Schweine: Wie viele Mäster gebem in Deutschland auf ?
7 % der dänischen Sauenbetriebe steigen aus
schweine.net (28.12.12) - "Etwa 7 Prozent der dänischen Sauenbetriebe werden im kommenden Jahr im Zuge der Anforderungsumstellungen auf die Gruppenhaltung, ihre Sauenhaltung komplett aufgeben" berichtet das dänische Veterinäramt, das Mitte November eine anonyme Befragung von 385 Betrieben durchgeführt hat.
Zum Zeitpunkt der Befragung hielten 59 Prozent der Betriebe ihre Sauen bereits in Gruppen. Weitere 24 Prozent gingen davon aus, dass sie die Anforderungen bis zum 1. Januar 2013 erfüllen werden. 6 Prozent der Betriebe erwarteten, dass ihre betriebliche Umstellung nicht bis zum 1. Januar erfolgt, aber spätestens im ersten Halbjahr des Jahres 2013. Darunter sind 3 Prozent der Betriebe, die von einer Umstellung in den ersten drei Monaten im Neuen Jahr ausgehen.
Als Grund für die vielen verspäteten Umstellungen, nennt das Veterinäramt, dass einigen Landwirten die Planungssicherheit, aufgrund verspäteter Finanzierungszusagen, fehlte.
Das dänische Wirtschaftsverband "Landbrug & Fødevarer" und die dänische Interessenvertretung der Schweinehalter (LaDS) klangen vor 3 Monaten noch sehr viel optimistischer.
(Quelle: http://www.schweine.net/7_der_daenischen_sauenbetriebe_geben_produktion_a.html )
5% der niederländischen Sauenbetriebe beenden 2013 ihre Produktion
schweine.net (27.12.12) - Die niederländische Aufsichtsbehörde Voedsel- en Warenautoriteit (NVWA) hat in den vergangenen zwei Monaten Kontrollbesuche auf niederländischen Sauenbetrieben durchgeführt und ist zu folgendem Ergebnis gekommen:
84% der Sauenhalter können ihre Betriebe bis zum 1. Januar 2013 auf die Gruppenhaltung umstellen.
9% der Sauenhalter befinden sich mitten in der Umbauphase, die in absehbarer Zeit beendet werde.
2 % der Betriebe können aufgrund von Baugenehmigungsproblemen die Anforderungen nicht bis zur geforderten Frist erfüllen.
5% der Betriebe werden die Sauenhaltung zum neuen Jahr aufgeben.
Unklarheiten beim Platzbedarf der Sauen
Doch es gibt noch einige Unklarheiten: Eine Sau erhält bei einer Gruppegröße von 6-39 Tieren 2,25 qm Platz. So ist es auch in der deutschen Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung festgeschrieben,
Allerdings gelten diese Platzanforderungen für Sauen auf niederländischen Betrieben bereits vier Tage nach dem Absetzen, während zum Beispiel in Deutschland eine Toleranzzeit von 4 Wochen nach dem Absetzen eingeräumt wird. Ein Versuch den niederländischen Landwirtschaftsminister Henk Kamp umzustimmen scheiterte kürzlich. Die niederländische Interessenvertretung der Schweinehalter (NVV) möchte nun rechtliche Schritte einleiten. Sie befürchten, dass die Regelung den Wettbewerb verzerrt.
(Quelle: http://www.schweine.net/5_der_niederlaendischen_sauenbetriebe_beenden_2013.html )
Aus den Nachbarländern kommen Informationen, daß ein Teil der Mäster die Segel streicht. Was mich interessiert, wie sieht es in Deutschland aus ? Was hört man aus der Nachbarschaft, was sind Gerüchte, was gesicherte Informationen ?
@ Richard Ebert [#1]
Bei den jetzigen Aussichten wie steigende Ferkelpreise (brauchen die Erzeuger unbedingt!), hohe Futterkosten bleiben, deutlich höhere Kosten für Gülleentsorgung oder Pacht, dazu Energie usw. usw., wen wundert das bzw. welcher Landwirt kann das erwirtschaften?
Viele neue Stallungen sind doch von gewerblichen Tierhaltern wie Rechtsanwälte, Steuerberater, Schlachter, Genossenschaften und Landhandel gepachtet und der Bauer ist nur Lohnhalter. Das wird sich fortsetzen. Bei den heutigen Aussichten für Erlöse in den nächsten Monaten kann man den Stall auch nur verpachten, das Geld hat man dann zumindest. Da kann der Sohn besser eine ander Tätigkeit nachgehen als den Schweinen das Geld an den Schwanz zu binden. Allerdings ist mir auch nicht ganz klar, wie die Pächter es schaffen, zu bestehen oder gibt es eine Rechenart, die ich nicht beherrsche.
