papuawenzel
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Schweine: Wie wird der V-Preis im Frühjahr und Sommer 2012 ?

Preise gehen weiter Hoch, Da helfen abbestellungen nichts dagegen.
Ich erwarte Freitag wieder + 5 ct.
Wir sehen bald € 1.75 (Februar oder March)
Im Sommer werden wir dann 2 euro sehen.

Zitat henrydunnink heute am 31.01.2012

Interessant, wie Henry den Markt sieht. Bin auch sehr optimistisch, was die Preise und Absatz angeht. Ob wir die 2 Euro sehen, dürfte vielleicht etwas hoch gegriffen sein, aber nicht auszuschließen. Wie sieht es denn die Abnehmerseite. Schweine sind nicht im Überfluß vorhanden und etliche Sauen in Europa weniger. Wie sieht die realistische Einschätzung von "Topschwein" oder anderen Fachleuten von dieser Fraktion aus ?

Bin einmal gespannt, was es hier für Meinungen dazu gibt.

Geschrieben von papuawenzel am
Brontosaurus
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ papuawenzel [#1]
Auf diese Märchen scheint es keine Reaktion zu geben!
Gruß Bronto

papuawenzel
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Brontosaurus [#2]

Aber die Rabobank glaubt scheinbar. Und so ich informiert bin, haben diese Leute wirklich was drauf und kennen den Markt besser als viele andere in der Branche. Das kannst Du glauben.

MissPiggy
Mitglied seit
12 Jahre 4 Monate

@ papuawenzel [#3]

Wieso Rabobank? henrydunnink ist, soweit ich es weiß, Broker. Ein Vertreter der Rabobank kommt zur Mitgliederversammlung der ISN, mal sehn was der so prognostiziert. Schweinepreise von 2 Euro wurden schon manches Mal in Aussicht gestellt, Realität wurde dies nie und es wird wohl auch 2012 nicht der Fall sein. Es sei denn, irgendwelche Tierseuchen in China oder Russland raffen die Bestände dahin.

Gruss
MissPiggy

Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ papuawenzel [#1]

Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Vergangenheit betreffen. Aber sie werden täglich am Terminmarkt von einer größeren Zahl der Teilnehmer gemacht, indem sie Geld- und Briefkurse eingeben oder innerhalb der gestellten Kurse handeln.

Bild entfernt.

Die Grafik zeigt folgendes:

- Die rote Linie zeigt den prognostizierten V-Preis der kommenden 12 Monate. Er wird im August bei 1,82 sein Hoch erreichen.

Tatsächlich wird der Preis wohl nicht bis auf dieses Niveau steigen, weil der V-Preis schon jetzt auf einem hohen Niveau notiert.

- Die blauen Balken und Pfeile zeigen die aktuellen Kurse am Terminmarkt, die quasi eine gemeinsame Prognose aller dortigen Teilnehmer darstellen. Die Höchstpreise werden im August bei 1,70 Euro erreicht.

- Grüne Linie:: Die durchschnittlichen Schweinepreise werden in 2012 bei 1,69 Euro erwartet gegenüber 1,52 Euro in 2011, einem Anstieg um 17 Cent oder gut 11 %. In 2013 sollte sich der Preisanstieg vermindert fortsetzen.

- Die Nachfrage am Ferkelmarkt ist hoch, die Preise steigen überdurchschnittlich an. Die könnte auf ein niedrigeres aber auch höheres Angebot von Schweinen im Sommer hinweisen.

Gesamtprognose: Die Preise werden im Sommer auf Werte von 1,70 bis 1,80 Euro steigen. Im Forum erwartete Preis von mehr als 2 Euro halte ich (abgesehen von Seuchen-Szenatien) für äußerst unwahrscheinlich.

Wer am Terminmarkt Preise von 1,70 bis 1,80 Euro erzielen kann, sollte die Hälfte seines Schweineverkaufs am Terminmarkt gegen fallende Preise absichern und bei 1,80 bis 1,90 Euro die Absicherung auf 100 % erhöhen.

