Topschwein
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate
Schweinepreis 18.04.2018
Hallo zusammen,
der neue Schweine Preis lautet:
1,42 € ( minus 3 cent ! ) in der Spanne von 1,42 € bis 1,45 € !!!
Geschrieben von Topschwein
am
Kann mir jemand erklären, was da hinter den Kulissen abläuft?
Guten Abend
Wir Landwirte werdenplatt gemacht. Schweine werden gesucht den Roten sind die Tiere zu teuer die Läger sind leer und CT
baut Riesen Kapazitäten bei Freund Putin und wîrd bald keine Schweine mehr aus Deutschland brauchen. Eine Riesen-
sauerrei und wir bleiben auf der Strecke. Wir Landwirte müssen dies der Politik sagen und keine Verbrüderung zwischen
DBV und Tönnies.
@Dorf 1963
Trotz Grillwetter und unterdurchschnittlichen Schlachtzahlen Preisrückgang bei Schweinen
Für Mitte April sind Temperaturen um die 25 Grad höchst ungewöhnlich, auch wenn die Wetterlage nur eine Woche anhalten soll. Eine kurzfristige grillbedingte Nachfragesteigerung kann ohne Probleme aus den Lagerbeständen bedient werden. Der Nachfülleffekt kommt zeitverzögert.
Die deutschen Schlachtzahlen in den zurückliegenden 5 Wochen bleiben im Durchschnitt unter der Marke von 1 Mio. Stck.. Die Schlachtgewichte haben jedoch ein wenig zugelegt. Bei üblichen Absatzmengen sollten diese Zahlen kaum zu einem größeren Bestandsaufbau geführt haben. (siehe auch angehängte Tabelle)
Die Voranmeldungen für die laufende Woche lassen erwarten, dass die Schlachtmengen weiter unter der 1 Mio. Marke bleiben.
Bei einem deutschen Selbstversorgungsgrad von 120 % sind die Exporte im EU-Binnenmarkt und in Drittländer der preisentscheidende Faktor. Während in der EU auch wertvolle Teilstücke gehandelt werden, dominiert für den Drittlandabsatz der Anteil mit weniger wertvollen Teilen. Für die Preisbildung spielen jedoch in 1. Linie die wertvollen Teilstücke wie Lachs Kotelett Schinken u.ä. die ausschlaggebende Rolle.
Im EU-Binnenmarkt ist Italien der größte Importeur. Besonders herausragend ist dabei der Schinkenverkauf. Beginnend mit der ersten Aprilwoche sind die Schweinepreise in Italien um 12 bis 15 ct/kg gefallen. Dementsprechend schwach sind die Verkaufserlöse beim Italienexport. Das trifft den größten Lieferanten Deutschland besonders stark.
In Frankreich und Spanien treten seit Mitte März die Schweinepreise mehr oder weniger auf der Stelle.
Im internationalen Umfeld spielt der Chinaexport mit weniger wertvollen Teilstücken eine herausragende Rolle. Aufgrund steigender Eigenerzeugung sind die chinesischen Schweinepreise seit Mitte Febr.-18 um mehr als 25 % gefallen. Entsprechend gering ist die Bereitschaft zu importieren.
Als konkurrierende Exportländer für China und andere ostasiatische Länder kommen die USA, Kanada und Brasilien in Betracht. In allen 3 Ausfuhrgebieten liegen die Schweinepreise umgerechnet deutlich unter 1 €/kg, allerdings in jüngster Zeit mit leichten Erholungstendenzen. (siehe angehängte Grafik)
In Anbetracht der anlaufenden Grillsaison in Europa und den USA sollte die aktuelle Preisschwäche von vorübergehender Dauer sein. Im Gegensatz zu den USA wird hierzulande nicht mit einem steigenden Angebot gerechnet.
Allerdings tut man gut daran, die Preisphantasien in diesem Jahr im Zaum zu halten,
meint der Läufer
@ Läufer
Danke für die ausführliche Analyse!