Schweinepreise: Eine "Ente" als Preisdumping?
Am letzten Mittwochmittag hat der Fleischerverband in einer Fax- Mitteilung seine Mitglieder vor einer kurzfristigen Beendigung der EU- Exporterstattung gewarnt.
Eine Entscheidung werde vorraussichtlich am Donnerstag (17.04.)fallen.
Daraufhin fielen die Börsenkurse für Schweinefleisch der Sommermonate um bis zu 8 Cent.
Gleichzeitig wurden betriebsinterne Berechnungen in den Schlachtunternehmen ausgelöst. Die Ergebnisse: Bei frühzeitiger Einstellung der Exporterstattung liegen die für die Sommermonate kalkulierten Einkaufspreise um 5 bis 15 Cent niedriger als bisher erwartet.
Mit diesen Zahlen ging es dann in die nächste Wochenpreisrunde am Freitag.
Die Preismelder wurden natürlich entsprechend informiert, das ausreichende Angebot unterstützte die "rote Seite", der Preis wurde um weitere 3 Cent auf 1,40 zurückgesetzt.
Jetzt stellt sich heraus: Es gibt am kommenden Donnerstag überhaupt keine Entscheidung über die Exporterstattung.
Auf Nachfrage teilte ein führender Vertreter des deutschen Bauernverbandes in Brüssel mit,daß es "von keiner Seite Anträge zu diesem Thema gebe, daß es beim tagenden Ministerrat keinen Tagesordnungspunkt zu diesem Thema gebe und daß es bei einer solchen Entscheidung immer umfangreiche Vorberatungen geben müsse.
Diese habe es nicht gegeben und ständen auch nicht an."
Also war die Warnung des Fleischerverbandes eine "Ente"? Möglicherweise eine Falschmeldung? Zu welchem Zweck?
Die Schlachtunternehmen haben bei der Preisrunde am Freitag entsprechend ihrer Kalkulation gehandelt. Einige haben aber wohl den Braten gerochen und versucht, auf Grund des günstigen Einkaufs, mehr zu ordern (siehe Berichte einiger Forumsteilnehmer).
Fest steht, der zusätzliche Schaden, den die Mäster durch den Vorgang haben, bleibt als Gewinn in der Fleischindustrie hängen. Da steckt Strategie übelster Art dahinter.
Gruß Paul
Hinter dieser perfiden Strategie steckt auch nicht nur ein Einzelner.
Es ist der Versuch, das Fressen mit aller Gewalt billig zu halten.
Die Gründe kann man heute unter
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,547009,00.html
nachlesen. Vor allem sollte niemand glauben, daß das dort beschriebene Szenario für unser Geschehen hierzulande keine Rolle spielt. Die Sorgen der Machthaber in den armen Ländern werden von den hiesigen geteilt.
Signale hierfür waren die Aufhebung der obligatorischen Flächenstillegung im letzten und die Liquidierung des 10%igen Beimischungszwangs für Biosprit in diesem Jahr.
Dennoch sollte sich kein Landwirt der Hoffnung hingeben, hieraus Vorteile ziehen zu können. Je bedrohlicher die Ernährungslage wird, desto mehr werden sie ausgeplündert werden. Überall auf der Welt, auch bei uns.
richtig erkannt Landjus, ich glaube auch nicht, daß die Fahrzeuge den Sprit nicht vertragen.
Im übrigen gilt heute genauso wie vor tausenden von Jahren "panem et circenses"
Brot und Spiele. Soll heissen: Ein Volk das satt und unterhalten ist ist regierbar, ein hungriges sehr schlecht.
Deshalb sind die Landwirtschaftsminister auch Verbraucherminister und sitzen zwischen den Stühlen. Sie müssen bei den Bauern gute Miene machen, aber in Wirklichkeit mit dafür sorgen, daß das Volk billig ernährt wird.
Ein Beispiel aus dem letzten Sommer:
Just 2 Tage als in den Medien veröffentlicht wurde, daß Butter knapp und teuerer wird, verkündete Baden Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk man müsse schnellstmöglich die Quote erhöhen um den Preisanstieg zu stoppen.
