Saubauer
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12 Jahre 6 Monate

Sojaschrot: Explodieren die Preise ?

Ungewöhnlich fest zeigen sich zur Zeit die Notierungen für Soja der prompten Lieferung!

In meiner Region liegt der Tagespreis für frei Hof:

HP 37.50 Eur / dt netto bei Lieferung innerhalb einer Woche - für sofort innerhalb 3 Tg + 1,50 Eur!

Begründungen gibt es wieder viele, von Streiks bis Asiatischen Aufkäufen usw.

Gut für den der abgesichert hat!

Für Maikontrakte mit ca 28.- Eur frei Hof.

MfG Saubauer

Geschrieben von Saubauer am
Richard Ebert
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12 Jahre 6 Monate

@ Saubauer2 [#1]

Gut für den der abgesichert hat!

Im Prinzip stimme ich Ihnen zu. Aber: Bedeutet 'absichern' in diesem Fall nicht im Voraus zahlen und zum vereinbarten Termin liefern ? Das wären äusserbörsliche Termin- oder Forwardgeschäfte. Denken Sie an das, was den Landwirten bei Zirn passiert ist.

Ich würde gerne deutsche Sojapreise per Grafik zeigen, habe aber keine. Vielleicht kann mir jemand die Daten auf Wochen- oder Monatsbasis zur Verfügung stellen.

So lange die Sojaschrotpreise in den USA:

Bild entfernt.

Schöne Grüsse, Richard Ebert

Bauer Bernie
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Richard Ebert [#2]

Absichern heißt auch beim Lieferanten einen Kontrakt abschließen über z. B. 100 to zum Preis von x € Abnahme von Mai bis Oktober 2010. Zahlung nach Lieferung.
Der Lieferant sichert sich seinerseits dann bei der Futtermittelfabrik diesen Preis ab.
Ist eine weit verbreitete Praxis zwischen Landhandel und Bauern.

Mfg
BB

Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Vielleicht können die deutschen Sojafarmer von den steigenden Sojapreisen profitieren ?

---

Die Sojabohne hat gute Chancen

Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt, München (30.03.10) - Immer mehr bayerische Landwirte entschließen sich, Sojabohnen anzubauen. Soweit sich Erlöse und Kosten für das Erntejahr 2010 bereits abschätzen lassen, liegen sie damit wirtschaftlich richtig.

Allerdings unter einer wichtigen Voraussetzung: Sie finden einen Abnehmer für die Sojabohnen. Aus dem Anbau der Sojabohne lassen sich in diesem Jahr Deckungsbeiträge erwarten, die im Vergleich mit den Ergebnissen gängiger Früchte aus dem Getreide- und Ölsaatensortiment sehr gut abschneiden. Bei den Kalkulationen sind dabei Sojaerträge von knapp 28 dt/ha Trockenware (14,5 Prozent Feuchte) und Preise um 29 €/dt (netto) unterstellt. Eingeschränkt wird die Vorzüglichkeit der Sojabohne durch die Vermarktungsmöglichkeiten. Die hohen Preise gelten nur für vertraglich abgesicherte Ware, wie sie vor allem in Regionalvermarktungsprojekten umgesetzt werden können. Zudem müssen Sojabohnen meist nach der Ernte behandelt werden, damit sie in der Tierhaltung als Futtermittel eingesetzt werden können.

(Quelle: http://www.wochenblatt-dlv.de/nachrichten?redid=330043)

Mehr zu diesem Thema und warum österreichische Landwirte im Sojaanbau als Vorbild gelten können, lesen Sie im Wochenblatt Nr. 13.

Saubauer
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@ Bauer Bernie [#3]

Genau so habe ich es gemacht!
Verschiedene Liefertermine bis April 2011 meist 12 oder 24to.
Meistens beobachte ich die Verhältnisse zwischen Rapsverkauf und Sojaeinkauf.
Bei gleichem oder günstigerem Verhältniss für meinen eigenproduzierten Raps Verkaufe ich diesen und Termiiere per Kontrakt Soja!
Bin in den letzten Jahren immer gut damit gefahren !

MfG Saubauer

Richard Ebert
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USA: Rekordmässiger Sojabohnenanbau

Landwirtschaft.ch / lid (31.03.10) - Die US-amerikanischen Farmer werden den Sojabohnenanbau in der kommenden Saison auf ein neues Rekordniveau von 31,6 Millionen Hektaren ausdehnen können.

Gegenüber dem Vorjahr steigt die Sojaanbaufläche um knapp ein Prozent, gab das US-Landwirtschaftsministerium laut agrarzeitung.de bekannt.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.landwirtschaft.ch/de/aktuell/agronews/detail/article/2010/03/31/usa-rekordmaessiger-sojabohnenanbau/)

Bild entfernt.

Saubauer
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Laut AMI vom 1.04.2010 ist der kurzfristige Soya durch Lieferstreiks und Dollarschwankung innerhalb eines Tages schon wieder um 10 Eur je To gestiegen!!

Frohe Ostern

Richard Ebert
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Agrarrohstoffe: Bericht des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA)

Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) veröffentlichte gestern zum einen den Quartalsbericht der Lagerbestände und zum anderen die erste Schätzung zur Aussaat von Getreide und Ölsaaten in den USA. Danach sind die Anbauflächen bei den wichtigsten Agrargütern etwa gleich geblieben.

Mais: Anstieg der Anbaufläche um 2,7% auf 88,8 Mio. Morgen.

Sojabohnen: Die Anbaufläche steigt im Vorjahresvergleich nur gering an.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.financial.de/rohstoffe/rohstoffmarkt-aktuell/2010/04/01/agrarrohstoffe-bericht-des-us-landwirtschaftsministeriums-usda/)

Der Sojaschrotpreis in Chicago erreichte Donnerstag den tiefsten Stand der letzten 10 Tage.

