Schweine: Wenn der Schlachthof nicht zahlt
Wenn der Schlachthof nicht zahlt: "Fünf goldene Regeln" zur Schlachtschweinevermarktung
ISN, Damme (12.06.09) - Da es gerade in der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise für mittelständische Unternehmen immer schwieriger wird, von ihren Banken ausreichende Kreditlinien zu bekommen missbrauchen diese oft Schweinehalter als Liquiditätsbeschaffer.
Die ISN empfiehlt auf ihrer Homepage deshalb sich an folgende "fünf goldene Regeln" zu halten:
1. Auskünfte bei der eigenen Hausbank einholen
Oft kann auch schon - selbstverständlich unter Wahrung des Bankgeheimnisses und der gebotenen Verschwiegenheit - ein Telefonat mit der eigenen Hausbank sehr erhellend sein.
2. Bilanzen des Handelspartners einsehen und prüfen
Ob ausreichend Kapital vorhanden ist und ob dies auch noch auf der richtigen Seite der Bilanz steht, läßt sich einfach prüfen. Die Jahresabschlüsse erhält man entweder direkt von seinem Handelspartner oder man schaut im elektronischen Bundesanzeiger im Internet unter folgender Adresse nach: http://www.ebundesanzeiger.de. Selbstverständlich kann man auch das für den Handelspartner zuständige Amtsgericht - wo die Jahresabschlüsse ohnehin hinterlegt werden - anschreiben und aufgrund der Handelsbeziehung um Zusendung der Bilanz bitten. Dies ist in der übrigen Wirtschaft selbst bei jahrzehntelangen Geschäftsbeziehungen durchaus üblich.
3. Warenkreditversicherung des Handelspartners prüfen
Es gehört schlichtweg zur eigenen unternehmerischen Sorgfaltspflicht, darauf zu achten, dass der Handelspartner seinen abnehmenden Schlachthof auch warenkreditversichert hat. Leider kann heute bei weitem nicht mehr jedes Schlachtunternehmen gegen Zahlungsausfälle versichert werden. Und beileibe nicht jede Erzeugergemeinschaft, Raiffeisenviehverwertung oder Viehhandelsunternehmen macht dies überhaupt. Ein vertrauenswürdiger Partner wird einem einen Einblick in die Police und Versicherungslimits gewähren.
4. Nicht an Unternehmen verkaufen, die keine Warenkreditversicherung haben
Dies gilt insbesondere für Vermarktungswege, die dafür bekannt sind, an Schlachtunternehmen zu liefern, die überhaupt nicht warenkreditversicherbar sind.
5. Nur mit einem nachweislich solventen Unternehmen seines Vertrauens handeln
100-prozentige Sicherheit gibt es nicht! Wer auf eine 99,9 prozentige Sicherheit setzen möchte, könne dem Viehhandel der ISW Interessengemeinschaft der Schweinehalter Wirtschafts GmbH - einer 100 prozentige Tochter der ISN - sein Vertrauen schenken.
@ Richard Ebert [#1]
Jetzt bin ich von Ihnen enttäuscht. Ich wußte nicht,das Sie in Ihrem Forum auch Werbung für Viehhandelsunternehmen machen.
Ich glaube,das es noch viele private Viehkaufleute gibt die auch ohne Kreditversicherung eine 99,9 prozentige Sicherheit bringen.
Mit freundlichem Gruß
(ein kleiner Privater )
Ich habe zum Thema eine frage,gibt es in NRW einen guten und großen
Viehhändler der zahlungkräftig und sicher ist??
Gruß Rayn
@ fisch12 [#2]
Gebe dir recht, habe mir deine Bemerkung aber verkniffen!
mfg
Hallo
In meiner Region beginnen einige private Händler damit ein Skonto einführen zu wollen.
Es wird bei sofortiger Zahlung ( 3 Tage ) 1-2 % Skonto vereinbart.
Standart ist 2 Wochen Zahlungsziel ( Scheck!)
Das ist keine Lösung ,aber werd das Geld dringend braucht und bei Skonto wird immer pünktlich bezahlt.
MfG Saubauer
@ fisch12 [#2]
@ Schweineturbo [#4]
Das war keine Werbung, sondern Information.
Hiermit gestatte ich gerne allen Konkurrenten der ISW kostenfreie Werbung unter diesem Thema zu schreiben, besonders fisch12 und Schweineturbo.
Ich glaube,das es noch viele private Viehkaufleute gibt die auch ohne Kreditversicherung eine 99,9 prozentige Sicherheit bringen.
Vor zwei Jahren konnte man davon ausgehen, dass Banken ihren Verpflichtungen stets nachkommen konnten. Inzwischen halben hunderte von Banken schließen müssen und hunderte von Milliarden Euro sind verloren oder gefährdet.
Vor einem Jahr war Porsche so stark, die Mehrheit von Volkswagen zu übernehmen, heute haben sie 11 Milliarden Euro Schulden und wissen nicht, wie es weitergehen soll.
Vor einem Jahr hat die Schaeffler Firmengruppe die Mehrheit von Conti übernommen, heute sind sie selbst in Schwierigkeiten.
Lesen Sie einfach mal eine drei Monate oder drei Jahre alte Wirtschaftszeitung, um zu sehen, wie rasant sich die Wirtschaft geändert hat. Nichts bleibt auf Dauer.
Aber kleine und große Viehhändler sollen risikofreie Unternehmen sein ?
@ Richard Ebert [#6]
Der letzte Satz in Ihrem Artikel passt schon wieder.
Man hätte auch schreiben können; kleine und große Genossenschaften, Viehhändler und Schlachthöfe sollen sicher sein?