Deshalb sollten die Bauern eng zusammenstehen und mit einer Stimme sprechen nach dem Motto: "Helfen wir uns selber sonst hilft uns keiner".
Ich bin gespannt ob unsere Milchkollegen Ihren Streik hinbekommen. Denn eins ist sicher: Wenn es dazu kommt und die Regale leer würden hätte das Signalwirkung über die Milchbranche hinaus . Wenn nicht sind die Bauern auf lange Zeit hinaus verkauft und können so weiter machen wie bisher.
In diesem Sinnne lassen wir uns nicht unterkriegen.
Bernie
Paul , Hut ab, Du hast es exakt rausgefunden. Hut ab sag ich da nur. Wir hatten doch wirklich alles so gut vorbereitet. Alle sind sie darauf reingefallen, ob ISN, ZMP,DBV, Bundeslandwirtschaftsministerium usw. einfach alle. Nur nicht Paul, durch seine knallharten Nachfragen, durch seine besten Informanten die es gibt, kann man ihm nichts vormachen.
Der Agrarausschuss hatte uns hoch und heilig versprochen am Donnerstag nur eine "Scheinsitzung" über die Schweinefleischexporterstattungen abzuhalten. Und nun sowas.
Paul , wir müssen zugeben wir haben dich unterschätzt, wirklich.
Paul, sowas nenne ich wirklich sauber recherschiert und auch genau analysiert.Ohne Deine Insiderinformationen ging hier nichts mehr.
Bravo
P.S Jetz wo die Wahrheit raus ist, kann ich es auch sagen : Die Kommissare treffen sich am Donnerstag zu einem geselligen Skatturnier in Brüssel. Das muss doch auch mal sein. oder
ja,ja Ina
unter dem Punkt "Verschiedenes" können die Brüsseler Jungs und Mädels auch Skat spielen und über die Exporterstattung klönen.
Beschlüsse fassen die dann aber nicht.
Kannst Du uns den Link zur Tagesordnung mal eben geben?
Gruß Paul
Jetzt gibt es genauere Meldungen und siehe da, die Exporterstattung wurde und wird tatsächlich unter dem Punkt "Verschiedenes" behandelt.
ISN -Info:
Am gestrigen Montag tagte der Agrarministerrat in Brüssel. Im Wesentlichen ging es um Fischereithemen, den aktuellen Stand der WTO-Verhandlungen, das Importverbot für chlorgebleichtes Geflügelfleisch aus den USA und die Bekämpfung der Blauzungenkrankheit in Europa.
Die Franzosen haben die Tagesordnung kurzfristig noch den Punkt "Verschiedenes" um eine Diskussion über die Situation am Schweinemarkt ergänzt. Die Stellungnahme der Franzosen, die der ISN im Original vorliegt, beinhaltet die Forderung nach einer Fortführung der EU-Exporterstattungen.
Zu diesem Tagesordnungspunkt gab es eine ausführliche Diskussion, in deren Verlauf die €/$-Parität und die immens gestiegenen Futtermittelkosten erörtert wurden.
Wie die ISN aus zuverlässiger Quelle erfahren hat, hat das Gros der Mitgliedstaaten in der gestrigen Agrarministerratssitzung die Auffassung vertreten, dass die Exporterstattungen nicht gesenkt werden sollten. Dieser allgemeine Tenor wurde in der Sitzung nicht nur von den großen Schweine haltenden EU-Ländern getragen, sondern auffällig viele kleinere Länder sprachen sich für diese Position aus. Von den großen Schweine haltenden Ländern haben sich u.a. Deutschland, Spanien, Polen, Belgien und Österreich in der Debatte geäußert.
EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel berichtete, dass die Kommission die Entwicklungen am Schweinemarkt verfolgt, man beobachte den Markt sehr genau. Die Kommissarin stellte nach der intensiven Diskussion, an der sich immerhin zwölf Mitgliedsstaaten beteiligten, abschließend fest, dass die Kommission derzeit keine Änderung plant."
