Topschwein
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Schweinepreis zum 09.08.2013

Hallo zusammen,
ja morgen kommt es mal wieder drauf an, auf den Arsch in der Hose.......... . Grün möchte/muss rauf - Rot möchte "unverändert" oder gar runter.
Was gibt es neues aus dem Verkauf;
Fakt ist, das das lebend Angebot "knapp" ist! Das Geschäft in dieser Woche war aber auch recht "schwer". Im LEH war es die ersten drei Tage mehr wie ruhig. Letzten Freitag hat man an Spanne verloren, bei den Kochschinken Produzenten hat man teilweise im zweistelligen Bereich verloren, Salzerreien dagegen orderten zu unveränderten Preisen. Lachse & Bäuche waren auch nicht immer zu unveränderten Preisen an den Mann zu bringen. Verarbeitungsware u. Schultern liefen flott zu unveränderten Preisen. In Summe hat man an Spanne verloren.
Einige Schlachthöfe schlachten nicht auf 100% und selbst da fehlen noch Stückzahlen, Schlachtschweine lassen sich überall Zeitnah plazieren - ohne Probleme.
Im Verkauf wird morgen versucht, das verlorene Geld wieder zu holen, ob dieses gelingt wird sich zeigen. Aber zu den alten Gesetzen - Angebot und Nachfrage - zurück zu kommen, werden die Schweine die nächsten Wochen eher nach 1,90 € gehen als zu 1,70 €.
Sofern alle schlachten wollen auf Teufel komm raus? Schweine rauf! Aber alle wissen hier, wie es kommen kann ........ .
Ich könnte mir für morgen ein unverändert bis plus 3 cent vorstellen !?!

Schönen Abend noch
-Topschwein-

Geschrieben von Topschwein am
BIGPIG
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Topschwein [#1]

ja morgen kommt es mal wieder drauf an, auf den Arsch in der Hose..........

Dazu meine Meinung: wie wärs, wenn Ihr von der roten Seite endlich mal den berühmten Arsch in der Hose habt und Euch bei dem LEH mit höheren Preisforderungen durchsetzt.

Wenn nicht, dann frage ich mich, warum schlachtet ihr auf Teufel komm raus?? Das Ganze ist, nach meiner Rechnung, doch nicht mehr logisch oder? Bislang ergab immer 1+1=2!!!.

Wir Mäster, besonders gewerbliche, haben in diesem Jahr einige tiefe Wunden durch die Schläge der roten Seite davon getragen. Jetzt ist die Zeit diese Wunden zu versorgen und heilen zu lassen. Mehr noch nicht!!!.

Das was z. Zt. am Schweinemarkt abgeht, ist doch nur eine Rekonvaleszenz. Spätestens ab Januar 2014 lasst Ihr uns doch wieder am langem Arm verhungern.

mfg

Bigpig

picprofi
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ BIGPIG [#2]

Das wird nicht so sein , es wird nicht mehr so viele geben.
Es fängt doch grad an das die schon sauen suchen weil nicht mehr genügend da sind und der Rattenschwanz folgt.
es werden sogar im winter ställe leer stehen weil kein güllelagerraum vorhanden ist , und noch einige andere Faktoren.
warts einfach mal ab und las dich überraschen.
Heute sagten mir mehrere güllebörsen von einigen vielen betriebe würde keine gülle mehr abgeholt werden seit mai und nu rate mal warum nicht ?

mfg

Brontosaurus
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ BIGPIG [#2]
Ist es nicht logisch, das, wenn man jetzt keine Handhabe hat und Unsummen verliert, man versucht in Phasen des Überangebots den Preis zu drücken um verlorenes Kapital zurück zu holen?

@ picprofi [#3]
Dieses Szenario wird hier mittlerweile seit 2010 propagiert!
Eingetreten ist davon bislang wenig!

Bronto

JBH
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ BRONTO

da muss ich dir leider Ausnahmsweise mal recht geben..

