Umstrittene Förderpraxis - EU rüttelt an Agrar-Exporthilfen
Umstrittene Förderpraxis - EU rüttelt an Agrar-Exporthilfen
Von Helmut Hauschild und Peter Thelen
Handelsblatt, Brüssel/Berlin (01.05.08) - Zoff zwischen Brüssel und Berlin: Zwischen der EU-Kommission und der Bundesregierung bahnt sich ein Streit über die Subventionen für Agrarexporte an. Die zuständige EU-Kommissarin glaubt, dass die Tage der Exporthilfen gezählt sind. Sollte sie sich durchsetzen, wäre das für Deutschland eine bittere Niederlage.
Die auch von Entwicklungshilfeexperten heftig kritisierten Ausfuhrhilfen spiegelten „eine Politik von gestern“ wider, sagte die für Landwirtschaft zuständige EU-Kommissarin Mariann Fischer Boel dem Handelsblatt.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.handelsblatt.com/News/Politik/International/_pv/_p/200051/_t/ft/_b/1424874/default.aspx/eu-ruettelt-an-agrar-exporthilfen.html)
Am 01.07. übernehmen die Franzosen die Ratpräsidentschaft; und dann ist aus mit der Rumheulerei.
Die Kommission kann doch nur bei den Deutschen rummaulen; weil der Seehofer unfähig ist; überhaupt irgendwas zur Landwirtschaft zu sagen. Alle wollen den freien Weltmarkt; kein Problem; ich währe dafür. Aber unter gleichen Voraussetzungen. Und das will weder der Verbraucher; die Bundesregierung noch die Kommission.
In der "freien" Wirtschaft klappt dieses doch auch nicht; ansonsten würden wir mit Billigware aus Fernost nur so überschwemmt werden; die Europäischen; aber erst Recht Deutschen Standards in keinster Weise entsprechen; und zur Zeit unter dem Deckmantel des Verbraucherschutzes und wegen der Uneinigkeit auf dem Agrarsektor nicht eingeführt werden dürfen oder aber mit hohen Einfuhrzollsätzen (Kleidung/Schuhe aus China) belegt werden.
Denn sonst kommt auch hier eines Tages der Zeitpunkt wie nach der Ernte 2003; wo trotz Aussetzung von Exporterstattungen sehr viel Getreide ausgeführt wurde; weil andere einfach mehr geboten haben.
Ich sage nur: Alles Heuchelei.
In dem Sinne
MFG
Mühlenbach
Kritik an Exporterstattung für Schweinefleisch nicht gerechtfertigt
AIZ (06.05.08) - Der EU–Kommission wurde vorgeworfen, aufgrund der Exporterstattung für Schweinefleisch der Schweinefleischerzeugung in Ghana und Kamerun geschadet zu haben und somit für die Hungersnot mitverantwortlich zu sein.
Von den Exportlizenzen über 285.000 t Schweinefleisch, die zwischen November 2007 und heute beantragt wurden, seien gerade einmal 2,5% oder 7.125 t für Schwarzafrika bestimmt, erklärte ein Sprecher der EU-Kommission. Die Exporterstattungen wurden deutlich zurückgefahren. Außerdem werden nach Afrika hauptsächlich jene Teile von Schweinen geliefert, die in der EU nicht vermarktet werden können. Der Hauptgrund, warum billig in Drittländer exportiert wird ist also nicht die Exporterstattung, sondern das Verbraucherverhalten der EU-Bürger.
(Quelle: http://www.schweine.at/index.php?id=39&tx_ttnews%5Btt_news%5D=116&tx_ttnews%5BbackPid%5D=1&cHash=7ec9517be8)