Brüsseler und Luxemburger Insider gehen deshalb davon aus, dass der Verwaltungsausschuss am Donnerstag die Exporterstattungen fortführen wird. Alles andere wäre ein offener Affront gegenüber den Agrarministern der EU-Mitgliedsländer."
Ina, wenn es so wie im Bericht vermutet kommt, ändert sich nichts an derzeitigen Situation.
Die Fleischindustrie hat aber mit ihrer "Warnung" einen zusätzlichen Zwischenerfolg gegenüber den Mästern in der letzten Woche erreicht.
Gruß Paul
Hallo Paul,
die Nachricht des Verbandes vdf an seine Mitglieder über die Möglichkeit eines Endes der Exporterstattungen hat sicherlich im Vorfeld der Notierung die Stimmung zusätzlich gedrückt.
Der vdf versendet solch ein Fax an seine Mitglieder aber nicht, um den Schweinepreis auf Erzeugerseite durch eine extra Falschmeldung zu drücken! Diese Unterstellung ist zu weit hergeholt. Schließlich sind auch Verarbeiter, Exporteure und wer weiß wer Mitglied in diesem Verband, also die Kunden der Schlachthöfe. Ein Rückgang der Erzeugerpreise drückt die Verkaufspreise für Fleisch, so dass die Schlachthöfe nicht unbedingt von der Meldung profitiert haben. Gewonnen hat wahrscheinlich nur der LEH.
Gruss
MissPiggy
Paul ich gib Dir jetzt mal einen Tipp :
Ich würde hier nicht so viel den ISN Marktbericht reinstellen. Wenn die Jungs das Spitz kriegen, dann werden die Dir erstmal eine saftige Copyrigtklage an den Hals hängen. Das Ding ist kostenpflichtig und da verstehen die verständlicher Weise keine Spass.
Nur mal so eine Tipp unter Freunden
Die Bewertung von Rechtsfragen sollte man denjenigen überlassen, die etwas davon verstehen.
Der " freundliche Tipp" dient also offensichtlich der Einschüchterung, weil Forummitglied Paul vorab einen Sachverhalt recherchiert hat, den andere lieber unter der Decke gehalten hätten. Ich gehe davon aus, daß er sich von solchen freundlichen Ratschlägen nicht beeindrucken läßt.
Wenn Paul den Marktbericht ISN vom Freitag gelesen hätte, dann hätte er sich den ganzen Quatsch sparen können, den er hier geschrieben hat. Wenn es auch nicht unbedingt unsere " Partei " ist, steht es dort aber richtig mit entsprechenden Kommentar beschrieben.
Die Profis , ob Landwirt oder Schlachter, haben diese Infos sowieso. Von mir aus kann er jede Woche den Marktbericht hier einstellen, kein Problem damit.
Nur auf dem Kleingedruckten steht ausdrücklich das JEDE Weiterverbreitung oder Verwertung ohne Zustimmung sogar STRAFRECHTLICH verfolgt wird.
Paul bitte veröffentliche nochmal den gesamten Marktbericht ISN vom 11.04, damit hier alle ( und Du auch ) zum Thema Exporterstattung auf dem laufenden sind. Dann wird auch nichts mehr unter der Decke gehalten.
Danke
Der kleine aber sehr feine Unterschied besteht darin, daß Paul offensichtlich eine am Montag unter der Rubrik " Aktuelle News" in das frei zugängliche WWW gestellte Nachricht, die also zur allgemeinen Veröffentlichung bestimmt war, zitiert hat.
Wenn der Ersteller eine Nachricht gerade zum Zweck der allgemeinen Verbreitung veröffentlicht, gibt er damit zum Ausdruck, Urheberrechte nicht geltend machen zu wollen. Strafrechtliche Relevanz besteht also in einem solchen Fall gerade nicht.
Von einer Veröffentlichung des Marktberichts aus dem geschlossenen Forum ohne entsprechende Erlaubnis wäre dagegen natürlich abzuraten.
Man sollte also nicht voreilig mit irgendwelchen Rechtsbegriffen herumhantieren, wenn man die Rechtslage nicht kennt.
