Richard Ebert
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Weizen: Die geheimen Getreidelager in Deutschland

Geheime Getreidelager: In der Not gibt's Bundeserbsen

Von Oliver Hoischen

Frankfurter Allgemeine Zeitung, FAZ (29.06.10) - An geheimen Orten lagert der Staat tonnenweise Hülsenfrüchte und Getreide ein - für Krisenfälle. Die meisten Bürger wissen von den Reserven nichts. Aber ist das überhaupt noch zeitgemäß?

Natürlich wollen sie hier alle rein: die Kornkäfer, die Reismehlkäfer, die Getreideplattkäfer und die Maiskäfer, die Mäuse sowieso, die Fliegen und die Motten - es wäre für sie das Paradies, zu vergleichen nur mit einem Schwimmbad voller Schokoladenpudding oder einem Mount Everest aus Vanilleeis. Wenn sie nur dürften. Doch in der Hallenwand ist jede Ritze mit Schaumstoff zugespritzt, die Tür ist fest verschlossen, Fenster gibt es keine, und wenn es doch mal ein Käfer schaffen sollte, dann landete er schnell in einer der Fallen, die hoch oben auf dem Getreideberg stehen, denn Käfer kriechen nun einmal immer an die höchste Stelle, sie können nicht anders. So ist das in Deutschlands geheimen Getreidelagern: Die Motten bleiben an den Ködern kleben, und für die Mäuse hat man sich einen Mauerstreifen aus feinstem Quarzsand ausgedacht. Der wird regelmäßig geharkt, damit kein Mäuserich unbemerkt rübermachen kann.

Und die Bürger? Die wissen gar nicht, dass es das gibt: Mehr als hundert Hallen im ganzen Land, in denen - Achtung: 440.000 Tonnen Weizen, 140.000 Tonnen Hafer und seit allerneuestem sogar 50.000 Tonnen Roggen lagern. Denn Roggen, so haben die Leute von der Brotindustrie den Leuten vom Bundesernährungsministerium gesagt, Roggen habe erstaunlich gute Backeigenschaften, weshalb der wirklich noch gefehlt hat. Das Getreide lagert jeweils für so ungefähr zehn Jahre. Dann werden alle Vorräte ausgetauscht - „gewälzt“, sagen die Fachleute.

Gedacht sind sie für Krisenfälle, für Naturkatastrophen, Tierseuchen, Streiks oder terroristische Anschläge, vielleicht auch für ein zweites Tschernobyl. Offiziell heißen sie „Bundesreserve Getreide“. Aber das ist längst nicht alles: Es gibt auch noch eine „zivile Notfallreserve“, das sind säckeweise kanadische Linsen, französische Erbsen und amerikanischer Reis, der so stark geschliffen und so überaus keimlinglos ist, dass er jahrelang nicht ranzig wird.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: -> http://www.faz.net/s/RubCD175863466D41BB9A6A93D460B81174/Doc~E3A0F8077931642438AC3E1B87B0ECBAA~ATpl~Ecommon~Scontent.html)

Geschrieben von Richard Ebert am
Bauer Bernie
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@ Richard Ebert [#1]

Daran ist nichts verwerflich.

Es ist doch höchste Anerkennung wert wenn ein Staat so für das Volk vorsorgt.

Mfg
BB

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