Pigman
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Schweine: Wie wird der V-Preis am 05.04.2013

Guten Morgen,

es ist so verdächtig "still" im Forum was Meldungen bzw. Einschätzungen zur anstehenden Preisfindung angeht.

Sind Impulse im Verkauf (geschlachtet) zu spüren? Wie sieht es in den Lägern aus?

Freue mich über Antworten, und wünsche bis dahin eine angenehme Restwoche...

MfG
Pigman

Geschrieben von Pigman am
Brontosaurus
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Pigman [#1]
Mein Eindruck ist das "Grün" sich einbildet die Schweine würden teurer.
Tatsache ist, das hier und da Schweine aus genanntem Grund zurück gehalten werden was auch gut ist, denn die Geschäfte sind salopp gesagt:
S.......! In den nächsten Tagen wird es noch ein par von diesen weißen Flöckchen geben und ich kann mich nur wiederholen: Solange es nicht nachhaltig besser wird mit dem Wetter passiert erstmal garnichts!
Und wenn dann was passiert, wären da immer noch die berstend vollen Froster!
Dieses Jahr hat bislang noch keinen Spaß gemacht!
Gruß Bronto

Saubauer
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Brontosaurus [#2]

Ab der nächsten Woche kommt das Grillwetter und alles wird gut!

MfG
Saubauer

Pigman
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Hallo Bronto,
vielen Dank für Deine Beurteilung der Lage, besteht vielleicht die Möglichkeit, dass die Frosterware zu guten Kursen vermarktet wird und zeitlich nach hinten versetzt eine Preisanhebung bei den Erzeugeren erst dann einsetzt wenn es der "roten" Seite besser passt?

Nur mal so ein Gedanke von mir...

Hier nochmal eine Frage an die Allgemeinheit:
Wie verhalten sich die großen drei mit den sog. Korrekturabzügen bei den FOM Schweinen?

Grüße
Pigman

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Pigman [#4]

Nun denn; solange wir Landwirte immernoch mit Sprüchen wie "läuft ja noch rund"; "Stall abbezahlt" und damit mit gefühlten 100 Euro DB umzulaufen; wird uns nur das gegeben; was wir zum Leben nicht brauchen.
Reicht ja auch.
Leider sieht die Realität ganz anders aus; die grösste Ernte aller Zeiten rückt mit jeden Tag immer weiter weg; und entweder bekommen wir Erntetermine ende August; und damit 4 Wochen später; oder aber eine richtige Trockenheit ( und passende Ernteteremine dafür aber unpassenden Ertrag); sprich weit weg von Futterkosten um die 60 Euro.
Interessant ist; ob die 1 Mio. Mastschweineplätze jede Woche wirklich wieder belegt werden...
Ich hab da so meine Zweifel; was die Ferkelzahlen angeht.

In dem Sinne
Mfg
Mühlenbach

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Zusatz:
http://www.topagrar.com/news/Markt-Marktnews-Schweinemast-nur-bei-sehr-guten-Leistungen-wirtschaftlich-1121296.html

Wie kann es sein; dass nach Ferkel und Futter nur 2 Euro übrigbleiben?
Das hiesse ja einen realen Verlust; sprich Strom/Wasser; Behandlungskosten; Gülleentsorgung; Stall; Arbeit...
Wie kann denn sowas?
( ich möchte mal sehen; was Bronto macht; wenn er pro Schwein 20 Euro ZUGEBEN muss....)

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Bauer Bernie
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Muehlenbach [#6]

Am Ostermontag trafen sich 3 Schweinemäster (um die 1500 Plätze) und ein Kuhbauer mit 80 Kühen.

Mein Eindruck nach intensiven Gesprächen war, dass der Milchbauer aus seiner Herde soviel Gewinn erwirtschaftet als die anderen 3 mit ihren Schweinen zusammen.

Trotzdem sind Demos in Berlin und Brüssel von den Milchbauern geplant.
Sind Schweinehalter wirklich so blöd oder haben sie mit viel Pech aufs falsche Pferd gesetzt?

Mfg
BB

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

http://www.n-tv.de/panorama/Besuch-im-Hightech-Schlachthaus-article10402156.html

Zitat: "Jede Kriese ist gut für uns..."