I.ü bleibt es dabei, daß der gesamte Vorgang in der letzten Woche zumindest ungewöhnlich war und zu Spekulationen einlädt.
Da die Landwirte Opfer des Vorgangs waren, müssen andere Marktbeteiligte seine Nutznießer gewesen sein. Honni soit qui mal y pense.
Der kleine Unterschied ist darin, Landjus das ich ,ob freizugänglich oder nicht überhaupt keine Berichte oder Kommentare von irgendwelchen Internetbetreibern ohne dessen schriftliche Einwilligung WEITERVERBREITEN darf. Ich darf ohne dessen Genehmigung noch nicht mal auf dessen Link verweisen. Selbst das ist bereits strafbar.Das ist auch meistens im Impressum zu lesen.
Es wimmelt mittlerweile im Internet von unseriösen Rechtsverdrehern die nur noch (Gut)davon leben, hier Abmahnungen zu verteilen. Da muss der Seitenbetreiber selber nicht mal Aktiv werden.
So zum Thema selber:
Hier sind viele Landwirte die logischerweise ihren Standpunkt vertreten, und das eigentlich auch in einer sachlichen Form.
Bei manchen frage ich mich aber, wie krank,muss man eigentlich sein um bestimmte Kommentare hier so zu schreiben ? Wie können diese Leute mit so einer Denke überhaupt noch leben ? Wieweit trauen die sich eigentlich SELBER noch ? Wie kann man solche Phantasien überhaupt entwikeln ? Wieweit muss ich von Marktgesetzten weg sein, um mir sowas auszudenken ? Warum bin denn dann überhaupt noch Landwirt ? warum verpachte oder verkaufe ich den Hof nicht, und mache etwas anderes ?
bin ich von meinen Eltern dazu gezwungen worden ?will ich in Gedanken ein Rad zurückdrehen was nicht mehr aufzuhalten ist ? Bin ich mir nicht darüber im klaren, das wir alle gemeinsam im selben Hamsterrad laufen (immer mehr Ferkel,immer mehr Schweine, immer höhere Tageszunahmen, immer schnellere Schlachtgeschwindigkeiten, immer stärker Kosten senken usw ? Alles Fragen, hätte gerne mal ehrliche Antworten.
Danke im Vorraus
@ Ina
Ihre Einschätzung der Rechtslage zum vorliegenden Sachverhalt ist schlichtweg falsch. Daran ändert auch Ihr aufgeregtes Insistieren nichts. Letztlich wäre Ihre persönliche Bewertung einer Rechtsfrage an sich natürlich irrelevant, da es Ihnen selbstverständlich freisteht, eine fehlerhafte Rechtsauffassung zu vertreten.
Hinsichtlich der Beiträge im Forum ist dies aber anders, da andere Forum-Mitglieder aufgrund Ihrer falschen Behauptungen zukünftig möglicherweise davor zurückschrecken, eine bereits vorhandene Veröffentlichung im Forum auszugsweise zu zitieren. Dieser Gefahr ist entgegen zu treten.
Für die Diskussionskultur im Forum ist es unabdingbar, daß aus öffentlich zugänglichen Quellen zitiert wird. Diese Zitate bilden immer wieder die Grundlage für zahlreiche interessante und durchaus auch kontroverse Diskussionen.
Letztlich suchen Sie das Forum ja selbst genau deswegen auf, wobei Ihre Beiträge i.ü ganz offensichtlich mit Interesse gelesen werden.
Sie sollten aber keine rechtlichen Ausführungen machen, wenn Sie keine genaue Kenntnis davon haben und -wovon auszugehen ist- nicht über eine Rechtsberatungserlaubnis verfügen, da dies einen Verstoß gegen das Rechtsberatungsgesetz darstellen kann.
§ 51 S.1 UrhG lautet übrigens :
"Zulässig ist die Verbreitung, Vervielfältigung und öffentliche Wiedergabe eines veröffentlichten Werkes zum Zweck des Zitats, sofern die Nutzung in ihrem Umfang durch den besonderen Zweck gerechtfertigt ist."
