12 Index für Schweine stieg um 0,07 Cent auf 1,3432 Euro.

Am Ferkel Terminmarkt wurde lediglich ein Kontrakt im Kassamonat November gehandelt, der Kurs stieg dabei um 20 Cent auf 37.50 Euro. Index plus 2 Cent auf 43,52 Euro.

Aussichten für Freitag: Plus 4 Cent auf 1,34 Euro

Die Preis-Frage der Woche: Wird das Angebot durch Verkaufzurückhaltung der Mäster künstlich verknappt, um am Freitag einen steigenden Preis zu provozieren und einen Mehrerlös bei 5 Cent zu kassieren ?

Oder sind Schweine wirklich so knapp, dass es zu einem anhaltend stabilen Markt nach dem (erhofften) Preisanstieg kommt ?

Wenn die Verknappung nach der Preiserhöhung ein hohes Angebot folgt, könnte eine Woche später der Preis wieder zusammenbrechen.

Könnte, würde, wenn und aber zählen nicht. Nach heutigem Stand sieht es eher nach einem Anstieg um 4 Cent auf 1,34 Euro. Doch bereits letzte Woche hat sich die Prognose am Markt nicht verwirklicht.

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Geschrieben von Richard Ebert am
Gast

Hallo Herr Ebert,

wir haben November und ein bischen Wirtschaftskrise....

Was dem Handel seitens der sog. Roten Seite im TK- Bereich angeboten wird, ist interessant und kann vermarktet werden. Man spürt den Liquiditätsbedarf.

Steigt der Rohstoffpreis um 4 ct / kg SG im November, bin ich gespannt, wer das im Handel durchsetzen kann.

In D wird es kaum funktionieren, in EU + Osteuropa möglich??

Diese Gebiete kennen andere Experten besser.

MfG

Berrendorf05

Saubauer
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ berrendorf05 [#2]

Fleisch ist sehr billig, aber Wurst vor allem in Dosen immer noch auf dem Niveau von 2008 !

Da werde die Gewinne gemacht und da spielen 10 ct keine Rolle.

MfG
Saubauer

Gast

Hallo Saubauer,

Aussage stimmt; aber man hört, dass hier schon durch den Handel gebohrt wird.

MfG

Berrendorf05

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