Allen einen guten Rutsch.
@ papuawenzel [#2]
Viele neue Stallungen sind doch von gewerblichen Tierhaltern wie Rechtsanwälte, Steuerberater, Schlachter, Genossenschaften und Landhandel gepachtet und der Bauer ist nur Lohnhalter. Das wird sich fortsetzen.
Meine Frage war nicht, wie viele Landwirte ihre Funktion ändern und vom Mäster (mit eigenem Geschäftssinn) zum Lohnabhängigen Arbeitnehmer werden. Sie zielte darauf, wie viele Mastbetriebe zu Beginn des kommenden Jahres aufgeben.
Warum sollten Rechtsanwälte und Steuerberater bessere Ergebnisse erzielen als alteingesessene Mäster ? Kaufen diese ihre Ferkel oder ihr Futter günstiger ein ? Haben sie billigeren Strom ? Zahlen sie weniger für Mitarbeiter ? Oder erhalten Sie höhere Preise beim Verkauf ?
Bei den heutigen Aussichten für Erlöse in den nächsten Monaten kann man den Stall auch nur verpachten
Ja, aber die Zahl der produzierten Schweine wird nach der Verpachtung gleich hoch bleiben, oder, wenn die Pächter noch frisches Geld in die Erweiterung stecken, weiter steigen.
Am interessantesten ist, wie oft dieses Thema angeklickt und vermutlich auch gelesen wurde, ohne daß es weitere Meinungsäußerungen gab.
Schöne Grüssse, Richard Ebert
Schweineschlachtungen im Nordwestraum auf Jahreshoch
@ Richard Ebert [#3]
Warum sollten Rechtsanwälte und Steuerberater bessere Ergebnisse erzielen als alteingesessene Mäster ? Kaufen diese ihre Ferkel oder ihr Futter günstiger ein ? Haben sie billigeren Strom ? Zahlen sie weniger für Mitarbeiter ? Oder erhalten Sie höhere Preise beim Verkauf ?
Na um Ihre Gewinne in der negativen Schweinemastbilanz zu versteuern! ;-)
Guten Rutsch!
Das Thema ist traurig genug.Bisher war ich nur fleißiger Mitleser,der versucht hat aus den Kommentaren für mich das wichtigste rauszufiltern um daraus meine Entscheidungen zu treffen.Jetzt wird mir das abgenommen.Durch die politische Anforderung die Spaltenweite auf 1,7mm anzupassen-was nebenbeibemerkt für mich vollkommen lachhaft ist-habe ich mich entschieden die Schweinemast einzustellen.Bisher mästete ich auf 600Plätzen in Altgebäuden.Das Angebot für neue Spalten liegt neben mir und beläuft sich auf rund 10000 Euro.Weiterhin laufen mir als reiner Pachtbetrieb auch die Pachtflächen davon.Bisher wurden 350-450 Euro gezahlt.Heute wurde mir nach 42Jahren Pachtzeit ein Großteil der Pachtflächen ohne Angaben von Gründen gekündigt.Nach einigen Recherchen weiß ich nun das über 850 Euro für die Flächen-übrigens von einer BGA -gezahlt werden.Was soll man da machen?Da kann man rechnen wie man will;eine Familie läßt sich mit solchen Konditionen nicht ernähren.
Trotz allem wünsche ich den Lesern dieses Forums einen guten Rutsch
@ festus
So wie Dir geht es leider vielen. Hier in Weser - Ems zahlen die BGA's
bis zu 1200,-- Euro. Flächenschwache Landwirte habe keine Chance mehr.
Und der Wahnsinn wird vom Staat (bzw. EU) subventioniert. Hauptsache es nennt sich BIO. Hier werden Flächen von den BGA's gepachtet, die 50 - 60 km entfernt liegen. Was da allein an Diesel verfahren wird! Mir soll mal jemand vorrechnen, daß das biologisch sinnvoll ist - und für die Landschaft und Natur ist der ausufernde Maisanbau sowieso eine Katastrophe.