Schöne Grüsse, Richard Ebert

Saubauer
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@ Richard Ebert [#8]

Tagespreis für promte Lieferung immer noch 38 .- Netto frei Hof war schon bei 40.- Eur.

Ware wird rationiert und noch knapp! Müsste man mal mit Schweinen oder Ferkeln machen!

Schönen Tag
Saubauer

Richard Ebert
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12 Jahre 6 Monate

Trotz Rekordernte kein Sojaschrot verfügbar

LWK Hannover (09.04.10) - Obwohl in den USA sowie zuletzt in Südamerika von einer neuen Rekordernte an Sojabohnen berichtet wurde und auch dort sehr umfangreiche Bestände an Sojabohnen und auch Sojaschrot zur Verfügung stehen, ist der vordere Markt hierzulande so gut wie geräumt. Es steht somit kaum mehr Sojaschrot aus Südamerika zur Verfügung.

Auch europäische Mühlenware ist mittlerweile äußerst knapp. Seitens der Verarbeiter hatte man sich zuvor eher zögerlich mit Ware eingedeckt, da vornehmlich mit sinkenden Preisen gerechnet wurde. Aktuell notwendig werdende Zukäufe zur Deckung des dringend benötigten Bedarfes sind nur zu sehr hohen Kursen möglich. Teilweise kann dabei nicht immer allen Lieferwünschen in voller Höhe entsprochen werden.

Die Sojaschrotkurse entwickelten sich somit schon vor Ostern deutlich fester. Zuletzt konnte hier zwar eine geringfügige Entspannung verzeichnet werden, doch blieben die Preise nach wie vor auf sehr hohem Niveau. Dies galt auch für die Rapsschrotpreise, diese zeigten in den letzten Tagen eine sehr feste Entwicklung. Eine grundlegende Entspannung dürfte am Ölschrotmarkt mit dem Eintreffen umfangreicher Schiffslieferungen aus Übersee einhergehen. Viele Marktteilnehmer rechnen im April jedoch noch nicht mit einer grundlegenden Entlastung.

(Quelle: http://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/portal/6/nav/206/article/8351.html)

Bild entfernt.
Auch die Rapspreise steigen deutlich an. Quelle: LWK Hannover

Richard Ebert
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Argentiniens Farmer kündigen weitere Proteste an

Dow Jones, Buenos Aires (20.04.10) - Argentiniens Farmer rüsten sich für weitere Auseinandersetzung mit der Regierung. Wie die landwirtschaftliche Interessenvereinigung Rural Confederation jetzt mitteilte, hätten die Farmerverbände dabei vor allem im Blick, vor der in wenigen Wochen beginnenden Weizenaussaat Beihilfen für die Vermarktung und Erzeugung dieses Getreides durchzusetzen.

Für den 3. Mai planen die Farmer im Land Protestaktivitäten. Darüber hinaus ziehen sie auch einen Verkaufsstopp für Sojabohnen in Betracht. Die Erzeuger wollen die Regierung dazu bewegen, den Ausfuhrzoll von 35% für Soja aufzuheben. Auch die Beschränkungen auf Rindfleischexporte erhitzen die Gemüter.

Dabei sind die Interessenverbände unterschiedlich radikal in der Umsetzung der Proteste: Während der Verband der Kleinbauern, die Agrarian Federation, sich für ein sofortiges Aussetzen der Sojaverkäufe ausgesprochen hat, wollen andere Vereinigungen erst einmal abwarten, bis der Großteil der Sojabohnenernte, die derzeit auf Hochtouren läuft, eingebracht ist. Der für den 3. Mai geplante Protest ist der zweite in diesem Jahr. Die Farmer wollen allerdings bislang von Straßenblockaden Abstand nehmen.

Solche Blockaden hatten während der Proteste im Jahr 2008 den Warentransport über einen Zeitraum von vier Monaten lahm gelegt. Seinerzeit konnten die Farmer eine Erhöhung des Ausfuhrzolls auf Sojabohnen verhindern. Sie leiden jedoch weiterhin unter den Eingriffen der Regierung in den Getreide- und Rindfleischhandel. Durch ihre Interventionen in diese Sektoren will die Regierung die Preise am Binnenmarkt niedrig halten.

(Quelle: http://www.dowjones.de/site/2010/04/argentiniens-farmer-k%C3%BCndigen-weitere-proteste-an.html)

Bild entfernt.

Saubauer
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12 Jahre 6 Monate

So werden die Preise immer künstlich gestützt !

Wer weiß vielleicht bekommen die Streiker sogar Geld für diese Tätigkeit ?

Schöne Tage
Saubauer

P.S. Ein Anstieg auf 1,36 morgen ist dringend notwendig auch um den Verkauf etwas die Richtung zu zeigen!

Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Saubauer2 [#12]

So werden die Preise immer künstlich gestützt !

Dort wird genau das gemacht, was zum Beispiel der Deutsche Bauern Verband (ich vermute Sie sind dort Mitglied ?) in seinen täglichen Pressemitteilungen fordert.

Es hat aber auch etwas für sich, so sind die Rapspreise bisher fast 60 Euro je Tonne gestiegen - gut für die deutschen Erzeuger.

Schöne Grüsse, Richard Ebert

Bauer Bernie
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Richard Ebert [#13]

Versteh´ ich nicht ganz. Der DBV war doch gegen einen Streik, zumindest bei den Milcherzeugern.

Mfg
BB

Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Bauer Bernie [#14]

Versteh´ ich nicht ganz. Der DBV war doch gegen einen Streik, zumindest bei den Milcherzeugern.

Ich meinte generell Marktstützungen, nicht Streiks.

Schöne Grüsse, Richard Ebert

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