Die Einstellung eines Zitats aus einem bereits veröffentlichten Werk - auch ein Text fällt unter diesen Begriff - in das Forum ist also zulässig.
@ ina [#12]
Die ISN ist hier Abonnent und liest mit, ich habe immer mal wieder mit dem/der einen oder anderen Mitarbeiter/Mitarbeiterin Kontakt, daher ist mir das bekannt.
Mein letztes Telefonat mit der ISN ist einige Monate her und die Auskunft war erneut, dass man nichts gegen eine Veröffentlichung auf diesen Seiten hat, falls die Quellenangabe erfolgt. Es sollte jedoch ein direkter Rücklink auf die schweine.net Seite erfolgen, was ich immer mache und Paul heute entsprechend informiert habe. Wenn ich es nicht übersehen habe, wurde von mir stets ein fehlender Link, sofern bekannt, nachträglich eingefügt.
Solche Bestimmungen wie die von Ihnen genannten haben auch andere Betreiber von Internetseiten. Die Praxis weicht davon ab. Auch die ZMP liest mit mehreren Mitarbeitern (vermutlich täglich) hier mit und hat dann wohl auch nichts gegen die Übernahme ganzer Beiträge. Solche Beispiele kann ich Ihnen noch viele nennen. Nirgendwo habe ich eine schriftliche Genehmigung eingeholt.
Letztendlich stellt ein Rücklink auf die Quellenangabe auch eine Werbung für das entsprechende Internet Angebot dar.
Einzelne Anbieter allerdings möchten noch nicht mal auszugsweise zitiert werden, zum Beispiel Raiffeisen.com oder Hansa Terminhandel. In solchen Fällen erhalte ich einen freundlichen Anruf oder eine Mail, mit der Bitte um Beachtung, wird von mir bestätigt und das war es dann schon.
Ich frage Sie mal allen Ernstes: Wie viele Seiten gibt es im Internet, in denen die Schweine- und Ferkelbranche so viel und intensiv Informationen über Märkte und Preise erhält und darüber diskutiert ?
@ Landjus
Bin ganz Ihrer Meinung. Vielen Danke für Ihre Ausführungen.
Schöne Grüsse, Richard Ebert
Danke Landjus für Deine zwischenzeitliche Unterstützung.
Ina,
Dir kann ich es ja sagen, den Auszug von der ISN- aktuell Seite kannst Du nachlesen auf
http://www.schweine.net/isn_scripte/news/news.htmi?country=de&aknews=1
Ob ich den Auszug hier reinstellen darf oder nicht mußt Du schon mir überlassen.
Du tust so als wären wir blöd .Zur Rechtsicherheit solltest Du dich mal noch exakter informieren. Manches ist doch legaler als Du vermutest.
Du bezeichnest hier einige Teilnehmer als krank, weil deren "Denke" nicht in Dein Weltbild passt, wieviel Egoist muss man sein um auf so eine Schmalspur zu gelangen?
Zum echten Thema: Die Stimmungslage am Schweinemarkt ist durch das vdF - Fax am letzten Mittwoch enorm beeinflusst worden, Börsenkurse für Schweinefleisch fielen enorm innerhalb weniger Minuten, jeder Viehhändler und jeder Schlachthofdisponent brauchte die Meldung als Argument für fallende Preise.
Da soll man als Mäster ruhig bleiben? Alles akzeptieren was Eure Seite uns vorgaukelt?
Das schlimmste ist, wie Miss Piggy schon schreibt, richtig verdient hat nur der LEH daran.
Schaun wir mal was am Donnerstag von der Seifenblase der Fleischindustrie übrig bleibt.
P.S Ina, unter Freunden, es ist erfreulich, daß man Dich hier auch mal Montags und Dienstags erlebt und nicht nur zur Preisrunde am Wochenend.
Gruß Paul
Also ich wollte keinem zu nahe treten. Und schon gar nicht jemanden verbieten hier Berichte einzustellen.Dafür möchte ich mich Entschuldigen.
