Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Schweinepreis: Was passiert, wenn die Weizenpreise fallen ?

Mir ist nicht ganz klar, was (theoretisch) passiert, wenn die Futtermittelpreise erheblich fallen.

Steigen dann die Schweinepreise oder fallen sie auch ?

Wer kann mit seinen Gedanken helfen ?

Geschrieben von Richard Ebert am
BIGPIG
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Hallo,

der Futtermittelpreis hat bislang und auch weiterhin keinen Einfluss auf die Schweinepreise. Im Moment wirkt sich dort der Schweinezyklus aus.

mfg

Bigpig

p.
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ BIGPIG

Das sehe ich anders!! Das Preistal des Schweinezyklus lag in den letzten Jahren in der Spitze um die 1,00 € je kg SG. Ich denke das wir bei Weizenpreisen von 250 €/t keine Schweinepreise von 1,00 € je kg/SG erleben werden. Siehe Terminmarkt Januar ca. 1,30 und somit 30 cent über den sonstigen Tiefpunkten.

Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Ich kann auch anders fragen: Wurden die Schweinepreise in den letzten Monaten durch steigende Preise für Futtermittel beeinflusst oder nicht ?

Lukas
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Hallo,

ich denke die Schweinepreise wurden nicht stark durch die Futtermittelpreise beeinflusst. Und wenn dann nur in geringen Umfang. Die angestiegenen Futtermittelpreise sind ein mittelfristiges Problem. Sie führen mittelfristig zu steigenden Schweinepreisen.

MfG

Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ alle

Mit den wenigen und eher etwas dürftigen Antworten kann ich nicht viel anfangen.

Die Aussage von BIGPIG, der Futtermittelpreis hätte keinen Einfluss auf die Schweinepreise, widerspricht vielen Aussagen hier im Forum. Diese aber in früheren Monaten, während mich der Einfluss eines fallenden Futtermittelpreises in den kommenden Monaten auf die Schweinepreise in 2008 interessiert.

@ Lukas [#5]

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass wieder fallende Futtermittelpreise mittelfristig zu fallenden Schweinepreisen führen werden ?

Muehlenbach
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Der Futtermittelpreis hat mit dem Schweinepreis rein garnichts zu tun. Denn wenn dem so währe; dann müssten wir bei 1,70 Euro liegen. Friss oder stirb; bzw. kauf oder lass es; ist die Devise. Das war in anderen Jahren auch so; anders war vor drei Jahren der Weizenpreis bei 10 Euro; das Mischfutter im Schnitt bei 15 Euro; und der Schweinepreis bei 1,55 Euro.

Bislang hat einzig und alleine der Export und die event. Aussicht auf steigende Schweinepreise und die damit verbundene Einlagerung die Preise gestützt. Da aber die Parität im Export (Euro/Dollar) nicht passt muss der Preis runter. Des weiteren wird der Mais dieses Jahr billiger als Weizen gehandelt; normal ist eine Parität 1:1; oder höher zugunsten des Maises.

Für Körnermais wird in Süd-Oldenburg um 230 Euro/ to gegeben. Es werden raue Mengen aus Süd Amerika eingeführt und ins Mischfutter eingemischt. Beim Schweinemarkt können sich die Abnehmer die Mengen aussuchen; beim Getreidemarkt war dem bislang nicht so.

Vielleicht versuchen die Getreidehändler aber auch die Methode; die wir im Schweinesektor schon lange kennen Druck aufbauen und darauf warten dass die Landwirte wie Lemminge reagieren.

Im Schweinemarkt klappt dieses immer noch.

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Lukas
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Herrn Ebert

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass wieder fallende Futtermittelpreise mittelfristig zu fallenden Schweinepreisen führen werden ?

Genau das bedeutet das.

@ Mühlenbach

Der Futtermittelpreis hat mit dem Schweinepreis rein garnichts zu tun ?

Das stimmt nicht. Er hat sehr wohl damit was zu tun, nur das dieses durch Leistungssteigerung im Stall und Wachstum der Betriebe schnell wieder aufgezehrt wird.

Nur dann berechne bitte diese Aufzehrung mit den vielen variablen. Es sind noch wesentlich mehr variablen im Spiel als die beiden die ich aufgezählt habe.