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

BIGPIG
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Hallo,

Wunderts Euch, dass C.T. so glänzend da steht? - Wir haben doch dafür gesorgt, dass er Heute so mächtig ist. Wir haben ihn doch so stark gemacht oder....?. Er profiliert sich auf unsere Kosten!. Und was machen wir? - Nichts (Jammern)!!

Jeder, der noch in die Schweinemast investiert, investiert in die Schlachtriesen. Seit Jahren wird in der Schweinemast über unzureichende DB`s gejammert, aber immer noch werden neue Ställe gebaut. Merkt es denn keiner, dass es immer weiter bergab geht?. Schweinemast ist doch z. Zt. nur noch eine ABM Massnahme!!.

mfg

Bigpig

D
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ bigpig:

So ist das halt: Gier frißt Hirn. Das gilt nicht nur für Schweinemast.

Wenn ich höre, welche PAchtpreise gezahlt werden (sollen??) und dann anfange zu "rechnen", da glaub ich, da steht in machem Keller 'ne Druckerpresse.

P.S.: ABM ist ja noch Gold, da gibt es ja noch was fürs dasein, bei den Schweinen bringt man ja Geld mit zur Arbeit.

Brontosaurus
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Muehlenbach [#6]
So lange warte ich nicht, bis es 20 € sind!
Wenn ich die Wahl habe, zwischen Verlust durch schlechte Verkäufe im Markt oder Verluste durch mangelnde Auslastung, entscheide ich mich für letzteres, d.h. ich passe mich dem Bedarf an.
Würden alle Stufen konsequent den gleichen Weg gehen,sähe es entsprechend besser für alle aus. Da wir aber nunmal in einer kapitalistischen Marktwirtschaft leben, wird derjenige, der es immer noch schafft Gewinn zu generieren (C.T.) sämtliche Marktanteile
erobern, die andere, weil sie nicht mehr kostendeckend produzieren,
liegen lassen! Fazit: Die Theorie klingt gut, nur spielt leider keiner mit, weder auf Erzeugerstufe noch auf den nachgelagerten.
Die Nutznießer dieses Verhaltens sind hinlänglich bekannt und deshalb ist es für mich auch nicht nachvollziehbar warum die Grünen den Roten vorwerfen, sie würden sich die Taschen vollmachen. Das dem nicht so ist, dafür sorgen die großen Abnehmer schon!
Gruß Bronto

Franz
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Na nun übertreibt mal nicht. Die Zeiten wahren schon mal schlechter. Ihr könnt Euch nur nicht erinnern. Weil das mehr als 10 Jahre zurück liegt. Die hohen Pachtpreises haben doch den Wert des eigenen Ackers rund verdoppelt. Die Einnahmen vieler Kollegen sind durch die großzügige Dummheit der Politik doch enorm gestiegen, die müssen doch bauen um nicht durch Steuern arm zu werden;). die Gebrüder Tönjes haben sich selber groß gemacht, weil sie die Schweine besser bezahlt haben. Die Leistung kam von denen selber, nicht von den Mästern.

Gruß

Brontosaurus
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@Franz
Den letzten Satz, glaubst Du den eigentlich selbst?
Danach wird man also größer wenn man mehr bezahlt als andere?
Ich denke die Gründe für die Größe kannst du irgendwo anders suchen!
Es gibt Leute die kaufen sich einen Fußballclub und andere halt was anderes.............
Mit genug "Pulver" kannst Du alles und jeden über kurz oder lang platt machen!
Gruß Bronto

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Franz [#12]

Schlechter wie heute war es nichtmal 1998.
Und richtig; nicht wir haben Tönnies zu dem gemacht; was er heute ist; sondern deren Mitbewerber( nur wollen die das nie verstehen...)
Die "sonnen" sich nur im Fahrwasser von Clemens; und deshalb sage ich; wenn sich Clemens mit seinem Neffen "einig" ist; wird er in zehn Jahren 50% Marktanteil haben.
Denn; es gibt keine Alternativen.
Ich wüsste zumindest keinen einzigen Abnehmer; der sich in irgendeiner Art und Weise von ihm abhebt.
@ Brontosaurus [#11]