Nur mein "Fachfehlinformant" hat mir diesbezüglich diesen Sachverhalt folgendermaßen ( falsch) erklärt:
Fast alle Informations-Internetseiten (99,8 %) sind in dem Sinne nicht kostenlos, sondern im Regelfall Werbefinanziert. Das heisst der Seitenbetreiber bekommt Geld für die eingestellte Werbung, gleichzeitig muss der Seitenbetreiber möglichst viele User ( Kunden) über brisante News auf seine Seite locken. Wenn jetzt eine andere Person diese News kopiert , und auf irgendeiner anderen Seite wieder ins Netz stellt,(ohne Genehmigung natürlich) ist das wie Produktpiraterie. Daduch " klaut " er dem regul. Seitenbetreiber logischerweise Kunden, die dann ja nicht mehr bei ihm, sondern auf der kopierten Seite diese News erhalten können. Dieses zieht zum einen Strafe wegen Copyr.Verletzung nach sich, gleichzeit kann der Seitenbetreiber auch noch Schadenersatz wegen entgangener Kunden ( User) geltend machen.
Der "Scheinfachmann" hat das noch damit verglichen, ich kaufe mir morgens um 4 Uhr die Bild-Zeitung, kopiere die Interessanten Artikel raus , werfe meine Druckerei an, und um 6 Uhr verteile ich schon meine beste Tageszeitung. Dabei ist es strafrechtlich unerheblich ob ich dafür Geld nehme oder nicht.
So,ich bedanke mich nochmal für die Aufklärung und gelobe Besserung. Bevor ich hier Sachen einstelle von denen ich keine Ahnung habe, versuche ich mich in Zukunft vorher schlau zu machen. Weiß aber nicht ob mir das immer gelingt.
Vielen Dank
und alles Gute
Um die Verwirrung komplett zu machen : So ganz unrecht hat dieser "Falschinformant" nicht. Allerdings bezogen auf einen Sachverhalt, der auf unseren hier nicht anwendbar ist. Das kann aber entscheidend sein.
Sei´s drum.
Wichtiger ist Ihre Einschätzung der weiteren Marktentwicklung.
Vom Fleischgeschäft müßte man widerum die Auszahlungspreise leicht
reduzieren…
Vom Angebot an lebenden Schweinen könnte man
den Preis auch minimal erhöhen…
Es herrscht ein völlig unterschiedlicher "Markt"…
Ein "Unverändert" scheint also der wohl am wahrscheinlichsten kommende Preis…
Am Donnerstag wird sich in Brüssel die Frage klären, ob ein Aussetzen oder eine
Fortführung der Exporterstattungen stattfinden wird. Tendenz zur Zeit Fortführung.
Nochmals Ina im freundlichen Ton:
Eine Entscheidung über Aussetzung oder Streichung der Exporterstattung ist von keiner Seite in letzter Zeit gefordert worden.
Wir wollen doch nicht erneut die Sau durchs Dorf treiben.
Gruß Paul
Kassamarktaussichten:
Das Lebendangebot an Schweinen tendiert etwas zurück…
Der Druck der letzten 2 Wochen scheint vorerst gebannt und die Mengen " lichten" sich allmählich…
Im Abverkauf läuft es dennoch nicht zufriedenstellend…
Die am Donnerstag erwartete Sitzung in Brüssel ( Exporterstattungen ) wird mit Spannung erwartet…
Die Mehrheit der Marktkenner gehen vorerst noch von einer Streichung der Exporterstattung aus, jedoch
werden einige Vertreter für eine Verlängerung der Erstattungen votieren…
Die Hoffnung bleibt also noch ein wenig erhalten…
Die vorläufige Tendenz für die Preisentwicklung wird daher auch mit einem unverändertem Preis
angegeben…
Terminmarkt Weizen RMX (Stand 16.30 Uhr) EUR/t Weizenkurse der MATIF unter http://www.liffe-commodities.com
Monat Aktuell Umsatz Monat Aktuell Umsatz Monat Aktuell Umsatz
Mai 08 Jan 09 210,0 1 Jan 09
Aug 08 Mrz 09 Mrz 09
Nov 08 210,0 5 Mai 09 Mai 09
Quelle: RPM Agrarvermittlung GMBH, 24787 Fockbek
Dieser Bericht dient zur persönlichen Information unserer Kunden und Geschäftspartner. Er stellt eine fachliche Meinung dar und erhebt keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit. Eine darüber hinausgehende Weiterverbreitung ist nicht gestattet.