Auch ich sehe keinen Vorteil im neuen Spaltenmaß. Mit den Bedingungen, die auf Deinem Betrieb gegeben waren, hast Du wenigstens noch Geld verdient, weil Deine Ställe bezahlt sind. Ich glaube in naher Zukunft nicht an einen auskömmlichen Schweinepreis für die Mäster, die auch noch Ihre Ställe abbezahlen müssen. Die Futterkosten werden hoch bleiben, dafür sorgen schon die BGA's, Spekulanten und Ausweitung des Tierbestandes bei Schweinen und Rindern.
Es wird immer kurze Phasen geben, wo der Schweinepreis "paßt", um die Mäster bei Laune zu halten.
Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!
@ porky pig
Meiner Kenntnis nach besteht ein Verrechnungsverbot zwischen negativen Einkünften aus der Tierhaltung und sonstigen positiven Einkünften.
@ festus
Bei einem langjährigen Vertragsverhältnis sollten Verpächter und Pächter fair miteinander umgehen. Dazu gehört aber auch, daß der Pächter evtl. mal beim Verpächter vorfühlt, ob man nicht Anpassungen am laufenden Vertrag vornimmt. Sie sollten doch auch mitbekommen haben, daß sich die Pachtpreise in den letzten Jahren erhöht haben.
P.S. Es ist mir im übrigen schleierhaft, wie BGA-Betreiber oder aber auch einzelne Landwirte mancherorts zu "unvernünftigen" Konditionen zupachten. Ich kann mir jedenfalls bei vierstelligen Preisen je ha und normaler Fruchtfolge nichts mehr ausrechnen.
@ Futtermeister [#7]
Das gilt nur für Einkünfte aus der gewerblichen Tierhaltung, nicht für negative Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft.
MfG
Speedy
@ speedy
Auch das ist doch nicht sinnvoll. Zumal ja auch ein ldw. Betrieb auf Gewinnerzielung ausgerichtet sein soll.
Meine Meinung zu den "berühmten" Rechtsanwälten, Tierärzten, Landhändlern o.a. ist, daß diese überwiegend als Investoren, (stille) Kapitalgeber o.ä. auftreten, und so macher neue Stall in Wirklichkeit diesen Kapitalgebern (mit) gehört. Der Landwirt gibt den Namen, macht die Arbeit und trägt das Risiko der Tierhaltung (und tritt nach außen auf, auch wegen der Frage der Privilegierung).
Mit Schweine"haltung" geben sich doch wohl nur sehr wenige berufsfremde Leute ab, zumal wenn sie wissen, wie wenig diese Branche im Vergleich (auch zu deren sonstiger Tätigkeit) abwirft.
Anfangsverluste aus Vermietung und Verpachtung können im übrigen auch mit sonstigen Einkünften verrechnet werden.
Ich wollte auch nur richtigstellen für welchen Einkommensarten das
Verrechnungsverbot gilt, und nicht mich an der Diskussion beteiligen.
MfG
Speedy
Wenn man die letzte Ausgabe der Top Agrar ließt steht dort" Rechtzeitig die Notbremse ziehen für Überschuldete BGA ! "
Die hohen Substratkosten fresen die grpßen Anlagen über 500KW auf! Und wer dann noch Pacht mit 1000.- Eur bez kann ist mir schleierehaft!?
Aber die ersten Franken spinnen schon auch etwas in die Richtung!
Guten Rutsch allen
wünscht Saubauer
@ Saubauer [#11]
Viele BGA Betreiber pokern ,nach dem Motto ,jetzt will ich euch zeigen was ich jetzt kann.Nach 5 Jahren werden sie dann schon ruhiger.Übrigens ,Schweinehalter mit neuen Stall verhalten sich genau so.Ein neuer Stall bringt doch Geld von alleine.Da wird dann geklotzt,ohne Rücksicht auf Verluste.
Was schleierhaft ist ,wird auch schleierhaft bleiben.Solange die Bank mitspielt ,können sie ja noch spinnen.Doch der Tag der Wahrheit wird früher oder später kommen,auch für die Verpächter .
Guten Rutsch
wünscht Fritz
@ fritz44 [#12]
Könnt ihr eigentlich alle nicht rechnen?
Wenn ich 2000 Euro für den Mais ab Feld bezahlen soll; Anbaukosten von 500 Euro/ha habe; wieviel Pacht kann ich dann zahlen; vor allen im Hinblick auf steigende Beschaffungskosten; und noch schlimmer; steigende Substratentsorgungskosten im Hinblick auf die neuen Meldevorschriften und einer Begrenzung der bislang nich vorhandenen Ausbringmengen; denn dieses alles umgehe ich bei eigener Maisproduktion...
Schon mal nachgedacht?