MfG
Lukas

BIGPIG
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Lukas

bitte begründe deine Theorie, dass durch Steigen oder Fallen der Futtermittelpreise die Schweinepreise beeinflusst worden sind oder werden.

mfg

Bigpig

halbsoschlau
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Veredeln oder verblödeln, das ist hier die Frage ?

Der Getreidepreis ist auch ein Eckpreis an der sich die Schweinemast orientieren muß und wird. Als nach der Agrarreform der Getreidepreis deutlich gesunken ist gab auch der Schweinepreis entsprechend nach. Oder ist dadurch etwa die Spanne gewachsen ?

Und so wird es jetzt wieder kommen, die Frage ist nur wann genau.

Wer Alternativen hat wird sein Geld nicht mit Schweinen verblödeln, jedenfalls nicht jeder und nicht auf Dauer. Und je länger es dauert um so heftiger wird es. "Wetten Dass"

@ Mühlenbach

Natürlich hat der aktuelle Getreidepreis nichts mit dem aktuellen Schweinepreis zu tun, das passt nicht zusammen, ist aber so. Wir sollten in einem Jahr nochmal drüber reden.

Gruß

halbsoschlau
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Herr Ebert

Sie hatten ja gefragt ob die Schweinepreise fallen wenn der Getreidepreis fällt.

Ich denke in der jetzigen Situation kann das nicht der Fall sein weil sich ja bisher der hohe Getreidepreis noch gar nicht ausgewirkt hat.

Potenzial nach unten gibt es eigentlich nicht. Wenn es trotzdem abwärts geht wird nur das Potenzial nach oben größer.

Oder gibt es irgendwo "genügend" Ferkelerzeuger und Mäster die mit den jetzigen Preisverhältnissen auf Dauer wirtschaften können. Dann ist das alles Blödsinn was ich gesagt habe.

Gruß

Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ halbsoschlau [#11]

Vielen Dank für Ihre Antwort und die der anderen. Es gibt aber einen kleinen wie feinen Unterschied:

Ich wollte wissen, was mit dem Schweinepreis passiert, wenn die Weizenpreise fallen.

Ihre Antwort war nicht allgemein geschrieben, sondern auf die 'jetzige Situation' bezogen. Das hat mich in diesem Zusammenhang nicht interessiert.

Vielleicht kann ja noch der eine oder andere Leser antworten auf meine Frage:

Was passiert allgemein, nicht aktuell mit dem Schweinepreis, wenn der Weizenpreis fällt, ohne Bezug auf die aktuelle Situation.

Bild entfernt.

paul
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Richard Ebert [#12]

Ihre Frage ist eigentlich nur unter Bezugnahme der aktuellen Entwicklung zu beantworten, so wie es die Forumsteilnehmer oben getan haben.

Eine Grundlage für die Schweinemast waren immer die Futterkosten, angelehnt an den Interventionspreis. Auf dieser Basis lief der normale Schweinezyklus über Jahrzehnte ab. Ein Preis auf der untersten Stufe, da gibt es keine Erfahrung mit fallenden Getreidepreisen.

Ihre Frage stellt sich erst dann, wenn sich die Schweinepreise den gestiegenen Futterkosten angepasst haben, wenn die weltweite Futterverteuerung zu extremen Ausschlägen mit hohen Fleischpreisen geführt hat.

Dann könnten fallende Weizenpreise auch zu spekulativ fallenden Schweinepreisen führen.

Ansonsten ist alles Schweinezyklus was abläuft. Die Niveauhöhe dieser Kurven wird durch den jeweils aktuellen Weizenpreis mitbestimmt.

Gruß Paul

Lukas
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Richard Ebert

Was passiert allgemein, nicht aktuell mit dem Schweinepreis, wenn der Weizenpreis fällt, ohne Bezug auf die aktuelle Situation.

Es passiert nichts, wenn der Weizenpreis auf das alte Niveau von 2006 fällt. Der Weizenpreis von 2007 war dann ein Strohfeuer und ist dann schnell wieder vergessen.

Dann wird der Durchschnittspreis der letzten Jahre sofort wieder erreicht. Dieser Durchschnittspreis ist grundsätzlich ein sinkender Preis, denn der Wettbewerb führt automatisch dazu.

MfG
Lukas

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