Schöne Grüsse, Richard Ebert

paul
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Ich lese die Grafik von Herrn Ebert so:

Grundlage ist der 10- jährige Durchschnittspreis. Der ist aktuell um 23 !! Cent überschritten.
Von diesen + 23 Cent ausgehend wird der jeweilige wöchentliche langj.Durchschnittspreis um 23 Cent in der Grafik angehoben, fertig.
Dazu sehen wir die aktuellen Börsennotierungen im Vergleich. Die sind derzeit geringer als die Prognoselinie.
Sollte morgen oder nächste Woche der aktuelle Preis um 8 Cent fallen passt der Börsenpreis fast aller Monate wieder zur Prognoselinie. Der tatsächliche Abstand zum 10- jährigem Durchschnitt läge aber immer noch 15 Cent über Normal.
Bleibt die Frage, gehen wir durchs Jahr 2012 mit + 23 Cent ständig über Normal oder kommts doch ganz anders.

Mir wäre als echten Vergleich die Kurve der tatsächlichen 10-jährigen Durchschnittswerte, fest eingefügt auf tatsächlicher Zahlenhöhe in der Grafik als Vergleich zum Börsenpreis am Aussagekräftigsten.

Gruß Paul

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Die roten schieben deswegen schon Panik; weil es so ist wie es ist.
Und der Teufel ( damit meine ich die) paaren sich gerne mit derergleichen; wenn es zu deren Vorteil ist.
Was da kommt kann ich nicht sagen; aber irgendwas wird kommen.
Schonmal an 2006 gedacht?
Alle sind von sehr hohen Preisen in 2006 zur Heim-WM ausgegangen; der Preis war im zeitigen Frühjahr recht hoch.
Dann kam "wundersame"Weise ein Pärchen aus dem Ruhrpott daher; die ihre zwei Hausschweine leider mit Speiseabfällen gefüttert hatten; und schon war die Mini-Pest im Lande; das ganze dauerte keine drei Wochen; der Preis war erst im Keller; und hat "nur" eine Spitze von etwas über 1,70 erreicht; obwohl der Inlandsabsatz als auch der Export auf Höchsttouren lief.
Das ging drei Wochen gut; dann kam als der Preis ins unermessliche zu steigen schien die Bremse ende Juni Anfang Juli ( die übliche Zeit); um dann richtung ende des Sommers nur knapp an dem Jahreshöchststand von Juni zu stossen.

Ich unterstelle denen ja nichts; aber jede kleinste Möglichkeit wird bis zum Erbrechen ausgenutzt; um die Positionen wie sie abgesteckt sind nicht zu gefährden.
Denn die wissen genau: Der Verbraucher vergisst schnell; der "Markt" dagegen nicht; denkt an die Schweinegrippe.....

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

papuawenzel
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ MissPiggy [#4]

Ja, dürfte interessant sein, was der Referent der Rabobank dort berichten wird. Die Rabobank ist ja in ganz Europa im Bereich Agrar engagiert und dadurch recht gut vertraut mit der Lage an den Agrarmärkten.

BIGPIG
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Hallo,

nach meiner Info werden ca. 1/3 des Schweineaufkommens aus Deutschland exportiert!!. Daher sehe ich die zukünftigen Schweinepreise nicht in einem Level von 2 Euro sondern darunter.

Meine Gründe:
1.) In unserem Land wird es kaum möglich sein, wesentlich höhere Preise an den Verbraucher weiter zugeben. Die Verbraucher handeln nach der Devise: Geiz ist Geil, wo kann ich am günstigsten was bekommen!.

2.) Der Export, in den Welthandel, wird sich zunehmend schwieriger gestalten, je höher unsere Forderungen steigen.