Und genau deswegen ( deinem wahrscheinlichen Verhalten ) werden wir immer weiter Marktanteile ans Geflügel verlieren.
Ich glaube du weisst vor lauter Erfolgsmeldungen der ganzen letzten Jahre nicht mehr; wie die "Schwankungen" sind.
Wir haben eine Vorlaufzeit von fast einem dreiviertel Jahr ( vom Sauen belegen bis zum fertigem Mastschwein); die Geflügelleute; besonders die Hähnchenfraktion schafft das ganze in 5 Wochen ( vom Küken zum halben gegrillten).
Die Bullenpreise sind doch nicht deswegen momentan so gut; weil man von heute auf morgen zack 1 Mio schlachtfertige Tiere bekommt.
Wir haben dort immernoch ein Produktionsdefizit; was seit abschmelzen der Bullenprämie nachwirkt.
Und selbst wenn alle Betriebe wieder von heute auf morgen Bullen machen wollten; dann würde sich das frühestens in zweieinhalb Jahren bemerkbar machen.

Auf Deutsch; nur für dich:
Wenn wir nun deutlich im Schweinebereich abstocken; hast du noch bis ende des Jahres mehr oder weniger Freude an uns; aber dann erst wieder zu Oktober 2014!
Dann hilft dir auch sagen wir ein 30% höherer Verkaufspreis nicht; denn dir fehlen 70% der Menge; und in zwischenzeit; während wir wieder liefern könnten ( aber dann nimmt der Clemens alles; was grunzen kann; schliesslich hat er in der Not auch alles genommen..); dann ist dem Verbraucher das viel zu teuer und er grillt lieber Pute!
Soviel zu deiner Einstellung....
Btw; in DK haben die auch erst richtig letzten Herbst verstanden; was die im Zeitraum 2000-2007 für einen Blödsinn gemacht haben..

Was wir brauchen; sind Abnehmer; die deren Abnehmer auch mal zeigen; wo der Hammer hängen kann.
Und dann muss man ebendso wie wir mal ebend 20 Euro an den Schwanz binden; wenn man weiter im Geschäft bleiben will.
Nur ihr quickt ja schon bei einem plus von "nur" noch drei Euro aus dem leztzen Loch.
Was würde erst passieren; wenn wir eine massenhafte Seuche bekommen würden?
Ich sags dir; nach einem halben Jahr sind 50% der Schlachthaken verschwunden; oder besser gesagt Insolvent.
Denn genau das ist in den achzigern und bis ende der neunziger passiert.
Wir hatten erstens 80% SVG; und dann ständig irgendwelche Seuchenzüge.
Und lauter Insolvente Abnehmer.
Weil sich die Denkweise noch nie geändert hat.

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Was mir in den letzten Tagen aufgefallen ist ( ich hab Büro aufgeräumt und ausgemistet); im letzten ausgehenden Sommer stand in den Marktberichten immer der Spruch "die Marge hat deutlich gelitten"; oder " die Marge hat weiter abgenommen; deshalb musste der Preis angepasst werden" usw.usv.
In den letzten Wochen stand immer nur der Spruch " wegen fehlendem Export" oder " ruhige Inlandsnachfrage"...
Merkt ihr was?

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Pigeldy
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Brontosaurus [#13]

naja, die Sache mit dem besser bezahlen ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Er hat halt zur richtigen Zeit das richtige Faß angestochen mit der SB-Ware für den Discount. Wenn er höchstens das gleiche bezahlt wie alle anderen, welche Veranlassung hätten die Erzeuger dann jahrelang gehabt, ihre Schweine an CT zu verkaufen statt an die bisherigen Abnehmer? Die Mittel und Methoden lassen wir jetzt mal außen vor, aber er hatte und hat seine Kosten und Leistungen anscheindend besser im Griff als viele Mitbewerber, sonst hätter er nicht so groß werden können. Zudem hat er sich anscheinend rechtzeitig schlagkräftige Geschäftspartner und Finanziers im Ausland gesucht, das haben so einige der roten Zunft verpasst und sehen es bis heute nicht ein. Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit. Das ist genauso wie in der Landwirtschaft und allen anderen Wirtschaftsbereichen. Nur aus persönlicher Symphatie haben die Bauern ihr Schweine jedenfalls nicht nach Rheda gebracht. Und auch heute zahlt er unter dem Strich mit am meisten Geld, jedenfalls für das Autofom- "Standard-Industrieschwein".

