Spanien und Deutschland sehr stark im Drittlandshandel mit Schweinefleisch
Hallo,
hier ein Beitrag aus Top-Agrar.com:
http://www.topagrar.com/news/Markt-Marktnews-Spanien-und-Deutschland-se…
Entgegen den immer wiederkehrenden Parolen der roten Seite läuft der Export wohl nicht so schlecht. Dazu kommt, dass Deutschland immer weniger Schlachtschweine importiert. Alles in Allem gute Bedingungen für bessere Preise. Ist es doch nur Abzocke der roten Seite??. - Oder ist der Inlandsverbrauch stärker rückläufig als bislang bekannt?.
mfg
Bigpig
@ BigPig
Bitte vorsichtig mit der Interpretation von Exportstatistiken (die man nicht selbst ...)
Wenn man nur die reinen Mengenangaben liest, ist tatsächlich eine Steigerung in der Zeitspanne von Jan bis Mai 2015 von 1,8 % festzustellen (EU-Statistik). Eine starke Zunahme zeigen die Zahlen nach China und südostasiatische Länder. Spätetens an dieser Stelle muss man hellhörig werden. Der durchschnittliche Exporterlös nach China und Hongkong beträgt 1,36 €/kg verarbeitete, verpackte und gefrorene Ware für überschlägig 500.000 t in den ersten 5 Monaten. Für die gesamten 1,1 Mio. t EU-Exporte von Jan bis Mai 15 wurden durchschnittlich 1,82 €/kg erlöst.
Welche Preissteigerung kann man daraus für die Erzeugerpreise hierzulande ableiten?
Die Hauptabsatzgebiete befinden sich in China, Südkorea, Philippinen. Japan und Australien, weit weg von Europa. Der früher nahe liegende Absatzmarkt Russland mit Verkaufserlösen von 1,90 €/kg für rd 780.000 t (noch im Jahre 2013) bleibt für absehbare Zeit verwehrt. Im Exportgeschäft werden eben keine werttragenden Teilstücke wie z.B. Lachs mit über 8 €/kg gehandelt wie auch die übrigen wertvolleren Frischfleischteilstücke nicht. Die Erlöse sprechen eine deutliche Sprache über die Werthaltigkeit der überwiegenden Tonnage im Exportgeschäft.
Die Vermutung trifft zu. Der Export allein ist nicht entscheidend, es muss auch der Inlandsabsatz mit den wertvollen Teilstücken maßgeblich dazu kommen. Und da fehlt's ganz offensichtlich.
Letztlich gilt die Feststellung, dass die Schlachtzahlen über Vorjahresniveau liegen. Zurzeit wird noch PLH-Ware ausgelagert.
Zur Veranschaulichung: Grafik im Anhang
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MfG BRE