Weizen: Chinas Ernte leidet unter Trockenheit
Trockenheit in Chinas Weizenanbaugebieten
Agrarheute.com / AgE, Peking (26.01.09) - Peking - In China haben ausbleibende Niederschläge in den Hauptanbaugebieten für Weizen zu Trockenheit auf einer überdurchschnittlich großen Fläche geführt.
Auf rund 7,9 Millionen ha Weizenfläche machten sich die Auswirkungen des überaus regenarmen Winters bemerkbar, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf eine Mitteilung des Landwirtschaftsministeriums. Im vergangenen Jahr hatten sich zu diesem Zeitpunkt nur auf 1,3 Millionen ha Trockenschäden gezeigt. Von diesem Problem betroffen seien weite Teile im Norden des Landes; in einigen Gebieten lägen die in diesem Winter gemessenen Niederschlagsmengen 70 bis 90 Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. In den Provinzen Henan, Anhui und Shanxi litten mehr als die Hälfte der Weizenanbaugebiete unter dem Ausbleiben der Regenfälle.
Um den Landwirten beim Umgang mit der Situation zu helfen, habe die chinesische Regierung in Peking sechs Expertengruppen in die Regionen entsandt; zudem stellten die Behörden vor Ort ähnliche Unterweisungsmannschaften zusammen. In Shanxi verhängten die Behörden Xinhua zufolge die zweite von insgesamt vier bei Trockenheit möglichen Warnstufen; in dieser Provinz seien seit Oktober 2008 lediglich 20 l Niederschlag pro Quadratmeter gefallen; im gleichen Zeitraum des Vorjahres seien dort fast 50 l Regen pro Quadratmeter niedergegangen.
In der Saison 2007/08 wurde in China auf rund 23 Millionen ha Weizen angebaut; von dieser Fläche entfielen etwa 93 Prozent auf Winterweizen. Die Erntemenge betrug 106 Millionen t Weizen.