P.S Hoffentlich habe ich mich jetzt nicht Strafbar gemacht.
Gruss
Dieser komische Link ist mir beim Kopieren mit reingerutscht. Sorry.
Diese Informationen sind übrigens nicht frei zugänglich,sondern Kostenpflicht.
Dafür ist RPM aber auch sehr tief im Markt.
Mach ich auch nur einmal, und nie wieder. Einfach nur auf vielfachen Wunsch von Paul.Weil er einfach so danach gebettelt hat.
Müsste es nicht heißen:
die Mehrheit der Marktkenner geht von einer Fortsetzung der Exporterstattungen aus ?
Sollte dies nicht so sein, wären die Kurse an der RMX doch bestimmt noch weiter runter gegangen. Aber der text ist ja auch schon ein bisschen älter.
Gruss
MissPiggy
Die Meldung ist vom Dienstag. Da ich die vorhergenden Mails leider schon gelöscht habe, kann ich aber folgendes dazu sagen.
Die EEst sollte gestrichen werden weil,
der Schweinepreis schon wieder 1,49 erreicht hat (natürlich Schnee von gestern)
die WHO Verhandlungen zu Zeit laufen (wäre dabei sehr störend)eigendlich der Hauptgrund !!!
man erkannt hat,das die Erstattung nicht beim Landwirt ankommen, sondern bei den importierenden ( Achtung ,nicht Exportierenden )Firmen in der Kasse landet.
Im übrigen hätte eine Streichung nicht einen Weltuntergangeffekt für den Schweinepreis, sondern nach ca. 2 Wochen würden wir die Differnz zur Erstattung in höheren Exportpreisen auch erzielen.
Ihr könnt davon ausgehen, daß die EES heute um 0.00 Uhr endet!
Ich befürchte es auch, die Meldung liegt aber bei uns noch nicht vor.
Unsere Exportverkäufer haben zur Zeit Pause. Exportgeschäfte wurden heute morgen schon vom Handel ausgesetzt.Anweisung vom Chef schon seit gestern.
Wir brauchen erst Klarheit, und dann neue Preise.
Man Paul, bist Du ein Schlitzohr, Du hast ja sogar den ISN- Bericht sogar noch passend für Dich frisiert, indem Du den obersten und entscheiden Abschnitt gezielt weggelassen hast. Das sehe ich ja erst jetzt. Das nenne ich aber mal gezielte Manipulation von Berichten.
Hier der ganze Text
Wie wir bereits im ISN-Marktbericht am vergangenen Freitag, den 11.04.08 berichtet haben, wird der EU-Verwaltungsausschuss am Donnerstag, den 17.04.08 unter anderem über die Fortführung der derzeitigen EU-Exporterstattungspolitik für Schweinefleisch beraten.
Es ist voraussichtlich nicht davon auszugehen, dass – wie von einigen Marktbeteiligten lanciert – der Verwaltungsausschuss an diesem Donnerstag eine kurzfristige Aufhebung der Exporterstattungen beschließen wird.
Am gestrigen Montag tagte der Agrarministerrat in Brüssel. Im Wesentlichen ging es um Fischereithemen, den aktuellen Stand der WTO-Verhandlungen, das Importverbot für chlorgebleichtes Geflügelfleisch aus den USA und die Bekämpfung der Blauzungenkrankheit in Europa.
Die Franzosen haben die Tagesordnung kurzfristig noch den Punkt „Verschiedenes“ um eine Diskussion über die Situation am Schweinemarkt ergänzt. Die Stellungnahme der Franzosen, die der ISN im Original vorliegt, beinhaltet die Forderung nach einer Fortführung der EU-Exporterstattungen.
