Weizen: Anbieter hoffen auf gute Exportgeschäfte
Getreideanbieter hoffen auf Export
ZMP (24.04.09) - Am deutschen Getreidemarkt steht ein überschaubares Angebot einer ruhigen Nachfrage gegenüber. Daher kommt es nur zu geringen Preisänderungen. Verhandlungen über die neue Ernte werden sehr verhalten angegangen.
Vor allem im Norden sind die Weizenläger der Erzeuger inzwischen weitgehend geräumt. Wer noch über Spekulationsmengen verfügt, wartet mit dem Verkauf ab, zumal angesichts des sommerlichen Wetters derzeit ohnehin die Feldarbeiten im Vordergrund stehen. Die Weizenbestände auf den Feldern geben insgesamt ein gutes Bild ab, vor allem früh gesäter Weizen steht lang und üppig. Für eine optimale Entwicklung benötigt das Getreide im Norden und Nordosten allmählich jedoch Regen.
Wie viel Weizen ins neue Wirtschaftsjahr übernommen wird, ist indes noch ungewiss. Nach Angaben der BLE hatte die Erzeuger Ende Januar immerhin gut 53 Prozent der Weizenernte an den Erfassungshandel (ohne Kleinbetriebe) verkauft, das war nur geringfügig weniger als im Vorjahr.
Wie so oft in dieser Saison ruhen die Hoffnungen der Anbieter auf dem Exportgeschäft mit Drittländern. Diese Erwartungen werden unterstützt durch den Kurs des US-Dollars, der gegenüber dem Euro am Dienstag den tiefsten Stand seit mehr als vier Wochen erreichte. Der Währungseffekt dürfte den hiesigen Anbietern beim Wettbewerb um die Kunden in Afrika und dem Nahen Osten spürbare Vorteile bringen.
(Quelle: http://www.zmp.de/agrarmarkt/ackerbau/2009_04_24_Marktlage_Getreide.asp)