Auf der anderen Seite sind Mindestpreise von 1,70-1,80 Euro/KG SG dringend notwendig, um die stark steigenden EK-Preise für die Mäster zu decken. Steigende Ferkelpreise mit hohen Aufschlägen, Futterpreise befinden sich wieder, durch Spekulationen, auf dem Weg nach Oben. Die sonstigen Kosten werden sich der Tendenz anpassen.

Somit sind Preise von 1,70 Euro an der RMX-Börse für mich z. Zt. nicht attraktiv genug um einen Gewinn zu sichern.

mfg

Bigpig

henrydunnink
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Gesamtprognose: Die Preise werden im Sommer auf Werte von 1,70 bis 1,80 Euro steigen. Im Forum erwartete Preis von mehr als 2 Euro halte ich (abgesehen von Seuchen-Szenatien) für äußerst unwahrscheinlich.

Herr Ebert,
Wenn jemand in oktober 2011 hier im Forum geschrieben hätte das ende Januar die Schweinepreis auf € 1.60 stehen wurde, Wass hätten Sie dann gesagt. Und wass hätte ihre Grafiek dan gezeigt???

Henry

Gelber
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@BIGPIG

Genau meine Meinung die ich hier schön öfter geschrieben habe.

Um das Produkt Schwein dauerhaft in ein höheres Preissegment zu bekommen muß dauerhaft erheblich weniger produziert.

Es gibt genügend Leute die sich teure Lebensmittel gar nicht leisten können oder dann nur in bestimmten Mengen. Dann gibt es nur noch einmal die Woche Fleisch, wie vor 50 oder 60 Jahren.

Für die Leute in den osteuropäischen Ländern gilt das gleiche.

Entweder Masse zu niedrigen Preisen produzieren oder eben erheblich kleinere Mengen zu dann höheren Preisen.

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Das Problem ist aber; Kollege; dass ihr auch keine Versuche macht; den Preis DAUERHAFT auf ein anderes Niveau zu postieren.
Wenn ihr nur halb soviel Energie dafür aufwendet; wie dafür den Einkaufspreis zu senken; dann würden auch alle eurer Branche weiterkommen.
So aber gibt es einige andere; die sich neue Märkte suchen; und damit Erfog haben.
Diese können dann in bestimmten Grenzen andere Preise bieten; je niedriger das Rohwarenangebot ist; desto besseren Handlungsspielraum haben die.
Dann ist klar; dass der Standart-0,5% Marktanteil-Hälften-in-Deutschland-verkaufender Schlachtbetrieb irgendwann hintenüber fällt....
Auch im Export sind die Margen begrenzt; aber diese Märkte kennen diese Geiz Mentalität noch nicht so...

Ach ja; in Cloppenburg regt sich Wiederstand gegen die geplante Schlachtzeitenausweitung von DC Essen auf den Sonntag Abend; das geht ja garnicht in Süd-Oldenburg....
( Die Kritiker allerdings berufen sich darauf; dass die Veterinäre und Kontrolleure dann ja Sonntags arbeiten MÜSSEN; scheinheilige; an die billigst-Zeitarbeiter denkt keine Sau; der Landkreis wird dagegen seine Sonderschichten sehr wohl bezahlt bekommen; also alles Heuchelei....)

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

henrydunnink
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Gelber,

Sie vergessen eines:

Der Bauer verkauft die Schweine nicht an die "Leute" aber an die Slachthofen.
Die Slachthofen werden die kommende Zeit zu wenig Schweine bekommen und sehen dann auch noch Schweine nach die Wettbewerber (concurrent) gehen.
In Holland ist dass diese Woche schon angefangen. Vion +6, Hilckmann +7, Van Rooij +8)
Holland ist naturlich klein usw und nich wichtig fur Sie, aber wenn die Deutsche Slachthofen nicht mit machen werden die weniger Schweine bekommen.
Ich glaube Sie denken noch zuviel wie ein slachthof. ( Schweine kaufen, Gewinn machen, Fleisch verkaufen) Ich denke diese Zeit ist vorbei. Dass gewinn geht dieses Jahr bach dem Bauer.