Ich nehme CT hier nicht in Schutz, aber wer immer mit dem Finger auf andere zeigt, sollte erstmal vor der eigenen Tür kehren und seine Hausaufgaben machen, Bronto. Zeiten ändern sich nunmal. Ich glaube, das wollte Mühlenbach in seinem Beitrag auch ausdrücken.

Gruß Pigeldy

Dorf 1963
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ topschwein
Ich vermisse hier deine Einschätzungen des Marktes. Ich persönlich glaube erst nächste Woche an eine Preiserhöhung. MfG

Bauer Bernie
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Brontosaurus [#13]

Ich denke die Gründe für die Größe kannst du irgendwo anders suchen!
Es gibt Leute die kaufen sich einen Fußballclub und andere halt was anderes.............
Mit genug "Pulver" kannst Du alles und jeden über kurz oder lang platt machen!

Da könnte was dran sein, zumindest wenn man mit Branchenkennern aus dem Nordwesten spricht.

Dort erzählt man sich vom Rotlichtmilieu in Frankfurt vor vielen Jahren und von Heilkoptern mit einflussreichen Russen in der heutigen Zeit die in Rheda landen.

Mfg

BB

Brontosaurus
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Pigeldy [#16]
Das sollte auch kein Angriff gegen C.T. sein, ganz im Gegenteil, vor der Leistung muss man grundsätzlich den Hut ziehen. Nur, war das auch alles legal?

@ Muehlenbach [#14]
D.h. weiter machen wie bisher oder noch bessser, die Stückzahlen weiter ausbauen? Warum wird dann immer wieder von allen Seiten beklagt, wie schlecht die Margen sind? Da müssen dann ja einige noch gut klar kommen!
Daraus kann ich schlussfolgern das wir von der Wahrheit weit entfernt sind!
Was ist denn daran auszusetzen, wie es beim Großvieh läuft?
Gruß Bronto

BIGPIG
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Hallo,

immer wieder wird, in den Prognosen für die nächste Zeit, von zurückpendelnden Angebotszahlen ausgegangen. Im Nachhinein stellt sich jedoch heraus, dass das Aufkommen an Schlachtschweinen eher gleich geblieben ist.

Unser Kollege "Mühlenbach" beschreibt ein Szenario von zurückpendelnden Angebotszahlen in der Schweinemast. Nach meiner Meinung wird dieses aber in nächster Zeit nicht eintreten. Alle neuen Ställe werden belegt. Stallplätze, die für die Zeit der Umbaumassnahmen, im Sinne der Tierschutzverordnung, leer stehen, werden wieder umgehend in Betrieb genommen. Diese Massnahme wird spätestens im Herbst diesen Jahres abgeschlossen sein. Danach stehen alle vorhandenen Mastplätze zur Belegung und Ablieferung bereit.

Im Herbst letzten Jahres war ich der Ansicht, dass das Aufkommen von Schlachtschweinen zurückpendeln könnte. Dieses hat sich aber, trotz der o.g. Umbaumassnahmen, als Trugschluss herausgestellt. Nur ein besonderes Ereignis wie die Pest usw. könnten die Angebotszahlen schrumpfen lassen. Und wenn die Angebotszahlen zurück gehen, ist damit immer noch nicht ein Preisanstieg verbunden. In Polen geben mehr und mehr kleinere Schweinemäster ihre Mast auf. Dort sind innerhalb von 2 Jahren ca. 15 % Angebotsrückgang zu verzeichnen. Und doch sind die Preise nicht gestiegen!!. Tagespreise um die 1,54 Euro je kg SG sind angesagt. Das dabei unser Export in dieses Land unlukrativ ist, brauche ich wohl nicht zu betonen.

Unseren Kollegen "Bronto" und all die Anderen von der roten Seite möchte ich beruhigen: Schweine sind und werden in nächster Zukunft genügend vorhanden sein. Zahlen aus den statistischen Erhebungen sollten wir schnell vergessen. Die sind nicht das Papier wert, auf denen sie stehen. Man sollte diese Statistiken einstampfen und die Zahlen aus der Tierseuchenkasse zuzügl. ca. 10% heranziehen. Die sind wesentlich realistischer, denn wer will schon im Seuchenfall auf 50 % Entschädigung verzichten???. Somit haben wir, nach meiner Meinung, sicherlich einen Selbstversorgungsgrad jenseits der 120 %.

