Schweine: Wie wird das Weihnachts - Fleischgeschäft ?
Langsame Erholung bei Schweinefleischexporten der USA
Schweine.net / Dow Jones (23.11.09) - Die US-Exporte von Schweinefleisch haben sich im September wieder etwas erholt und zum ersten Mal seit März die Liefermengen des Vorjahresmonats überschritten, meldet Dow Jones. Die niedrigen Preise hätten internationale Käufer dazu bewogen, seit Ende des Sommers wieder mehr US-Schweinefleisch zu erwerben, meinten dazu Marktanalysten und Händler. Im August 2009 war der Fleischpreis auf den niedrigsten Stand seit Januar 2003 gesunken, was jedoch nach Ansicht von Händlern die Verkäufe bis zum Jahresende noch in die Höhe treiben könnte.
Der internationale Absatz von US-Schweinefleisch hatte seit Ende des Frühjahrs gelitten, und bis zum September lagen die Verkaufsmengen deutlich unter den Vorjahreszahlen. Die Entdeckung der H1N1-Grippe in den USA und Mexiko im April 2009 hatte in einigen Abnehmerländern zu zeitweiligen Importverboten für US-Ware geführt; daneben hatte die weltweite Wirtschaftskrise den Absatz gedrückt. Inzwischen allerdings scheint die Verringerung der Zuchtbestände in den USA wie auch in Kanada als Kaufsignal zu wirken und in Kombination mit den niedrigen Preisen den internationalen Absatz wieder anzukurbeln, meinten Analysten.
Im September 2009 lag der US-Absatz von Schweinefleisch bei 120.232 t und damit um 3,2% höher als im Vorjahresmonat. Der Wert der Lieferungen allerdings sank gegenüber dem September 2008 um 15% oder fast 52 Mio USD, worin sich die niedrigen Kilopreise widerspiegelten.
(Quelle: http://www.schweine.net/langsame_erholung_bei_schweinefleischexporten_der.html)
Kassamarkt: Ungebremster Fleischabsatz
Gut ausgeglichen präsentiert sich der Schlachtschweinemarkt auch zu Beginn dieser Woche. Die umfangreichen Stückzahlen sind vollständig und zeitnah unterzubringen. Der Fleischabsatz ist im In- und Ausland ungebremst.
Unveränderte Schlachtschweinepreise wurden in den letzten Tagen auch aus den Niederlanden, Belgien und Österreich gemeldet. Dänemark und Spanien melden steigende Notierungen.
In Deutschland dürfte sich in dieser Woche der Seitwärtstrend fortsetzen.
(Quelle: VR Agrarberatung)
Terminmarkt: Fast umsatzlos
Die Ruhe am Kassamarkt zieht fehlende Aktivitäten am Terminmarkt nach sich. Heute wurde nur ein Kontrakt Dezember Schweine mit einem Aufschlag von 1 Cent auf 1,32 Euro gehandelt. Index plus 0,06 Cent auf 1,3482 Euro.
Ferkel: Unverändert taxiert, Index 43,92 Euro.
Aussichten für Freitag: Unverändert 1,35 Euro
Nach Angaben aus Marktkreisen stellen sich viele Marktteilnehmer bereits jetzt auf unveränderte Preise bis Januar kommenden Jahres ein. Es besteht jedoch die Gefahr, dass der Feiertagsabsatz hinter den Erwartungen zurück bleiben könnte, so dass fallende Kurse bis Dezember nicht ausgeschlossen werden können. Der Terminmarkt handelt den Dezember mit 1,32 Euro mit einem Abschlag von 3 Cent unter dem aktuellen V-Preis, damit werden kommende Preisrückgänge bereits berücksichtigt.
Wer mit stabilen Preisen bis Weihnachten rechnet, kann sich am Terminmarkt einen Gewinn von 3 Cent abholen.
Für diese Woche sieht es ganz nach unveränderten Preisen aus.