Zu diesem Tagesordnungspunkt gab es eine ausführliche Diskussion, in deren Verlauf die €/$-Parität und die immens gestiegenen Futtermittelkosten erörtert wurden.
Wie die ISN aus zuverlässiger Quelle erfahren hat, hat das Gros der Mitgliedstaaten in der gestrigen Agrarministerratssitzung die Auffassung vertreten, dass die Exporterstattungen nicht gesenkt werden sollten. Dieser allgemeine Tenor wurde in der Sitzung nicht nur von den großen Schweine haltenden EU-Ländern getragen, sondern auffällig viele kleinere Länder sprachen sich für diese Position aus. Von den großen Schweine haltenden Ländern haben sich u.a. Deutschland, Spanien, Polen, Belgien und Österreich in der Debatte geäußert.
EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel berichtete, dass die Kommission „die Entwicklungen am Schweinemarkt verfolgt“, man beobachte den Markt sehr genau. Die Kommissarin stellte nach der intensiven Diskussion, an der sich immerhin zwölf Mitgliedsstaaten beteiligten, abschließend fest, dass die Kommission derzeit „keine Änderung plant.“
Brüsseler und Luxemburger Insider gehen deshalb davon aus, dass der Verwaltungsausschuss am Donnerstag die Exporterstattungen fortführen wird. Alles andere wäre ein offener Affront gegenüber den Agrarministern der EU-Mitgliedsländer.
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Da steckt Strategie übelster Art dahinter
@ ina [#27]
den Vorwurf lasse ich nicht gelten.
Wie unter #15 doppelt erwähnt,es handelt sich um einen "Auszug" aus der Info. Der Auszug enthält alles Wichtige zum Thema.
Was stand denn wichtiges im ersten Teil?
Was ist friesiert (verfälscht)oder manipuliert? Habe ich Sätze oder Inhalte verdreht?
Ich hoffe Du gehörst nicht zu den "Marktbeteiligten", die lanciert haben.
gruß Paul
komm Paul hör auf, Du musst hier nicht alle für doof verkaufen, das rächt sich sicher.
Du machst hier selber Stimmung übelster, falscher Art , gegen die Roten , indem Du hier selber ein Intrigenspiel uns andichtes und in Wirklichkeit selber inzeniers.
Du hast letztendlich mit diesem Threat Deine eigenen Berufskollegen verars..
sonst nichts.Mit welchen Beweggründen auch immer, soll mir auch egal sein.
Das schlimmste find ich jetzt an Deiner Antwort, das Du nochmal einen Draufsetzt und die Leute hier noch mal für doof verkaufen willst. Das ist schon sehr dreist.
Soll sich jeder sein Gedanken dazu machen wie er will.
Ich kann nur von meiner Seite sagen, so einen Schei.. brauch ich nicht.
Schönen Abend
Ich habe keine Ahnung wie die Sitzung des Verwaltungsausschusses ausgegangen ist, fand aber heute morgen folgenden Hinweis:
" Schweinefleisch: Mehrheit der Mitgliedstaaten fordert Beibehaltung der Exporterstattungen
Weiters forderte eine Mehrheit der Mitgliedstaaten, darunter ebenfalls Österreich, auf Initiative Frankreichs am Rat von der Kommission, die Exporterstattungen für Schweinefleisch dürften auf keinen Fall gesenkt werden. Frankreich und Ungarn verlangten sogar eine Erhöhung, da die Schweinefleischpreise jüngst wieder nachgegeben hätten. Zuletzt waren Vermutungen laut geworden, die Kommission wolle die Erstattungen am kommenden Donnerstag im Verwaltungsausschuss senken. Fischer Boel wies dies letztlich zurück und unterstrich, die Kommission habe nichts dergleichen vor. "
Quelle:
http://www.oe-journal.at/Aktuelles/!2008/0408/W3/41604aizBlmfuw.htm
@ Glückritter
Und wie ist die Entscheidung ausgefallen ?