henry

Gelber
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@henry

Was den Gewinn angeht gebe ich dir zu 100% Recht.
Die Zeche werden die roten dieses Jahr bezahlen, aber dadurch wird das Problem auch für die Bauern nicht gelöst. Denn das Ziel müsste immer noch sein, viel Ware zu hohen Preisen an den Verbraucher oder in den Export zu bekommen. Und daran wird meiner Meinung alles scheitern, da genügend Verbraucher gar nicht das Geld haben 100 oder 200 Euro mehr im Monat aufzubringen.
Und die Bauern brauchen sich auch nicht darüber zu freuen, das die roten die Zeche bezahlen. Denn dann werden genügend kleinere Betriebe dabeisein die über die Wupper gehen. Dann haben wir es alle ja geschafft das es nur noch 3 Grosse gibt. Und die 3 Grossen werden dann irgendwann den Bauern wieder sagen was denn so ein Schwein kosten darf.

henrydunnink
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ gelber.
Dass sehe ich auch so, aber nicht fur 2012.

papuawenzel
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Gelber [#14]

....da genügend Verbraucher gar nicht das Geld haben 100 oder 200 Euro mehr im Monat aufzubringen.
Was glaubst Du denn, wieviel Geld Otto Normal für Fleisch im Monat ausgibt ?
Wenn der Schweinepreis sagen wir einmal auf € 1,80-2,00 steigen würde, würden für den Verbraucher die Mehrkosten aufs Jahr gerechnet vielleicht bei 10-20 Euro liegen-pro Jahr und nicht bei 100-200 Euro !

Gelber
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Du glaubst wohl wenn die Schweine 20 cent mehr kosten, das dann der Verbraucher auch nur 20 cent fürs Kilo im Laden bezahlen muss?????

Ich glaub Du weisst gar nicht was das für Auswirkungen hat wenn die Schweine 20 cent mehr kosten.

Spekulatius_Maximus
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Gelber [#17]

erkläre und das doch bitte noch einmal.

papuawenzel
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Gelber [#17]

@ spekulatius maximus #18

Auf diese Ausführungen bin ich auch sehr gespannt !

Meik
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Ganz einfach: Wenn die Schweine 20 cent mehr kosten,dann wird 50 cent mehr fürs Kilo im Laden verlangt.
Das höhere Umlaufvermögen muss ja schließlich auch irgentwo herkommen und dann nochmal 10 cent drauf, denn es soll ja dann auch nochmal was verdient werden!

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Nun; es gibt den einen Vorteil; dass alle anderen Fleischsorten idR. auch teurer geworden sind; tendenziell sogar teurer als Schweinefleisch.
Und wenn die Weltverbesserer es nicht schaffen; den Leuten das hippe Geflügelfleisch madig zu machen; dann wird es auch so bleiben.
Was bleibt sonst über?
Nichts.
Wenn man sich die Preissteigerungen so ansieht; dann ist in den vergangenen zwei Jahren alles teurer geworden; Obst; Gemüse; Getreideprodukte; einzig Kartoffelprodukte müssten billiger sein; sind es aber auch nicht.
Dieses Geschwafel mit den übrig gebliebenen drei grossen gibt es schon seit Menschengedenken.
Das selbe könnte auch auf der Anbieterseite passieren; wenn man 26 Wochen im Jahr Hauspreise macht; aber das ist ja nicht so wichtig; bzw. nutzt es einem wenig.
Warum haben wir denn die ganze Zeit die Diskussionen gehabt in Bezug auf Masken; Auszahlungspreise; Zuschläge?
Weil genau das schon so ist wie es ist.
Zudem; wenn etwas zu gross wird wächst es sich tot.
Das ist immer schon so gewesen.
Darüber mach ich mir keine Sorgen.

