Schweine: Vion ist unzufrieden mit den niedrigen Margen
Vion will sich mit niedrigen Margen nicht mehr zufrieden geben
Allgemeine Fleischerzeitung (27.04.11) - Die Vion Food Germany erzielte im vergangenen Jahr einen im Vorjahresvergleich stabilen Gesamtumsatz von 3,7 Mrd. Euro. Mit 10,7 Mio. Schweinen wurden etwas mehr Tiere geschlachtet als im Jahr zuvor. Mit einer Umsatzrendite von unter einem Prozent will sich die Vion jedoch nicht mehr zufrieden geben. Sie legt den Fokus nicht mehr auf Umsatzwachstum um jeden Preis, sondern auf Produkte mit Zusatznutzen für die Gesundheit oder im Tierschutz. Akquisitionen kommen nur in Betracht, wenn sie sehr gute Marktchancen versprechen.
Auch wenn im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 Geld verdient wurde, zeigte sich Vions Deutschland-Chef Norbert Barfuss in einem Gespräch mit der afz nicht zufrieden. "Wir brauchen in Zukunft wesentlich höhere Renditen im Markt, um wettbewerbsfähig zu sein und am Ende auch Investitionen tätigen zu können." Vion strebe keine marktbeherrschende Rolle an, sondern freue sich über jeden Marktteilnehmer, der helfe, unvernünftige Untereinstandspreisverkäufe zu reduzieren. Die schlechte Marge im deutschen Fleischgeschäft sei seit 20 Jahren Thema. Ohne Marktbereinigung sieht Barfuss keine Chance, das Margendesaster in den Griff zu bekommen. Barfuß will weiter auf kleine Einheiten setzen und betonte, dass kein einziger Vion-Standort in Deutschland zur Disposition stehe. Im Sommer sollen auch die letzten fünf Prozent von Moksel an Vion gehen.
Aus Sicht der ISN darf das Ziel der Vion nach einer höheren Umsatzrendite auf keinen Fall zu Lasten der Schweinehalter gehen. Schon jetzt ist eine kostendeckende Erzeugung von Schweinefleisch nicht möglich. Außerdem müssen die Kosten für höhere Tierschutzauflagen an die Verbraucher weitergegeben werden und dürfen nicht bei den Landwirten hängen bleiben.
(Quelle: afz - Allgemeine Fleischerzeitung)
lol
Das ist ja mal starker Tobak. Hoffentlich haben die Fleischverkäufer dieses Unternehmens diesen Artikel auch schon zu Gesicht bekommen. Dieser Mensch sollte dort mal den Hebel ansetzen anstatt so einen Quatsch an die Presse zu geben. Millionengehälter beziehen und dann so was.
Die freuen sich über jeden Marktteilnehmer der hilft nicht unter Einstand zu verkaufen? Ich kipp gleich um vor lauter Lachen. Dieses Unternehmen ist wohl kein Marktteilnehmer?
Ohne Marktbereinugung sehen die keine Chance? Wer macht denn die Preise kaputt, etwa der kleine mittelständische Betrieb?
Ich würd mal so sagen: Der Mittelstand freut sich über jeden der 3 oder 4 großen Marktteilnehmer der nicht unter Einstand verkauft. Wenn die mal das verlangen was nötig ist, dann verdienen nicht nur die Geld, sondern auch die Kleinen.
Der soll doch mal Ross und Reiter nennen wen die denn vom Markt bereinigen wollen um das zu unterbinden. Gibt ja nicht viele Unternehmen die dafür in Frage kommen, ausser die wollen sich selbst bereinigen.
Ich denke du weisst auch genau; nach wem die die Fühler ausgestreckt haben.
Ob das dieses Jahr noch was wird; abwarten.
Was wir brauchen ist noch einer der grossen US-Gegenspieler hier am Markt; dann wird das richtig lustig.
Denn die "freuen" sich doch jetzt einen Ast; weil die Eigenproduktion in Zeiten wie diesen so richtig zum Vorteil sich auswirkt.
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
@Muehlenbach
Du glaubst doch wohl selbst nicht das die Westfleisch sich von denen kaufen lässt!? Die Vion ist meines erachtens nach so klamm auf der Tasche das die selbst aufpassen müssen nicht übernommen zu werden...
Selbst wenn die Vion die übernimmt, was soll dann anders sein?