JBH

picprofi
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Brontosaurus [#4]

1 da gab es keine Kontrollen wegen der belegdichte , nu wird nur noch nach genehmigten Stückzahlen eingestallt
2 da wurde nicht so rigoros mit der gülle gehandhabt und für 15 € abholen lassen
3 da waren die Reserven nicht so aufgebraucht wie nu bei den " grossen "
4 im süden die sauen auf rekordsinkflug sind
5 und weil die roten langsam kalte füsse bekommen

gruss

BIGPIG
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ picprofi [#6]

zu Punkt 1: Die vorgeschriebene Belegdichte wird nach meiner Info weiterhin nicht von jedem Mäster eingehalten. Ich war in letzter Zeit in 2 grossen Mastbetrieben um mir die Qualität der Tiere anzusehen. Beide Betriebe hatten die qm pro Tier auf ca. 0,60-0,70 heruntergeschraubt. Die Tiere konnten nicht mal gleichzeitig liegen. Was dann bei der Hitze der letzten Wochen passiert ist, weiss ich nicht. Nach meiner Meinung kann es doch nur Dummheit der Mäster sein, die Buchten total überzubelegen mit den ganzen Krankheitsdruck usw. und dann noch für lau zu produzieren. Wann wachen diese Leute auf?

zu Punkt 2: Ich bin noch lange nicht davon überzeugt, dass sich jeder Landwirt an die Vorgaben aus Hannover hält. Auch die gewerblichen Betriebe werden, in naher Zukunft, immer noch einen Teil ihrer Gülle auf ihrem landwirtschaftlichen Betrieb entsorgen. Ist immer noch kostengünstiger als 15,- Euro je m³ zu bezahlen. Wenn alles korrekt ablaufen würde, würden die Abnehmer der Gülle darin ersaufen, den der Selbstversorgungsgrad bei Gülle, in den Kreisen Vechta und Cloppenburg, liegt z. Zt. bei ca. 300-400 %. Um Hier restriktiv vorzugehen, fehlt es an Fachkräften und Zeit. Prüfungen können nur stichpunktartig vorgenommen werden.

Mir ist aufgefallen, dass z. Zt. wenig Gülle per Güllebomber in die Güllezuschussgebiete verbracht wird. Auch der Zuwachs an Güllelagerstätten hält sich in Grenzen.

zu Punkt 3: Die Reserven sind nicht nur bei den "grossen" aufgebraucht. Alle Mäster, ausser die im geschlossenen System, haben in den vergangenen Monaten nur in einer ABS Massnahme gearbeitet. Die Reserven sind aufgebraucht und was haben die Mäster daraus gelernt?? - Nichts!!!

zu Punkt 4: da muss ich Dir uneingeschränkt Recht geben. Was im Umkehrschluss auf uns zu kommt: höhere Ferkelpreise!!

zu Punkt 5: die Schlachter werden wohl so schnell keine kalten Füsse bekommen. Sie wissen genau, dass der Zug bald wieder in die Andere Richtung fährt. Nach meiner Meinung kommt den Schlachtern diese leichte Erholungsphase ganz gelegen, da die Mäster jetzt wieder Mut fassen und ihre Ställe wieder randvoll machen. Somit wird es immer genug Schweine und Profit für die rote Seite geben.