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Brontosaurus
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ papuawenzel [#16]

@ Spekulatius_Maximus [#18]
Mal grundsätzlich: Die Verkaufspreise Im LEH sind doch gar nicht das Problem. Wenn ich als
halbwegs Brancheknkenner in einen z.B. Aldi gehe und sehe, was man da für bestimmte
Kilopreise an Wurst und Fleisch verlangt, dann weiß ich oder kann mir halbwegs denken, das versucht wird mit großer Spanne Geld zu verdienen. (dabei sind x Prozent MHD mit einkalkuliert, die sauteuer
eintsorgt werden!)
Das eigentliche Problem sind der Stellenwert, den das Produkt Fleisch in D. und die Marktmacht
der Großen im LEH haben.
Dier Verbraucher in D. Ist dazu erzogen worden, das Lebensmittel billig und erschwinglich sein müssen und der Tank des Fahrzeugs, weil Statussymbol, voll!
Schauen wir uns das Einkommen unserer östlichen Nachbarn an, die zum Teil noch leben wie wir
vor 50 Jahren und trotzdem Fleisch "teuer" in D. kaufen, dann wissen wir, das dort der Stellenwert
ein anderer ist. Da hatt "satt werden" noch eine völlig andere Bedeutung!
P.S. Versaute Gesellschaft!! Ich fürchte, ich kanns nicht ändern.
Gruß Bronto

picprofi
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Bronto und Gelber

Letztes Jahr hatten wir einen pro Kopf Verbrauch von gut 25 kg , dann muss ja der Preis wenn wir 20 Cent cent mehr bekommen um 6 bis 8 € im Laden steigen.

Dann wissen wir ja wirklich so langsam eure Spanne, das man das überhaupt sagen mach finde ich schon echt ein Unding.

Wenn die da oben alle so denken dann man Prost Mahlzeit.

mfg

Gelber
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Das Problem ist die Spanne des LEH, nicht die der Schlachtbetriebe.

Die bezahlen z.B. für einen Schinkenschier ca. 2,60 €.
Dann schau mal, egal in welchem Laden, was die für Schnitzelfleisch aufrufen.
Normalpreis von 5,99 bis 7,99 und wenn es im Angebot ist dann 3,99.

Das ist meiner Meinung nach das Problem. Alle, rot und grün, die eine Menge Arbeit mit diesem Produkt haben werden mit günstigen Preisen abgespeist und die räumen das in ihr Regal und schlagen teilweise mehr als 100% auf.
Bei Wurst ist es doch genauso. Die Wurstproduzenten wissen gar nicht mehr wie das funktionieren soll. Da gibt es im Großhandel z.B. weniger als 3 Euro für Wienerwürste. Von diesen 3 Euro muß der schon mal 1 Euro für den Darm aufbringen. Was bitte sollen die denn für die restlichen 2 Euro in diesen Darm reinstecken? Und im Laden kostet das dann mehr als 10 Euro.

papuawenzel
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Gelber [#24]

Da geb ich Dir ja Recht und hatte es auch schon des öfteren beschrieben hier im Forum. Verdient wird hauptsächlich im LEH und bei den Verarbeitern/Herstellern. Die Lieferanten/Bauern und die Schlachtbetriebe, die nur schlachten, eventl. auch noch zerlegen und dann verkaufen werden an der "Wertschöpfungskette" kaum beteiligt. Heir muss sich etwas ändern.

Gelber
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Nur wie soll sich das ändern?
Solange die genügend Ware bekommen werden die nicht freiwillig ihr Geld verschenken.
Und genau das ist auch der springende Punkt bei höheren Preisen.
Angenommen die Schweine 20 cent mehr, dann braucht der Schlachter und Zerleger schon mal 40 mehr, da ja Köpfe, Pfoten, Knochen u.s.w. deshalb nicht mehr Geld kosten.
Der Verbrauch geht bei höheren Preisen zurück, was macht also der LEH um seinen Gewinn trotzdem aufrecht zu erhalten? Der schlägt dann nochmals zu seinem normalen VK x-Prozente drauf. Und so werden aus Deinen 20 cent mal ganz schnell ein ganzer Euro für den Verbraucher.