mfg

Bigpig

BIGPIG
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Hallo,

Noch eine Anmerkung: Was geht eigentlich in den Köpfen der Schweinemäster, inclusive meinem, vor, dass wir trotz fehlender oder negativer Ergebnise immer wieder Ferkel einstallen und mästen. Es kommt mir manchmal vor, als wenn wir alle Zocker sind, die vor ihrem Spielautomat sitzen und immer wieder neu starten, weil doch irgendwann die grosse Auszahlung folgen muss. Wenn es nicht klappt, wird noch ein Automat und noch ein Automat mit unseren Ersparnisen vollgestopft. Hi

Einer der Landwirte in einem Nachbarort ist vor Jahren abgebrannt. Er hat, durch die Zahlung der Versicherung, 2 neue Schweineställe in der Grössenordnung von a 1000 Plätzen gebaut. Diese hat er inclusive Fütterung verpachtet. Mittlerweile hat er 3 neue Ställe a ca. 3000 Plätze gebaut. Diese sind auch incl. Fütterung für gutes Geld verpachtet. Jetzt hat er einen Bauantrag für 4000 Plätze gestellt. Das Klientel seiner Pächter hat sich in der Zwischenzeit gewandelt. Waren es früher noch Landwirte, so sind es Heute Steuerberater, Rechtsanwälte oder ähnliches.

Mein Fazit: Die alte konventionelle Landwirtschaft entwickelt sich mehr und mehr zu einem Investitionsobjekt für einkommensstarke Berufsgruppen. Die Landwirtschaft befindet sich in einem gravierenden Umbruch. Alte Werte gehen verloren und neue kommen hinzu. Immer grössere Ställe, auch ausserhalb der Schweinemast, müssen her um das Einkommen zu sichern.

mfg

Bigpig

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ BIGPIG [#21]

Nochmal: Willkommen in meiner Welt!

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

papuawenzel
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ BIGPIG [#21]

Was geht eigentlich in den Köpfen der Schweinemäster, inclusive meinem, vor, dass wir trotz fehlender oder negativer Ergebnise immer wieder Ferkel einstallen und mästen. Es kommt mir manchmal vor, als wenn wir alle Zocker sind....
Alles richtig erkannt BigPig. Aber gehörst nicht auch Du zu den Pächtern und kannst nicht genug bekommen ?
Wasser predigen und Wein saufen, das machen inzwischen viele und gleichzeitig mit den Fingern auf andere zeigen. Für die Verpächter: Hoffentlich haben die Pächter stets genug Wasser unterm Kiel; gilt nicht nur für Stallanlagen.

Franz
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Mal zurück zur Überschrift, wie wird den nun der Preis Morgen? Ich hab da noch immer keine Ahnung. Also wird das wohl unverändert seien, sonst hätte ja schon mal wer seine Meinung kundgetan.

Gruß

paul
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Franz [#24]

Wenn da morgen +3 Cent notiert würde, der Markt könnte es verkraften.
Die rote Seite stöhnt oder schimpft aktuell nicht,also haben die ihre Spanne. Und wer nicht fordert und sich dem Schicksal des Dauertiefpreis ausliefert ist selber schuld.

Gruß Paul

Brontosaurus
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@Franz
Der Preis wird morgen unv. bleiben, das ist jetzt schon sicher!
Paul hat mit seiner Aussage nicht recht, der Maekt kann keine 3 Cent vertragen, ganz im Gegenteil.
Wenn die Wetteraussichten für nächste Woche weiter wie bisher wären, ginge es morgen tendenziell
eher runter! Wie sagte heute jemand: Ihr könnt die Schlachtung ruhig mal für 14 Tage einstellen,
die Bevölkerung können wir locker aus dem Froster ernähren!
Das Jahr wird glaube ich nichts.............
Gruß Bronto

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Brontosaurus [#26]

Den ersten Satz teile ich mit dir.
Den letzten Satz ebendfalls.
Das mit den 14 Tagen würde ich nicht so weit wegschieben; wenn das Wetter besser wird; dann haben die Landwirte was besseres zu tun als sich mit den dösigen Schweinen rum zu ärgern.
@ paul [#25]

Wenn die aber die dreifache Menge zu dieser Spanne verkaufen könnten; dann würde denen ein Ei aus der Hose fallen...
Dann würden wir aber wieder den Satz zu hören bekommen "Spannenverluste sind nicht hinnehmbar".
@ Brontosaurus [#26]

Nochwas; ihr könntet die Bevölkerung nur 14 Tage ernähren?
Ich denke; da liegen schon 12 Mill. Schweine aus 2013 in den Frostern; und das alles soll in 14! Tagen weg sein?
Wahnsinn.......