Alles in allem sehe ich keinen gravierenden Rückgang des Schweineaufkommens. Die "Statistiken" gehen von einem Rückgang der Produktion um ca. 2% im Rest diesen Jahres aus. Nur das Ventil des Lebendtransports in Richtung Osten hat uns höhere Preise gebracht. Wenn sich dieses wieder schliesst, so wie im 1. Halbjahr 2013, dann gibt es wieder genügend Ware in Deutschland und unsere Abnehmer werden dieses dankend honorieren.

mfg

Bigpig

picprofi
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ BIGPIG [#7]

das ist einfach nicht wahr, mein kumpel ist in einer futtermittelfirma , die und alle anderen haben spürbare umsatzrückgänge und das in südoldenburg.

weiss nicht was für Fakten man noch liefern muss

Junker
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ picprofi [#8]

Umsatz ist doch erst einmal ein finanzieller Indikator, und das dieser bei sinkenden Futtermittelpreisen fällt ist ja wohl naheliegend.
Entscheidend sind, wie Du sicher auch gemeint hast, die Mengenveränderungen im Jahresbvergleich in Tonnen bzw. Prozent.

Hat hier vielleicht jemand genauere Zahlen zu?

Außerdem sollten Änderungen in der Futterverwertung (Ebermast) berücksichtigt werden.
Wenn mir dann noch jemand Zahlen über Veränderungen bei den "Selbstmischern" beibringen kann, erst dann bin ich auch bereit daraus Rückschlüsse auf die Erzeugung zu ziehen.

Gruß Junker

Saubauer
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ BIGPIG [#7]

Punkt 1
Verluste der Tiere durch " Betriebsblindheit" oder Überlastung!
Punkt 2
in meiner Region kein Problem
Punkt 3
Einige Händler liefern nur noch bei Vorkasse oder Abbuchung in 1 Woche an Schweine und Biogasbetriebe!!!
Punkt 4
Gute Ferkel sind schon immer teuer aber das Geld wert !
Punkt 5
Welche Alternative außer " Betriebsaufgabe " hat ein Mäster mit Stallgebäude in der Regel als Weiterproduzieren

MfG
Saubauer

100 mm Regen in einer Woche sind jetzt genug!!!!

Brontosaurus
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ BIGPIG [#7]
Erschwerend hinzu kommt meiner Meinung nach das die Schlachtindustrie in den nächsten 2-3 Jahren Schlachtkapazitäten abbauen wird! Das "schneller,höher, weiter" hat, nicht den gewünschten Effekt gebracht,
denn sobald nur ein Rädchen im aufgeblähten Getriebe stockt, sei es der Inlandsmarkt, der Export, das Angebot usw. geht die Rechnung nicht mehr auf oder anders gesprochen, der Schuss nach hinten los.
Es ist doch schon pervers, einerseits jedem Schwanz nach zu laufen und anschließend trotzdem alles verbetteln zu müssen. Es gibt definitiv zu
viele Schlachthaken und man hätte gut daran getan nicht diese Kapazitäten zu schaffen und bei entsprechender Marktlage einige Wochen im Jahr mit 120% Auslastung zu fahren, als wie jetzt, bei kleinem Angebot mit 80%, dadurch verbunden höheren Kosten und trotz kleinerem Angebot immer noch ausreichend Ware!
So kann man grundsätzlich keinen Druck aufbauen, weder in die eine noch in die andere Richtung!
Ich sag nur Hamsterrad!
Trotz allem ein schönes WE!
Gruß Bronto

JBH
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Bronto,

das Gleiche haben die Schweinemäster auch vor.. wir bauen schneller Mastkapzitäten ab als die rote Seite und machen ne lange Nase....

jbh

Rückrufservice
Beschreiben Sie bitte Ihr Anliegen, damit wir uns auf den Rückruf vorbereiten können.
Ja, ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen und willige ein, dass die von mir angegebenen Daten inklusive der Kontaktdaten zwecks Bearbeitung der Anfrage und für den Fall von Anschlussfragen elektronisch erhoben und gespeichert werden. Meine Daten werden dabei nur streng zweckgebunden zur Bearbeitung meiner Anfrage genutzt und nicht ohne Einwilligung weitergegeben. Diese Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

Register now

Jetzt registrieren und ZMP Live+ 14 Tage kostenlos testen!
  • Dauerhaft kostenfrei
  • Keine Zahlungsinformationen erforderlich
Hilfe?