Sojaschrot: Lebhafte Umsätze am deutschen Markt
Soja wird lebhaft umgesetzt
LEL, Schwäbisch Gmünd (03.10.12) - Der Erzeugereinkaufspreis für Sojaschrot lag Mitte September 2012 bei über 50 €/dt. Auch wenn die neuesten Erntedaten des USDA kurzzeitig für eine Preisdelle am Sojamarkt sorgen, rechnen Händler mit keiner deutlichen und nachhaltigen Entspannung.
Zwar fielen die US-Erträge entgegen der ursprünglichen Befürchtungen besser aus als erwartet, dennoch wurden in den USA nur knapp 72 Mio. t Sojabohnen geerntet, 11 Mio. t weniger als im Vorjahr. Dies führt dazu, dass das Exportvolumen der USA 2012/13 auf knapp 29 Mio. t fallen wird (Vj. 37 Mio. t).
Insgesamt gehen die aktuellen Prognosen für 2012/13 von einer knapp ausgeglichenen Sojabilanz aus. Einer Erzeugung von 258 Mio. t steht eine Verbrauchprognose in ähnlicher Höhe gegenüber. Allerdings stützen sich die Prognosen auf eine deutliche Anbauausweitung und auf gute Sojaernten in Argentinien und Brasilien, dort wird in den nächsten Wochen aber erst gesät.
Nicht nur der Weltsojamarkt stellt sich angespannt dar, betrachtet man die Summe aller Ölsaaten werden für das laufende Wirtschaftsjahr ebenfalls nur knapp ausgeglichene Verhältnisse gesehen.
Die Preisdelle hat aktuell zu lebhaften Umsätzen bei Sojaschrot am deutschen Markt geführt. Das Interesse beschränkt sich vorwiegend auf die Deckung des Bedarfs für die kommenden Wochen.
Mittelfristig ist kaum mit einem nachhaltigen Rückgang der Sojapreise zu rechnen, denn die Welt brauche eine hohe Sojaernte in Südamerika um eine dramatische Knappheit abzuwenden, äußerte jüngst ein Rotterdamer Händler.
(Quelle: LEL Schwäbisch Gmünd)
Weltmarktpreis für Sojaschrot in Chicago