Die sind ja jetzt schon nicht mal fähig ihre Dominanz auszuspielen. Lieber liefern die Metro zu irgendwelchen Preisen, damit die Metro das Fleisch 5 kg-weise zu solchen Preisen an die Kunden abgeben können wie andere die Preise LkW-weise erzielen.
Die Vionbetriebe machen sich doch untereinander die Preise kaputt und die Kundschaft madig.
Das kann ja dann nur in einem Irrenhaus enden wenn die selbst noch mehr Schlachtbetriebe in der Hand haben. Und dann der letzte Satz, nicht zu Lasten der Schweinehalter.....
Glaubt Ihr die interessiert das was der Landwirt verdient oder nicht ?
Je mehr Betriebe die haben desto leichter können die den Schweinepreis bestimmen, so siehts aus. Ich weiss wie die ticken, zu 1000 %.
Wichtig ist die Kunden an der Stange halten, dann zusammenzählen was der verkauf hergibt, Kosten und Gewinn davon abziehen und dann schau ma mal was für den Landwirt übrig bleibt.
Wer hat denn seinerzeit das engefähdelt, das die Notierung erst am Freitag Nachmittag gemacht wird? Und den Grund wisst Ihr jetzt auch, nur leider ist der Schuss für die nach hinten losgegangen.
Mal ein topaktuelles Beispiel:
Bekomme jeden Mittwoch einen Anruf von Metro und die geben dann von ein paar Teilstücken Schnäppchenpreise telefonisch durch. So auch vor ein paar Minuten geschehen.Ein wenig vom Kalb, vom argent. Rind und auch vom Schwein.
Wortlaut dieses Typen: Knackfrischer Schweinenacken ohne Knochen vacuumiert für 3 Euro 49 netto.
Der Mensch ruft jetzt den Kundenstamm an, vorwiegend Gastronomen und dann kann sich jeder der mindestens 1 Nacken ( = ca. 2,5 kg ) für diesen Preis holen. Im Großhandel, also Paletten- oder Tonnenweise, kostet das 3,40 bis 3,50.
So ist die Realität. Und von wem stammt dieses Fleisch und was glaubt ihr zu welchen Preisen das an die Metro geliefert wird?
Wie war der Wortlaut: Freuen uns über jeden Marktteilnehmer der nicht unter Einstand verkauft !
GRÖÖÖÖÖÖÖHHHHHHHHHHHHLLLLLLLLLLLLLLL
Top die Wette; Gelber; dass das "Kompensationsgeschäfte" sind?
Sprich ich biete dir eine Position zum Preis x an; dafür kostet eine andere Position Preis y oder Mindestmenge oder oder...
So erlebe ich das häufig; gross rausposaunt wird nur der "Bringer"; um ander verrückt zu machen..
Dennoch; manchmal muss man wirklich denken; in Düsseldorf gibt es Alt schon als Kaffee...
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
@ Gelber
frischer Nacken schier vak. zu 3,49 ist unter Einstand ?
Herr Barfuss weiß vielleicht nicht, was so bei der Konkurrenz gekauft wird und dann veredelt wird und dann bestenfalls zum gleichen Preis verkauft wird.
Wenn man ein "Margendesaster" hat, sollte man ein Auge auf die Kosten werfen !
Fakt ist doch das andere Unternehmen sich in den letzen 20 Jahren deutlich positiver entwickelt haben.
mfg
S.D.
3,49 ist mit Sicherheit nicht unter Einstand im Großhandel, aber wenn die Stückweise für 3,49 verkaufen, dann werden die max. 3,20 im Einkauf bezahlt haben, abzgl. Skonto, WKZ, Rückvergütung. Werden dann wahrscheinlich max. 3,10 sein. Und das nächste ist ja, wenn ich die mit billigen Preisen versorge, dann verkaufen die auch wieder billig weiter. Und der Endverbraucher oder auch Gastronom der dieses Billigangebot nutzt braucht nicht noch woanders zu normalen Preisen etwas kaufen. Wie soll ein privater mittelständischer Zerleger oder Fleischhändler seine Ware dann an seine Kunden, wie Fleischer oder Gastronomen, verkaufen? Der kann nichts mehr verkaufen.
Das mit dem Preis x und dafür kostet y mehr ist auch richtig, aber informier dich mal wieviel Ware die von x verkaufen und wieviel von y. Von y gehen die Mengen nahe 0