Caesar
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Ich könnte mir ein verstärktes Engagement der Fleischbetriebe im Werksverkauf gut vorstellen. Es könnte auch sein, daß Fleischbetriebe in Ballungszentren große Outlets -speziell für Fleischprodukte- erstellen. Längerfristig gesehen werden gewisse Fleischbetriebe durch zusätzliche Vermarktungswege eine ungehemmte Willkür des LEH sicherlich ausbremsen.

picprofi
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Gelber
Stimmt nich was Du sagst. Die Tage hat mir noch ein Schlachthofbetreiber gesagt er hätte am liebsten ein Schwein mit 10 kg weniger Schinken aber 4 Köpfen 8 Füssen 3 Schwänze und viel Bauch. Ihr bekommt für viele Sachen viel Geld wo es vor Jahren was gekostet hat es zu entsorgen. Finds schlimm wie hier argumentiert wird .

Bagira
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ picprofi

Möchte mal wissen welcher Mensch dir erzählt hat das wir Köpfe, Pfoten, Schwänze etc. schon jeh mal entsorgen und dafür auch noch Geld bezahlen hätten müssen? Blödsinn!

@ Caesar

Die Sache mit dem Werksverkauf ist ne ganz heisse Kiste! Wir haben einen und ich hatte schon oft Ärger mit einem Einzelhändler 4 Orte weiter der sich aufs Füsschen getreten fühlte von meinen Verkaufspreisen. Hat dann in der Zentrale angerufen und von dort wurde mir dann mit uslistung gedroht falls ich nicht auch mindestens so viel Geld nehme wie sie...

papuawenzel
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Bagira [#29]

Köpfe werden immer gut verwertet bzw. verarbeitet und bringen dann auch Geld. Pfötchen, Schwänzchen wird hier wieder zu € 0,99/kg verkauft; muss also nicht entsorgt werden. Und wenn Du die Preise für Bauchspeck und Schineknspeck im Laden siehst, sollten die Schweine mind. zu 50% aus Bauch bestehen.

Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ henrydunnink [#10]

Die Frage von papuawenzel war, welche Meinungen es zu den Preisen im Sommer gibt. Genau das habe ich beantwortet.

Wer wann im letzten Jahr welche Prognose abgegeben hat oder hätte spielt doch gar keine Rolle. Ihre Prognose des heutigen Anstiegs von 5 Cent war doch auch nicht richtig.

Ich bleibe jedenfalls bei meiner Aussage:

Gesamtprognose: Die Preise werden im Sommer auf Werte von 1,70 bis 1,80 Euro steigen. Im Forum erwartete Preis von mehr als 2 Euro halte ich (abgesehen von Seuchen-Szenarien) für äußerst unwahrscheinlich.

Wer am Terminmarkt Preise von 1,70 bis 1,80 Euro erzielen kann, sollte die Hälfte seines Schweineverkaufs am Terminmarkt gegen fallende Preise absichern und bei 1,80 bis 1,90 Euro die Absicherung auf 100 % erhöhen.

Wenn Sie der Meinung sind die Preise würden auf über 2 Euro steigen, kaufen Sie einfach 100 Kontrakte am Terminmarkt. Trifft Ihre Prognose ein, machen Sie 300.000 Euro Gewinn ohne ein einziges Schwein im Stall zu haben.

Und, um dem Argument vorzubeugen: Es können problemlos 100 Kontrakte auf heutigem Kursniveau oder 1-2 Cent höher gekauft werden. Wenn Kaufaufträge im Markt liegen, werden sie auch ausgeführt.

@ paul [#6]

Stimmt exakt, was Sie schreiben. Meine Aussagen ändern sich dadurch nicht.

Schöne Grüsse, Richard Ebert

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