Sehr geehrter Herr Ebert,
das Weihnachtsgeschäft für S.-Fleisch aus den USA kann ich nicht beurteilen und hat auch nicht den deutschen Binnenmarkt erreicht.
Geschäft ist zur Zeit gelinde gesagt langsam. Feiertagsanfragen richten sich auf die KW 52 aus. S.- Fleisch ist im Frischebereich nicht bis dahin zu lagern.
Selbst lassen wir unsere EK bis auf weiteres unverändert. Der Druck der Anbieter ist zu hoch! Für KW 52 ist eventuell neu zu sprechen.
MfG
Berrendorf05
@ berrendorf05 [#2]
das Weihnachtsgeschäft für S.-Fleisch aus den USA kann ich nicht beurteilen und hat auch nicht den deutschen Binnenmarkt erreicht.
Die Überschrift bezog sich auf meinen letzten Absatz:
Nach Angaben aus Marktkreisen stellen sich viele Marktteilnehmer bereits jetzt auf unveränderte Preise bis Januar kommenden Jahres ein. Es besteht jedoch die Gefahr, dass der Feiertagsabsatz hinter den Erwartungen zurück bleiben könnte, so dass fallende Kurse bis Dezember nicht ausgeschlossen werden können. Der Terminmarkt handelt den Dezember mit 1,32 Euro mit einem Abschlag von 3 Cent unter dem aktuellen V-Preis, damit werden kommende Preisrückgänge bereits berücksichtigt.
Nachdem der Kurs für Dezember Schweine heute zum Börsenschluss um weitere 2 Cent auf 1,30 zurückgegangen ist und damit bereits 5 Cent dem aktuellen V-Preis liegt muss darüber nachgedacht werden, wer mit seiner Meinung vermutlich falsch liegt:
- der Terminmarkt, an dem heute Teilnehmer bereit waren zu 1,30 Euro zu verkaufen
- oder die Optimisten, die mindestens bis Weihnachten mit gleich bleibenden Preisen rechnen.
Im letzten Fall können sie bei 1,30 Euro Dezember Schweine kaufen und zu 1,35 Euro mit einem schönen Gewinn wieder glatt stellen.
Schöne Grüsse, Richard Ebert
@ Herr Ebert
Das ist ein Spiel.
Mehr sage ich dazu vorerst nicht.
Das hat mit Markt nichts zu tun.
Glaube ist das; was man denkt zu glauben.
Wer gewonnen hat; wird am 18.12 entschieden.
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
Die Frage des Threads lautete, wie wird das Weihnachtsfleischgeschäft? Nun ich glaube, es wird vom Mengenabsatz her gar nicht so schlecht werden. Das ist natürlich reine Spekulation die darauf beruht, dass die Feiertage heuer für die Fleischvermarktung recht günstig liegen und die Verbraucher genug Zeit zum Einkaufen haben.
Die Verbraucherpreise haben zuletzt ordentlich nachgegeben und der Verbrauch ist längst nicht mehr so katastrophal wie im ersten Halbjahr. Man hört von der "roten Seite" aber auch, dass aktuell auch wieder gewisse Mengen eingefroren werden müssen, was sicherlich am hohem Schlachtaufkommen liegt.
Das Schweineangebot wird wahrscheinlich auch über die Feiertage gut ausreichend sein, zumal die Lebendexporte ab Mitte Dezember nachlassen werden. Es fallen andererseits weniger Schlachttage als in anderen Jahren aus, so dass ich keinen Riesenstau an Schweinen erwarte.
Insgesamt gesehen bestehen gute Möglichkeiten, dass sich der Schweinepreis bis 18.12. halten kann, zumal einige Schlachtbetriebe im Moment auch nicht das ganz große Interesse an einem Einbruch der Notierung haben.
Was dann am 18.12. folgt, ist offen und wird von der dann vorherrschenden Martlage abhängen. Eine moderate Abschwächung des Preises ist sicher möglich, doch einen Einbruch erwarte ich mit derzeitigem Kenntnisstand (noch) nicht.
Grüsse
MissPiggy