In dem Sinne
Einen guten Rutsch
MFG
Mühlenbach
@ mühlenbach
Das ist halt der Südoldenburger Schnellschuß auf die Güllereglementierung: In 30-50 km Entfernung (am besten über dem "Jordan" wo die blöden Heiden wohnen) mal so richtig zuschlagen und dann 3 x im Jahr ordentlich Gülle fahren, im Herbst sowieso. Das merken die eh' nicht!
Und den Mais hab ich dann auch billiger, jedenfalls erzähl ich das meinem Nachbarn, kann der ja nicht nachrechnen und platzt vor Neid über mich Cleverli! Im 2-3 Jahren hört der auf und dann hab' ich den auch noch!
Glaub mir: Diese Lösungen waren vor 10 Jahren schon falsch und gehen heute keine 2 Jahre mehr gut.
Und im übrigen wohnen in den "Entsorgungsgebieten" keine rückständigen Landwirte, eher im Gegenteil: Die mästen mit Fläche und ohne Filter!
@ Futtermeister [#14]
Da muss ich Dir vollkommen recht geben, selten was gegen Mühlenbachs kommentaren, aber das grad , kommt nich so gut.
Meine Bekannten sagen Mais über 40 Euro Tonne lohnt nicht mehr, aber Die Anlagen können ja nich schliessen sondern laufen grad rund um die Kosten zu decken und dann kommen die neue Vorschriften dazu, habs immer gesagt warte mal 5 Jahre ab was dann passiert.
gruss und guten Rutsch
@ Muehlenbach [#13]
Schon einmal nachgedacht,das die neuen Vorschriften höher Kosten bedeuten,höher Kosten mit höheren Pachtpreisen angehen,wie macht man das.Ich glaube das ist eine Zeitbombe.
Glaube nicht das man die Erträge einer BGA wesentlich steigern kann. zB. durch höheren Strompreis.
Geld das man jetzt auf die Straße schmeißt ,muss man auch wieder erlösen können.
Gruß und guten Rutsch
Fritz
@ Futtermeister [#14]
Du hast das immernochnicht verstanden.
Bei den Heiden zahlt man ja auch keine 1500 Euro; sondern 800.
Die 1500 werden hier gezahlt.
Das ist ein Umkreis von 10-15 km um die BGA.
Denn sonst rechnet es sich ja nicht mehr vor allen Dingen mit den Gülleentsorgungskosten.
Das mit den Ställen usw. stimmt; das ist auch meine Maxime.
Man muss nicht alles in Süd-Oldenburg machen; die Welt ist so gross.
Picprofi; warum sollte das nicht so gut kommen; das ist Betriebswirtschaft.
Wenn dir einer 20 ha Acker vor der Haustür für 1000 Euro anbietet; dann sagst auch du nicht nein; das rechnet sich nicht.
Dann bist du auch mit dem Bleistift am rechnen; Güllekosten hier; Vieheinheiten dort; Maschinenkosten usw.usv.
Wir können gerne die nächsten 5 Jahre abwarten; denn wenn die Futterkosten weiterhin so hoch bleiben; sind auch 50% der Schweinemäster hin; das läuft doch momentan genauso wie bei den BGAs; so grade rund.
Beide Betriebszweige haben dasselbe Problem; die Kosten laufen weg; und die Erträge sind Staatlich gedeckelt ( BGAs) oder von Clemens gedeckelt ( Schweine).
Allerdings haben die BGAs zwei Vorteile:
Erstens haben die meisten ein gutes Finanzielles Polster; und zweitens sind die sowohl Staatlich als auch Gesellschaftspolitisch gewollt; bei den Schweinen ist dem überhaupt nicht so.
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
@ Muehlenbach [#17]
Ich meinte es nicht Grundsätzlich, sondern wie Du geschrieben hast um die Gülle zu entsorgen der BGA mit 100 m3 und mehr, das find ich auch ne Sauerei was Die sich rausnehmen, Die meinen wirklich die letzten Jahre , das es Die Herrgötter sind und alles machen können und jeder nickt nur ab.
Ich sag nur eines , kenne genügend Berufskollegen die gesagt haben, traut sich einer von denen noch nach dem 1 sept. Gülle auszubringen , wären Sie die ersten am tel um das zu melden und ebenso in Frühjahr wenn der Acker anfängt zu schwimmen.
in dem sinne
@ Muehlenbach [#17]
Den Ort möchte ich kennenlernen, wo man dieses Jahr für einen ha Mais ab Feld für 800 € kaufen konnte! Das glaubst du doch wohl selber nicht...