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Applepie
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ BIGPIG [#21]

wenn alle an der Schweinehaltung verlieren, stellen sich mir folgende Fragen:
Warum sind Branchenfremde so scharf darauf diese Ställe zu pachten?
Warum baut der Landwirte weitere Ställe, um sie anschließend zu verpachten?
Warum bauen auch sonst in Nds und NRW so viele Mäster neue Ställe?

Beste Grüße

Applepie

Pigeldy
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Applepie [#28]

klare Antwort: weil die Bauern nunmal das Jammern erfunden haben. Das war so, ist so und wird immer so bleiben. Im Schnitt der letzten Jahre ist durchaus Geld mit der Schweinemast verdient worden. Das sage ich in dem Wissen, dafür jetzt wieder einen drüber zu kriegen.

Die letzten 5 Monate war natürlich nicht gerade lustig, denn da ist wirklich Geld vernichtet worden. Mal sehen wie es sich bis zum Sommer entwickeln wird. Das aktuelle Wirtschaftsjahr wird wohl unterdurchnittlich werden, es werden nicht alle Kosten gedeckt werden können.

Gruß Pigeldy

Brontosaurus
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@pigeldy
Danke für die ehrliche Aussage!
Gruß Bronto

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Brontosaurus [#30]

Und nu?
Ihr habt doch nichteinmal eine ehrliche Aussage gemacht.
Denn ihr gewinnt immer.
Nicht mal einen kg verkauft ihr unter Einstandskosten.
@ Pigeldy [#29]

Stimmt nicht.
Unsere Abnehmer haben das Jammern erfunden; und diejenigen Bauern; die immer jammern; stehen immer gut da.
Diejenigen; die nicht jammern; machen uns jammernden das Geschäft kaputt.
Denn diejenigen geben uns Anlass; dass es uns anscheinend viel zu gut geht; und man uns weiterhin das Geschäft versauen kann.
Hast du schonmal irgendeine Maschine/Auto oder sonstdergleichen gekauft; und immer den geforderten Listenpreis bezahlt?
Anscheinend.
Bei mir jammern die immer auf einem Nivenau; das wir noch garnicht erreicht haben; die verdienen ja garnichts bei dem Geschäft; geben immer viel Geld dabei usw.usv.
Dednnoch gibt es die Firmen immernoch und wollen gerne Geschäfte mit einem machen.....
Also ist es für dich anscheinend in Ordnung; dass du den Verdienst des vergangenen Jahres fast komplett aufgebraucht hast in dem knappen halben Jahr.
Dann brauchstr du dich nicht wundern; wenn der Sommer auch nichts wird; schliesslich geht es uns immernoch zu gut.

Und zu den Branchenfremden "Mästern"; ich denke darüber ist doch schon ellenlang geschrieben worden; wieso weshalb warum.
Die wollen/brauchen kein Geld verdienen; denen ist der Gelderhalt wichtiger; und solange das noch so ist bleibt es wie es ist und wird sogar noch ausgebaut.
Und der Verpächter ist fein raus; er kann mit günstigen Zinsen previligiert bauen ( das kann der STb nicht); seine AK zur Verfügung stellen; das Know How und einen Teil der Entsorgungsflächen.

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Rückrufservice
Beschreiben Sie bitte Ihr Anliegen, damit wir uns auf den Rückruf vorbereiten können.
Ja, ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen und willige ein, dass die von mir angegebenen Daten inklusive der Kontaktdaten zwecks Bearbeitung der Anfrage und für den Fall von Anschlussfragen elektronisch erhoben und gespeichert werden. Meine Daten werden dabei nur streng zweckgebunden zur Bearbeitung meiner Anfrage genutzt und nicht ohne Einwilligung weitergegeben. Diese Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

Register now

Jetzt registrieren und ZMP Live+ 14 Tage kostenlos testen!
  • Dauerhaft kostenfrei
  • Keine Zahlungsinformationen erforderlich
Hilfe?