Richard Ebert
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Schweine: Weiter umfangreiches Angebot / diese Woche stabil ?

Französische Schweinehalter fordern staatliche Maßnahmen gegen Krise

Schweine.net (21.09.09) - In Frankreich hat sich die seit mehreren Jahren andauernde Krise der Schweineproduzenten weiter verschärft. Der kumulierte Negativsaldo der vergangenen sieben Jahre liege mittlerweile bei 12 Cent je Kilogramm Schlachtkörper, beklagte der Präsident des zuständigen Fachverbandes (FNP), Jean-Michel Serres, auf einer Pressekonferenz in Paris. Rund 20 % der Schweinemäster in der Bretagne wiesen bereits eine Verschuldung von mehr als 100 % aus, und das, obwohl 70 % der Betriebe noch immer nicht entsprechend investiert hätten, um die Tierschutzauflagen zu erfüllen. Hierfür seien zusätzliche Investitionen erforderlich, so Agrar-Europe.

Serres monierte, dass die Schweinepreise schon längst nicht mehr die Kosten deckten und auch im Sommer nicht angezogen hätten. Sämtliche Zusagen der Regierung hinsichtlich mehr Preistransparenz, Überwachung der Spannen durch die neue nationale Preisbeobachtungsstelle und durch Kontrollbrigaden seien ohne Erfolg geblieben. Der FNP hofft nun, mit Unterstützung der Medien von der parallelen, medienwirksameren Krisensituation der Obst- und Gemüseproduzenten zu profitieren, um bei der Regierung gleichfalls eine Stundung der Sozialabgaben für 2009 durchzudrücken. Außerdem setzt der FNP auf eine Beilegung der Wettbewerbsverzerrungen infolge niedrigerer Arbeitskosten in anderen EU-Ländern, vor allem in Deutschland.

Längerfristig setzt Präsident Serres auf ein neues Modernisierungsgesetz für die heimische Agrar- und Ernährungswirtschaft, das Staatschef Nicolas Sarkozy noch vor Ablauf dieses Jahres vorstellen will. Unter Hinweis auf die desolate Situation am Schweinemarkt appellierte Verbandspräsident Serres an den großflächigen Einzelhandel, systematisch französisches Qualitätsschweinefleisch mit dem Gütesiegel Viande Porcine de France (VPF) für seine Eigenmarken zu bevorzugen. Zugleich sollte das Siegel in ein globales Projekt eingebunden werden und künftig auch für Charcuterie- und Wurstwaren verwendet werden.

„Wir können uns nicht mehr damit zufriedengeben, dass das Gütesiegel lediglich bei Frischfleisch genutzt wird, das gerade einmal 25 % der Produktion ausmacht", stellte Serres klar. Er begrüßte zugleich die bereits eingeholte Zustimmung der Industrie für das französische Gütesiegel. Er hoffe nun, so Serres, dass auch die Charcuterie- und Wurstwarenhersteller, die dem Logo bislang eher reserviert gegenübergestanden hätten, dieses nun ebenfalls bald nutzten.

Ähnlich wie die Milchproduzenten beklagten auch die Schweinemäster die wachsenden Importe, die unter den Handelsmarken der Super- und Hypermärkte angeboten würden. Serres wollte zudem nicht ausschließen, dass das derzeitige Herkunftslogo VPF bereits im kommenden Jahr umbenannt werde, zumal man französisches Schweinefleisch nur bewerben dürfe, ohne die Herkunft offiziell beim Namen zu nennen, um nicht gegen die europäischen Wettbewerbsauflagen zu verstoßen. Entsprechende Verhandlungen zwischen Produzenten und Handel seien bereits eingeleitet worden.

(Quelle: http://www.schweine.net/frankreich__schweinehalter_suchen_ausweg_aus_der_k.html)

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Kassamarkt: Weiter umfangreiches Angebot in vielen Staaten

Am Markt für Schlachtschweine in der EU setzte sich der negative Preistrend der beiden zurückliegenden Wochen weiter fort. Die Notierungen konnten dem allgemeinen Druck, der maßgeblich von deutschen Schlachtunternehmen ausgeht, nicht standhalten und gaben in allen Ländern Europas nach.

Angesichts der weiter umfangreichen Angebotsmengen an schlachtreifen Schweinen in vielen europäischen Staaten können die Erzeuger diesem Druck derzeit wenig entgegen setzen.

Nach den erheblichen Preisrückgängen der letzten Wochen erwarten die europäischen Schweinehalter ein baldiges Ende der Preistalfahrt. Die Schlachtbetriebe verweisen hingegen auf die nicht zufrieden stellenden Erlöse im Fleischverkauf.

Erheblich entlastet wir der westeuropäische Markt durch die weiterhin umfangreichen Exporte nach Osteuropa. Bei diesen Geschäften wird der negative Einfluss des starken Euros durch den deutlichen Rückgang der Notierungen mehr als kompensiert.

(Quelle: ISW, Damme)

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Terminmarkt: Minimal höher taxiert

Am Frankfurter Markt wurde lediglich ein Kontrakt Dezember Schweine zu 1,31 Euro auf Vortagsbasis gehandelt. Der M 12 Index für Schweine stieg um 0,19 Cent auf 1,3513 Euro.

Am Ferkelmarkt wechselten 2 Kontrakte Januar den Besitzer, der Kurs ging dabei um 1 auf 39 Euro zurück. Der M 12 Index für Ferkel gab um 8 Cent auf 40,46 Euro nach.

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Ferkel Kassamarkt bricht zusammen

Die Kassapreise für Ferkel gehen in den Sturzflug über. Diese Woche wird Niedersachsen und Niederland (23 kg) je 3 Euro niedriger erwartet, Bayern und Baden-ürttemberg 2,50 Euro. Die rückläufigen Preise am Schweinemarkt haben für Verstimmung der Mäster und schleppende Nachfrage gesorgt.

Aussichten: Unverändert 1,42 Euro

Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen. Doch nach den Preisrückgängen der letzten Wochen könnte es in dieser Woche zu einer Stabilisierung kommen, bevor der Abwärtstrend erneut einsetzt.

Geschrieben von Richard Ebert am
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