@ timo
Mühlenbauch meint natürlich 800 € Pacht pro ha.
@picprofi
Genauso sieht es aus! Und das ist für einen regulär wirtschaftenden Landwirt auch schwer nachzuvollziehen, was sich einige Berufskollegen rausnehmen, die ihm das Land vor der Nase wegpachten und als erstes Gülle aufbringen.
@ picprofi [#18]
Wo war denn das Porblem?
Gewerbliche Anlagen brauchten nicht nachweisen; wo die Gülle oder das Substrat geblieben ist; das galt ebendso für Schweinemäster.
Ich kenne auch genügend Kollegen Schweinemäster/Sauenhalter; die wenn überhaupt Nachweise in Tschadikistan oder Usbekistan hatten; und immer 40m3 im Frühjahr und 30m3 im Herbst gedüngt haben ( und noch machen)und damit auch rumprahlen.
Das sind in der Summe mehr als die BGAs je düngen können; zumal dort es sich ja auch um Rückstände des Maisanbaus handeln; welches beim Körnermaisanbauer in keiner Statistik auftaucht.
Problematisch ist der nicht geschlossene Kreislauf, sprich 150 ha Mais zukaufen und 13000m3 Gärrest (500 kw) auf 50 ha verteilen....
Aber das wird jetzt ja hoffentlich aufhören durch die neue Verordnung; sind doch bislang Rechtschaffende Landwirte und BGA Betreiber die dummen gewesen.
Und genau deswegen sind hier doch alle nervös; die Schweinemäster noch mehr wie die BGA Betreiber; denn 1400 Euro Pacht kann man nicht aus der Schweinemast erwirtschaften; aus der BGA dagegen schon; auch wenn die "nur" rund läuft.
Ihr habt den Sinn noch nicht verstanden; egal wie es läuft; die BGA hat und wird immer einen Vorteil haben; und je mehr man dagegen wettert; desto mehr schiesst man sich selber ein Loch ins Knie; denn wir Schweineproduzenten haben und werden niemals eine Lobby zum Positiven haben.
Wenn wir Landwirte mit mehreren den Nutzen der Gülle erkennen würden; dann würden sich mehrere Probleme von selber lösen; aber nein; ein Kollege könnte ja den Vorteil haben; und so geben wir diese "Wertschöpfung" wiedermal aus der Hand in andere Dienstleister; hier zumeist nun unter Regie der Futtermittelhersteller.
Die bauen grade ein Netz auf was die Entsorgung angeht; und damit auch das weitere Geldverdienen.
Denn wenn man die Gülle "günstig" abgeben möchte; dann nur mit Futterbezug.
Soviel zu unserer Dummheit.
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
@ Muehlenbach [#21]
Ich dachte die Flächen dürfen max. 40km vom Betrieb entfernt liegen, um steuerlich usw. zum Betrieb zu gehören.
mfg topigs
@ Muehlenbach [#21]
Eigentlich kommt mir was du schreibst wie ein " Teufelskreislauf" vor!
Mais rein Gülle raus Papiere und Fläche hin und her scheint mir es gilt nur Umsatz um jeden Preis Gesetze hin oder her ein Hauen und Stechen mit allen Mitteln ob legal oder nicht!!!!
Ich glaube mein Betrieb liegt im Tal der Ahnungslosen am Waldrand! Glücklicherweise ist es bis auf einige Ausnahmen die es auch immer wieder geben wird ein normales Arbeiten!
Natürlich steigen auch bei uns die Pacht und Substratpreise aber nicht in dem Maß in so kurzer Zeit!
Natürlich hat Biogas einen besseren Ruf als Schweine ! Es ist ja eigentlich eine " Methangasanlage" da es sich aber mit Bio besser verkaufen lässt wurde das Kind so genannt!
Natürlich fragen sich jetzt immer mehr Leute was ist bei Transporten von hunderten Km noch Bio?
MfG
Saubauer
Und um mal wieder zum Thema zu kommen:
Wie viele Mäster geben in Deutschland auf ?
Meinungen zum Jahresbeginn ?
Schöne Grüsse, Richard Ebert
Der M 12 Indikator zeigt zu jeder Zeit die Prognose der Schweinepreise für die jeweils kommenden 12 Monate an, derzeit werden 1,76 Euro für 2013 erwartet.
Das passt nochmal zu Thema Biogas:
http://www.spiegel.de/video/umweltschutz-kann-der-umwelt-auch-schaden-video-1242632.html