Schweine: Vermutlich stabiler V-Preis, Rückgang nicht ausgeschlossen
EU-Schweinepreise: Weitestgehend stabile Verhältnisse
Schweine.net (07.09.10) - Der Schlachtschweinemarkt in Europa zeigt in der aktuellen Woche mit wenigen Ausnahmen stabile Verhältnisse. Die französische und dänische Notierung, die in der vergangenen Woche noch unverändert notierten, gaben in der laufenden Woche nach. Die spanische Notierung musste aktuell noch einmal um vier Cent nach unten korrigiert werden, während die übrigen europäischen Notierungen auf unverändertem Niveau stehenblieben. In Schweden und Großbritannien sind die Veränderungen in den korrigierten Notierungen wieder einmal auf die Wechselkursschwankungen zurückzuführen.
In Großbritannien hatte man aufgrund der dort endenden Ferien mit einer Belebung der Nachfrage und somit mit einem Preisanstieg gerechnet. Dieser blieb entgegen den Erwartungen aus. In Spanien wird der erneute Rückgang der Notierung mit dem großen Angebot an schlachtreifen Schweinen begründet. Der gleichbleibende Preis in den Niederlanden wird mit einem normalen Angebot und ausreichend Schweinefleisch für den Weiterverkauf erklärt.
Tendenz für den deutschen Markt: Das umfangreiche Angebot an schlachtreifen Schweinen kann derzeit gut auf dem Markt untergebracht werden. Die Verkäufe von Schweinefleisch an den Lebensmitteleinzelhandel sind dem Angebot entsprechend, so dass auch weiterhin mit unveränderten Schweinepreisen gerechnet wird.
(Quelle: http://www.schweine.net/euschweinepreise_weitestgehend_stabile_verhaeltnis.html)
Kassamarkt: Wochenschlachtungen 11 % mehr als im Vorjahr
In der vergangenen Woche erreichten die Schlachtungen im Nordwestraum mit 753.000 Stück einen mehrwöchigen Höchststand. Die Vorwoche wurde um 5.000 Stück übertroffen und der Vorjahreszeitraum um 74.000 Stück deutlich überschritten.
Da sich ebenfalls der Umfang der Fleischgeschäfte verbessert hat, stehen die Chancen auf einen gleich bleibenden Schlachtschweinepreis recht gut.
(Quelle: VR Agrarberatung)
Terminmarkt: Umsatzlos
Der Umsatz am Terminmarkt für Schweine und Ferkel wird immer geringer. Es besteht die Gefahr, dass der Handel ganz einschläft, wenn es den Verantwortlichen nicht gelingt, die Zahl der offenen Kontrakte zu halten. In den kommenden zwei bis drei Wochen ist mit einem Rückgang von derzeit 187 auf 60 bis 70 Schweine Futures zu rechnen - ein deutliches Signal.
Damit wird es immer schwieriger, Markttendenzen aus dem Terminmarkt für den Kassamarkt abzuleiten, da der Terminmarkt immer weniger Aussagekraft zeigt. Zu Zeiten der Terminbörse Hannover lag die Zahl der offenen Kontrakte in der Spitze bei mehr als 2.200 Stück.
Am Schweine Terminmarkt wurde der September Kontrakt um 0,3 Cent auf 1,41 Euro herabgetaxt, alle anderen Monate unverändert.
Am Ferkel Terminmarkt passte die Eurex trotz unveränderter Geld- und Briefkurse den Januar 2011 Kontrakt um minus 2 Euro auf 36 Euro an.
Morgen: Internet Schweinebörse
Morgen ermittelt die Internet Schweinebörse ihren wöchentlichen Preis. An den 1,46 Euro der Vorwoche wird sich wenig ändern - falls doch, dann vermutlich nach unten.
Der V-Preis am Freitag sollte stabil bleiben, doch ist dies keinesfalls sicher. Der Terminmarkt bietet September Schweine mit 1,42 Euro um 1 Cent unter V-Preis an - somit ist ein Rückgang um 1 bis 2 Cent ebenfalls denkbar.