Weizen: Abwärtstrend an allen Märkten
Weizen: Es geht weiter abwärts in Paris, London und Chicago
Agrarheute.com, Paris/London/Chicago (08.09.09) - Handelsaktivitäten stabil auf hohem Niveau, gut versorgte Mühlen und fallende Kurse. Fällt die Sommerweizen-Ernte in den USA so gut aus wie erwartet, erholen sich die Preise nur mittelfristig.
Mahlweizen: Talfahrt in Paris
Der Novembertermin markierte gestern mit 123,75 €/t einen neuen Tiefpunkt. Während an der Pariser Warenterminböse die Handelsaktivitäten stabil auf hohem Niveau liegen, ist es am physischen Markt fast schon gespenstisch still geworden. Die Mühlen sind bis zum Jahresende gut eingedeckt. Entsprechend trifft man dort auf eine klar abwartende Haltung. Exportseitig gibt es zurzeit keine Anzeichen, dass Neugeschäfte zu einer Marktentlastung beitragen könnten. Es bleibt also dabei: Eine verhaltene Nachfrage trifft auf ein über alle Qualitätsstufen hinweg üppiges Angebot.
* Ernte-Ausblick: In Russland könnte die Weizenernte besser ausfallen als bisher angenommen. Die Schätzungen nähern sich den 60 Mio. Tonnen (2008/09: 64). Angesichts der hohen Endbestände und den rund 7 Mio. Tonnen an russischer Intervention sollte sich an der aggressiven Wettbewerbssituation wenig ändern. Die Frage kann eigentlich nur noch lauten: Wie weit kann der Markt noch fallen? Sollte die triste Großwetterlage weiter Bestand haben könnte in den kommenden Tagen die 120 €/t-Marke zur Debatte stehen.
Futterweizen: Tendiert in England ebenfalls schwächer
Der englische Futterweizen tendierte am gestrigen Handelstag ebenfalls schwächer. Der Fronttermin büßte 1,30 Pfund pro Tonne ein und schloss bei 94,20 Pfund je Tonne. Das britische Landwirtschaftsministerium geht in seiner aktuellen Angebots- und Nachfrageschätzung von höheren Endbeständen aus 2008/09 aus. Angesichts der großen Erntemenge in 2008 und niedriger als erwarteten Exporten könnten sich die Endbestände auf rund 2,76 Mio. Tonnen belaufen. Auf dem Exportsektor bleibt es weiterhin ruhig. In Spanien - einer der wichtigsten Handelspartner für das UK – scheint die Mischfutterindustrie mit Futtergetreide gut versorgt zu sein. Importe kommen derzeit aus der Schwarzmeerregion. Daran sollte sich in den kommenden Wochen auch wenig ändern.
* Ernte-Ausblick: Die Ernte im UK nähert sich langsam dem Ende, rund 90% der Weizenbestände sind bereits abgeerntet. Die Situation am britischen Weizenmarkt erinnert stark an die Situation auf dem europäischen Festland. Die Versorgungslage ist gut, es mangelt aber an adäquater Nachfrage sowohl im In- als auch im Ausland. Um neues Geschäft zu generieren, dürften die Notierungen nicht nach oben ausbrechen.
Weizen: Nachfrage weiterhin flau in den USA - hoher Erntedruck
Die US-Märkte blieben gestern wegen des Labor-Day Feiertages geschlossen. Die Nachfrage bleibt weiterhin flau. Exportseitig bewegt man sich zwar auf internationalem Niveau, um sich aber zusätzliches Neugeschäft zu sichern und von der Konkurrenz abzusetzen reicht es derzeit nicht. Sollte das Geschäft so weiterlaufen, wird es schwer das angestrebte Exportziel von 26 Mio. Tonnen zu erreichen. Der Dezemberkontrakt erreichte am Freitag mit 4,71 $/bu einen neuen Tiefststand. Ob der Markt damit bereits das Ende der Fahnenstange erreicht, darf auch weiterhin angezweifelt werden. Licht am Ende des Tunnels ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht zu erkennen.
* Ernte-Ausblick: Die Ernte des Sommerweizens in den nördlichen Plains schreitet zügig voran. Der Erntedruck bleibt angesichts einer erwartet großen Ernte hoch. Warmes und trockenes Wetter in dieser Woche sollte die Erntearbeiten zügig voranschreiten lassen und die Abreife in den Spätdruschgebieten unterstützen.
Ausblick: Weizenpreise werden sich mittelfristig kaum erholen.
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MfG
Saubauer
Financial.de (15.09.09) - Die Weizenernte in Australien soll nach dem Regen in den wichtigen Anbaugebieten besser ausfallen, nämlich 6% höher als im Vorjahr. Das staatliche Researchinstitut ABARE hat die Prognose für dieses Erntejahr um 3,4% auf 22,72 Mio. to nach oben revidiert.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.financial.de/rohstoffe/rohstoffmarkt-aktuell/2009/09/15/preis-fur-arabica-kaffee-um-54-gestiegen/)